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Fastenzeit

Fastenzeit

01.03.2017, 08:39 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Fastenzeit nach Kneipp: Dreiklang von Fasten- Beten und Nächstenliebe
Kneippvorsitzender Gerard Zacher verweist auf die Grundsätze der Fastenzeit
-Kneippverein gibt laufend Hilfestellungen
Deggendorf --Kneippvorsitzender Gerard Zacher weist zu Beginn der
diesjährigen Fastenzeit auf die Grundsätze der Fastenzeit nach Sebastian
Kneipp hin: Zur Vorbereitung auf das christliche Ostern soll in der 40-
tätigen Fastenzeit ein klassischer Dreiklang nämlich Enthaltsamkeit (Fasten),
Beten und Nächstenliebe (Hilfe dem Nächsten gegenüber, Spenden etc)
hergestellt werden. Dabei können - so Gerard Zacher weiter- die fünf
Grundelemente der Kneipp-Bewegung, nämlich das Wasserheilvefahren,
die Pflanzenheilkunde, die Gesundheitskost und Diätetik, die Bewegungs-
therapie sowie die Lebensordnung/Ordnungstherapie sehr hilfreich sein.
Es gehe nach Kneipp in der Fastenzeit um die Bereitschaft, sich zu besinnen,
den Lebensstil und die Lebensgwohnheiten zu überprüfen und nach
Möglichkeit zu ändern. Das kann bedeuten: Neu ausrichten, inneren und
äußeren Verzicht, von Abhängigkeiten los zu werden usw. Wichtig dabei
ist -so Gerard Zacher- den Einklang zwischen Körper, Geist und Seele
herzustellen. Neben der ausgewogenen und natürlichen Lebensführung in
der Fastenzeit soll auch die Hilfsbereitschaft und die Nächstenliebe ver-
stärkt werden. Fastenzeit ist die Zeit, in der man sich dem Mitmenschen
intensiver zuwenden und sich der Mitverwortung in der Gesellschaft noch mehr
bewußt werden sollte. Christen werden sich der Botschaft Christi vertieft
öffnen.
Warum 40 Tage?
Die Zahl 40 - so Zacher- hat biblische Bedeutung und steht als Symbolzahl
der besonderen Nähe zu Gott un d der Bereitschaft zur Buße und Umkehr: Das Volk
Israel wanderte 40 Jahre durch die Würste als Zeit der Läuterung. Moses war
Gott 40 Tage nahe auf dem Berg Sinai, der Profet Elija war 40 Tage auf dem
Berg Horeb, Jesus weilte 40 Tage in der Wüste um sich mit Gebet und Fasten auf
seine Sendung vorzubereiten. Psychologisch mag es hilfreich sein, dass der
Zeitraum von 40 Tagen einerseits noch überschaubar ist und andererseits
doch eine angemessene Zeit zur Erneuerung mit konkreten Schritten darstellt.
Die Zeit von Aschermittwoch bis Gründonnerstag sind freilich mehr als
40 Tage, da die Sonntage nicht als Fastentage mitgezählt werden. Es ist
jetzt noch nicht zu spät, sich in die Fastenzeit voll einzubringen.
Was bringt die Fastenzeit?
Die Fastenzeit bringt - so Kneippvorsitzender Gerard Zacher - das, was
jeder daraus macht: Sie ist aber eine Chance, freier zu werden, wenn
man sich von Konsumgewohnheiten und Abhängigkeiten, von
ungesunder Lebensführung, von erkannten Fehlentwicklungen usw.
löst. Nach Kneipp kann dies eine heilende Wirkung für Körper, Geist
und Seele bringen. Freilich: Das ehrliche Anfangen ist oft nicht leicht,
jeder sollte sich selbst ein besonderes Feld suchen und das die 40 Tage
zur Läuterung durchziehen. Entscheidend dabei ist - so Gerard Zacher-
nicht Leistung und Erfolg, sondern es geht immer um
ein Zeichen des guten Willens und die Bereitschaft zur Veränderung oder
zum Neuanfang. Der Kneipp-Verein wird das ganze Jahr über be-
gleitend weitere Anstösse geben, unterstreicht Kneipp-Vorsitzender
Gerard Zacher. gz

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