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Das Bollwerk an der Spree

Das Bollwerk an der Spree

11.08.2017, 10:46 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Byzantinische Kunstwerke und Münzen aus dem 7. Jahrhundert v.Chr.

Prächtige Bauten mit kunstvollem Inhalt ziehen sich längs über die Museumsinsel in Berlins historischer Mitte. An der Spitze der Insel, sozusagen als Bollwerk in der Spree, liegt das Bodemuseum. Die Konzeption des 1904 als ursprünglich errichteten Kaiser-Friedrich-Museums geht auf Ideen der Kronprinzessin Victoria zurück. Wilhelm von Bode war es schließlich, der diese bahnbrechenden Ideen in die Praxis umsetzte.

Entworfen wurde das Gebäude im Stil des Neobarock von Hofarchitekt Ernst von Ihne. Seit 1956 ist das Haus nach dem preußischen Museumsdirektor Wilhelm von Bode benannt.
Über dem Hauptbau des Gebäudes erhebt sich eine 39,50 m hohe Kuppel, die aus Holz und Stahl konstruiert wurde. Nach dem Wiederaufbau des Museums in den 1950-Jahren war sie mit Schiefer gedeckt. Im Rahmen der Komplettsanierung um das Jahr 2002 erhielt das Kuppeldach seine ursprüngliche Kupfer-Stehfalz-Eindeckung zurück.

Das Museum gehört zum Ensemble der Museumsinsel in Berlin und damit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es beherbergt die Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst und das Münzkabinett. Im Oktober 2006 wurde es nach knapp sechsjähriger Renovierung wiedereröffnet

Das Gebäude selbst ist schon einen Besuch wert, denn die Gestaltung der großen und kleinen Kuppel mit der Kopie des Reiterstandbildes des Großen Kurfürsten auf originalem Sockel und die prächtigen Treppenaufgänge geben dem Museum ein glorifiziertes Aussehen.

Etwa hundertfünfzig Werke aus dem Bestand der Gemäldegalerie des Kulturforums am Potsdamer Platz, bereichern die Präsentation der Skulpturen. Das Münzkabinett zeigt im Bode-Museum seine metallene Chronik der Menschheitsgeschichte.

Das Museum für Byzantinische Kunst besitzt eine erstrangige Sammlung spätantiker und byzantinischer Kunstwerke aus der Zeit vom 3. bis zum 15. Jahrhundert. Sie stammen aus nahezu allen Gegenden des antiken Mittelmeerraumes. Schwerpunkte sind dabei heidnische und christliche Sarkophage aus Rom, figürliche und ornamentale Skulpturen aus dem Oströmischen Reich, kostbare Elfenbeinschnitzereien und Mosaikikonen sowie Gegenstände aus Alltag und Religion des spätantiken Ägypten.
4.000 Münzen und Medaillen zeigen in einer eigenen Abteilung eine metallene Chronik der Menschheitsgeschichte von den Anfängen der Münzprägung im 7. Jahrhundert v. Chr. bis zu den Euromünzen der Gegenwart. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt Quelle: Staatliche Museen zu Berlin, Wikipedia.

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