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Das Geschäftsmodell der Zeugen Jehovas - Wie funktioniert es?

Das Geschäftsmodell der Zeugen Jehovas - Wie funktioniert es?

25.07.2016, 21:06 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Am 24. Mai 2016 kam die Meldung, dass Jehovas Zeugen das ehemalige Towers-Hotel, Clark Street 21, offiziell zum Verkauf anbieten.

Inzwischen weiß man, dass die WTG in Brooklyn weit mehr wertvolle Immobilien besitzt als die meisten vermuten. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die WTG eine eigene Makleragentur „Watchtower Real Estate“, https://www.watchtowerbrooklynrealestate.com/ betreibt, um ihre Immobilien zu vermarkten.

Dieses 16-geschossige, 29 150 m2 große Wohngebäude befindet sich im historischen Viertel von Brooklyn Heights. Vier säulenartige venezianische Türme krönen das ehemalige Hotel. Das imposante Gebäude ist seit 9 Jahrzehnten Teil der Brooklyner Skyline.

Dieses imposante Gebäude feierte seine Eröffnung 1928 unter dem Namen Leverich Towers Hotel. Es wurde von der renommierten Architektenfirma Starrett & Van Vleck geplant, die in New York bereits die berühmten Luxuskaufhäuser Lord & Taylor und Saks Fifth Avenue entworfen hatte. Als der Glanz des Hotels verblasste, stand es in den 1970er-Jahren vor dem Verfall. Am 14. Januar 1975 erwarben Jehovas Zeugen das Gebäude und bauten es zu einem Wohngebäude mit Speisesaal um, so zu lesen auf JW.Org.

Mit welcher Begründung hat man sich entschieden dieses Objekt zu kaufen?

Der Sprecher von Jehovas Zeugen, Richard Devine, erklärt: „Die Arbeit in der Druckerei wurde innerhalb kurzer Zeit immer mehr. Das Towers bot den dringend benötigten Platz, um unser wachsendes Personal unterzubringen.“ Es wurde also zu Wohnungen für Bethelmitarbeiter umgebaut, da man sie sonst nicht unterbringen konnte. 1978 waren dann die Arbeiten abgeschlossen, und man hatte Platz für über 1 000 Zeugen Jehovas, die in der Weltzentrale arbeiteten“.

Dass man hier Grund zu Misstrauen hat, verrät der weitere Inhalt des Artikels, Zitat: „Anfang 1995 begannen Jehovas Zeugen mit einer umfangreichen Renovierung, wodurch der frühere Glanz wieder mehr zum Vorschein kommen sollte. Richard Devine sagt über die Bauarbeiten: „In den 1990er-Jahren bauten wir den Innenbereich komplett um und ersetzten die Sanitäranlagen und die Elektrik. Außerdem bauten wir ein großes Treppenhaus ein, das vom jetzigen Haupteingang zum Speisesaal reicht.“

David A. Semonian, ein Sprecher von Jehovas Zeugen in der Weltzentrale in New York, erklärt begeistert weiter: „Läuft man die Straßen der Brooklyn Heights entlang und kommt zum Towers, fällt einem unweigerlich die Eleganz des Gebäudes ins Auge. Wir haben uns sehr angestrengt, die Schönheit des Gebäudes auf geschmackvolle Art zu bewahren“.

Man hat dieses verfallene Objekt 1975 sicherlich für einen Apfel und Ei, wie man so schön sagt, erworben, es einige Zeit für die Unterbringung von einigen Bethelmitarbeitern genutzt, es dann mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand und der Arbeitskraft hunderter freiwilliger Helfer aus den eigenen Reihen umfangreich renoviert, um den früheren Glanz wiederherzustellen. Nun kann man es mit einer beträchtlichen Rendite verkaufen.

Dass die WTG auch heute noch im großen Stil Immobilien unter dem Vorwand, Unterkünfte für Bethel- und Bauarbeiter zu benötigen, einkauft, zeigt der Kauf eines großen Luxusferienparks in Fishkill, USA.

Wie bekannt ist, baut die WTG nach dem Verkauf der Brooklyner Weltzentrale eine neue Weltzentrale in Warwick. Man kauft Immobilien und fragt sich, was diese mit der Verkündigung der guten Botschaft zu tun haben, zum Beispiel der große Luxusferienpark in Fishkill. http://www.poughkeepsiejournal.com/s...n/27206609/

Für den Kauf dieser Rivercrest Luxus-Appartements haben sie natürlich eine teilweise Steuerbefreiung erhalten. Der Wert dieses 250 Einheiten umfassenden Luxusappartementkomplexes wird auf $ 31.000.000 geschätzt.

Auch hier wird behauptet, man benötige diese Appartements als Unterkunft für die Warwick-Bauarbeiter. Doch das Warwick-Projekt wird in diesem Herbst bereits fertiggestellt, so dass es wohl kaum noch für die Unterbringung der Bauarbeiter genutzt werden wird. Und angesichts der Tatsache, dass die WTG weltweit massiv Personal abbaut, ist nicht zu erwarten, dass sie dieses Objekt wirklich für Bethel- oder Baumitarbeiter nutzen wird.

Anhand dieser beiden aktuellen Beispiele kann man ganz leicht erkennen, wie das Geschäftsmodell funktioniert. Man kauft für wenig Geld eine oder mehrere interessante Immobilien lässt sie durch eine große Heerschar freiwilliger Mitarbeiter aufwendig renovieren und verkauft sie äußerst gewinnbringend über das eigene Maklerbüro zu Höchstpreisen - und das alles STEUERFREI.

Mittlerweile überlegt die englische Regierung, den Zeugen in Großbritannien den Staus einer gemeinnützigen Religionsgemeinschaft wieder abzuerkennen. (Der Grund ist zwar ein anderer, zeigt aber, dass sich einige demokratische Staaten mit den Praktiken der Zeugen Jehovas auseinander zusetzen beginnen)
https://www.gov.uk/government/news/c...t-of-appeal

5 Kommentare

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Das mit dem Luxusferienpark verstehe ich.
Da ja Gott am jüngsten Tag wieder auf die Erde kommen wird, will man ihn auch ordentlich unterbringen.
  • 26.07.2016, 00:37 Uhr
  • 2
  • 26.07.2016, 06:45 Uhr
  • 0
Allerdings auch nicht ganz abwegig.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erwartete die Leitung der Zeugen Jehovas, dass die Personen des AT wie z.b Abraham, Moses usw. wieder auferweckt werden.
Was tat man?
Man baute eine große Residenz und benannte sie Beth Sarim - Haus der Fürsten.
Man wollte tatsächlich die Auferstandenen in dieser Residenz wohnen lassen....
  • 26.07.2016, 07:00 Uhr
  • 1
Nun, zumindest hat man das den "Spendern" erzählt
  • 26.07.2016, 09:32 Uhr
  • 0
Heute ist man nicht mehr so transparent.
Tatsächlich weiß keiner genau, für welche Zwecke die Spendengelder eingesetzt werden, weil die WTG sich beharrlich weigert, ihre finanziellen Verhältnisse offenzulegen....
  • 26.07.2016, 09:41 Uhr
  • 1
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