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Zoodirektor wehrt sich gegen Shitstorm: "Wir mussten den Löwen erschießen"

Zoodirektor wehrt sich gegen Shitstorm: "Wir mussten den Löwen erschießen"

News Team
30.09.2016, 16:59 Uhr
Beitrag von News Team

Die Erschießung eines Löwen im Leipziger Zoo hat einen Shitstorm im Netz gegen das Tierpark-Team nach sich gezogen. Am Donnerstagmorgen waren zwei Löwen aus ihrem Gehege ausgebrochen und dabei einen acht Meter breiten Wassergraben mit Elektrozaun überwunden. Beim Versuch, die beiden Wildkatzen zurück in ihr Revier zu drängen, musste ein Tier erschossen werden.

Jetzt rechtfertigt sich Zoodirektor Dr. Jörg Junhold in "Bild" das Vorgehen des Zoo-Teams.

Niemand kann einschätzen, was es bedeutet, unmittelbar zwei Löwen gegenüberzustehen.

Narkose zeigte keine Wirkung

Man habe zunächst versucht, den Löwen mit Narkosepfeilen bewegungsunfähig zu machen. Drei Pfeile hätten das Tier auch getroffen, zeigten aber nicht die erwünschte Wirkung.

Narkosen bei Tieren, die nicht in Ruhephase sind, haben das Restrisiko, dass Narkosen anders anfluten als bei Tieren im Ruhestand. Also dort, wo keine Adrenalinausschüttung da war.

Durch das Adrenalin könne die Wirkung von Narkosemitteln verzögert werden oder anders ausfallen. Wie ein Individuum letzten Endes reagiert, wisse man nie, so Junhold.

Statt bewegungsunfähig zu werden, versuchte der freilaufende Löwe den zweiten Sicherheitsbereich zu durchbrechen. Deshalb musste gehandelt werden.

Die Außenanlage der Löwen bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Bauliche Anpassungen sollen weitere Ausbrüche künftig verhindern.

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