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Weihnachten das Fest der Liebe

23.12.2016, 19:50 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Mami was ist Weihnachten ?
Claudi ist über diese merkwürdige, von ihrem fünfjährigen Söhnchen Sascha, auch liebevoll Saschi von ihr genannt, gestellte Frage doch etwas irritiert. Weiß sie es doch selber nicht so genau, was Weihnachten eigentlich ist und was es sonst noch bedeutet. Menschen beschenken sich halt gegenseitig, aber warum eigentlich und warum gerade zu Weihnachten ?
Um den Geburtstag eines Kindes zu feiern. das man Jesuskind nennt. der aber auch schon viele Jahre her ist. Daran erinnert sich Claudi noch aus ihrer eigenen Kindheit, die aber so lange auch noch nicht her ist. Und darum ist ihre Antwort auch keine wirklich gute Antwort, auf diese tiefsinnige Frage ihres kleinen Sohnes. Auf die sie, umso mehr sie darüber nachdenkt auch keine bessere Antwort geben kann.
Aber Saschi, versucht es Claudi dennoch mit liebevoller Stimme, Saschi und sich selber, es ein kleines bisschen zu erklären. Also, Weihnachten, so beginnt sie mit ihrer sanften Schmeichelstimme, da kommt doch das Christkind zu den Menschen und bringt die vielen schönen Geschenke für die Kinder, die immer schön lieb und brav gewesen sind. Und es ist auch das Fest der Liebe, unter den Menschen, wo alle Menschen sich lieben wollen.
Zumindest für ein paar Tage denkt sie weiter, was sie ihrem Söhnchen, aber nicht mehr sagt.
Saschi, der gerade dabei ist vieles durch viele Fragen, die sich in seinen noch jungen Gedanken, alle so herum tummeln zu hinterfragen. Mamas Antwort, war da doch etwas zu ungenau, denkt er, und auch nicht besonderes zufriedenstellend, so denkt er weiter.
Obwohl er doch, ungenau und zufriedenstellend, noch gar nicht denken kann, ist es ihm aber so in seinen Gedanken. Er ist nicht so richtig zufrieden mit der Antwort seiner Mami und schaut sie mit einem alles fragenden Blick aus seinen großen blauen Augen etwas traurig an und fragt weiter. "Mami ? magst du mich denn nur zu Weihnachten? Claudi erschauert über diese Frage. In ihrer Brust macht sich ein merkwürdiges enges Gefühl breit. Etwas legt sich um ihren Hals und schnürt ihr fast die Kehle zu. Sie ringt nach Atem als sie ihren Sohn liebevoll in ihre Arme nimmt. Leise und kaum hörbar sagt sie mit belegter Stimme. Nein mein Schatz, Mami liebt dich doch immer, an jedem Tag und jede Nacht. Ihren Sohn dabei fest an sich drückend beginnt sie leise zu weinen. "Mami ?" fragt Sascha leise weiter" und Papi, magst du ihn auch an jedem Tag und in jeder Nacht?
Claudi konnte nicht mehr inne halten, heiße Tränen liefen ihr aus ihren schönen blauen Augen, in großen Tropfen ihre Wangen runter. Claudi drückt ihren Sohn noch fester an sich. Sie möchte aufhören, mit dem Weinen aber es gelingt ihr einfach nicht. >Oh mein Gott< denkt Claudia, warum stellst du mir gerade jetzt, solche Fragen. Ja doch mein Schatz, sagt Claudi nach einer Weile des Schweigens, Mami liebt euch beide, an jedem Tag und jede Nacht"
"Mami"? Fragt Sascha nach einer Weile und ihr dabei seine Arme fest um ihren Hals schlingt und ihr kaum noch Luft zum Atmen lässt. und Bello, magst du ihn auch so wie mich und Papi? Claudia nickt, was sie gerade noch kann. Dann löst sie sich langsam und behutsam aus der Umklammerung ihres Sohnes und schaut ihn liebevoll aus ihren verheulten Augen an. "Ja mein kleiner Liebling " sagt sie mit einer Stimme die wieder fester geworden ist" Mami liebt euch alle, auch Bello und Pilgrim.“
Bello, ein kleiner Mischling aus der Gattung zweier nicht eindeutig definierbarer, unter den kleinen Hundis, ist für Claudi auch schon mal ein kleiner Anlass, nicht ganz so lieb zu sein.
Und Pilgrim die zwölfjährige Pussycat Lady, na ja, auch die hat auch schon so einiges ausgefressen. Aber nicht nur ihren Fressnapf.
Aber darüber denkt Claudi, jetzt eigentlich gar nicht nach. Ihre Gedanken sind bei Jens, ihrem Mann. Liebe ich ihn denn wirklich noch ? Denkt sie weiter, so sehr, wie ich ihn damals nach unserem ersten Tanz geliebt habe? als wir beide tanzten, nach der Musik unseres liebsten Songs, eng umschlungen und die Welt sich mit uns drehte. Seine wunderschönen braunen Augen, die nur sie um sich herum sahen.


Diese Frage beschäftigt und quält sie nun schon seit vielen Wochen.
Liebt er mich noch so, wie er mich damals, so sehr liebte. denkt sie fragend weiter und die Tränen beginnen wieder, in ihren Augen zu brennen.
In ihren Gedanken versunken bemerkt sie nicht, dass sie ihren schwer gewordenen Kopf, auf Saschas Kopfkissen nieder lässt, ihre Beine hoch zieht und sich langsam ihre Augen schließen.
Ihre Gedanken reisen zurück in die Vergangenheit. Es ist Sommer vor sieben Jahren. Sie ist mit ihrer besten Freundin Gabi zu einer Gartenparty eingeladen worden. Viel junges Volk feiern den einundzwanzigsten Geburtstag von Jens, der ein Jahr später, endlich ihr geliebter Mann sein wird. Sie hatte sich total in ihm verknallt, schon als sie ihn damals zum ersten Mal sah.
Auch Jens rempelte fast mit einem Freund zusammen, als sich ihre Blicke trafen. Ihre schönen blauen Augen und ihr Lächeln als sie es bemerkte, dass sein Blick wie gefesselt an ihr hing. Aus den Lautsprechern der Stereo Anlage klang gerade Claudis liebster Song
The Power of Love, sie nickte ihm zu, er nickte zurück und schien ihr zu sagen, komm zu mir und lass uns Tanzen. Er nahm sie wortlos in die Arme und schaute ihr wie verzaubert in ihre wunderschönen Augen. Sie lachte nur, aber es war ein Lachen wie es nur Frauen können, die sich gerade Verlieben. Claudi legte ihren Kopf an seine Brust, hört nichts mehr außer den Sound ihres Songs und den Herzschlag in Jens Brust, wild und laut. Sie wusste auf einmal, dieser Mann wird ihr Schicksal werden. Diesen Mann will sie haben, nur ihm alleine will sie sich ganz hin geben. Er soll der Vater ihrer Kinder werden.
Claudi schreckt aus ihren Träumen hoch, Jens steht vor ihr und sieht sie lange und schweigend an. Dann setzt er sich zu ihr auf das Bett, nimmt ihre Hände in seine Hände.
Saschi, so beginnt er leise zu sagen, er hat mich gestern danach gefragt, was Weihnachten bedeutet.
Claudi schaut Jens tief in die Augen. Und was hast du ihm gesagt, will Claudi nach einiger Zeit, tief in Jens Augen schauend, von ihm wissen. Jens überlegt einen kurzen Augenblick,ehe er weiterspricht.Ich habe ihm gesagt, Jens schluckt, ich habe ihm gesagt, spricht Jens mit belegter Stimme weiter, Weihnachten ist das Fest der Liebe, da kommt das Christkind geflogen und schenkt allen Kindern was sie sich wünschen. Claudi schaut Jens aus ihren großen Augen erwartungsvoll an. Und, was hat er sich gewünscht, fragt auch sie mit leiser Stimme. Er hat nur einen Wunsch genannt, sagt Jens ganz leise, er wünscht sich das seine Mami und Papi sich auch wieder ganz, ganz lieb haben sollen.
Claudi schaut Jens mit Tränen in ihren Augen lange an, dann legt sie ihre Arme um Jens Hals, zieht sich ganz nah an sich heran und verschließt seinen Mund mit ihren Lippen, die nach Liebe und nach Hoffnung schmecken. Meinst du nicht auch, sagt sie nach einer Weile, diesen Wunsch kann das Christkind bestimmt erfüllen.Jens nimmt Claudi ganz fest in seine Arme und flüstert leise, ja mein Liebling diesen Wunsch will auch ich ihm wahnsinnig gerne erfüllen.

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5 Kommentare

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Weihnachten, das Fest der Liebe ?
Machen wir uns dan nichts vor ???
  • 24.12.2016, 17:01 Uhr
  • 0
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Wunderschön
  • 23.12.2016, 20:59 Uhr
  • 1
Danke mein Schatz
  • 23.12.2016, 21:01 Uhr
  • 1
Ist ja auch so schön geschrieben, mein Schatz
  • 23.12.2016, 21:24 Uhr
  • 1
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  • 23.12.2016, 20:12 Uhr
  • 0
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