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Eine misslungene Zähmung?

Eine misslungene Zähmung?

06.07.2016, 17:59 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wenn die Schulzeit beginnt freuen sich viele Kinder, sie denken es gibt was Neues zum spielen, kommentierte mein bester Freund das neue Reizwort und ergänzte: „In der Schule werden die Weichen fürs Leben gestellt.“

Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster.
Wir Zwillinge waren Nachzügler, aufgewachsen in der Freiheit eines großen Hofes mit Garten, Wald und Wasser, mit dem Fahrrad erreichbar.
Einmal, so erzählte meine Schwägerin, damals noch Freundin unseres älteren Bruders, kam sie gerade dazu wie wir dabei waren die Tapete von der Wand zu reißen, um uns darin einzuwickeln. Aufgeregt fragte sie die Schwiegermutter, ob sie denn wisse was die Zwillinge machen würden. Gelassen antwortete diese: „Die spielen wohl!“

Wenn es dunkel wurde mussten wir im Haus sein. wenn die Morgensonne ins Fenster schien kletterten wir aus den Betten und spielten im Hof.
Für den Hunger zwischendurch hatte ich in der einen Hand eine frische Butterschrippe mit Salz. In der anderen eine dicke rote Tomate, aus eigener Ernte.

Schloss vor dem Mund
Endlich war es soweit. Wir kamen in die Schule.
Nun erweiterte sich der Radius um circa eine ¾ Stunde Fußweg, rauf auf den Berg, ein bergli wenn man an die Alpen denkt, doch für Kinderfüße halt ein richtiger Berg, bei dem man im Winter Schneewehen überwinden musste und im „Abstieg“ auf der Schulmappe sitzend runterrutschen konnte. Wir wohnten im Tal.

Im Frühjahr verkürzten wir uns den Weg über die Felder, über die festgefrorene, aufgeworfene Erde, die schon für die Saat vorbereitet war. Immer waren wir auf der Hut, dass der Bauer uns nicht bemerkte.
Eine unbeschreibliche Freiheit, die kreative, auch eigenwillige Persönlichkeiten heranwachsen ließ. Wir hatten aufgeschlagene Knie, nasse Kleider, die in der Schule ankommend irgendwie am alten Kachelofen trocknen mussten.
Vielleicht hat das uns gerettet, dass wir nicht gezähmt werden
konnten. Versuche gab es genug, bereits in der ersten Klasse.
Frl. von Förster, eine rundliche, in die Jahre gekommene Lehrerin, die sich Ruhe verschaffte, indem sie streng rief: „Schloss vor dem Mund“ Dann wurde es plötzlich ganz still, denn es klang wie ein Befehl.

Einmal kamen wir zu spät. Unsere KinderZeit hatte eine andere Dimension und passte nicht in den Zeitrahmen einer Schule.
Mit klopfenden Herzen öffneten wir die Tür und mussten ohne Nachfrage von Frl. von Förster auf die Strafbank. Das war die unterste Stufe der Treppe, die zur Schultafel führte – sichtbar für alle an den „Pranger“ gestellt, vorgeführt.

Es half nichts!
Als wir ein bisschen mit allem vertrauter waren kam es vor, wenn Frl. von Förster an unserem Grundstück vorbeikam, dass wir hinter dem Busch sitzend: „Frau Förster, Frau Förster“, riefen. Das ging gegen ihre Ehre, denn sie war eine unverheiratete Adlige mit einem VON und Fräulein. gekennzeichnet. Empört stürzte sie zur Haustürklingel, um sich bei unseren Eltern zu beschweren, während wir die Treppen hochhuschten und von oben lauschten was uns danach erwarten würde. Nichts, nur die nächste Mahlzeit nach der entsprechenden Tageszeit.
Später im Berufsleben, wenn die Raucher sich schon versammelt hatten und der erste Kaffe dampfte, kam ich gerne ein bisschen zu spät, weil ich den Rauch nicht vertrug und so manchem Tratsch entgehen wollte. So stand ich dann plötzlich in der Tür und rief: „Überraschung“, setzte mich, trank noch einen Schluck Kaffee mit, und begann gemeinsam mit den Kolleginnen den Arbeitstag.
Irgendwie bin ich immer ein bisschen anders. Die Zähmung ist wohl nicht gelungen.
© Margarethe Noah
Kritik erwünscht

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43 Kommentare

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Liebe Margarethe, wie gut, daß sie Dich nicht haben zähmen können! Mit großem Vergnügen und Interesse habe ich Deine Erinnerungen an Deine Schulzeit gelesen und sie lebhaft vor mir gesehen. Und natürlich kamen auch Erinnerungen an meine eigene Schulzeit dabei hoch.

Statt "Schloß auf den Mund" sang unsere Lehrerin in auf- und dann wieder abschwellendem Singsang mit liebem Blick auf uns "Fingerlein auf den Mund" und alle Kinder legten ihren Zeigefinger senkrecht auf ihren geschlossenen Mund. Ich liebte meine Lehrerin, liebte, zur Schule zu gehen. Da waren die herrlichen Lesetaschen, die unsere Mütter auf Anweisung unserer sehr fortschittlichen Lehrerin hatten anfertigen müssen und .n die wir Worte aus Buchstaben legten, Da waren die bunten Holzstöckchen, um Mengen zu legen, bunte Pappformen ,mit denen man Blumen, Häuser und soviel mehrSchönes legen konnte.

Einmal durften die Mütter auch an einer Unterrichtsstunde teilnehmen. Meine Mutter hatte mir zuvor eine Tüte Krischen gekauft. Wieder standen wir Kinder alle zum Stundenbeginn neben der Bank, Fräulein Lehrerin lächelte und intonierte unser Morgenlied. Wir zeigten mit erhobenem Arm, was sie gerade aufrief. De sauberen Fingerlein waren auch darunter. Dann kam zum Entsetzen meiner Mutter "..und ein reines weißes Taschentuch". Alle schwenkten fröhlich ihr Taschentuch, nur ich nicht, weil ich keins dabei hatte. Ich war ein echter Wildfang.. Aber meiner Mutter blieb nichts erspart. Was machte ich da nur? Ich aß währned des Unterrichts die mit gebrachten Kirschen und ließ die Kerne auf den Klassenboden fallen. Ich hatte die Schule wie einen weiteren Kindergarten angesehen.

In den Ssossmmerferien mußte ich daraufhin mit unserer Haushilfe auf dem Spielplatz in der Essener Gruga auf der Bank sitzen, mit ihr lernen, während meine Geschwister spielen konnten.

Dann verzogen wir nach Aachen und hier blieb mir der Lehrer in ganz anderer Erinnerung, grausam und verlogen. Er war ein Sadist, genoß es, viele Rohrstöcke auf dem nackten Po der Buben zu zerschlagen und den Mädchen mit dem Rohrstock auf die offen dargebotene Hand. Als sehr gute Schülerin habe ich aber nie einen Schlag bekommen. Trotzdem litt ich mit den Buben, besonders einem Geschwisterpaar, das aus offensichtlich sehr ärmlichen Verhältnisasen kam, die Kleidung wohl selten gewaschen wurde und es viel blähenden preiswerten Kohl zu essen gab. Ich bekam Fleißkärtchen und Engelsbilder. Und fast hätte ich die herrlich mit bunten Bildern verzierte Bibel bekommen, die er zum Klassenende für den besten Schüler oder die beste Schülerin ausgesetzt hatte. Leider war ich da gerade nur die Zweitbeste. Er hing wohl noch dem Zeitgeist an "Wer seine Kinder liebt. der züchtigt sie."

Lernen hat mir mein Leben lang Freude gemacht und tut es jetzt noch.
  • 08.07.2016, 16:51 Uhr
  • 2
Liebe Gisela,
ich stelle mir vor wie du mir das erzählen würdest. Noch immer spürt mein das Temprament des kleinen Mädchen,
Der Singsang für den Finger vor dem Mund lässt mich schmunzeln.
Bei der Rohrstockgeschichte können bestimmt einige was hinzufügen. Meine Schwester bekam die Geige über den Kopf gezogen weil sie nicht singen wollte. Oh, sie konnte stur sein...
Wie schön, dass du das erzählt hast. Bestimmt haben auch andere, die das lesen, ihre Freude daran.
Dass du noch immer gerne lernst glaube ich dir. Es ist auch wunderschön Neues dazu zu lernen.
Schön, dass du hier bist
  • 08.07.2016, 18:55 Uhr
  • 1
Liebe Gisela, Du schreibst sehr anschaulich. Ich bin froh, daß dieses Schlagen in der Schule nicht mehr gibt. In der Berufsschule mußten aber 2 Mädchen (17 Jahre) in der Ecke stehen, weil sie so schlecht gelernt haben und keine Hausaufgaben gemacht haben. Das fand ich schon damals blöd. Wie gut, daß sich viel geändert hat.
  • 08.07.2016, 21:03 Uhr
  • 2
Liebe Christine, ich empfinde sehr stark, daß das Pendel des Negativen heutzutage nach der anderen Seite ausgeschlagen ist und Kinder und Lehrer darunter zu leiden haben. Da ist heute das zahlreiche knallharte mobben von Schülern, der Kampf um bessere Noten, um studieren zu können, der mangelnde Respekt, die fehlende Disziplin mit der großen Unruhe im Klassenzimmer und ...... Mal sehen, wohin das Pendel demnächst ausschlägt.
  • 08.07.2016, 21:19 Uhr
  • 3
Liebe Gisela, ich gebe dir Recht. Die Stimmung unter den Schülern war früher besser. Mein Enkel sagt, daß wenn sich Schüler in der Pause prügeln, die Lehrer überhaupt nicht mehr hinsehen. Und Mobbing ist auch verbreitet. Schlimm. Ich habe auch festgestellt, daß die Eltern die Kinder vorantreiben, um studieren zu können oder müssen. Schlimm dieser Druck.
  • 08.07.2016, 22:15 Uhr
  • 2
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schoen dass du bist wie du bist - eben anders !!
so - genau so mag ich dich !!!
  • 07.07.2016, 20:35 Uhr
  • 2
danke Lena, ich mag dich auch
  • 07.07.2016, 21:22 Uhr
  • 0
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Wir haben immer auf kleinen Dörfern gelebt. Mein Vater war Lehrer und wir gingen in eine Zwergenschule, wo alle Klassen in einem Raum versammelt waren. Wir haben aber alle ordentlich gelernt. Vor allem war mein Vater darauf aus, daß wir Geschichte lernen, da er immer gesagt hat, daß soetwas, wie das Dritte Reich, nie wieder passieren darf.
Meine Mutter hat uns immer eingebleut, uns ordentlich zu benehmen, da mein Vater ja Lehrer war. Unser schlechtes Benehmen würde ihm schaden. Ich habe mich auch nicht getraut, irgendetwas doofes zu machen, da meine Mutter immer zugehauen hat. Mein Vater hat kaum gestraft. Meine jüngeren Geschwister waren schon aufmüpfiger.
  • 07.07.2016, 19:54 Uhr
  • 2
Liebe Christine,
als Älteste und Lehrerkind hattest du es bestimmt nicht leicht. Aber wie ich dich hier erlebe bist du eine mutige, ehrliche Frau geworden.
Ich danke dir, dass du ein bisschen von dir erzählt hast. Sei gut beschützt
  • 07.07.2016, 20:05 Uhr
  • 1
Danke, Margarethe. Du bist ein tolle Frau.
  • 07.07.2016, 22:15 Uhr
  • 0
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Hallo Margarethe,
Deine Kindheit erinnert mich an meine Kindheit in der Stadt..Nur wir wohnten nicht im Zentrum,sonder am Rande der Stadt..Hatte Wiesen,Hügel, und Wald..Jede Baum war unser..Äpfel,Birnen aus fremden Garten schmeckten am besten..Im Winter sind wir Berg runter fast bis zu Hauptstraße,Schlitten gefahren..Und wenn wir nach Hause kamen hatten wir rote Wangen und eine Menge Hunger..Und meine Mutter konnte gut kochen,und ich war glücklich...
Zu Schule sind wir auch Berg auf und Berg runter zu Fuß gelaufen..Im Winter bis zum Knie gestampft..
In der Schule,sollten wir gezähmt werden,aber bei mir klappte das auch nicht.Genau wie bei meinen Vater,der mich zähmen wollte und dabei hatte ich ab und zu Ohrfeigen abgekriegt..
Trotz allem ,meine Kindheit war schön und unvergesslich..
  • 07.07.2016, 19:24 Uhr
  • 2
Liebe Marija,
ja, die roten Wangen, spüren wie der Körper auftaut, die Wärme wie ein fließt und das Gefühl von Geborgenheit vermittelt.
Oft wünsche ich, die vielen alten Menschen in den Pflegeheimen brauchen keine Pillen, sondern mal wieder einen richtigen kalten Wind um die Nase und hinterher einen Grog.
Unsere Mütter hatten es nicht leicht, aber sie waren voller Fantasie und Überlebenswillen.
Danke für deinen Kommentar
  • 07.07.2016, 19:38 Uhr
  • 3
Dankeschön liebe Margarethe,für Deinen lesenswert und Dein Kommentar
Meine ganze Kindheit und mein Leben war sehr bunt.Aber ich bin nicht so begabt alles auf Papier zu bringen..Und es gibt auch ,Erlebnisse,die man für sich behalten will..
  • 07.07.2016, 19:48 Uhr
  • 2
...das respektiere ich - man kann es seinem Tagebuch anvertrauen.
Früher saßen die Menschen ohne Fernseher noch bis tief in die Sommernacht und erzählten sich Geschichten, vielleicht auch ihre Geschichten, siehe die Märchen nie wären sie zu uns gelangt wenn sie nicht aufgeschrieben worden wären
  • 07.07.2016, 19:51 Uhr
  • 2
Guuut erzählt Du Liebe, danke
  • 08.07.2016, 20:25 Uhr
  • 1
  • 09.07.2016, 20:12 Uhr
  • 0
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Was für ein Unterschied zwischen einem Leben im Dorf und in der Stadt !
Zum Glück wohnten wir nicht im Zentrum, sondern in einer Strasse mit Privathäuser und Gärten. Mein Vater War beamter, ist aber mit 37 Jahren gestorben ..... die Witwen und Weisenrente für mich war dementsprechend klein. Meine 13 Jahre ältere Schwester ging sofort nach der Schule is Büro als "Lehrling" hat aber ihr Geld immer nur für sich behalten. Wir waren arm, aber meine Mutter war erfinderisch. Wir gingen viel spazieren in den Wald und auf die Wiesen, haben im Sommer alle mögliche Pflanzen für den Tee gesammelt, im Herbst Esskastanien und Pilze. Meine Mutter konnte von nichts etwas machen, so haben wir nicht verhungert. Als Österreicherin hatte sie keine Arbeit bekommen aber wir kamen irgendwie duch. Ich habe viel Liebe bekommen, aber meine Mama war auch streng und hielt mir immer eine Prädig fürs Leben. Als sie dann endlich mal Arbeit bekam habe ich die kleine Wohnung in Ordnung gehalten, die Fensterrahmen und die Eingangstür gestrichen,kleine Reparaturen gemacht, Holz gekackt, gewischt und gebohnert , und die Schule besucht. Mama fragte selten nach der Schule, sie meinte immer, alles was du heute tust, tust du für dein Leben, und so habe ich, faules Sack, weil ich nicht viel gelernt habeund in der Freizeit lieber gespielt habe , die Abitur gut geschaft. So oft denke ich an ihre Ratschläge, an ihre Weissheiten und
manche Orfeige die ich mir verdient habe. Heute bin ich froh dass ich alle ihre guten eigenschaften von ihr geerbt hatte, oder sie als guten Beispiel gelebt habe. Die Kinder die Familie im Dorf hatten habe ich recht beneidet, zum ersten mal war ich in einem Dorf mit 17 als meine Schulfreundin kein Zimmer in der Stadt bekommen konnte und wohnte bei uns in unserer kleiner wohnung, ein Jahr habe ich im gleichem Bett mit mein Mama geschlafen, das fand ich toll. Dan hat sie mich mit ihr ins Dorf mittgenommen und da fühlte ich mich wie im Himmel. Habe vom esrten Tag angefangen zu kochen für die Familie, Gemüse, Obst, Kräuter .. Garten Eden ! Ich war ganz schnel beliebt und alle waren immer traurig als wir weg mussten. Seit dem ich in Deutschland bin
lebe ich in einem Ortsteil mit ganz viel Grün und möchte nie mehr im
Leben in der Stadt wohnen. Das Leben in der Stadt hat mich nicht geprägt, ich bin ein Naturkind und liebe jeden Stein und jedes Blatt. Das Leben mit der Natur prägt, die hier aufgewachsene Kinder sind freier und lebhafter, nur, das weisst man eben erst viel später.

Dein Leben mit deinem Zwilling ist für mich beneidenswert, was hätte ich gegeben ein Geschwister in gleichem Alter zu haben. Und das
Leben im Dorf ist für mich das schönste was es gibt, ich hätte alle Fräuleins von und zu in Kauf genommen dort leben zu können. Bist Du dir bewusst was für eine schöne Kindheit du hattest ? Esin schöne Geschichte Margarethe! Danke und lieben Gruß .......
ich glaube ich habe mich von meinen Gefühlen treiben geassen, sorry !
  • 07.07.2016, 18:46 Uhr
  • 2
Gordana,
das war wunderbar was du geschrieben hast. Das macht deine Ausstrahlung aus. Du solltest mehr aus deinem Leben erzählen. - du kannst das und wir brauchen die geschichten der anderen. Darum schreibe ich oft sehr persönlich. So können wir uns Mut machen.
Danke liebe Gordana
  • 07.07.2016, 19:10 Uhr
  • 1
Danke Dir, mein Leben war voll von solchen kleinen
Erlebnissen, die für andere doch zu einfach und zu langweilig wären. Lieben gruß zu dir
  • 07.07.2016, 19:16 Uhr
  • 1
Nein das glaube ich nicht, sonst schreiben die Historiker ihre Idee auf - denke mal drüber nach, bitte
  • 07.07.2016, 19:24 Uhr
  • 1
So sehe ich auch liebe Gordana.Das was Du alles erlebt hast ist nicht langweilig sondern sehr interessant..
  • 07.07.2016, 19:31 Uhr
  • 2
Danke meine Liebe, du kennst mich
  • 07.07.2016, 19:34 Uhr
  • 1
Ja meine Gordana,das stimmt und Du kannst Talent zu schreiben und die Verse zu dichten..
  • 07.07.2016, 19:50 Uhr
  • 2
Ich habe kein Talent, das sind nur so neben bei
kleine Gedanken die ich schreibe.
  • 07.07.2016, 20:05 Uhr
  • 0
Genau Christine,das erzähle ihr schon die ganze Zeit..
  • 12.07.2016, 17:41 Uhr
  • 2
Liebe Christine, ich denke meiner Freundin Marija kann ich das nicht so glauben, wir sind sehr eng befreundet und sie tröstet mich immer aber das was Du mir geschrieben hast, das überzeugt mich. Manchmal schreibe ich gerne was.....
Ich danke Dir, ganz lieben Gruß, Gordana
  • 12.07.2016, 18:03 Uhr
  • 1
Marija würde niemals jemanden schmeicheln, dafür ist sie zu lieb und zu fair und hat es auch nicht nötig.
Ich werde es versuchen, es gibt viele Sachen die hier unbekannt sind weil auf anderem Teil des Landes passierten ... ja, meine Gramatik- und Rechtschreibfelern sind mir peinlich, aber nicht maßgebend um nicht zu schreiben.
  • 12.07.2016, 18:11 Uhr
  • 1
Christine , eigentlich ist Deutsch meine Muttersprache, aber nach dem Krieg durften wir nicht Deutsch sprechen, wir wurden als Faschisten beschimpft .... irgendwann kam dann mein Onkel aus Wien zu Besuch und meinte zu meiner Mama, Hilde, Gordana spricht so schlecht Deutsch, wie konntest du das erlauben ? Er konnte sich nicht vorstellen das man jemandem die Sprache verbieten kann. Man konnte !
Und was der Hansi nicht lernt lernt der Hans niemehr mehr.
Obwohl, ich bin staatlich anerkannte, zugelassene Dolmetscherin und Übersetzerin für Deutsch-Serbokroatisch
  • 12.07.2016, 19:31 Uhr
  • 1
Ich habe hier im Büro gearbeitet Jahre lang und musste lernen. Seit dem ich wieder Jahre lang Rentnerin bin mache
ich immer mehr Fehler !
  • 12.07.2016, 19:37 Uhr
  • 1
Ne, aber es ist mir peinlich wenn ich Fehler mache,
nur wenn ich sehe wie andere schreiben ... dann
geht es mir besser
  • 12.07.2016, 19:45 Uhr
  • 1
  • 12.07.2016, 21:24 Uhr
  • 0
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Peter Leopold
Ach...bis heute hat sich da bei mir nichts geändert. Ich bin nach wie vor schüchtern und zurückhaltend. Nur würde ich heute nicht mehr in Klassenzimmern Kreuze umdrehen oder Tafelkreide durch Maccaroni ersetzen.
  • 07.07.2016, 15:35 Uhr
  • 2
  • 07.07.2016, 16:44 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Mache ich echt nicht mehr...
  • 07.07.2016, 16:45 Uhr
  • 1
Ich finde es ok, andere nennen es dumme Streiche - Kinder sind nun mal so wenn sie so etwas nie erlebt haben
  • 07.07.2016, 16:51 Uhr
  • 1
Peter Leopold
  • 07.07.2016, 16:53 Uhr
  • 1
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Schön deine Geschichte, Margaret. Ähnliches erinnere ich mich auch. Aber ich war nie so mutig, eher unauffällig und still. Das hat sich aber im Laufe der Jahre ausgewachsen. Bei drei viel älteren Brüdern und einem jüngeren war das kein Wunder. Die Kinderzeit heute hat auch ihre Vorteile. Im Kindergarten und in den Kitas werden schon kleine Persönlichkeiten herangezogen. Den Vorteil hatten noch nicht einmal unsere Drei. Einen Kindergarten gab es hier im Dorf erst später. Liebe Grüße
  • 07.07.2016, 11:03 Uhr
  • 1
Danke Marga,
achja, dann warst du ja nur so von "Männern" umringt
Bei uns gabs schon einen Kindergarten. Die waren sehr nett, bis auf den Mittagsschlaf - schrecklich...
Gott sei Dank gingen wir da nicht lange hin.
Auf dem Foto siehst du schon, dass mein Zwilling ein ruhiger Junge war. Später hieß es immer: Was ihr seid Zwillinge? Das ist ja wie ein Unterschied zwischen Tag und Nacht.
Ich war die Nacht und finde das noch heute in Ordnung.
Liebe Grüße und danke
  • 07.07.2016, 12:37 Uhr
  • 0
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Und wieder eine Zähmung, die nicht gelungen ist!
Die Methoden, die angewendet wurden, ähneln sich und sind wohl überall bei manchen kläglich gescheitert. Nach meiner Erfahrung sind die Kinder, die sich davon nicht haben beeindrucken lassen, alle mit erhobenem Kopf durchs Leben gegangen.....Mit klarem Verstand und viel Herz.
  • 07.07.2016, 06:50 Uhr
  • 1
Liebe Luisa,
danke, ich fühle wie sehr du die kleine Geschichte verstanden hast - und es macht mich sehr froh.
Hab einen guten Morgen
  • 07.07.2016, 08:19 Uhr
  • 1
Das wünsche ich Dir auch
  • 07.07.2016, 08:44 Uhr
  • 1
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Zum Glück ist die Zähmung nicht geglückt!
Du hattest eine schöne, unbeschwerte Kindheit, das entnimmt man Deiner wunderbaren Geschichte. Wir alle hatten wohl, verglichen mit den Kindern heutzutage, eine freie, ungebundene Kinderzeit. Wir wurden noch nicht "verwaltet", konnten tun und lassen, was wir wollten.
Was für ein Glück wir hatten, auch wenn wir keine Urlaube, Wee Fees, Handys oder Computer hatten. Oder gerade deswegen...
  • 06.07.2016, 23:39 Uhr
  • 1
Inga,
ja das Gefühl von Freiheit wird einem erst später bewusst. Doch es ist eine gute Grundlage für Sehnsucht und Widerstand.
Es gab jetzt eine Studie mit Jugendlichen, die für eine gewisse Zeit auf alles verzichteten.
Sie wurden lockerer, kreativer und freier. Es ist noch nicht alles "verloren" -
Danke für deinen Kommentar. Er tut gut
  • 07.07.2016, 05:54 Uhr
  • 1
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