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Pariser Metro in Berlin

Pariser Metro in Berlin

23.02.2017, 13:04 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Einzigartige Gewölbedecke erinnert an Pariser Metro

Der U-Bahnhof Märkisches Museum (früher Inselbrücke) ist eine Station der Berliner U-Bahn-Linie U2 im Berliner Ortsteil Mitte.
Auf der sogenannten Spittelmarktlinie zum Alexanderplatz entstand die Station in unmittelbarer Nähe zur Spree. Nach langwierigen Bauarbeiten wurde am 1. Juli 1913 der Betrieb aufgenommen. Seinen heutigen Namen erhielt der Bahnhof 1935 auf Antrag der Leitung des in der Nähe liegenden Märkischen Museums.

Dank der tiefen Lage konnte Architekt Alfred Grenander die Station mit einer großen und geräumigen Halle und einem Korbbogengewölbe ausstatten. Aufgrund dieser in Berlin ungewöhnlichen Bauweise wurde die Station oft mit jenen der Pariser Métro in Verbindung gebracht. Im Berliner U-Bahn-Netz verfügt nur der U-Bahnhof Platz der Luftbrücke über eine solche stützenlose Konstruktion.
Im Mai 1944 erlitt die Gewölbedecke durch eine Fliegerbombe leichte Schäden. Anfang April 1945 drang Wasser in Folge eines Bombentreffers in den nahegelegenen Klostertunnel sowie auf Umwegen vom in den letzten Kriegstagen gesprengten S-Bahn-Tunnel unter dem Landwehrkanal ein und drang bis zum Bahnhof vor. Zu diesem Zeitpunkt war der Betrieb allerdings längst eingestellt, da kein Strom mehr zur Verfügung stand.

Im Juli 1945 wurde der Bahnhof Märkisches Museum wieder in Betrieb genommen. Er diente zunächst als Endstation eines Pendelverkehrs zum Bahnhof Stadtmitte. Die DDR stellte die Instandhaltung des Bahnhofs lange Zeit zurück. Erst zur 750-Jahr-Feier Berlins wurde ein Sanierungsprogramm beschlossen. In diesem Zusammenhang nahmen die Künstler Jo Doese (Materialcollagen) sowie Karl-Heinz Schäfer und Ulrich Jörke (24 Stuckreliefs) gestalterisch Bezug auf das benachbarte und namensgebende Museum. Die Autorin Ingrid Bartmann-Kompa unterstrich dies mit passenden Zitaten. Außerdem wurde eine neue Lichtanlage, bestehend aus kugelförmigen Pendelleuchten, installiert. Alle diese Arbeiten änderten nichts an der Notwendigkeit einer denkmalgerechten Grundsanierung nach der Wende, die auch die Gewölbedecke selbst mit einschloss. Dabei wurden unter anderem alle Fliesen originalgetreu nachgebrannt, eine neue Beleuchtungsanlage installiert, die Bahnsteigplatte erneuert und die Wandcollagen aufgefrischt. Die Arbeiten konnten im Jahr 2002 abgeschlossen werden. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt Quelle: Wikipedia

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