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2040 - Ein neuer Termin für den Weltuntergang?

2040 - Ein neuer Termin für den Weltuntergang?

29.05.2016, 17:31 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Jehovas Zeugen sind mittlerweile sehr gut bekannt dafür, dass sie in regelmäßigen Abständen den Weltuntergang vorhersagen.
Trafen diese Aussagen jemals ein? Kein einziges Mal!!! Wir sprechen hier also von einer Ausfallquote von sage und schreibe 100% !!!
Doch anstatt aus ihren Fehlern zu lernen, machen sie munter weiter. Sie rühmen sich sogar ihrer Taten.
Hier ein Auszug aus ihrer Zeitschrift: "Wenn ein Rettungsschwimmer von einem Wachturm aus die Badenden beobachtet, kann es passieren, dass er auch mal falschen Alarm gibt. Doch schon das nächste Mal könnte seine Wachsamkeit Leben retten."
... 'schon mal falschen Alarm gibt' ....
Eine interessante Ausdrucksweise in Anbetracht der Tatsache, dass die Zeugen bis jetzt immer falschen Alarm gaben.
Um einmal bei der Analogie eines Rettungsschwimmers oder Wächters auf einem Turm zu bleiben. Was würde wohl mit solchen Personen geschehen, die immer und immer wieder falschen Alarm geben? Würde man ihnen im Fall eines wirklichen Alarms Aufmerksamkeit schenken?

Ein Zeuge Jehovas schrieb hier in einem kopierten Themenbeitrag: "Jehova möchte, dass seine Anbeter Prophezeiungen verstehen und Nutzen davon haben."
Welchen Schluss kann man aus dieser Aussage ziehen? Das Jehovas Zeugen ganz offensichtlich nicht zu seinen Dienern gehören - sonst würden sie seine Prophezeiungen verstehen und keinen falschen Alarm geben.
Welchen weiteren Grund kann man noch anführen? Gemäß der Aussage der Zeugen sollte ein Diener Jehovas vertrauenswürdig sein. Trifft das auf Jehovas Zeugen zu? Tatsächlich mag das auf viele Lebensbereiche zutreffen. Wie ist es aber um die Glaubenslehre bestellt? Da sieht es mit der Vertrauenswürdigkeit ganz anders aus.
Der oben zitierte Artikel fährt folgendermaßen fort: "Jehova sagte die Verödung Jerusalems und die Deportation der Juden nach Babylon voraus. Sie sollten „dem König von Babylon siebzig Jahre dienen“. 607 v. u. Z. wurde Jerusalem vom babylonischen Heer zerstört und die Juden wurden tatsächlich nach Babylon weggeführt."

Diese Aussage widerspricht archäologischen und geschichtlichen Erkenntnissen. Für die Zerstörung wird von Wissenschaftlern einstimmig ein Datum angegeben welches 20 Jahre später stattfand. Zeugen Jehovas wissen das. In einer entsprechenden Fußnote wird der Leser sogar darauf aufmerksam gemacht: "Anmerkung: Keiner der hier zitierten Wissenschaftler ist der Ansicht, dass Jerusalem 607 v. u. Z. zerstört wurde."
Des weiteren wird ausgeführt: "Die biblische Chronologie deutet stark auf das Jahr 607 v. u. Z. hin."
Die Wendung 'deutet stark ... hin' ist hier im Gegensatz zur Aussage der Wissenschaft, die sich auf Tatsachen stützt, eine Möglichkeitsform.
Warum sehen sich Zeugen Jehovas wider besseren Wissens genötigt, Geschichtsfälschung zu betreiben?
Der oben zitierte Artikel gibt wiederum die Antwort: "Betrachten wir jetzt, was in Gottes Wort über das Königreich vorhergesagt wurde. Gemäß der biblischen Prophetie sollte es 1914 im Himmel aufgerichtet werden."
1914 war schon ein Thema bei Adventisten und Zeugen Jehovas noch bevor durch Ausgrabungen das Jahr der Zerstörung Jerusalems ermittelt wurde. Das von den Zeugen und Adventisten errechnete Jahr 1914 konnte allerdings nur auf der Basis von 607 vor Christus bestehen bleiben.
Die Adventisten wandten sich von der Lehre über 1914 ab; die Zeugen entschlossen sich, diese Lehre mit aller Macht voranzutreiben - mit fatalen Auswirkungen.

Jetzt, wo schon über hundert Jahre vergangen sind und es ist immer noch nichts passiert, kommt der Führungsstab der Zeugen Jehovas natürlich in Erklärungsnot. Bis in die 80iger und 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts konnte man die Annahme von einer Generation die im Mittel 70 Jahre alt werden würde, noch halten.
Spätestens aber im neuen Jahrtausend erkannte man, dass man das den eigenen Jüngern nicht mehr so verkaufen konnte. Was tat man?
Man erfand ganz einfach den Begriff der 'überlappenden Generation'. Was sagt das im Einzelnen aus? In kurzen Worten ausgedrückt bedeutet das: Wenn ich (aber nur als Gesalbter) jemanden (wiederum gesalbt) gekannt habe, der 1914 ganz bewusst miterlebte, falle ich in die Kategorie dieser überlappenden Generation.
Absurd, nicht wahr?
Aber der Großteil der Zeugen Jehovas hat die Pille geschluckt.
Und schon haben diese Pillenschlucker wieder angefangen, Berechnungen anzustellen. Gemäß der Aussage der Leitenden Körperschaft fand das 'Überlappen' irgendwann in den 90iger Jahren statt. (Wie sie auf dieses Jahr kommen, ist mir allerdings schleierhaft).
Aufgrund dessen begann man zu kalkulieren: Wenn jemand in den 90iger Jahren mit ca. 30 - 40 Jahren seine Salbung erhält, wäre er in den 2040igern so um die achtzig Jahre alt.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Führung auf diese Rechnung einging und sich extra die Mühe machte, auf ihrem Broadcasting Kanal ein entsprechenden Video zu veröffentlichen.
Aufschlussreich an diesem Video ist, dass man diese Rechnung nicht kategorisch ablehnte sondern sie allenfalls als 'spekulativ' bezeichnete.
Die Führung hat also aus dem Disaster von 1975 lediglich gelernt, sich nicht auf ein genaues Jahr festzulegen.
Allerdings hält sie es nach wie vor nicht für notwendig, wirkliche Korrekturen an ihrem Lehrgebäude vorzunehmen....


Wer sich das Video mal gerne anschauen möchte: (dauert nicht lange)
https://tv.jw.org/#de/video/VODProgr...511_3_VIDEO

3 Kommentare

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Die Prophezeiungen dieser Sekte sind doch mittlerweile durch die Vielzahl derselben sowie des Nichteintretens dieser Ereignisse lächerlicher denn je.

Sie sollten einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass die Wissenschaft genau vorhersagen kann, wann unser Sonnensystem durch das Aufblähen zum Roten Riesen zu Ende gehen wird. E dauert halt noch einige Milliarden Jahre, falls nicht vorher ein Meteoriteneinschlag alles ein Ende bereiten wird.

Der Kosmos wird weiter bestehen bleiben und sich ständig ausdehnen, bis auch der letzte Stern in 100 Milliarden Jahre nicht mehr zu sehen sein wird - aber er bleibt bestehen...
  • 31.05.2016, 13:40 Uhr
  • 1
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irgendwie "niedlich" ---
  • 30.05.2016, 19:25 Uhr
  • 1
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Es ist halt mal ein komischer Verein...

Eine Satire aus dem Spiegel:Werbestrategie für Zeugen Jehovas beschlossen

Königreichssaalbesuch lohnt sich wieder / Gott verlost "Star Wars"-Kinokarten

Eine Gemeinde in Berlin dankt dem Herrn für den Kinostart der neuen "Star Wars"-Episode VII mit einem speziellen Gottesdienst.

Die Veranstalter, zwei aus der Ältestenschaft, kamen auf die Idee, als sie in der sechsten "Star Wars"-Episode folgende Bibelstelle wiedererkannten: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem" (Römerbrief 12, 21). Während des "Star Wars"-Gottesdienstes werden Filmausschnitte gezeigt und Filmmusik gespielt. Um an der Verlosung der Kinokarten teilzunehmen, muss man kostümiert sein oder mindestens ein "Star Wars"-Merchandisingprodukt vorweisen können.

Wie man erfahren hat, sind bereits jetzt drei weitere Gottesdienste aus der Reihe "Herr, wir danken Dir für dieses Produkt" geplant:

Beim Einkauf zweier Entsafter gestern Vormittag schlug bei beiden der Ältestenschaft gleichzeitig Psalm 107.9 im Gehirn ein: "daß er sättigt die durstige Seele und füllt die hungrige Seele mit Gutem". Sie sprachen darüber und entschieden, einen der nächsten Gottesdienste den tollen Küchengeräten zu widmen, die der Herr uns gegeben hat. Unter Gesängen des Gläubigenchors wird die neueste Bosch-Küchenmaschine vorgestellt, es gibt echte Bialetti-Espressomaschinen zu gewinnen.

Am Nachmittag dann klingelte in der kleinen Zeugen Jehovas Vereinigung das Telefon: "Wenn aber der HERR, dein Gott", so donnerte es aus dem Hörer, "deine Grenze erweitern wird, wie er dir verheißen hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen gelüstet, so iß Fleisch nach aller Lust deiner Seele. (5. Mose 12.20)." So sprach McDonald's und bot an, live in der Kirche Hamburger zuzubereiten sowie Gutscheine für McDonald's Holy Meat Menu zu verlosen - unter allen, die als Hamburger verkleidet beten.

Spät am Abend wurde noch eine VW-Verlosung klargemacht - dank Lukas 2.29: "HERR, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast." Jeder Königreichssaalbesucher, der Beweise für manipulierte Abgasmessungen anderer Autobauer als VW vorweisen kann, gewinnt dreihundert VW-Diesel. Während der Versammlung werden Auspuffgeräusche eingespielt.
  • 29.05.2016, 18:11 Uhr
  • 5
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