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Hebammen beklagen Spar-Wahn! "Krankenhäuser weisen Schwangere mit Wehen ab"

Hebammen beklagen Spar-Wahn! "Krankenhäuser weisen Schwangere mit Wehen ab"

News Team
23.11.2016, 16:22 Uhr
Beitrag von News Team

Wie der Spiegel Online schreibt, verzichten Krankenhäuser reihenweise auf ihre Säuglings-Stationen. Der Grund ist erschreckend simpel: zu hoher Kostendruck. „Ein Drittel der Krankenhäuser in Deutschland macht Verluste. Vielfach bleibt den Häusern nichts anderes übrig, als die personalintensive Geburtshilfe-Station zu schließen“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKGEV), Georg Baum.

Trotz nur schwach sinkender Geburtenrate wurden deutschlandweit seit 1991 rund 40 Prozent aller Kreissäle geschlossen. Aktuell sind viele ländliche Regionen von den Schließungen betroffen. Anwohner müssen für eine medizinische Versorgung in manchen Gegenden weit mehr als 50 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Zuständige Hebammen wandern ab oder orientieren sich neu.

Fast die Hälfte aller Anfragen von Schwangeren in den Kliniken ohne Geburtshilfe-Station muss abgelehnt werden. Es mangelt an Fachpersonal, Gynäkologen und Hebammen in den betroffenen Regionen. Der Hebammenverband schlägt Alarm.

Es ist eine dramatische Entwicklung, vielerorts müssen Kliniken ihre Kreißsäle vorübergehend schließen. Frauen, die mit Wehen vor der Tür stehen, werden abgewiesen.

Das sagt die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk.

Auf den Inseln Sylt, Föhr und Fehmarn in Schleswig- Holstein versuchen die Krankenkassen die Situation anhand eines Boarding-Konzepts in den Griff zu kriegen. Dieses erlaubt werdenden Müttern, sich nach Absprache mit dem jeweiligen Geburtshelfer zwei Wochen vor errechnetem Geburtstermin auf dem Festland ein Zimmer für den Ernstfall zu blocken.

Martina Klenk hält wenig von dieser Maßnahme, denn kaum ein Kind kommt zum errechneten Termin zur Welt. Ihr Vorschlag: ein mindestens vierwöchiges Zeitfenster. Das Problem hierbei, es wird kaum Mütter geben, die so weit im Voraus den Alltag und die Familie für den Neuankömmling verlassen können.

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1 Kommentar

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Also - zurück zur Natur : Ich habe meine 3 Söhne zu Hause bekommen,
mit meiner Mutter und einer Hebamme, - habe einen Sohn während der Geburt fotografiert - ein tolles Erlebnis - danach mit den Beiden ein Glas Sekt getrunken ... alles das kann man nicht in der Klinik
Am nächsten Tag zur U 1 gefahren mit dem Bus ...
  • 23.11.2016, 17:04 Uhr
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