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Bauernregeln Januar 2017

28.12.2016, 07:32 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Eismond ist eine alte Bezeichnung für Januar


Gerard Zacher über Bauernregeln, Lostage und Heiligenfeste

Deggendorf --Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für

Januar 2017 Bauernregeln, Lostage und Heiligenfeste sowie

besondere Bräuche zusammen gestellt. Die Tage werden wieder länger -es geht aufwärts, der Tag-Nachtgleiche am Thomastag (21.Dezember) ist überwunden und es heißt: An Neujahr um einen Hahnenschritt,
sn heilig Dreikönig um einen Hirschensprung, an Sebastian um eine ganze Stund, an Mariä Lichtmeß merkt man erst was drum. Schwendtage, das sind dies atri, an denen man früher nichts Neues begonnen hat sind am 2., 3., 4., und am 18. Januar

Ein halbes Jahrhundert vor Christi Geburt führte Julius Cäsar die 31 Tage für den ersten Monat des Jahres ein. Der Monatsname Januar geht zurück auf Janus, den römischen Gott des Ein- und Ausgangs, den Schützer von Türen, Pforten und Durchgängen. Durch seine beiden Gesichter (Januskopf) konnte er gleichzeitig in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft blicken.
Seit Anerkennung durch Innozenz XII. im Jahre 1691 markiert der 1. Januar offiziell den Beginn des Jahres. Im katholischen Kirchenkalender ist dieser Tag dem Hochfest der Gottesmutter Maria, der Namensgebung des Herrn und dem Weltfrieden gewidmet. Es gibt ein reiches Brauchtum: Am Neujahrsmorgen zum Frühstück entzündete man z.B im Lallinger Winkel die Taufkerze, um das neue Jahr zu begrüßen. Alle wünschen sich »Prosit Neujahr« oder »Gesundes neues Jahr«. Verschenken von Glücksbringern wie vierblättrige Kleeblätter, Marzipanglücksschweinchen, kleine Schornsteinfeger, Neujahrsbrezeln, Hufeisen usw. ist auch heute noch üblich. Das Neujahrsablasen, das Neujahrssingen, der Choral vom Kirchturm, Neujahrsbesuche, Neujahrsgebäck, neue Jahreskalender und vieles andere sind weitere Bräuche zu Neujahr. Glückskarten werden schon seit dem 15. Jahrhundert verschickt.

Hartung, Hornung, Schneemond oder Eismond sind alte deutsche Bezeichnungen für den Monat Januar, die sich teilweise noch in überlieferten Bauersprüchen erhalten haben, so Gerard Zacher. Die Dreikönigsnacht ist die letzte von zwölf Raunächten. Diese bezeichnen die Zeit zwischen 25. Dezember und 6. Januar, in der altem Volksglauben nach unerlöste und verfluchte Seelen auf der Erde herumgeistern. Am Vorabend des Dreikönigsfestes Haus, Hof und Stall mit Weihrauch beräuchert und mit Weihwasser besprengt. Das Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), auch Dreikönigsfest, werden alte Bräuche gepflegt. Beim Sternsingen ziehen Jugendliche und Ministranten , verkleidet als die drei Weisen aus dem Morgenland, von Tür zu Tür. Von ihrem Besuch zeugt der Segensspruch 20+C+M+B+17, der mit geweihter Kreide über die Haustür geschrieben wird.Dieser heißt christus mansionem benedikat, der Herr segne dieses Haus. Die drei Buchstaben werden allerdings weithin als die Vornamen der heiligen drei Könige angesehen.


Gerard Zacher weiß viele allgemeine Bauernregeln zum Januar: Anfang und Ende des Januar zeigen das Wetter für's ganze Jahr. Auf Nebel im Januar, folgt oft ein nasses Jahr. Auf trockenen,kalten Januar folgt viel Schnee im Februar. Braut der Januar Nebel gar, wird das Frühjahr naß sogar. Viele

Bauernregeln gibt es laut Zacher gerade für die einzelnen Tage im Januar. Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und grosse Plag.

Obwohl die Tage nun wieder länger werden, schlägt der Winter im Januar erst so richtig zu. Was können die Bauernregeln über das Wetter im Januar verraten? Werden die Tage länger, wird der Winter strenger.Diese Bauernregel beschreibt einen Effekt, der tatsächlich stutzig machen kann: Nicht um Weihnachten, den kürzesten Tagen des Jahres, werden die tiefsten Tagesmittel-Temperaturen gemessen, sondern erst Mitte Januar. Mit den Kaltlufteinbrüchen im Januar werden dann manchmal Werte um -25 Grad in Deutschland erreicht, obwohl die Tage wieder länger werden.

Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rauh.


Neujahrsnacht hell und klar, deutet auf ein reiches Jahr.
Neujahr Sonnenschein, lässt das Jahr fruchtbarer sein.
Wenn 's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch liegt.
Ein Jahr, das schlecht will sein, stellt sich schwimmend ein.

St. Makarius (2.Januar) das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.

Wie der St.Basillus (2.Januar), so der September.
Heilige Dreikönig (6.Januar) sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter. Die Heiligen Drei Könige bauen eine Brücke oder brechen ein.
Sankt Erhard (8.) mit der Hack', steckt die Wintertage in den Sack.

Der heilige Erhard - um das Jahr 700 Bischof in Regensburg - ist Patron des Bistums Regensburg wie auch Helfer gegen Augenleiden, Pest und Viehkrankheiten. Seinem Schutz sind Schuhmacher, Schmiede und Bäcker unterstellt.

St. Julian (9.) bricht das Eis, bricht er es nicht, umarmt er es.

Bis zu seinem Märtyrertod kümmerte sich der heilige Julian, zusammen mit seiner Frau Basilissa aufopfernd um Kranke. Wahrscheinlich kam er um das Jahr 304 in Oberägypten unter der Verfolgung von Diokletian zu Tode.
Im Lallinger Winkel wurden am sogenannten verlorenen Montag (erster Montag nach Dreikönig) der Christbaum ab- und weggeräumt. Die Bauern nutzte diesen, landläufig auch als Pflugmontag bekannten, Tag für die Instandsetzung seiner Arbeitsgeräte. Bis zu seinem Märtyrertod kümmerte sich der heilige Julian, zusammen mit seiner Frau Basilissa aufopfernd um Kranke. Wahrscheinlich kam er um das Jahr 304 in Oberägypten unter der Verfolgung von Diokletian zu Tode.
Im Lallinger Winkel wurde früher am sogenannten verlorenen Montag (erster Montag nach Dreikönig) der Christbaum ab- und weggeräumt. Der Bauer nutzte diesen, landläufig auch als Pflugmontag bekannten, Tag für die Instandsetzung seiner Arbeitsgeräte.Freilich einzelne behielten und behalten

den Christbaum -wie in den Kirchen- bis Mariä Lichtmess im Wohnzimmer.

An St.Agathe (10.) Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.

St. Paulus (15.) kalt mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein
Ist der Paulustag gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.

Wie das Wetter an St. Marzellus (16.) war, wird's im September: trüb oder klar.Wenn an St.Antonius (17.) die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trockenes Jahr. Große Kält am Antoniustag, große Hitz am Lorenzitag (10. August).St. Antonius mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, er doch mit Schnee nicht spart. Wenn zu Antoni (17. Januar) die Luft ist klar, gibt es ein trockenes Jahr. Tatsächlich erstaunlich: Ist zwischen dem 14. und 20. Januar die Sonnenscheindauer überdurchschnittlich hoch, dann fällt zu 70 % das Jahr insgesamt zu trocken aus! Der Einsiedler Antonius, der Stern der Wüste, starb im Jahre 256 im Alter von 105 Jahren. Die Verehrung des Heiligen reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück. Er ist Patron der Armen, Kranken, Ritter, Bauern, Weber und Zuckerbäcker. Unter seinen Schutz sind die Haustiere, besonders die Schweine, gestellt. Nach alten Volksglauben schimmelt am Antoniustag selbst gebackenes Brot nicht. An Fabian u. Sebastian (20.)fängt Baum und Tag zu wachsen an. Auf Fabian, Sebastian fängt der rechte Winter an.

Der heilige Sebastian ist einer der 14 Nothelfer, unter anderem auch Patron der Sterbenden, Schützen, Büchsenmacher und Zinngießer. In Deggendorf gibt es nach alter Überlieferung die Sebastiani-Prozession durch die Innenstadt. Die Fürbitte St. Sebastians wird erbeten bei Verwundungen, gegen Pest, Viehkrankheiten und Seuchen. Die heilige Agnes (21.) wird seit alters als Schutzpatronin der der Jungfrauen, der Gärtner und der Kinder angerufen. Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.Wenn St. Agnes (21.)und Vincentius (22.) kommen, wird neuer Saft im Baume vernommen Geht St. Vinzent (22.)im Schnee, gibt´s viel Heu und Klee . Am St. Vinzentiustag sollen die Vögel sich paaren. Wie zu St.Vinzenz das Wetter war, so wird´s sein das ganze Jahr. Den Überlieferungen nach erlitt der heilige Vinzenz im Jahre 304 in Spanien wegen seines christlichen Glaubens das Martyrium. Er ist Schutzpatron der Dachdecker, Töpfer, Ziegelmacher, Winzer, Seeleute und Holzfäller. Landläufig gilt der Vinzenztag immer noch als wichtiger Lostag.

Dem Heiligen Klemens(23.) traue nicht, denn selten zeigt er ein mild`Gesicht. Pauli Bekehr (25.) - der halbe Winter hin, der halbe Winter her.Gerard Zacher weist auf einen ganz bekannter Spruch hin : Pauli BBekehrung, halb hinum, halb herum. Pauli bekehr dich - halber Winter scher dich! Wenn die Sonne am Paulustag lacht, wird auch ein gutes Jahr gebracht: Timotheus (26.1.) bricht's Eis - hat er keins, so macht er eins. St. Timotheus war ein Gefährte des Apostel Paulus auf dessen Missionsreisen. Zwei Briefe von Paulus an Timotheus sind im Briefteil des Neuen Testaments enthalten. Timotheus wird meist als Bischof mit Palme, Keule und Steinen dargestellt und gilt als Schutzheiliger gegen Magenleiden. Bringt St. Martina (30.)Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht' und Wein Friert es hart auf St.Virgilius (31.), im März noch viel Kälte kommen muss. Auch diese Regel läßt sich bestätigen, denn zu 65 % treten im März mehr Frosttage auf, wenn es Ende Januar zu kalt ist. gz

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