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Schatten

27.01.2017, 13:33 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Landstraße vom Abzweig an der Mühle bis zum Dorf führte über zwei Kilometer geradeaus, schien sich für Heinz jedoch an ihrem Ende zum Dorf hin nach links zu krümmen. Mit starr nach vorne gerichtetem Blick hielt er mitten hinein zwischen dem Gasthof auf der rechten Seite und dem in Wacholder eingerahmten Friedhof gegenüber, der dem Betrachter gegen den Horizont aus Eichen und Birken ein strenges und gottesgerichtliches Bild vermittelte.
Heinz dachte daran, anzuhalten, aber er fuhr am Friedhof vorbei, wie jedes Mal in den letzten Monaten. Hinter dem Dorf bog er von der Landstraße auf den Weg ein, beschleunigte kurz und bremste neben der Remise, dass die Räder über den feinen Schotter rutschten. Unter dem vorgezogenen Dach der Remise stand immer noch der alte BMW, mehr quer als längs, und beanspruchte neben der Speismischmaschine, dem Bauholz, Steinen und Gerümpel den Platz für drei.
Heinz zog sich an der Fahrertür aus dem Wagen.
Verdammter BMW, dachte er, »Schrotthaufen« sagte er laut und schlug krachend die Autotür hinter sich zu. Unsicher und breitbeinig nach Gleichgewicht suchend ging er auf das Haus zu. Marita stand im Käfig und fütterte die Hühner. Seit er den großen Drahtverhau für die Hühner gebaut hatte, konnten sie es nicht mehr auf den Habicht schieben. Marita hielt im Ausstreuen inne und sah ihm nach, wobei ihr Gesicht einen feindseligen Ausdruck annahm.
Heinz nahm keine Notiz von ihr. Das bisschen Hühnerfüttern schaffte er auch nach der Arbeit, und für die Hilfe sollte er seiner Tochter auch noch dankbar sein und musste ihren fünfjährigen Sohn ertragen. Tobias fuhr vor der Haustür mit einem Skateboard über ein mit Gehwegplatten gepflastertes Viereck, eine Art Terrasse, auf der eine Holzbank mit rissiger weißer Farbe an der Backsteinfassade lehnte und zwei grüne Kunststoff-Gartenstühle verloren herumstanden, um die er das Skateboard mit kräftigen Stößen trieb.
»Lass das Getöse, du Nervensäge«, herrschte Heinz den Jungen an.
»Halt wenigstens dein Maul, wenn du besoffen nach Hause kommst«, schrie Marita, dass die Hühner gackernd aufstoben.
»Sag deinem Mann, er soll den Schrotthaufen vom Hof schaffen«, rief Heinz zurück. Seine Stimme war nicht so hart, wie sie nüchtern sein konnte, im Tonfall aber ebenso unversöhnlich. Vor zwei Wochen hatte Helge zuletzt unter dem BMW gelegen, ihn aber nicht zum Laufen gebracht. Der Motor gab jeweils nach wenigen Metern auf.
»Halt dein Maul, wenn du besoffen nach Hause kommst«, schrie Marita noch einmal und ballte die Fäuste zusammen.
Heinz ging ins Haus. Er hörte, wie Tobias draußen sein lärmendes Spiel wieder aufnahm. Jetzt war es ihm gleichgültig. Zumeist beachtete er seinen Enkel wenig, das Kind hatte schließlich einen Vater; sollte sich doch der um das Balg kümmern, der bei Marita im Bett lag. In letzter Zeit hatte er Helge allerdings kaum noch zu Gesicht bekommen. War auch Maritas Sache, dachte er und ging in die Wohnküche.
Die alte Frau auf der Eckbank hinter dem Esstisch schaute nicht auf, als er hereinkam. Sie saß dort wie eine große schwarze Puppe mit weißgrauen Strähnen, die ihr über die Wangenknochen fielen, und stumpfen Augen in einem grauen Gesicht, das trotz ihres hohen Alters noch erstaunlich glatt war, jedoch von einer durchsichtigen, zerbrechlichen Glätte. Ihre Hände waren knochig, doch mussten sie früher kräftig gewesen sein und zupackend. Jetzt lagen sie ineinander und schienen zu ringen und nach Dingen zu greifen, die nur sie fühlten, geübt in lebenslanger Arbeit.
Heinz knurrte die alte Frau an und machte sich daran, in die auf dem Tisch und dem Herd herumstehenden Töpfe hineinzusehen, wobei er an der Tischkante Halt suchte. Auf dem Herd fand er Möhrengemüse mit Speck. Er nahm den Topf vom Herd und zog mit der frei gewordenen Hand die Besteckschublade des Tisches auf – sie klemmte bei halber Öffnung, er ruckelte ungeduldig hin und her und zog dann mit aller Kraft die Schublade aus der Führung, dass Löffel, Messer und Gabel sich klappernd im Raum verteilten und er beinahe das Gleichgewicht verlor.
Die alte Frau schaute erschreckt auf und ihre Finger gingen schneller, als müssten sie ein zusätzliches und unvorhergesehenes Pensum Arbeit erledigen.
Heinz fluchte. Er griff in einen der benutzten Teller, wischte den Löffel am Ellbogen ab und wankte mit dem Topf nach nebenan.
Die Seiten einer Zeitung mit großen schwarzen und auch roten Überschriften lagen im Zimmer verstreut, auf dem Tisch und inmitten grüngelber Sprenkel auf dem Sessel und der Couch. Heinz machte den Sessel frei und ließ sich hineinfallen. Im Fernsehen sang eine großzügig dekolletierte Frau und strahlte ihr Publikum dabei an, als sänge sie für jeden persönlich. Heinz nahm die Fernbedienung vom Tisch, er stellte den Ton an und lehnte sich zurück.
»Mama hat angerufen«, sagte Marita von der Tür her.
Heinz löffelte das Möhrengemüse.
»Willst du nicht wissen, was sie gesagt hat?« fragte sie.
»Und?«
»Sie darf am Wochenende raus aus der Klinik.«
»Das wurde ja auch langsam mal Zeit! Vier Monate!«
»Juckt dich das eigentlich, ob es ihr schlecht oder besser geht?« fragte Marita.
»Kümm're dich um deinen eigenen Dreck. Du gehst doch auch nicht auf den Friedhof«, antwortete Heinz.
Die Wohnzimmertür knallte zu.
Heinz kratzte den Rest des Möhrengemüses aus dem Topf. Was verstand Marita schon. Frauen. Er wischte das Zeitungspapier von der Couch und legte sich lang.

Heinz musste geschlafen haben, denn im Fernsehen wurde nicht mehr gesungen, sondern Nachrichten vorgelesen, dann folgten Bilder aufgeregt durcheinanderlaufender Leute, einer weinend und blutbespritzt in den Armen eines Helfers, ein abgedeckter Körper auf der Straße. Heinz stand auf und ging zurück in die Wohnküche. Seine Schwiegermutter saß nicht mehr auf ihrem Platz. Das einzige Leben in der Küche war das Ticken der Wanduhr. Unwillig stieß er mit dem Fuß nach einer Gabel, er traf sie nur an der Spitze und sie trudelte unter dem Küchentisch durch an die Fußleiste.
Draußen hatte die Dämmerung eingesetzt. Ein rötlicher Schimmer lag noch über dem angrenzenden Maisfeld, der Wind hatte gedreht und wehte den nachlassenden Güllegeruch des gestern gedüngten Feldes auf das Haus zu. Marita saß in einem Gartenstuhl und blickte den Weg entlang zur Straße. Renate würde übers Wochenende zu Besuch kommen, hatte sie gesagt; ganz sicher war sich Heinz jedoch nicht.
Marita reagierte nicht, als er hinter sie trat, obwohl sie die Tür gehört haben musste, die er nachlässig ins Schloss hatte fallen lassen. Er schaute auf ihre Schultern und in das weit geschnittene Hemd, mit einem zögernden Griff legte er die Finger auf das Jochbein und den Daumen an den Hals, er drückte vorsichtig und nicht so hart, wie er bei Renate den Druck zu einer Schraubzwinge werden ließ, den er erst lockerte, wenn sie stillhielt und er mit der freien Hand nach ihren Brüsten oder zwischen die Beine griff.
»Papa!«
Marita erhob sich heftig und verschränkte die Arme vor der Brust.
Er würde zuschlagen, dachte er, wenn sie das aussprechen würde, was ihre Augen sagten.
»Wo ist der Junge?« fragte er.
»Bei Jens.«
»Was war mit Renate?« erkundigte er sich.
»Sie darf am Wochenende aus der Klinik. Ich fahre gleich Samstag in der Früh.«

Heinz erwachte nach acht, den Kopf auf der unbenutzten Hälfte des Ehebettes. Hans war um diese Zeit längst ohne ihn zur Baustelle gefahren, also würde er blau machen. Freitags war das ohne Krankenschein so eine Sache, aber er kam mit dem Polier klar und würde sich Überstunden abfeiern lassen und dabei die Zuschläge verlieren, aber nicht die Arbeit.
Heinz sammelte seine Kleidungsstücke vom Boden auf und zog sich an. Unten in der Wohnküche erhob sich die Alte von ihrem Platz, als er hereinkam.
»Moin, Gertrud«, sagte er und nahm ihr die Kaffeekanne aus der Hand. Sie antwortete mit einem Flattern ihrer Lippen.
»Schon gut«, sagte er. »Muss manchmal sein. Scheiße.«
Er schnitt zwei Scheiben Brot ab, schmierte Butter und Mettwurst aus der Dose darauf, klappte die Scheiben zusammen und biss hinein, ohne sie vorher mit dem Messer zu teilen.
»Brüggemann bringt heute eine Egge«, sagte er und kaute. »Am Samstag kommt er mit dem Traktor und einem Kultivierer. Damit roden wir die kleine Wiese zu Mühlenbecks hin. Renate wollte da den neuen Gemüsegarten anlegen.«
Die alte Frau hob den Kopf.
»Renate kommt, ich weiß, aber ich kann's mir nicht aussuchen. Ich rede mal mit dem Brüggemann.«
»Renate?« fragte Gertrud. Sie sprach so leise, dass seine Kaugeräusche ihre Frage überdeckt hätten, wenn er sich nicht inzwischen daran gewöhnt hätte, mit allem innezuhalten, wenn die Alte ihre Lippen bewegte. Ansonsten hätte er nichts mitbekommen; allerdings war das oft auch ganz nützlich, wenn er von der Alten nichts hören wollte. Genau genommen sagte sie seit Monaten ohnehin noch kaum etwas, saß nur herum, wenn sie nicht kochte.
»Hat Marita nichts gesagt?« fragte Heinz. »Die Schlampe. Oder du hast es einfach nur vergessen? Verdammte Scheiße!«, brüllte er. »Was funktioniert hier eigentlich noch?«
Gertrud zuckte, ihr Körper schüttelte sich, um den Vorwurf abzuwehren, und verfiel dann in die puppengleiche Starre, in der ihre offenen Augen erloschen und die Hände mit ihrer imaginären Arbeit begannen. Heinz fasste zu und drückte ihre Hände auf die Tischplatte.
»Reg' dich nicht auf«, sagte er. »Es wird schon wieder.«
Er ließ das zur Hälfte aufgegessene Brot auf dem Tisch zurück.
In der Remise öffnete er einen Verschlag und holte eine Harke heraus und warf sie in den Kofferraum des Wagens, ging zum Zaun, an dem die von Renate angepflanzten Sonnenblumen ihre Köpfe noch in Erwartung der Sonnenstrahlen hängen ließen. Mit der Hand versuchte er, eine Sonnenblume abzureißen; der dicke Stiel knickte, ohne zu brechen. Heinz ging zurück in den Verschlag und holte eine Sichel. Sie war schartig und stumpf und er brauchte einen kräftigen Hieb, um eine Blume abzuhacken. Drei würden für die Vase reichen, sagte er sich und legte die Sonnenblumen auf den Beifahrersitz.
Auf dem Grab stand noch die Vase mit den vertrockneten Rosen zwischen den Studentennelken und der Erika. Grasbüschel und Löwenzahn waren seit dem letzten Besuch gewachsen. Heinz nahm ein Taschentuch und wischte über die Inschrift des hellbraunen Holzkreuzes - Hendrik Meyer *1995 +2016. Am Kreuz lehnte eine Holztafel, die noch nicht auf dem Grab gestanden hatte, als er das letzte Mal hier war. Sie trug ein Emaillebild mit dem Portrait eines jungen Mannes in Heeresuniform, von Lars, Maik und Mario, von Janine und Anna, die ihren Freund Hendrik nie vergessen würden. Heinz jätete das Unkraut, stellte die Sonnenblumen in frisches Wasser und harkte ganz zum Schluss die aschgraue Erde zwischen den Blumen in gleichmäßige Streifen.

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12 Kommentare

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Sehr gut "beobachtet" und vortrefflich geschrieben, Helmut!

Mir kam beim Lesen das indianische Sprichwort in den Sinn: "Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen,
ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin."

Es ist Dir gut gelungen, die Geschichte quasi objektiv darzustellen.
  • 17.04.2017, 22:49 Uhr
  • 0
Hallo Georg,
ich war länger als geplant abwesend und kann mich erst heute für Dein Lob bedanken. Die Geschichte ist in der Tat durch Beobachtung inspiriert und die Handlung dazu erfunden.
lg Helmut
  • 23.04.2017, 16:09 Uhr
  • 0
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Hallo Helmut,

Deine Geschichte ist sehr gut. Du beschreibst die Umgebung, das Haus, die Menschen - alle Details so, dass man "Kino im Kopf" erlebt.
Das genau ist es, was gute Autoren schaffen sollen!

Ein Bisschen Kritik muss trotzdem sein: Zwar sind Dein Schreibstil und Deine Detailtreue gut, aber manchmal sind die Sätze zu lang.
Versuche lieber mehr kürzere Sätze anstatt Schachtelsätze zu bilden, in denen sich das, was Du aussagen möchtest, verliert. Du bietest so viel interessanten Inhalt, da ist es sehr schade, wenn die Einzelheiten untergehen.
Liebe Grüße, Inga
  • 02.02.2017, 14:13 Uhr
  • 0
Hallo Inga,
ich hab's mir noch mal durchgelesen. In der Tat gibt es viele Sätze, wo ich in der Mitte auch einen Punkt statt eines Komma hätte setzen können. Ich sah für mich keinen Unterschied, da ich sowohl beim Komma als auch beim Punkt eine klitzekleine Weile innehalte, quasi zum "Luft holen".
Der Verfasser des Buches über den Dativ meinte, ein Satz mit weniger als 13 Wörtern sei kein Satz...
lg Helmut
  • 02.02.2017, 21:40 Uhr
  • 1
Hallo Helmut,

gäbe es zwischen Komma und Punkt keinen Unterschied, gäbe es nicht zwei, sondern nur ein Satzzeichen.
Dass ein Satz mit weniger als 13 Wörtern kein Satz sein soll, kann nur mit Augenzwinkern gemeint sein!

Ich wollte Dich keineswegs beleidigen, verreissen oder entmutigen, im Gegenteil! Deine Geschichte ist wirklich sehr gut. Sie berührt, das schaffen nicht alle Autoren!

Der Sinn der Schreibwerkstatt ist in erster Linie, den Hobbyautoren Sicherheit zu vermitteln, eigene Schwachstellen zu erkennen und auszubügeln, den eigenen Stil zu finden und / oder zu verbessern und ausdrucksstark zu werden.
Deshalb sollen sich alle ernsthaft und konstruktiv miteinander auseinander setzen. Es hilft keinem, nur gelobt zu werden.
Die Schreibwerkstatt ist nur in zweiter Linie eine Plattform zur Veröffentlichung.
Als ich die Schreibwerkstatt ins Leben gerufen habe, war es mein Ansinnen, Autoren Mut zu machen, zu helfen die "Schreibe" zu verbessern und die Scheu vor der Öffentlichkeit zu nehmen.
Es ist aber durchaus o.k., wenn jemand keine Kritik haben will. Allerdings entgeht dem Schreiber dann die Chance, sich zu verbessern.

Ich hoffe sehr, dass Du mich nicht missverstehst und unverdrossen weiter schreibst!

Herzliche Grüße, Inga
  • 02.02.2017, 22:19 Uhr
  • 0
Hallo Inga,
ich habe hoffentlich nicht den Eindruck erweckt, ich sei beleidigt.
Meine Einstellung zur Satzlänge ist: In der Prosa dürfen sie ruhig etwas länger sein, im journalistischen Schreiben sind sie tödlich (der Zeitungsleser will sich schnell informieren, der Romanleser eher genießen).
Die Satzzeichen wende ich intuitiv an, wobei mir deren grundsätzliche Bedeutung schon bekannt ist. Wenn der Gedanke, der Sinn oder die Aussage noch weiter geht, setze ich ein Komma, auch wenn eine Teilung in zwei Sätzen möglich wäre. Der Punkt trennt stärker als das Komma; in jedem Fall sollen sie ein kurzes Innehalten bewirken. Das Komma sagt: Kleine Pause, aber es geht gleich weiter, der Punkt signalisiert, dass etwas Neues folgt. Es muss halt lesbar bleiben, darin stimmen wir überein. Längere Sätze stellen höhere Anforderungen an den Leser, aber sie können auch schwingen, weniger gradlinig und melodisch sein.
Die eigentlich anzustrebende Verbesserung beim Schreiben liegt darin, "es" nicht zu sagen, sondern zu beschreiben. Ein Beispiel aus dem Film "Wirf Mama aus dem Zug": Der Protagonist zerbricht an dem Einleitungssatz seines neuen Romans, "Die Nacht ist schwül", bis die aus dem Zug zu befördernde Mama angesichts der schwülen Nacht sagt: "Die Nacht ist zum Ersticken."
Auf zu vermeidende Schachtelsätze werde ich achten.
vlg Helmut
  • 03.02.2017, 14:00 Uhr
  • 1
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Hallo Helmut,
mir gefällt wie du schreibst! Es ist als fotografierst du mit Worten - man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Die Geschichte an sich ist nachdenkenswert und hilft Vorurteile zu überdenken. Gelungen...
  • 30.01.2017, 11:43 Uhr
  • 0
Hallo Margarethe, wenn ich beim Schreiben keine Bilder im Kopf habe, ist es mühselig... Schön, wenn sie dann auch beim Leser ankommen.
Vorurteile: Kannst Du mir dazu auf die Sprünge helfen?
  • 30.01.2017, 22:58 Uhr
  • 0
Moin Helmut,
es gibt einen guten Tip, wenn die Bilder im Kopf sich verstecken wollen. Skizzen, man könnte auch sagen kritzeln. Das löst Blockaden!
Da gehts nicht um Kunst, sondern um das aktivieren von Bildern, die dem Leser das Gefühl geben mitten in der Geschichte zu sein.

Nun zur "Sprunghilfe"
Du erzählst von einem Menschen, den wir alle schon getroffen haben: Zornig, betrunken na und so...
Wir sehen das Äußere, aber erst wenn wir seine Geschichte kennen, dann wird das VOR - Urteil aufgelöst: Da läuft schon wieder der Besoffene...
Wir müssen uns viel öfter unsere Geschichten erzählen
  • 31.01.2017, 07:00 Uhr
  • 1
Hallo Margarethe,
ich erzähle die Geschichte einer vom Schicksal geschlagenen Familie, und wie jeder damit umgeht. In der Außenansicht auf diese Familie findet eine Bewertung nicht statt.
Wenn Dich das Erzählte an den Umgang mit Vorurteilen erinnert, ist das ein zusätzlicher Gewinn beim Lesen.
Lg Helmut
  • 01.02.2017, 17:35 Uhr
  • 0
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Hallo Helmut, ich habe gerade deinen "Schatten"- Bericht gelesen. Er ist mir sehr nahe gegangen. Ich weiß was so ein Unglück mit den Menschen machen kann. Habe vor vielen Jahren ähnliches erlebt. Es kann eine ganze Familie zerstören. Du magst keine Smylies, aber dafür bekommst du von mir ein
  • 28.01.2017, 09:55 Uhr
  • 1
Hallo Marga, das Grab löste die Frage aus, was denn mit einer Familie passieren könnte, wenn der Älteste plötzlich stirbt. Insoweit ist es - was anscheinend gelungen ist - ein Mix aus Realität und Phantasie.
lg Helmut
  • 29.01.2017, 18:20 Uhr
  • 0
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