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In die Welt der Seele schauen

20.06.2016, 16:02 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Nein, hier wird kein 'Röntgengerät der Zukunft' vorgestellt, das ist nur der Titel eines Buches, geschrieben von einer jungen Chinesin, die 2000 mit ihrer Schwester nach Berlin kam und dort das Tian Gong-Institut gründete, weil ihr diese Arbeit in China nicht erlaubt worden war.
Welch Glücksfall für Yang Tianying, die schon als Kind immer „allen Menschen helfen“ wollte, aber auch für Berlin und Deutschland.

Denn nichts anderes macht die Autorin als das, was sie im Titel sagt: Sie schaut mit ihrem „himmlischen Auge“ in die Seelen der Menschen und kann ihnen helfen.

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Die chinesische Fabel vom Frosch ist vor allem für westliche Leser, die „die materielle Seite des Lebens stärker fokussieren“, eine ebenso reizende wie notwendige Einleitung.

Ein Frosch saß in seinem Brunnen und fühlte sich sehr wohl. Da kam ein Junge vorbei, sah ihn da unten sitzen und wollte ihn 'in die Welt' locken. Aber der Frosch blieb stur – da griff der Junge hinein und warf ihn in die schöne helle weite Welt, die der andere gar nicht gekannt hatte.

Die Autorin selber räumt ein, dass sie erst durch eine lange Krankheit, ein Leberleiden, Kontakte zu Qi Gong-Meistern aufnahm, und nach 10jährigem Leiden durch die Übungen geheilt wurde. Sowohl die Traditionelle Chinesische Medizin als auch die westliche Schulmedizin hatten ihr nicht helfen können!
Im Laufe ihrer Genesungszeit entwickelten sich bei ihr übersinnliche Fähigkeiten, Hellsehen, Hellhören, Übertragung von feinstofflicher Energie und vor allem „das Regulieren von Fremdseelen“.

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Um dies besser zu verstehen, sollte man gewisse philosophische Grundkenntnisse mitbringen. Yang Lianying geht davon aus, dass der Mensch einen physischen Körper hat = Yang und einen feinstofflichen Körper = Seele = Yin.
Der Yang-Körper wird beim Sterben abgelegt. Der Yin-Körper nimmt alle Informationen, die er während des Lebens gesammelt hat, mit, und daraus wird der Lebensplan für die nächste Inkarnation gebaut.
Schlechte Informationen blockieren die Meridiane und verursachen Krankheiten. Deshalb bezeichnet Yang Tianying alle Krankheiten als „Informationskrankheiten“.

Da sich bei ihr durch die intensive Übungspraxis mit dem Qi Gong-Meister Letian Shi Fu Hellsichtigkeit einstellte, konnte sie fortan die Seelen der Lebenden, aber auch die der Verstorbenen sehen, und sie stellte fest, dass ein Großteil der Krankheiten auf enge Kontakte von Seelen und Fremdseelen zurückzuführen sind.
Die Aufgabe des Qi Gong-Meisters besteht dann darin, die Fremdseele aufzuklären und eine Trennung herbeizuführen.
Sofort danach setzen bei dem Patienten ganz erstaunliche Gesundungsprozesse ein.

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Neben dieser „Regulierung von Fremdseelen“ bemüht sich Yang Lianying um die Reinigung von Körper und Seele.
Sie empfiehlt vegetarische Ernährung, einen weitgehenden Verzicht auf Getreide und weist darauf hin, dass die größte Energiequelle das Universum selber ist.
Sie erläutert eingehend das Karmagesetz, das die westlichen Ärzte nur auf der materiellen Ebene anerkennen. Aber es wirke ebenso auf den feinstofflichen Ebenen des Fühlens und Denkens.
“Wer Melonen sät, wird auch Melonen ernten.“
„Was wir aussenden, kommt zu uns zurück.“
„Toleranz hat ihre Grenzen dort, wo die Würde des Menschen missachtet wird.“
Sie empfiehlt, Begierden einzuschränken, Loslassen, Vergeben, Dankbarkeit, Dienst am anderen, Demut.

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Auf dem Einband sehen wir eine junge, weiß gekleidete Frau im Lotussitz in einer großen, orangefarbenen Kugel. Wer genauer hinsieht, entdeckt im Hintergrund auch einen alten Mann auf einem Reittier und ein kleines Kind.
Informationen aus einem früheren Leben oder jenseitige Begleiter, die „obdachlos“ sind und die Yang Lianying nach Hause, in die Heimstatt führen kann?

Die Heilmethode ist inzwischen so bekannt und so effektiv, dass die Krankenkasse Zuschüsse leistet. Alle Einnahmen aus den Seminaren werden für den Schutz der Erde und für wohltätige Zwecke gespendet. (S. 16)

Zitate aus: Yang Tianying, In die Welt der Seele schauen. Berlin, 2. Aufl. 2012.
www.tiangong.de

© Edith ST

3 Kommentare

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Eine schöne Buchbesprechung. Bei der Geschichte mit dem Frosch vermisse ich das Ende - oder war das das Ende?
Es gibt so viele lesenswerte Bücher, dass ich gar nicht dazu komme, alle Bücher zu lesen, die ich lesen möchte.
Meist gibt irgend ein Ereignis in meinem Leben den Ausschlag dafür, ein bestimmtes Buch zu lesen. Oder ein Problem - und ein Buch zu dem Thema taucht auf. Oder ein neuer Mensch (neu in meinem Leben) taucht auf und zeitgleich neue Bücher...(neuerdings sind es statt Bücher auch oft Videos im Internet...wobei die Videos die Bücher nicht verdrängen, sondern ergänzen).
Grundsätzlich mag ich autobiographische Bücher - sie sind das Aufschließen fremden Lebens.
  • 26.06.2016, 05:33 Uhr
  • 2
Das w a r das Ende. Es genügt, in eine neue Welt hineingeworfen zu werfen. Zurechtfinden muss sich jeder selber.

Für mich war an diesem Inhalt wichtig, dass auch Personen aus dem chinesischen Kulturkreis mit Begriffen wie Seele, Karma, Reinkarnation, Aura etc. umgehen, sie als Grundlage ihres Weltbildes ansehen, dadurch Menschen heilen können - und dass die deutsche Krankenkasse diese Art der Behandlung anerkennt.
  • 26.06.2016, 08:43 Uhr
  • 1
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
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