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Bauernregeln

Bauernregeln

01.03.2017, 08:34 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

März ist die Brücke vom Winter zum Frühling

Bauernregeln, Lostage und Heiligenfeste im März

Deggendorf --Der März ist die Brücke vom Winter zum
Frühling und gilt als der erste Frühlngsmonat. Kneippvor-
sitzender Gerard Zacher hat dazu wieder Bauernregeln,
Lostage und bedeutende Heiligenfeste zusammen gestellt.

Der März soll allemein kühl und trocken sein, auch windig,
aber nicht zu warm, weil die vorzeitig aus dem Boden gelockten
Knospen und Keime wieder zugrunde gehen könnten, so
Gerard Zacher. Es gibt viele weitere Namen: Martius, Merz, Lenzing,
Lenzmond, Frühlings- und Windmonat. Heuer beginnt der März mit dem Aschermittwoch. Am 26. März soll die Sommerzeit beginnen.
Zacher weiß viele allgemeine Regeln zum März: So viele Fröste im März, so viele im Mai. Soviel Nebel im März, soviel Frost im Mai. Läßt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
Märzen kalt und Sonnenschein, bringt eine gute Ernte ein.
Märzenregen bringt wenig Sommersegen. Märzenregen zeigen an,
daß große Winde ziehen heran. Märzenschnee tut der Saat weh.
Märzensonne - kurze Wonne März in der Blume, Sommer ohne Tau,
trocknen die Felder und dörren die Au'. Ein grüner März bringt
selten etwas Gutes. Siehst gelbe Blumen du im März im Freien,
kannst du getrost den Samen streuen. Bekannt ist ein altes Kinder-
lied: Im Märzen der Bauer die Rößlein anspannt....... Heutzuage freilich schwingt er sich auf den Schlepper.


Zu den einzelnen Märztagen gibt es laut Gerard Zacher zahlreiche Bauernspüche wie: Regnet's stark an St. Albinus (1.März), macht's dem Bauern viel Verdruß. Ein sehr bekannter Spruch ist: Kunigud
(3.März) kommt die Wärme von unten. Und: Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. Doch: Friert es auf St. Virgilius (5.März),im Märzen Kälte kommen muß.Die im Jahre 1200
heilig gesprochene Kunigunde war Gattin Kaiser Heinrich II. Und
mit ihm Begründerin des Erzbistums Bamberg. Um den Tag des Fridolin (6.März), da zieht der letzte Winter hin. Nach dem Tag des Fridolein, da muß der Pflug auf dem Felde sein. Perpetua (7.) kalt, Winter lang. Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras. Wenns donnert an St.Cyprian (8.März) zieht man noch oft die Handschuh an. Wie die vierzig Märtyrer (10. März)das Wetter gestalten, so wird es noch vierzig Tage halten. Friert's am Märtyrertag recht, so friert's noch vierzig Nächt'.Vierzig Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch vierzig Tage weh. Am 10.März gedenkt man jenervierzig Soldaten der 12. Römischen Legion, die der Überlieferung nach im Jahre 320 in Sebaste erfroren sein sollen.Am 11.März ist Rosamundentag:Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sibylla uns gelind. Weht an St. Gregorius (12.März) der Wind, noch vierzig Tage windig sind. St. Gregor und das Kreuze macht den Tag so lang als wie die Nacht. Wenn Gregorius sich stellt, muß der Bauer aufs Feld. Lukretia (15.)feucht, bleiben die Kornsäcke leicht.Ist am Palmsonntag (16.März) nicht schön,so ist das nicht gut.
Ist der Palmsonntag ein heiterer Tag, für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag. Wenns den Buben auf die Palmbuschen schneit, so regnets den Jungfrauen an Ostern auf die Kränze. .St.Gertraud (17.März)die Erd von unten auftaut. Gertraud ist die erste Gärtnerin.
An Gertraud läuft die Maus raus. Gertrud tauts Eis auf. Ist an St. Gertrud sonnig, so wird's dem Gärtner wonnig. Frierts an Gertrud, der Winter noch vierzehn Tage nicht ruht. Sieht St. Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß. Hat Mattheis (24.2.) sei' Hack verlor'n, wird erst St. Joseph (19.März) das Eis durchbohr'n. Ist's am Josefstag schön, kanns nur gut weitergehen. Ist's am Josefstag klar, so wird's ein gesegnetes Jahr. Josef klar -gutes Honigjahr. Wenn amoi Josefi ist, endet der Winter g'wiß. Am 21.März ist Tag- und Nachtgleiche, auch Aequinoctium genannt, also der Kalendertag für den Frühlingsanfang. Die drei Tage und Nächte vor Aequinoctium sollen die drei folgenden Monate vor Johannis bestimmen; die drei Tage nach dem Aequinoctium die drei Monate nach Johannis.

Schöner Mariä Verkündungsmorgen (25.März) befreit den Landmann von vielen Sorgen. Gerard Zacher verweist auf folgenden sehr bekannten Bauernspruch: An Mariä Verkündigung kommen die Schalben wiederum und: An Mariä Verkündigung kehrt der Storch heim. Ist Marien schön und klar, wird das Frühjahr fruchtbar sein. Um Mariä Verkündigung klar, ist Segen für das ganze Jahr. So viele Tage vor Marien sich die Bienen und Mücken zeigen, so viele Tage müssen sie nachher schweigen. Maria (26.März) pustet das Licht aus und Michael (29.9.) steckt es wieder an. Wie Maria fortgegangen, wird Magdalena (22.7.) sie empfangen. Ist an St. Rupert (27.März) der Himmel rein, so wird er's auch im Juni sein.
Wie der 29., so der Frühling .Wie der 30., so der Sommer. Wie der 31., so der Herbst. gz

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