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Erdbeben

24.02.2017, 17:52 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es war schon fast dunkel, später Nachmittag. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Sie saß grade an ihrem PC und dachte, es sei eine Explosion. Vielleicht eine Sekunde später rumpelte es und alles fing an zu zittern. Es kam ihr wie ein Aufbäumen vor. Sie hatte das Gefühl, dass sich das Haus um mehrere Zentimeter anhob und wieder unsanft auf dem Fundament landete. Was war das? Eigentlich konnte es nur ein Erdbeben sein.... Die neusten Nachrichten bestätigten es. Im Bereich von ca. 20 km waren es 4,5 auf der nach oben offenen Skala.
Sie war aufgesprungen und setzte sich nach dem Beben erst mal hin und holte tief Luft. Dann holte sie sich einen Schluck Wein.....

Als sie so in ihrem Sessel saß und ihr Glas an den Mund führte, sah sie plötzlich, dass ein Bilderrahmen ganz schief hing und die Tür hin und her pendelte, ohne zuklappen zu können. Sie schaute sich um, alles war irgendwie verzogen. Sie setzte das Glas auf den Tisch und es stand schief, ganz schief.Was war denn hier passiert? Es war draußen dunkel geworden, komisch, ist gar nicht die Zeit zum Dunkel sein.I hr Gesicht bekam einen ganz erstarrten Ausdruck, die Augen waren aufgerissen und voller Angst. Was ist hier nur passiert? Fragte sie sich voller Angst und als sie so in ihrem Sessel saß und ihr Glas an den Mund führte, sah sie plötzlich, das ein Bilderrahmen ganz schief hing und die Tür hin und her pendelte, ohne zu klappen zu können. Sie schaute sich um, alles war irgendwie verzogen. Sie setzte das Glas auf den Tisch und es stand schief,ganz schief. Was war denn hier passiert? Es war draußen dunkel geworden, komisch, ist gar nicht die Zeit zum Dunkel sein. Ihr Gesicht bekam einen ganz erstarrten Ausdruck, die Augen waren aufgerissen und voller Angst. Was ist hier nur passiert? fragte sie sich voller Angst und Endsetzen. Das Haus war 3m in die Erde gerutscht. Sie schrie aus vollem Hals. Kein Mensch weis, dass ich hier drin bin, dachte sie ganz starr vor Schreck.

Ihr Mann war für 3 Tage weggefahren. Sie suchte verzweifelt das Telefon, als sie es fand, gab es keinen Ton von sich....
Wo habe ich nur mein Handy? überlegte sie fieberhaft und panisch. Es muss doch in meiner Tasche sein, aber wo war die Tasche. Sie konnte nur wenig erkennen, so dunkel war es im Haus. Nach - gefühlten - Stunden, sah sie die Handtasche auf dem Stuhl liegen. Zum Glück war der Akku noch relativ gut aufgeladen. Sie tippte die Nummer ihrer Freundin, die ganz in der Nähe wohnte. Es ging niemand dran, aber sie konnte glücklicherweise eine Nachricht auf der Sprachbox hinterlassen.

Sie legte das Telefon bei Seite und begann verzweifelt zu schreien. Die Dunkelheit wurde immer dunkler und es war ihr, als ob der Atem stockte. Die Angst nahm ihr den Atem. Allein, keiner wusste, wo sie war und jetzt kroch noch die Kälte in ihre Kleider und sie konnte wiederum nur schreien. Alles finster, ohne Licht und jetzt reichte die Atemluft nicht mal mehr. Sie bekam Gänsehaut. Nicht von der Kälte, eher aus Angst, ganz allein in mitten dieser Katastrophe. Keiner der hilft, keiner der sie tröstet. Sie war allein mit ihren Gedanken.

Ihre Tränen liefen ihr übers Gesicht.Keiner hörte ihre Schreie. Wie viel Zeit vergangen war, wusste sie nicht mehr, abgeschnitten von der Welt, keine Möglichkeit Hilfe zu bekommen.Sie raufte sich die Haare und es tauchten Bilder vor ihr auf. Bilder als sie ein kleines Mädchen war.

Als sie öfter bei Alarm in den Keller rannte, ihre Oma und Mama - so schnell sie konnten - hinterher. Als alle im Keller Angst hatten und sich ausmalten, was passieren könnte. Ob das Haus stand hielt, ob sie lebend wieder raus kommen würden...

Plötzlich schreckte sie hoch. Da rief doch jemand: "Bist du hier drin? Hallo, hörst du mich?"
Es war Holger, ihr Nachbar. "Holger, ich bin hier. Hier unten..." - "Wie gut, dass du lebst. Ist alles in Ordnung mit dir?" - "Ja, ich habe nur Panik, so hier im Dunkeln." - "Ich trommle meine Freunde zusammen. Die helfen dann sicher, dich zu befreien." Oh was für ein Glück, dass er gekommen war.
Einige Zeit später, es kam ihr wie eine Ewigkeit vor.... rief Holger: "Es sind drei Freunde gekommen. Wir versuchen jetzt den Schotter abzutragen. Mach dich möglichst nicht verrückt, es dauert bestimmt nicht so lang.
Tatsächlich konnte sie kurze Zeit später Holgers Kopf sehen. So gefreut, ihn zu sehen, hatte sie sich noch nie.

Zurück an der Oberfläche, riss sie Holger an ihr Herz, vor Freude. Dann sah sie, dass von ihrem Haus nichts übrig war, nur ein Haufen Schutt, was jetzt, ihr ganzes Leben speicherte und verschlang. Aber, sie hatte jetzt Holger und ein Haus kann man bauen, irgendwo auf dieser Welt. Der Einbruch des Hauses war ein neuer Anfang, aber die Katze, wo ist mein Kätzchen fragte sie. Da maunzte es, nebenan auf einem Baum. Alles lachte, denn die Katze saß auf Nachbars Baum. Sie hatte die Geräusche und Erschütterungen, voller Angst erkannt und hatte sich auf den Baum gerettet. Sie maunzte, ob vor Freude oder vor Hunger, wusste keiner. Egal alles war am Leben.

2017, Barbara Weber und Conny Ponny

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13 Kommentare

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Oh Conny, ein Erdbeben stelle ich mir auch schrecklich vor. Ich möchte nie eines erleben. Ihr beiden habt das auf den Punkt beschrieben. Sehr gut!
Manchmal, wenn ich hier in Frankfurt a/M in den "Untergrund" gehe (S-Bahn, U- Bahn, B-Ebene mit Geschäften) denke ich auch, wie lange das wohl hält???? Eines Tages wird es einen großen Ruck geben und alle Häuser werden 3 Stockwerke nach unten gerutscht sein!
  • 03.03.2017, 16:35 Uhr
  • 0
Helge, eigentlich ist das alles erdbebensicher gebaut. Ich denke, da passiert so schnell nix.
Im vergangenen hatten wir in Eberstadt und auch im Odenwald 4 Erdbeben, wobei das eine 4.5 auf der Richterskala hatte. Es gab erst einen Knall und dann eine Erschütterung. Ich dachte es wäre eine starke Explosion, mitnichten. Der Rheingraben hatte sich ein bisschen geschüttelt. Hoffentlich haben wir in diesem Jahr Ruhe.
  • 03.03.2017, 17:38 Uhr
  • 1
Ich habe auch bei dem § Stockwerke tiefer rutschen eher die Unterhöhlung unserer Städte gemeint. Da braucht man gar kein Erdbeben. Das kann doch auf Dauer net gut gehen Hab einen schönen Samstag Conny. Schick, schick - mit Hut
  • 04.03.2017, 15:52 Uhr
  • 0
Danke Helge, für dein Kompliment.
Also mit dem Tunnelwesen etc. kenn ich mich nicht aus. Denn ich bin auch kein Ingenieur... wenn du bedenkst in wievielen Großstädten, Darmstadt gehört auch dazu , es Keller und Tunnel gibt, die schon über 100 Jahre alt sind. Dann bin ich guter Dinge, dass die noch einige Jahre halten.
  • 04.03.2017, 16:09 Uhr
  • 0
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will ich nicht wirklich erleben. Erdbeben hat ich schon, zwar nur ein verhältnismäßig kleines, aber unvergessen - gruselig. Gut geschrieben, Conny.
  • 01.03.2017, 15:04 Uhr
  • 0
Das ist eine Koproduktion von Barbara und mir.
Wir sind schon an der nächsten Kurzgeschichte.
  • 01.03.2017, 15:06 Uhr
  • 1
aha, na dann viel Spaß und Erfolg wünsche ich Euch Beiden
  • 01.03.2017, 15:46 Uhr
  • 0
Danke
  • 01.03.2017, 15:51 Uhr
  • 0
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Sehr schön, sehr lebendig
  • 28.02.2017, 18:26 Uhr
  • 0
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Liebe Conny, weist Du an was ich erinnert wurde? An das grausame Erdbeben in Italien! Liebe Grüße
  • 25.02.2017, 12:02 Uhr
  • 1
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hi,hi Conny,naechste mal schreiben wir etwas mit Horror.Gruene Zombis mit Hotel ,die ihre Gaeste fressen.
  • 24.02.2017, 18:09 Uhr
  • 1
das ist doch mal eine Horrorgeschichte!
  • 24.02.2017, 18:12 Uhr
  • 0
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.