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Biografierätsel vom 31. Oktober 2016

Biografierätsel vom 31. Oktober 2016

Quintessenz Manufaktur für Chroniken
07.11.2016, 12:21 Uhr

Kleiner Mann ganz groß – das Biografierätsel

Das Biografierätsel kommt nun immer mit dieser kleinen Änderung. Künftig sollen Zeitzeugen fiktiv interviewt werden, bspw. Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde, die für uns über unsere Protagonisten aus dem Nähkästchen plaudern wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Sie müssen nun unterscheiden, was erfunden, was geschönt ist und was wahr war (und ist) und natürlich wen wir suchen. Eines jedoch bleibt: Es gibt immer mehrere Hinweise. Schauen Sie sich die aufgelösten Rätsel an, Sie werden überrascht sein, was alles wahr ist. Vieles was Sie so nicht wussten.

Der Lehrer, ein Priester:
„Mit fünf Jahren kam er zu mir – und was war er für ein aufgewecktes Kerlchen. Einen Narren hab‘ ich an ihm gefressen, der konnte rechnen sag‘ ich ihnen, da hatte er richtig Freude dran. Überrascht war ich schon, als ich hörte, dass ich – sein alter Lehrer, in seinem Testament bedacht wurde. Ein ganz erkleckliches Sümmchen … und das hat für viele gute Zwecke gereicht.“

Die Mutter:
„Wissen sie, ich habe den Kindern ja ein Zimmer für Regentage eingerichtet. Da durften sie spielen und raufen und sich sogar künstlerisch an der Wand versuchen. Nur in der Kindheit in Freiheit können Kinder ihre Talente entdecken. Mein kleiner Liebling, er hing ja so sehr an uns, dass der Abschiedsschmerz groß war, als er ein Stipendium erhielt, um an einer weit entfernten Schule zu lernen. Tapfer schluckte er die Tränen runter, als ich ihm ein Sträußchen Kräuter aus Thymian, Rosmarin als Andenken am Hafen zusteckte. Später schrieb er mir oft Briefe, er schrieb von seinem Gärtchen, welches er als Schüler anzulegen und zu pflegen hatte. Mit keinem Wort schrieb er, dass die anderen Schüler sich über ihn und seine Aussprache und den kleinen Wuchs lustig machten. Aber das ertrug er schon wie ein Mann. Dabei waren die anderen Kinder so sehr verwöhnt. Ein kurzes Klagen, und der Vater und alle Verwandten kamen an und liebkosten die Kinder.“

Der Vater:
„Ja, wo sie gerade davon spricht, ich fand es unerhört, dass nicht mal Pakete von außerhalb angenommen wurden, erleichtert war ich, dass er mir aber versprach, Mutter und all seine Geschwister zu unterstützen, wenn mir etwas passieren würde. Der Junge ist aus echtem Schrot und Korn – auf ihn kann sich die Familie verlassen.“

Die Lehrer der fortführenden Lehranstalt:
„Ein schlechter Tänzer und Zeichner“, „Aber in Mathematik, Geografie und Geschichte und im Fechten war er sehr begabt. Ja, er war gerade 16 Jahre alt, als er sein Offizierspatent in der Hand hielt. Das war schon sehr ordentlich.“

Die Hauptperson:
„Das war ein Unterschied. Die Räume waren nicht mehr so ärmlich wie in der Franziskaner-Schule, sogar der Schlafsaal wurde geheizt. Die Kleidung gefiel mir: die Uniform mit rotem Kragen und silbernen Tressen. Hierin spiegelte sich die Würde des angehenden Offiziers. Auch wurde ich unterstützt, als mein Vater starb und ich die Schule in der Hälfte der Zeit zu Ende bringen musste, um für meine Mutter und die Geschwister da zu sein.“

Die Ehefrau:
„Ich finde es unerhört, dass später kolportiert wurde, dass er mir täglich Briefe schrieb und kurz vor unserem Wiedersehen darin bat, dass ich mich nicht waschen solle.“

Der Kollege Alexander:
„Einmal ist er zu weit gegangen – viel zu weit. Aber ich und mein Land haben ihm die kalte Schulter gezeigt. Mal ist ja auch genug.“

Der Rest der Welt:
„Gute Güte, welch strategisches Genie, aber Angst und Schrecken hat er verbreitet. Seine Reformen breiteten sich aus, die Folgen hatten.“

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Auflösung:
Napoleon Bonaparte
Quellen: Wikipedia
Kinderzeitmaschine
und das Buch von „Was so nicht im Geschichtsbuch steht“ von Gerhard Prause
Bildquelle:

Sie wollen wissen, was wahr ist? Die grünen Stellen im Text beruhen auf Tatsachen.

http://blogq5.de/2016/10/30/kleiner-mann-ganz-gross-das-biografieraetsel/
Je eine Woche später lösen wir das Rätsel auf und färben die entsprechenden Textstellen ein.

Das wöchentliche #Biografieraetsel sind kleine Fingerübungen zur Unterhaltung. Besonders treue Rätselfreunde fanden wir hier in Wize.life.
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