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Jugend ist kein Lebensabschnitt, sondern ein Geisteszustand

29.06.2016, 11:21 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Man kann mit 20Jahren schon alt und innerlich versteinert sein, genau wie man als sehr alter Mensch noch jung und frisch sein kann. Wenn der Geist hellwach, die Neugier ungebrochen und der Wunsch zur Teilhabe groß ist. "DIE GESELLSCHAFT" und damit jeder von uns, sollte es sich zur Aufgabe machen, das Alter weniger unter dem Aspekt der Problemhaftigkeit, Soziallast und Kosten zu sehen, sondern sich der Vorteile des Alterns bewusst zu werden. Wer alt ist, muss nicht zum alten Eisen gehören, denn Alter und Erfahrung können Gold Wert sein. Jeder Mensch hat, je älter er wird, einen immer größer werdenden Schatz an Wissen an, der zu oft mit dem Rentenalter kaum noch gehoben wird, vor allem wenn Dritte über das Rentenalter, des Einzelnen bestimmen. Dabei geht es nicht nur um herausragende Historiker, Maler, Schriftsteller, Komponisten oder Naturwissenschaftler, die erst in ihrem Achten oder gar neunten Lebensjahrzehnt Werke schufen, die sie unsterblich machen sollten. Denken wir an Politiker wie Konrad Adenauer oder Albert Schweitzer, oder Nelson Mandela. Es lässt sich nicht leugnen, das der Alte Mensch durchschnittlich nicht mehr so gesund und körperlich leistungsfähig ist wie ein junger Mensch, reduziert man ihn auf das Funktionieren seiner Organe. Daraus aber abzuleiten, das der alte Mensch nicht mehr den gesellschaftlichen Wert eines Jugendlichen hätte, ist sowohl unlogisch als auch falsch. Ist es nicht vielmehr so, dass Ehrenamtliche Mütter und Großeltern, die Kinder bzw. Enkel aufziehen, gesellschaftliche Werte zu schaffen, die zwar schwer finanziell berechenbar sind, aber leicht und schnell den Mehrwert der Gesellschaft bilden? Ich wünsch mir eine respektvolle Diskussion, Respekt vor dem Leben und Alter jedes Einzelnen. Wir dürfen Fragen zum Alter und Antworten suchen. Nur eines steht außer Frage:" Die Würde des Menschen ist unantastbar!"

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2 Kommentare

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Ach, wie ich mich nach jenem Stein schon sehne ...

"Auch bedarf der Mensch, der gewöhnlich sein Leben in Zerstreuung und Leichtsinn vor sich hinlebt, und immer voraneilt, ohne zu wissen, was ihn eigentlich treibt und was er eigentlich will, in seinem Lauf von Zeit zu Zeit angehalten und zu sich selbst zurückgeführt zu werden; es bedarf eines Steins am Wege, auf den er sich hinsetzte und in sein vergangenes Leben zurücksehe."
Br. Matthias Claudius (1740 - 1815)
  • 30.06.2016, 12:55 Uhr
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"Arbeit macht langlebig – so scheint es zumindest. US-Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die im Alter länger arbeiten, auch länger leben."
--> http://www.scinexx.de/wissen-aktuell...smagazin%29
  • 30.06.2016, 13:02 Uhr
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