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Der Eingeweihte, Bd. 1 und 2

29.05.2016, 21:08 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Menschen begegnen einem oft zufällig, man vergisst sie oder man vergisst sie nie.
Mit Büchern erlebt man Ähnliches. Die beiden Bände „Der Eingeweihte“ schickte mir eine SB-Userin vor nahezu zwei Jahren, ich las sie, war fasziniert, legte sie beiseite, holte sie vor zwei Wochen wieder hervor und ging auf die Suche nach dem Autor, der sich im Buch als „Schüler des Meisters“ bezeichnet hatte.

Es stellte sich heraus, dass Cyril Scott, ein recht bekannter englischer Musiker, Pianist und Komponist, der als „englischer Grieg“ bekannt war, zum Kreis des englischen Meisters gehört hatte.
Er hinterließ etwa 400 Kompositionen und 40 Bücher, darunter eben auch diese 2 Bände, in denen er das Leben und Wirken eines Engländers (Justin Moreward Haig) darstellt.

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Der besondere Reiz liegt in der anschaulichen, lebendigen Beschreibung eines Menschen, dessen Wissen und Fähigkeiten die seiner Zeitgenossen weit übersteigen, weil er die höchste Entwicklungssstufe des Menschen erreicht hat, eben ein Meister (Mahatma) ist.

Dieser Meister erscheint nun in verschiedenen mondänen Salons im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts in London, erteilt Ratschläge und lässt die Gäste an seiner Weisheit teilhaben:

„Zufriedenheit ist eine Eigenschaft der Reife.“
„In eine bestimmte Konfession hineingeboren zu werden, ist gut – darin zu sterben, ist bedauerlich ...“
„Glaubensbekenntnisse sind Krücken.“
„Wenn mediale Fähigkeiten sich zeigen, spricht man von Erwachen ...“
„Glauben ist gut, verstehen aber besser.“
„Darum ist Liebe das Allerwichtigste auf der Welt.“
„Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.“
„Alles, was ihr im Äußeren sucht, ist Illusion.“
„Wer die Einheit allen Lebens und aller Wesen erkennt, für den kann es keine Einsamkeit, Menschenfeindlichkeit oder Unzufriedenheit geben.“
„Was der Mensch denkt, dem verhilft er zur Wirklichkeit.“
„Glück und Wissen sind nicht in der Welt, sondern nur in der eigenen Seele zu finden.“

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Aber JHM, der Eingeweihte, ist nicht nur ein Meister des Wortes, er überrascht den Kreis seiner Freunde und Bekannten mit Fähigkeiten, die im Allgemeinen als „unmöglich“ oder „außergewöhnlich“ bezeichnet werden.

So begrüßt er den späteren Verfasser des Buches – Cyril Scott – als jemanden, dem er vor 2000 Jahren in Ägypten begegnet sei. Er bezieht sich dabei auf die Lehre von der Reinkarnation, die selbstverständlich davon ausgeht, dass sich bestimmte Menschen immer wieder begegnen.

Er behauptet, eine Verwandte von Scott zu kennen, nennt ihren Namen, beschreibt sie, obwohl diese Frau vor 20 Jahren gestorben ist.
Damit sagt er, es könne Kontakte zwischen Lebenden und Verstorbenen geben.
„Den Tod gibt es nicht. Ich habe eine Ewigkeit vor mir.“ (S. 29)

Psychometrie, d.h. die Fähigkeit, anhand eines Gegenstandes etwas über den Besitzer auszusagen, gehört zu den „Stufen oder Trittsteinen“, auf denen ein Schüler Vertrauen lernt.

Hellsehen und Prophetie gehören natürlich auch hierher, und Justin Haig sagt über eine junge Frau, dass sie heiraten und in 3 Jahren geschieden sein werde – was eintritt.

Natürlich sieht er die feinstofflichen Körper des Menschen, den Astral-, Mental und Kausalkörper.

Eine ganz besondere Fähigkeit demonstriert er, als er sich von seinem Schüler Scott in London verabschiedet, um nach Amerika zu gehen.
Am Morgen nach seiner Abreise findet Scott einen Abschiedsbrief und eine Rose auf seinem Nachttisch im Schlafzimmer in seiner verschlossenen Wohnung. Eine Materialisation besonderer Art!

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Nachdem ich die Bücher vor zwei Wochen noch einmal gelesen und den Namen des Verfassers herausgefunden hatte, ging ich erneut auf Spurensuche. Ich wollte nun wissen, w e r dieser englische Meister war.

Das Konzept des 'Meisters' war mir seit langem bekannt, zumal ich ein paar Jahre lang Schülerin der ARKANSCHULE (Genf) war, die die 24 Bände der Alice Bailey als Lehrmaterial zugrundelegt. Dort hörte ich zuerst von Dhjwal Khul, einem Meister der Geistigen Hierarchie, der diese Bücher als Tibeter der in New York lebenden Engländerin telepathisch übermittelt hat. Da hörte ich auch die Namen von Kuthumi, St. Germain, El Morya, Hilarion und Sanat Kumara … und erfuhr, dass diese Meister auch Madame Blavatsky erschienen waren und sie veranlasst hatten, 1875 die Theosophische Gesellschaft in New York zu gründen.
Als ich nun im Internet nach Justin Moreward Haig „fahndete“, landete ich auf der Seite www.sanctusgermanus.net, um zu erfahren, dass auch JMH zu dieser Geistigen Hierarchie gehört.

Die Vorstellung, dass es eine Gruppe hoch entwickelter Wesen gibt, die auf der ätherischen Ebene existieren (Shamballa) und sich immer wieder unter die lebenden Menschen mischen, um ihren geistigen Horizont zu erweitern, um vielleicht auch größere Katastrophen abzumildern, könnte gerade in der gegenwärtigen Weltsituation neue Hoffnung aufkommen lassen.

© Edith ST

4 Kommentare

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Zu deinem Artikeln fällt mir gleich ein Buch ein: 1946 erschien das Buch "A Vörös Oroszlan" übersetzt "Der rote Löwe" von Maria Szepes in Ungarn...anfangs verboten...dann 1984 in Deutschland ein Bestseller....es beschreibt die Entwicklung einer Seele in Romanform.....absolutes MUSS...und ich verschenke es gerne...
  • 01.06.2016, 20:11 Uhr
  • 1
Der Name der Autorin klingt mir bekannt, den TItel kenne ich nicht.
Man hat mich ja hier auch wegen meines Enthusiasmus oft getadelt, aber ich finde, man erfährt so viel Wissenswertes von diesen "Meistern".
EIn anderes Buch ist von der Irina Tweedie, einer Engländerin, die in der Mitte ihres Lebens England verließ und bei einem indischen Meister (den ich nicht kenne), einfach nur "saß". Allein die Gegenwart veränderte sie so sehr, dass sie nach Jahren zurückkam und als ausgezeichnte Heilerin in der Schweiz arbeiten konnte.
Ich las auch dieses Buch beim ersten Mal ungläubig, beim zweiten Mal mit größerem Gewinn.

(Angela, ich bin jetzt seltener hier, weil ich eine neue schwierige Aufgabe habe )
  • 01.06.2016, 22:11 Uhr
  • 0
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Tolle Buchbesprechung! Mir gefallen diese Bücher sehr gut. Da sie sehr unterhaltsam geschrieben sind und von daher einen beträchtlichen Unterhaltungswert haben, verschenke ich diese Bücher oft - auch an Leute, die mit Esoterik nichts am Hut haben, aber dafür gerne gute Romane lesen. Man kann sie ja auch durchaus als Roman lesen - nur weil der Inhalt "echt" sein soll, büßen sie ja dadurch ihren Wert als "Gute Unterhaltung" nicht ein. Auch wenn man sie als Unterhaltung liest, hinterlässen sie doch das Gefühl von Autenzität und werden bei Menschen, die sich noch nicht mit solchen Thermen beschäftigt haben vielleicht doch das Bedürfnis wecken, sich doch damit zu beschäftigen. Die Bücher sind nicht "abgehoben" und der Inhalt hinterlässt keineswegs den Eindruck, dass der Autor im "Wolkenkuckucksheim" lebt. Da, wo die meinungen des "Eingeweihten" von der gängigen Moral abweicht, wird jeweils erklärt, warum das so ist, warum, sodass der Leser nachvollziehen kann, warum die Moral, die gerade n der "Mode" ist, nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Denkt man darüber nach, haben die Argumente dann auch Hand und Fuss und sind vom ethischen Standpunkt her auch liogisch richtig. Oft machen wir uns ja nicht die Mühe, zwischen Moral und Ethik zu unterscheide. Die Bücher "Der Eingeweihte" regen dazu an, dies zu tun. Und somit auch dazu, eigene Motive zu hinterfragen (und auch die anderer Menschen). Alleine dies und der beträchtliche Unterhaltungswert der Bücher machen diese schon zu einer Lektüre, die einerseits kurzweilig und unterhaltsam ist und andererseits zu unserer Entwicklung beitragen, da sie zum Hinterfragen anregen. Für mich ein Grund, diese Bücher praktisch auf die Liste der Bücher zu setzen, die ich gerne verschenke (auf dieser Liste stehen mehrere Bücher, sodass ich jeweils nach den Vorlieben des potenziellen Lesers aussuchen kann...unter anderem solche, die als "Romane" veröffentlicht wurden, wie z.B. "Einweihung" von Elisabeth Haich).
  • 01.06.2016, 17:06 Uhr
  • 1
Ja, Annette, die "EInweihung" habe ich vor Jahrzehnten auch verschlungen, obwohl mir der spirituelle HIntergrund noch ganz unbekannt war.

Für mich haben diese oben besprochenen Bände ein wichtiges Nachspiel gehabt.
Ich wollte mehr über den "EIngeweihten" erfahren und kam dann auf die Seite www.sanctusgermanus.net. Dort erfuhr ich sehr viel über Dr. Michael Mau, geboren auf Hawai, Studium der Wirtschaftswissenschaften und Politik Diplomat in Kambodscha. Dann eine totale Wende im Leben!

Er selber hat einen ganz parallelen spirituellen Weg , Arkanschule, Theosophie, eigene Erfahrungen von Medialität.
Sein autobiopgraphischer Bericht über seine Ausbildung zum Medium fand ich hochinteressant.
Am Ende habe ich ihm angeboten, eines seiner Bücher ins Deutsche zu übersetzen - und nun sitze ich daran, 3 Stunden täglich!
Was hast Du also alles angerichtet, liebe Annette!!
  • 01.06.2016, 18:47 Uhr
  • 1
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