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Mann (38) verklagt Lidl - Discounter lässt geparkten Wagen abschleppen und v ...

Mann (38) verklagt Lidl - Discounter lässt geparkten Wagen abschleppen und verschrotten

News Team
25.07.2017, 09:09 Uhr
Beitrag von News Team

Eigentlich war es keine große Sache. Der frühere Football-Profi Richard Yancy (38) brachte seine Mercedes A-Klasse in eine Werkstatt in der Sonnenallee in Berlin. Das Schiebedach sollte repariert werden. Einige Tage später war das Auto nur noch Schrott.

Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, stellt die Werkstatt den Wagen wegen Platzmangels auf dem angrenzenden Lidl-Parkplatz ab. Als das Auto dort plötzlich nicht mehr stand, erhielt Yancy einen Anruf, ob er seinen Wagen wohl abgeholt hätte. Hatte er nicht. Der 38-Jährige kontaktierte den Discounter, die Polizei und Abschleppdienste und fand heraus: Die 1999er Mercedes A-Klasse wurde im Auftrag von Lidl abgeschleppt.

Die haben mir gesagt, er sei heute abgeschleppt und verwertet worden. Er ist in der Presse.

Schadenersatzklage abgelehnt

Yancy, der den Wagen von seiner Mutter übernommen hatte, verklagte den Discounter auf 6000 Schadenersatz. Das Landgericht lehnte dies zunächst ab. Vor dem Kammergericht ging der Ex-Sportler schließlich in Berufung. Dort verlor er erneut. Nach einem Streit hatte sein Anwalt das Mandat niedergelegt und Yancy durfte sich nicht äußern. "Sie stehen ein bisschen dumm da", sagte die Richterin nach dem Versäumnisurteil.

Dennoch hat Yancy gute Chancen auf eine Entschädigung. Zwar sei die Forderung von 6000 Euro "aberwitzig". Die Richterin erklärte aber, dass Lidl nicht befugt war, das geparkte Auto zu verschrotten. "Melden Sie an Lidl weiter, dass es so nicht geht", sagte sie dem Anwalt des Discounters.

Lidl-Anwalt spricht von "Autoschieber-Sache"

Dieser hält die ganze Geschichte für eine "Autoschieber-Sache". Der Mercedes habe kein Kennzeichen mehr gehabt, sei seit einem halben Jahr abgemeldet gewesen. Zudem habe ein alter Weihnachtsbaum darin gelegen. Es sei überhaupt nicht klar, ob Yancy überhaupt der Eigentümer sei.

Auf Nachfrage des "Berliner Kuriers" wollte sich der Anwalt jedoch nicht weiter äußern. Der Ex-Sportler war auskunftsfreudiger. Er sagte, das Auto sei über die Firma eines Freundes gelaufen.
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