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Die positiven Auswirkungen von Haustieren auf ihre Halter

Die positiven Auswirkungen von Haustieren auf ihre Halter

Service Tipp
30.05.2017, 09:14 Uhr
Beitrag von Service Tipp

Der Hund ist bekanntermaßen der beste Freund des Menschen. Er dient vielen als treuer Begleiter im Alltag. Ob Hund, Katze, Meerschweinchen oder Vogel – Haustiere sind allgemein gern gesehene Mitbewohner. Und das absolut zurecht, schließlich haben sie auf ihre Halter sehr positive Auswirkungen, die schon vielfach wissenschaftlich belegt wurden.

Dank Haustier voll im Leben – Psychische Effekte


Allein schon die Anwesenheit eines Haustiers wirkt sich positiv auf das Gemüt des Besitzers aus. Nicht ohne Grund bezeichnen viele Haustierhalter ihre kleinen Freunde auch als „Balsam für die Seele“. Tiere geben ihren Besitzern das Gefühl, gebraucht zu werden. Man muss sich um sie kümmern, sie füttern, pflegen und für ihre Gesundheit sorgen. Gerade für Menschen, die alleine leben, deren Kinder ausgezogen sind oder die bereits aus dem Arbeitsleben ausgestiegen sind, kann das sehr wohltuend sein. Haustiere verschaffen ihnen eine wichtige Aufgabe, der sie Tag für Tag nachkommen müssen.
Zudem vertreibt ein Haustier die Einsamkeit, denn es leistet Gesellschaft und ist immer da. Es erwartet seinen Halter freudig, wenn er nach Hause kommt. Und auch, wenn es nicht mit Worten reagieren kann: Wer alleine lebt, hat mit einem Haustier gewissermaßen auch immer jemanden zum „Reden“. Erlebnisse und Sorgen können dem Hund oder der Katze mitgeteilt werden. Aber auch Haustiere wie Fische oder Schildkröten können zu treuen Freunden werden.
Wer einem Tier, mit dem man sich richtig beschäftigen kann, ein Zuhause schenkt, profitiert noch viel stärker von ihrer positiven Wirkung. Denn die Zutraulichkeit einer Katze oder eines Hundes und das fröhliche Zwitschern der Vögel beruhigen in stressigen Situationen und heitern bei schlechter Laune auf. Das Streicheln über das weiche Fell eines Tieres schüttet Glückshormone aus und vertreibt damit zusätzlich den Stress. Und auch das zufriedene Schnurren einer Katze hat eine beruhigende und entspannende Wirkung.
Dank dieser positiven Effekte auf die menschliche Psyche können Tiere sogar vor Depressionen schützen. Denn durch die Fütterungszeiten und das Gassi-Gehen strukturieren Haustiere den Tag ihrer Besitzer, sodass diese davon abgehalten werden, sich hängen zu lassen, selbst wenn es ihnen mental nicht gut geht. Stattdessen schaffen sie oft neue Motivation, sich aufzurappeln und am Leben teilzunehmen.
Gerade Hunde fördern außerdem den Kontakt zu Mitmenschen. Beim Spazierengehen kommen selbst kontaktscheue und zurückhaltende Menschen schnell ins Gespräch, woraus nicht selten Freundschaften oder sogar Partnerschaften entstehen.
Die Anwesenheit von Tieren hat oft auf alte und beeinträchtigte Menschen eine positive Wirkung. Aus diesem Grund werden Demenzkranke oder durch einen Schlaganfall gehandicapte Menschen immer häufiger mit Therapiehunden behandelt. Die Patienten reagieren freudig und aufmerksam auf die Vierbeiner. Sie erfahren, wie ungezwungen die Tiere auf sie zugehen und ihre Zuwendung genießen. Viele Seniorenheime bieten solche tiergestützten Therapien an. Auch Katzen und Vögel werden zu diesem Zweck eingesetzt.


Gut für Herz und Blutdruck – Physische Effekte


Haustiere können sich neben dem allgemeinen Wohlbefinden auch positiv auf den Körper ihrer Besitzer auswirken. Hundebesitzer bleiben dank der regelmäßigen Spaziergänge fit, denn das Gassi-Gehen ist förderlich für die Gesundheit.
Bereits 150 Minuten Bewegung in der Woche reichen aus, um das Herz-Kreislauf-System zu verbessern. Außerdem beugt das vielen Krankheiten vor, da die frische Luft das Immunsystem nachhaltig stärkt. Dadurch sind Hundebesitzer seltener krank und besser gegen Grippeinfekte und dergleichen gewappnet. Forscher haben ebenso nachgewiesen, dass sich Hundehalter schneller von Krankheiten erholen.
Generell verlaufen bei Tierhaltern Genesungsprozesse meist schneller. Sie tragen schließlich die Verantwortung für ihre Tiere. Es ist ihre Aufgabe, dass ihre Tiere richtig versorgt und umsorgt werden. Aus diesem Grund sind sie sehr bemüht, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen, anstatt über ihren Gesundheitszustand zu jammern.
Pferdebesitzer können sich ebenfalls über gesundheitsförderliche Effekte freuen. Denn auch sie müssen regelmäßig nach den Tieren schauen und dafür zwangsläufig die eigenen vier Wände verlassen.
Doch nicht nur Pferde und Hunde sind gut für die Gesundheit des Menschen. Auch viele andere Haustiere leisten ihren Beitrag. Vor allem Kleintiere wie Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen oder Katzen helfen dabei, die Herzfrequenz und den Blutdruck ihrer Halter langfristig zu senken. Dadurch werden Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut, was sich wiederum positiv auf die Laune und die Belastbarkeit auswirkt.

Haustiere für Kinder – Allergien vorbeugen


Für die Gesundheit von Kindern sind Haustiere ebenfalls förderlich. So beugt ein frühzeitiger Kontakt mit Tieren Allergien vor. Das gilt für Allergene, die die Luft in das Immunsystem gelangen, also Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare. Kinder, die in einem Haushalt mit Tieren aufwachsen, haben ein um bis zu 50 Prozent geringeres Risiko, Allergien zu bekommen, als Kinder, die ohne Tierkontakt aufwachsen.
Vor allem die ersten Lebensjahre sind entscheidend. Denn in dieser Zeit bildet sich das Immunsystem aus und gewöhnt sich an die Allergene, die über die Tiere transportiert werden. Dadurch wird es auch unempfindlicher gegenüber Pollen und Hausstaub.
Außerdem lernen Kinder über den Umgang mit Haustieren, Verantwortung zu übernehmen und entwickeln ein ausgeprägteres Einfühlungsvermögen für Tiere und Menschen. Das ist besonders dann der Fall, wenn sie Tiere haben, die sie auf den Arm nehmen, streicheln und mit denen sie sich beschäftigen können.


Artgerecht und mit passender Ernährung – Die richtige Haltung


Grundsätzlich sind Haustiere liebevoll und mit Respekt zu behandeln. Schließlich sind sie empfindsame Lebewesen, um die man sich als Halter entsprechend ihrer Bedürfnisse kümmern muss. Ein Haustier zu halten, kann daher mitunter aufwendig und zeitintensiv sein. Das sollte vor allem Eltern bewusst sein, die ein Haustier für ihr Kind anschaffen wollen.
Besonders Hundebesitzer sind gefordert, da Bello regelmäßig seinen Auslauf verlangt. Hunde müssen erzogen und wie die meisten typischen Haustiere jeden Tag versorgt werden. Bei Haustieren, die zu mehreren gehalten werden, ist auf eine artgerechte Haltung zu achten. Das gilt besonders für Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen.
Die Käfige für Kleintiere wie Kaninchen und Vögel sollten unbedingt groß genug und richtig ausgestattet sein. Beispielsweise bei der artgerechten Haltung des Kanarienvogels, einer der Lieblinge vor allem bei Kindern, kommt es auf den Standort des Käfigs an. Dieser sollte nicht zu laut sein und keine ständig schwankenden Temperaturen haben. Der Käfig sollte daher nicht direkt neben dem Fernseher oder in der Küche stehen.
Meerschweinchen können sowohl im Haus als auch in einem geeigneten Außengehege gehalten werden. Beim Käfig ist darauf zu achten, dass er ausreichend Platz für die kleinen Nager bietet. Da es sich bei Meerschweinchen um gesellige Tiere handelt, sollte der Käfig groß genug für mindestens zwei Tiere sein.
Auch Kaninchen brauchen viel Platz in ihrem Käfig. Sie sollten ebenfalls mindestens zu zweit gehalten werden. Ansonsten vereinsamen die Tiere und erkranken schnell. Für Kaninchen und Meerschweinchen sind viel frische Luft und gute Lichtverhältnisse sowie eine gute Stallhygiene wichtig.
Die richtige Ernährung der pelzigen oder gefiederten Freunde ist unerlässlich. Bei Katzen und Hunden gibt es längst mehr als fertiges Nass- und Trockenfutter. Wellensittiche und Kanarienvögel sind zufrieden, wenn sie eine gute Körnermischung und etwas Grünfutter bekommen und einen Kalkstein mit wichtigen Mineralien und zum Schnabelwetzen im Käfig haben.
Kaninchen und Meerschweinchen haben ständig nachwachsende Zähne. Für die richtige Fütterung brauchen sie Nahrungsmittel, an denen sie ihre Zähne abwetzen können. Frisches Grünfutter und Rohkost sollte neben ihrem Trockenfutter und Heu fest zur Ernährung gehören.
Bei Zierfischen kommt es sehr auf die jeweilige Art an, welches Futter das richtige ist und welches Wasser sie benötigen. Man kann nicht jede Fischart wahllos miteinander kombinieren. Daher ist bei der Auswahl und Anschaffung der kleinen Schwimmer Vorsicht und viel Wissen gefragt. So sollten Schwarmfische, wie der Name schon sagt, keinesfalls einzeln oder nur in kleinen Gruppen gehalten werden. Das schadet ihrer Gesundheit, da sie unter Dauerstress stehen und anfälliger für Krankheiten werden.

Fazit


Wer sein Haustier gut behandelt, artgerecht hält und mit den richtigen Nahrungsmitteln versorgt, der wird viel Freude an seinem Tier haben. Im Gegenzug belohnt das Haustier seinen Besitzer mit positiven Auswirkungen auf dessen Leib und Seele.

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