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Strafe muss sein, aber wie?

Strafe muss sein, aber wie?

20.04.2017, 11:33 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Strafe, was ist Strafe und zu was soll sie eigentlich dienen?


Was hält eigentlich Menschen ab eine Straftat zu begehen?
Ich meine die Kraft von Gesetzen und Moralvorstellungen, welche eine Handlung mit Strafe bedrohen.
Selbst wenn man sich bis in die Jungsteinzeit zurückdenkt, fehlte nie eine Strafe für diejenigen welche gegen die damals gängigen Stammesgesetze verstiessen und die waren manchesmal ganz schön heftig. Selbst wenn man sich die Bibel oder andere Programme der einzelnen mal anschaut, sieht man das auf die Nichtbefolgung von Gesetzen/Geboten Strafen standen welche sämtlich in der Hölle endeten.
Abgesehen mal die Strafen die ein Priester nach der Beichte verhängte. Aber die Strafen nach einer Beichte haben kaum dazu geführt das es keine Wiederholungstäter gab.
Ich meine Strafe ist nötig um zu verhindern das Menschen welche eine Straftat begangen haben es sich zweimal oder noch öfter überlegen solches wieder zu tun.
Und dazu muss sie abschreckend wirken.
Früher wusste man das, wenn man etwas verbotenes getan hatte, es zuhause Schellen gab, jedenfalls in geordneten Verhältnissen.
Wo keine Reaktion erfolgte wanderten die Sprösslinge meist nach Erreichung der Volljährigkeit, manchmal auch schon eher, in den Knast, der damals wirklich noch Knast war.
Mal abgesehen von den Lebensumständen die viele mit dem Gesetz in Konflikt kommen liessen, hat es heute niemand mehr nötig zu stehlen um seinen Lebensunterhalt zu sichern.
Genauso wenig muss man Vergewaltigungen und Morde begehen um sich in der Welt zu behaupten.
Aber sehen wir uns mal die Praxis des heutigen Strafvollzuges an.
Da werden Kriminelle besser wie ihre Opfer beschützt und das kann nicht sein. Man beruft sich auf den Art. 1 des GG, wonach die Würde des Menschen unantastbar sei. Wenn es so wäre, dürfte es im öffentlichen Bereich(Staat) überhaupt keine Gesetze geben welche eine Strafe nach sich ziehen und dann könnte man sich die Gesetze gleich mit schenken, da sich die wenigsten noch daran halten würden.
Strafandrohung bedeutet meiner Meinung nach "eine Veränderung im Leben einer Person, die als Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten erfolgt und die Wahrscheinlichkeit extrem reduziert das dieses Verhalten in Zukunft erneut auftritt!"
"Es sollte sich niemand hinter dem GG verstecken können. Wer en Verbrechen begeht, verletzt die allg. Menschenrechte und es sollten ihm genau diese Menschenrechte entzogen werden, welche er bei seinem Opfer vorsätzlich missachtete. Sie sollten solange ins Gefängnis gesteckt werden, bis sie eine angemessene Wiedergutmachung erarbeitet haben die voll und ganz dem Opfer oder deren Angehörigen zu Gute kommen sollte. Und bei Gefängnis meine ich echte Gefängnisse und nicht diese Erholungsheime wie sie momentan existieren." Und bei Arbeit, meine ich echte Arbeit und keinen Sportunterricht oder so.
Nur so, bin ich der Meinung, können wir überleben.
Strafe muss wieder abschrecken. Wen sie nicht abschreckt bei dem ist zu prüfen warum das so ist und wenn er einen psychischen Defekt hat, sollte er in einer entsprechenden Einrichtung behandelt werden bis die gewünschte Schuldeinsicht erreicht ist. Dieses Ergebnis wäre durch ein Gremium von geeigneten Personen zu befinden, welche bei einer Fehleinschätzung persönlich dafür haften würden und nicht durch Einzelne.
Hartnäckige Wiederholungstäter sollten irgendwann entsprechend ihren Taten inhaftiert und untergebracht werden und ausländische, besonders hartnäckige oder einer schweren Straftat überführte, sollten entweder umgehend ausgewiesen werden, oder hier entsprechend der Gesetze ihres Heimatlandes gerichtet werden, ohne jedoch dabei die Todesstrafe anzuwenden.

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45 Kommentare

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Strafe - wie auch immer die aussehen mag - ist sicher notwendig. Was du allerdings vorschlägst, das klingt nach Arbeitslager. Ohne irgendeinen Bezug zu unserer schlimmen Vergangenheit herstellen zu wollen, weil deren Schrecken weder zu vergleichen, noch zu relativieren sind (!), fehlt dann nur noch die Inschrift am Eingang "Arbeit macht frei"...
Lass mal stecken, mit solchen Vorschlägen ist niemandem geholfen. Den Opfern nicht und auch nicht den Tätern. Wie lange, schlägst du vor, sollte denn dann jemand arbeiten, um eine Körperverletzung wiedergutzumachen? Oder z.B. Volksverhetzung, Beleidigungen oder gar einen Totschlag?
  • 21.04.2017, 10:11 Uhr
  • 1
Deswegen, mein lieber Gert, schrieb ich keinen Bezug zu irgendwelchen vorigen Systemen herzustellen.
Volksverhetzungen u.ä. sind politische Verbrechen und sollten, wenn überhaupt, völlig anders bestraft werden.
Arbeitslager: schon immer waren Häftlinge in JVA angehalten worden zu arbeiten und das war kein Arbeitslager. Auch jetzt gibt es adäquate Vergleiche wie eine KV oder ähnliches in Geld zu ahnden ist. Das wäre von den Gerichten festzulegen, wie es auch heute schon getan wird.
Der Vergleich mit früheren Arbeitslagern hinkt, hinkt ganz gewaltig, denn weder die Leute welche die Menschen dazu verurteilen würden, wären bewusste Richter welche auf der Grundlage heutigen Wissens entscheiden würden und die Bewacher wären auch solche Menschen, sodas man diesen Vergleich überhaupt nicht mehr ziehen kann.
Im übrigen ist das Gleiche nie dasselbe, wie Du selbst weisst.
Was die Opfer betrifft, die, während ihr Peiniger heutzutage schon munter erneute Straftaten begeht, immer noch im Krankenhaus liegen oder an ihren Verletzungen leiden, so frag sie mal was sie von diesen Strafen halten und Du würdest Dich wundern.
  • 21.04.2017, 10:33 Uhr
  • 0
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Strafe ist leider notwendig und auch sinnvoll. Es kommt nur darauf an WIE und WOMIT bestraft wird. Ein läppischer Prozeß in dem ein Täter halt für eine Zeitlang auf Staatskosten verpflegt wird ist lächerlich.

Nehmen wir mal die Kindererziehung als Beispiel: Einem Kind und/oder Heranwachsenden wird erklärt, wenn er dies oder jenes tut hat es diese oder jene Folgen. Das Kind hört zu und probiert aus wie weit es gehen kann, zunächst Kleinigkeiten, aber mit zunehmendem Alter wird's heftiger und intelligenter. Als gute Eltern droht man bei Nichtbeachtung (das Verbot sollte aber immer zum Wohl des Kindes ausgesprochen werden und nicht der Bequemlichkeit der Eltern dienen) eine bestimmte kindgerechte Strafe an, die dann aber konsequenterweise eingehalten werden muss sonst merkt das Kind, dass sein Verhalten keine Konsequenzen hat. Dem Kind muss ganz genau klar sein WARUM was verboten wurde und wieso eine Strafe verhängt wurde. So lernt das Kind, dass alles Konsequenzen hat. Je liebevoller und konsequenter ein Kind erzogen wird umso besser kann es sich entwickeln. Ausprobieren wie weit es gehen kann tut jedes Kind.

Nun gibt's natürlich jede Menge Kinder die das nicht lernen und ihr "Freiheitsdrang" wird u.U. auch kriminell/er. Für mich ist ein Krimineller einer der keine Liebe erfahren hat sondern nur Schläge. Das kann nichts Gescheites werden. Selbstverständlich gibt es auch schwarze Schafe, leider.
Die Strafe im Strafvollzug soll angemessen sein, das fehlende Schuldbewusstsein muss psychologisch gefördert werden und soziales Verhalten geweckt werden. Bei vielen funktioniert das, bei manchen nicht. Ich bin aber auf jeden Fall dafür, dass einem Strafentlassenen Vertrauen im nötigen und steigendem Rahmen gegeben werden soll und die Gesellschaft ihn nicht stigmatisiert als Verbrecher der keine Wohnung und keine Arbeit findet. Bei (sehr) schwerem Verbrechen weiß ich allerdings auch keinen Rat, denn es gibt auch absolute Nichttherapierbare und Wiederholungstäter. Ich denke da jetzt an Sexualstraftäter.
  • 20.04.2017, 19:16 Uhr
  • 1
Da hast Du völlig Recht.
Die Wirksamkeit einer Strafe beruht aber meist schon in der Abschreckung und das muss jeder klar erkennen.
Es kann auch nicht sein, dass der Täterschutz höher in der Wertigkeit liegt, als der der Opfer.
  • 20.04.2017, 19:24 Uhr
  • 1
Letzteres - ganz sicher nicht, nein das darf nicht sein.

Aber mit Abschreckung kann man auch nicht jeden von einer Straftat abhalten. Früher wurde z.B. Dieben die rechte Hand abgehackt, während bei anderen dies vollstreckt wurde haben einige die umstehenden Schaulustigen bestohlen.
  • 20.04.2017, 19:30 Uhr
  • 1
Das ist eine Tatsache. Aber diejenigen die etwas mehr Erziehung genossen haben, wird das schon abschrecken. Die anderen brauchen dann etwas länger ehe sie begreifen, nur dann müssen sie eben durch.
Ausserdem bin ich der MEINUNG DAS EINE Strafe auf dem Fuss folgen muss und nicht erst Monate später.
  • 20.04.2017, 19:34 Uhr
  • 1
Amtsmühlen mahlen nun mal langsam.
  • 20.04.2017, 19:36 Uhr
  • 0
Das darf aber nicht sein, sonst macht sich der Staat unglaubwürdig. Manche Wiederholungstäter begehen in der Zwischenzeit weitere Straftaten und meist wissen sie nicht mal mehr um was es bei der ersten Tat überhaupt geht.
  • 20.04.2017, 19:38 Uhr
  • 0
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Das LW gabs mal vorab, weil ich das Thema wichtig finde.
Wo kommt die Idee der Strafe her?
Irgendwann haben soziale Gemeinschaften begriffen, das bestimmte Verhaltensweisen Einzelner, die ganze Gemeinschaft gefährden können. Nun lernen Menschen aus gemachten Erfahrungen. Derartige Erfahrungen, wie eine Zerstörung der Gemeinschaft, kann eine Gesellschaft aber nicht zulassen.
Also wurden Ersatzlernerlebnisse erschaffen. Zuerst die Regeln und danach die Sanktionen bei Regelverstößen.
Im Grunde also Ersatzlernerlebnisse.
Bei Verstößen gegen Eigentum, soziale Gepflogenheiten, Regeln des Umganges miteinander, kann das problemlos funktionieren. Erziehungssache eben.
Anders liegt der Fall bei Körperverletzungen, bei Mord u. ä..
Da kommt der Gedanke der Vergeltung, der Rache ins Spiel.
Und tatsächlich, bis vor etwas über 100 Jahren hatten wir ein Vergeltungsstrafrecht, wie es die Sharia heute noch kennt.
Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Folglich waren die Strafen für schwere und schwerste Vergehen auf die physische und psychische Vernichtung des Delinquenten ausgelegt.
Todesstrafe, Zuchthaus, Essens- und Schlafentzug, auch Folter.
In der Folge der Aufklärung hat sich unser Vergeltungsstrafrecht zu einem Resozialisierungsstrafrecht gewandelt. "Aus Tätern nützliche Mitglieder der Gesellschaft machen" war die Devise.
In beiden Richtungen gibt es schwer erträgliche Auswüchse.
Im ersten Falle die Ermordung Unschuldiger, Sadisten als Wärter, Unmenschlichkeiten allerorten.
Im Zweiten kann der Eindruck entstehen dass Straftäter mit Samthandschuhen angefasst und die Opfer dadurch verhöhnt werden.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein Resozialisierungsstrafrecht die einzig demokratische Form der Strafjustiz darstellt.
Aber ich freue mich auf eine rege Diskussion.
  • 20.04.2017, 18:55 Uhr
  • 5
Nun das mag wohl bei einem Vergehen oder auch zweien so sein Leonhard, aber wie sieht es mit den Wiederholungstätern aus? Und was ist mit solchen Leuten wie dem dem der mehrere Menschen bestialisch und wiederholt gemordet oder vergewaltigt hat? Da machen sich bei mir aus meiner Erfahrung her, schon große Zweifel breit, ob die überhaupt resozialisierungsfähig sind. Es gibt nun mal Menschen die nicht sozialisierbar sind.
Und da ich einige JVA aus eigenem Erleben kenne, ist das keine Strafe mehr die abschreckt. Das geht soweit das bei den "Hartgesottenen" der Spruch umgeht, "dann mache ich eben wieder mal ne Kur im Knast" und das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders. Warum, und das nur noch am Rande, ´hatten wir eigentlich so lange Frieden? Weil die Abschreckung geklappt hat und nichts weiter.
  • 20.04.2017, 19:05 Uhr
  • 0
Ich stimme dir zu! Es gibt Menschen, die in ihrer Dissozialität nicht erreichbar sind, und eine permanente Gefahr für die Gesellschaft und die in ihr lebenden Menschen darstellen.
Wird dies so erkannt, erfolgt eine Sicherungsverwahrung. Das ist explizit keine Strafe, sondern der praktizierte Schutz der Gesellschaft vor diesem Menschen.
  • 20.04.2017, 19:13 Uhr
  • 1
Das sehe ich auch so. Es gibt nunmal Menschen die sind für wegsperren geboren. Und was sagst Du zur Freiwilligkeit der Arbeit? Sollten die Täter nicht Wiedergutmachung leisten?
Und jeder Vergleich mit früheren Systemen ist dabei fehl am Platze.
  • 20.04.2017, 19:19 Uhr
  • 0
Gute Frage, schwere Frage und dein Hinweis auf frühere Systeme zeigt mir, dass du das Problem erkannt hast.
Also, wer im Knast Kaffee, Kippen und Shampoon will MUSS schon mal arbeiten, es sei denn, er hat draußen reiche Unterstützer.
Jemanden zur Arbeit ZWINGEN, erscheint mir knifflig. Dann müsste die Bezahlung fairer sein, und die Wiedergutmachung müsste eine Rechtsgrundlage haben.
Aber was ist die Arbeit wert, wenn jemand gezwungen wird und kein Interesse daran hat, es ordentlich zu machen? Du siehst, das wird ein Fass ohne Boden.
Zudem erträgt kaum ein Mensch die Isolation leicht. Die meisten gehen freiwillig zur Arbeit, weil das nicht nur Taschengeld, sondern vor allem Ablenkung und Anregung bedeutet.
  • 20.04.2017, 21:03 Uhr
  • 1
Der moderne Strafvollzug ist kein Kuraufenthalt.
Im Gefängnis werden die Bösewichte manchmal zum ersten Mal im Leben mit Regeln konfrontiert, die sie sich nicht selber gegeben haben.
Ich weiß auch nicht ob es angenehm ist, mit Menschen in einer Zelle zu leben und zu schlafen, die sich fast nur mit Gewalt durchsetzen können.
Wer meint, das das Leben im Knast unbeschwert und heiter ist, der irrt. Durchsuchungen der Zellen in unregelmäßigen Abständen; jede Anschaffung von Gebrauchsgegenständen, wie Radio, Fernseher und/oder CD Spieler, müssen umständlich genehmigt werden.
Erleichterungen, wie der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen, müssen genehmigt werden.
Im übrigen haben die Bösewichte keine Angst vor der Strafe, sondern vor dem erwischt zu werden. Das würde nämlich die kurzfristigen Vorteile ihrer Straftat zunichte machen.
  • 20.04.2017, 23:50 Uhr
  • 4
Endlich mal nicht das Märchen von Urlaub auf Staatskosten, DANKE Dieter!
  • 21.04.2017, 01:26 Uhr
  • 1
Wir haben unsere Pflegetochter im schlimmen Frauengefängnis besucht, weil sie eine Scheinehe eigegangen ist und auch noch um die 5.000.- versprochenen DM betrogen wurde. 10 Wochen Knast! Mir reichte schon die Besuchserfahrung!
  • 21.04.2017, 01:29 Uhr
  • 2
Ihr habt ja gar keine Vorstellungen von einem Knast der im Sinne der Opfer wäre.
  • 21.04.2017, 10:38 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer Da redest du dem Rache- oder Vergeltungsstrafrecht das Wort.
Und nein, ich verlange von einem Opfer oder den Angehörigen der Opfer nicht, dass sie so weit denken, wo doch das Gefühl grade so wichtig ist.
Aber von der Gesellschaft als Ganzes erwarte ich das schon.
  • 21.04.2017, 11:21 Uhr
  • 3
Was willst Du sonst gegen die Verrohung der Sitten und Moral in der Gesellschaft machen?
Ausser einer Systemveränderung natürlich
Denn das in den früheren Jahren in Gesamtdeutschland die Kriminalität und der Verfall der Sitten noch besser war als heute ist darauf zurückzuführen das noch im Gedächtnis der Menschen war was ihnen bei einem Strafvollzug drohte und sie ihre Kinder, also die unserer Generation in diesem Sinne erzogen. (33-45 natürlich ausgeschlossen)
  • 21.04.2017, 11:52 Uhr
  • 0
Bernd,
dazu habe ich einige Gedanken, aus meiner Erfahrung, als in einer Polizistenfamilie Aufgewachsene.
An erster Stelle bin ich für eine absolut qualitative Begleitung von allen Opfern, so sie es brauchen und wünschen!
Kriminelle Handlungen haben leider zu oft, gerade in der KINDHEIT, durch Er-ZIEH-ung nach künstlicher "Moral" der "Gesellschaft"- durch Bestrafung - einen tieferen Ursprung!
Wo Großeltzern und Eltern nach Preußenstrenge und Hitlerwahn erzogen worden waren, hatten sie es nicht leicht, nach der Pubertät Selbstverantwortung übernehmen zu können.Es wurde überwiegend kommandiert, nicht miteinander gesprochen. Strammer Gehorsam und Strafen sind kein Weg für humane Selbstentfaltung!
So gehen etliche den Weg des Zorns, der Rache, der Opferverzweifelung. Andere wählen den selbstverantwortlichen , vollkommen entgegen gesetzten Weg.Keine Strafen, weder verbal, noch körperlich! Vorbild GEBEN, spielerisch lernen, erklären, erfahren lassen.
Nähe, liebe, liebevolle KONSEQUENZ!
In den 60igern nannte man Köln klein Chikago, Polizei war in Lebensgefahr und rückte deswegen n manchen Fällen nicht einmal aus. Der Hamburger Senat hatte einen schlechten Ruf. Bis in die 70er stand die Jugend mit Recht gegen sehr viel der Altforderen auf, WEIL kaum Vorbilder Vertrauen gaben.

Das rechtfertigt KEINE Straftat.

Dennoch: Aus einem geprügelten, gebrochenem Kind, entsteht , durch noch so harte Strafen Kein liebevoll Einsichtiger! Unser Gefängnissytem halte ich von Beginn meiner Einsichten, für völlig falsch und marode. Doch es ist nötig, solange keine Reformierung gefunden wird.
Der jetzige Karren steckt im Sumpf vergangener Jahrzehnte fest!
Viele Eltern haben verstanden, dass Vorbild geben eine der Lösungen ist. Doch als kinderfreundlich habe ich die "Gesellschaft" in diesem Land noch nie erlebt.
Wobei jeder Einzelfall insich betrachtet be-u.- verurteit werden muss und in der "Gesellschaft" nicht pauschalliert werden darf, was hier und allgemein dennoch geschieht!
Sind nur meine Gedanken aus meiner Kindopfererfahrung!
  • 21.04.2017, 16:58 Uhr
  • 2
Kinderfreundlich war in meiner Jugend gang und gäbe.
Was heute fehlt ist die Bemühung der Gesellschaft für ihre Kinder und Jugendlichen adäquate Freizeitangebote zu schaffen, was mich übrigens nicht wundert, denn noch nie hat eine Gesellschaft deren Hauptaugenmerk auf Profit liegt, etwas für die Schwächsten der Gesellschaft, also die Kinder, Alten und Kranken übrig.
In meiner Jugend gab es die vielfältigsten Freizeitangebote gerade für die welche aus Familien kamen welche kein Geld hatten. Es gab Schachklubs, Fotozirkel, Sportschulen, Tanzklubs und ausserdem die Gesellschaft für Sport und Technik(GST) in der ich meinen Rettungsschwimmer und meine Sporttauchausbildung für eine Mark im Monat machen konnte. Man konnte in Motorklubs mitwirken, sich in Wandergruppen betätigen, Für die Schulkinder gab es den Schulhort in dem die Kinder ihre Schulaufgaben machen und spielen konnten bis ihre Eltern Feierabend hatten, kurz es gab nichts was man nicht machen konnte.
Das alles fehlt heutzutage. Was heute zum Überdruss vorhanden ist sind gewaltverherrlichende Medien wie Comics und Videospiele, die geradezu aufrufen sich das erworbene Wissen anzueignen und in der Clique auf der Strasse anzuwenden. Von den "normalen" Filmen ganz zu schweigen.
Das, wenn das so weitergeht, wird mal ein schlimmes Ende nehmen.
  • 21.04.2017, 17:36 Uhr
  • 1
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Die Kleinen werden aufgehängt, die Großen läßt man laufen. Das ist leider schon immer so gewesen.
Jemand, der die Bibel mag, kann da aber ganz entspannt sein: "Mein ist die Rache, und ich will vergelten, redet Gott". Und wenn man bereit ist, über den Tod hinauszudenken, ist das auch schlüssig.
Selbstverständlich sollte man die Gerichtsbarkeit deshalb beibehalten. Nur über Ungerechtigkeit muß man sich keine Gedanken machen.
  • 20.04.2017, 17:39 Uhr
  • 1
Die Bibel hat aber noch keinen ihrer Kirchenfürsten davon abgehalten Böses zu tun.

„Religion ist eine Beleidigung für die menschliche Würde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und schlechte Menschen Schlechtes. Aber damit gute Menschen schlechtes tun, dafür braucht es Religion.“
Steven Weinberg
  • 20.04.2017, 17:43 Uhr
  • 1
Da bin ich jetzt doch anderer Meinung. Es ist nicht die Bibel; es ist das, was die Menschen daraus machen, egal ob es Kirchenfürsten, sonstige Herrscher, Vorgesetzte oder Kollegen sind.
Die Lehre der Religionsstifter ist stets edel und förderlich. Schlecht ist nur das, was die Epigonen daraus machen, um Macht zu erhalten, zu vergrößern
  • 20.04.2017, 17:52 Uhr
  • 2
Im Prinzip gäbe ich Dir Recht wenn die Bibel vor 2000 Jahren geschrieben worden wäre, aber so hat sie sich dieses gewisse Klientel zurecht gebogen und ihren Sinn zerstört.
Aber das war nicht nur mit der Bibel so, jede fortschrittliche Bewegung/Revolution wurde bisher von den Opportunisten verwässert und scheiterte daran. Da kann man nehmen welche man will.
  • 20.04.2017, 17:57 Uhr
  • 0
Emil - Super, ganz toll -
  • 20.04.2017, 18:59 Uhr
  • 1
@Bernd: Leider wird wohl jede Lehre nach dem Tod des Stifters aus taktischen Gründen verändert, das ist richig. Auch das Neue Testament wurde gekürzt, damit es in die gängige Lehre paßte (apogryphe Schriften, Qumran etc). Außerdem wurde es ja erst Jahrzehnte nach dem Tod des Bringers nach Augenzeugenberichten von verschiedenen Autoren aufgeschrieben. Jeder Richter stöhnt über die Unzuverlässigkeit der Augenzeugen.
Trotz allem ist im Alten und Neuen Testament ein ethischer Kodex zu finden, der, würde man sich danach richten, eine Veredelung der Menschheit bewirken würde.
Nach wie vor: Es liegt nicht an der Bibel. Es liegt an den Menschen.
  • 20.04.2017, 22:02 Uhr
  • 1
Es liegt immer an den Menschen und das ist ja das Übel welches ich oben beschrieb. Eine Lehre kann noch so gut und richtig sein, sie wird doch immer von den Opportunisten vernichtet werden. Siehe Menschheitsgeschichte.
  • 21.04.2017, 10:42 Uhr
  • 1
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Die Strafe in Deutschland ist lächerlich ! Die Verbrecher werden mit Geldbussen bestraft, die haben aber mit dem Geld kein Problem, sie haben es, und werden sich welches auf gleiche Art wieder beschaffen. Und wer ins Knast kommt freut sich auf Erholungsurlaub ! Das einzige was sie da zu bemängeln haben, sie bekommen im Fernsehen nicht alle Programme. Habe ich erlebt als ich im Knast zu dolmetschen eingeladen wurde .... Aber wenn jemand ein Apfel auf dem Markt klaut, ja dass ist schon was schlimmes ! Wenn ein Elternteil seinem frechen pubertierendem Sprössling den Hintern versohlt, geht Teeni oder ein Nachbar zum Jugendamt, und dann können die Eltern sehen was sie davon haben !! Die Gesetze züchten sich die kleine
Verbrecher. Aber Gerechtigkeit gibt es sowieso nicht . Falls es sie mal gab, ist sie schon ewig tot.
Schön dein Beitrag Bernd !!
  • 20.04.2017, 17:17 Uhr
  • 2
Freut mich meine Gudsde, das er Dir gefallen hat.
Ja es ist schon seltsam das alles
  • 20.04.2017, 17:18 Uhr
  • 1
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Strafe ist auf jeden Fall nicht jemanden in sein Heimatland ab zu schieben wo er bei der Oma leben kann nachdem er in Deutschland eine "Körperverletzung mit Todesfolge" begangen hat - Fall Tunce
  • 20.04.2017, 17:00 Uhr
  • 1
Das hat Bernd ganz sicher damit nicht gemeint. Er meinte vielmehr die etwas "kleinere" Verbrechen, für die sollte der Täter unbedingt zurück geschickt werden, mit dem Passvermerk: Einreise nach Deutschland für immer unerlaubt !!
  • 20.04.2017, 17:08 Uhr
  • 2
Da bin ich voll dafür
  • 20.04.2017, 17:09 Uhr
  • 2
Oder in sein Heimatland schicken und dort nach deren Gesetzen bestrafen.
  • 20.04.2017, 17:20 Uhr
  • 3
Ironie an : Es war einmal". Ironie aus.
Wir werden dass leider nicht mehr erleben.
  • 20.04.2017, 17:25 Uhr
  • 2
Entweder wir führen strengere Strafen ein oder die anderen führen die Scharia ein wenn sie es geschafft haben
  • 20.04.2017, 17:27 Uhr
  • 1
Nein lieber Bernd .... dort werden die Kapitalisten noch beschimpft für die Unrecht ! Ich war mit meiner deutschen Freundin 2 Wo in Zadar an der Adria. Und als wir unsere Sachen vom Strand mitnehmen wollten, sagten uns
die andere Deutsche dass wir das nicht brauchen, hier wurde noch nie etwas entwendet ! Merine Freundin glaubte es nicht, aber so war es. Ich habe mich dann
darüber mit den Einheimischen unterhalten. Sie erzählten das es eine Zeit lang auch geklaut wurde, aber dann hat die Militz die Leute so verprügelt, dass sich das rum gesprochen hat und es passierte nie wieder !! Hier jedoch wird ein Polizist bestrafft wenn er nur Hand hebt auf einen Sträfling ! es geht um Menschenwürde !!! Unser einer darf sich beklauen, bespucken, verhauen und sonst was lassen ,
unsere Menschenwürde wird nicht gesehen !
  • 20.04.2017, 17:30 Uhr
  • 3
  • 20.04.2017, 17:31 Uhr
  • 0
In D wird zu viel diskutiert und zu wenig getan die Gesetze gelten für alle gleich nur manche sind "gleicher".
  • 20.04.2017, 17:35 Uhr
  • 3
  • 20.04.2017, 17:37 Uhr
  • 1
Gerechte Strafe: Merkel in die Türkei verbannen!!!
  • 21.04.2017, 09:55 Uhr
  • 0
Dietmar, du bist zu brutal !
  • 21.04.2017, 10:00 Uhr
  • 0
Im übrigen ist gleiches Recht für alle Unrecht.
  • 21.04.2017, 10:35 Uhr
  • 0
Geht hier jetzt nicht einiges am Hauptthema vorbei?
  • 21.04.2017, 18:35 Uhr
  • 1
Hauptthema: Gerechte Strafe für die Kanzlerin wegen Herumpfuschens......
  • 21.04.2017, 21:18 Uhr
  • 0
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