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Was für ein Kindergarten - Gut so !

Was für ein Kindergarten - Gut so !

17.03.2017, 17:36 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Kannst Du Dich daran erinnern, wie schön es im Kindergarten war?
Wie schön es war, ein Kind zu sein?
So laut zu lachen, dass es im Bauch weh tat, Du Dich auf dem Boden wälztest, Dir Tränen über die Wangen liefen, aber Du auf keinen Fall damit aufhören konntest und vor allem wolltest?
An dieses unbeschreibliche Gefühl der Unbeschwertheit, weil Du ohne Scham ausgelassen sein konntest, egal, ob die Erwachsenen verständnislos die Stirne runzelten, weil sie Dich einfach nur unsagbar albern fanden?

Aus vielen von uns, den Kindern von damals, sind irgendwann ebensolche Erwachsene geworden.
Augenbrauenhochzieher, verständnislose Kopfschüttler, sich über andere Mokierer, die nun selber ihre Stirne runzeln, weil sie nicht begreifen können, dass Altersgenossen sich nicht versagt haben, ebendiesen kostbaren Teil ihrer Kindlichkeit, wie einen Schatz zu hüten und zu bewahren und von Zeit zu Zeit über die Stränge schlagen und einfach das tun, was Kinder tun:

Lachen, um des Lachens Willen.
Ein Lachen, das einfach so, unkontrolliert aus einem heraussprudelt, wie ein quicklebendiger Quell und einfach nicht versiegen kann und WILL.

Schade, dass so viele Menschen das nicht verstehen.
Nein, es ist sogar traurig.
Denn es fühlt sich großartig an!
Und noch großartiger, wenn man es mit anderen teilen kann...

5 Kommentare

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Da rinnt der Schule lange Angst und Zeit
mit Warten hin, mit lauter dumpfen Dingen.
O Einsamkeit, o schweres Zeitverbringen...
Und dann hinaus: die Straßen sprühn und klingen
und auf den Plätzen die Fontänen springen
und in den Gärten wird die Welt so weit -.
Und durch das alles gehn im kleinen Kleid,
ganz anders als die andern gehn und gingen -:
O wunderliche Zeit, o Zeitverbringen,
o Einsamkeit.

Und in das alles fern hinauszuschauen:
Männer und Frauen; Männer, Männer, Frauen
und Kinder, welche anders sind und bunt;
und da ein Haus und dann und wann ein Hund
und Schrecken lautlos wechselnd mit Vertrauen -:
O Trauer ohne Sinn, o Traum, o Grauen,
o Tiefe ohne Grund.

Und so zu spielen: Ball und Ring und Reifen
in einem Garten, welcher sanft verblaßt,
und manchmal die Erwachsenen zu streifen,
blind und verwildert in des Haschens Hast,
aber am Abend still, mit kleinen steifen
Schritten nachhaus zu gehn, fest angefaßt -:
O immer mehr entweichendes Begreifen,
o Angst, o Last.

Und stundenlang am großen grauen Teiche
mit einem kleinen Segelschiff zu knien;
es zu vergessen, weil noch andre, gleiche
und schönere Segel durch die Ringe ziehn,
und denken müssen an das kleine bleiche
Gesicht, das sinkend aus dem Teiche schien -:
O Kindheit, o entgleitende Vergleiche.
Wohin? Wohin?
(Rainer Maria Rilke)


Kindheit ist die Erwartung an ein Leben, das am Ende ein Warten auf etwas war, das Sehnsucht hieß und je älter wir werden um so schmerzhafter blicken wir auf jene Jahre zurück, als das Land der Märchen, Wunder und Träume noch real sein konnte, bis es zerbrach, irgendwann auf einen Weg der uns die Träume wegnahm, weil der Schmerz die Sehnsucht überschrie.
  • 21.03.2017, 18:49 Uhr
  • 0
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  • 21.03.2017, 18:48 Uhr
  • 0
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Dein Beitrag ist wirklich gut geschrieben und Du hast so Recht.
  • 17.03.2017, 18:38 Uhr
  • 1
natürlich hab ich recht...ich bin eine frau...
  • 17.03.2017, 20:15 Uhr
  • 1
Ach soooo, dann ist ja alles klar
  • 17.03.2017, 22:53 Uhr
  • 0
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