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Hakuna Matata

Hakuna Matata

Peter Leopold
18.11.2016, 05:06 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Spätestens seit dem "König der Löwen" 1994 kennt fast Jeder diesen Spruch. Es ist ein Spruch aus der afrikanischen Sprache Swaheli. Übrigens eine Sprache, die in Kenia, Kongo, Ruanda, Somalia und Tansania gesprochen wird. Aber was bedeutet dieser Spruch und ist er überhaupt in der heutigen Zeit anwendbar? Genau übersetzt bedeutet er "Keine Sorgen" oder auch "alles in Ordnung"

Wir alle wissen, dass längst nicht alles auf diesem Planeten in Ordnung ist und so Einiges aus dem Ruder läuft. Man müsste schon blind und taub durch´s Leben gehen, um zu denken, dass alles in Ordnung wäre. Dieser Spruch wäre also nur als "beruhigende Floskel" anzusehen. Oder kann man für sich selbst und Andere mehr daraus machen?

"Kein Problem" oder "alles in Ordnung" wäre nichts weiter, als sich selbst zu belügen. Dieses Argument würden Viele vorbringen, deren Leben nicht so verläuft, wie sie sich das vorgestellt haben. Selbst dann, wenn die Dinge objektiv gesehen zufriedenstellend laufen, ist es mit der Zufriedenheit nicht weit her. Und damit auch nicht mit Hakuna Matata.

Aber man sollte einmal probieren, mit wie wenig man zufrieden und glücklich sein kann. Das Streben nach Höherem mag dem eigenen Leben zwar eine Art Sinn zu geben, aber es bleibt die Unzufriedenheit, weil es immer Andere geben wird, denen es scheinbar besser geht.

Die Kunst besteht viel mehr darin, dem IST Zustand das Optimale abzuringen und damit zufrieden zu sein. Wenn man versucht, mit diesem Grundsatz zu leben, kann man schon nach kurzer Zeit feststellen, dass es funktionieren kann - wenn man denn will. Insgesamt lebt man jedenfalls glücklicher, wenn man nicht allem Neuen und vielleicht gar nicht so Erstrebenswertem nachläuft. Das Schwierigste ist, erst einmal zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

Viele unserer Sorgen und Probleme sind hausgemacht - gewissermaßen als Lebenselixier, welches das eigene Leben erst lebenswert macht, weil "endlich einmal etwas passiert". Ohne diese Dinge könnte man vielleicht wahrheitsgemäß Hakuna Matata sagen. Aber dann würden Einige vermutlich auch an Langeweile sterben. Einfach mal alles ein bischen lockerer sehen - dann klappt es auch mit Hakuna Matata...

5 Kommentare

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Einfach dankbar sein für das was ist. Für das was wir geleistet, für das was uns gegeben.
Bewusst leben und eine gewisse Achtsamkeit erlangen, auch für die uns oft scheinbar "Kleinen Dingen"
unsere Natur und da gibt es noch unzählig viel Dinge die uns täglich begegnen, welche doch für viele selbstverständlich sind.
Lerne ich bewusst und achtsam mit allem umzugehen, auch mit mir selbst,
wird alles einfacher und ich sehe vieles anders.
Wenn wir mal in uns schauen haben wir alle etwas wofür wir Danke sagen können.
Auch wenn das Leben den ein oder anderen die nicht so schönen Sachen präsentiert hat. Doch aus all dem können wir lernen und wachsen. Das sehe ich für mich als ein großes Ziel.
Was ist ein dickes Bankkonto wenn ich die Blume am Wegrand nicht mehr erkenne.
Dann bin ich mir selbst auch fremd.


Sieh in der Welt dich um und lerne an anderen Weisheiten, aber im innersten Kern bleibe dir selbst getreu.

- Heinrich Leuthold
  • 18.11.2016, 18:21 Uhr
  • 1
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Oft denkt man, Sorgen u. Probleme haben nur diejenigen, denen alles gegeben ist - Geld vor allen Dingen ! Je einfacher die Leute, umso weniger Probleme ! Oder ?
  • 18.11.2016, 16:41 Uhr
  • 0
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Wer lange genug meditiert, kommt automatisch dahin, im Hier und Jetzt und nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft zu leben. Und das Hier und Jetzt kann ganz schön spannend sein.
Lange Weile? Was ist das?
  • 18.11.2016, 11:31 Uhr
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Peter Leopold
Das was Viele haben, wenn sie nicht dauernd nach mehr streben...
  • 18.11.2016, 12:06 Uhr
  • 0
Aber das "Mehr" ist doch da! Schaut doch mal aus dem Fenster: Der Wind schüttelt gerade die letzten belaubten Zweige durch - aber die Blätter wehren sich noch
So kann man in jedem Augenblick ein kleines Abenteuer finden.
  • 18.11.2016, 14:09 Uhr
  • 1
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