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Moderne Zeiten, Teil 1

Moderne Zeiten, Teil 1

01.05.2017, 21:47 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

"Der äußere Fortschritt hat uns vom Ochsenkarren zum Düsenflugzeug geführt,
aber innerlich hat sich das Individuum überhaupt nicht verändert." (Krishnamurti)

Immer größer
höher
weiter
schneller
durch die Welt fallen
wie ein Stein
niemals ankommen
niemals zufrieden sein.

Pausenlos erleben
erfahren
erfinden
bauen
produzieren
verbrauchen
immer mehr
doch innerlich
oft unerfüllt
und leer.

(kann fortgesetzt werden)

http://wüstenvogel.de/

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5 Kommentare

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Vielen Dank für eure Kommentare. Krishnamurti meint, dass der Mensch sich seit tausenden von Jahren INNERLICH nicht wesentlich verändert habe, und da muss ich ihm leider Recht geben. Noch nie hatten wir so viele Kriege wie zur Zeit, noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht, noch nie hatte die Umweltzerstörung ein solches Ausmaß angenommen - wir sind noch immer so aggressiv und unzufrieden wie eh und je. Natürlich gibt es auch positive Tendenzen, auf die ich hier nicht näher eingehen will.
Ich habe in meinem Gedicht versucht, das Lebensgefühl eines Teils unserer westlichen Zivilisation darzustellen - sicher sind nicht alle davon betroffen und schon gar nicht der Großteil der Menschheit - die haben ganz andere Probleme (s.o.).
  • 10.05.2017, 21:25 Uhr
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Na ja. Ich halte das für wohlfeil.
Aber ob "der Mensch sich seit tausenden von Jahren INNERLICH nicht wesentlich verändert" hat, kann ich nicht beurteilen, weil ich bislang noch keinem Menschen begegnet bin, der vor tausenden von Jahren gelebt hat. Aber vielleicht ist das Krishnamurti gelungen?
Ich denke schon, dass sich der Mensch verändert hat.
Du sagst es ja selbst:
"Noch nie hatten wir so viele Kriege wie zur Zeit, noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht, noch nie hatte die Umweltzerstörung ein solches Ausmaß angenommen". Da haben wir uns ganz offenichtlich verändert. Wir sind auch INNERLICH keine Jäger und Sammler mehr. Wahrscheinlich setzte die erste große Veränderung mit der Bildung von Städten zusammen, also vor ca 10.000 Jahren. Als wir ein Seitenzweig der Primaten wurden, waren wir mit einem anderen seelischen Gerüst ausgestattet, als es für die Urbanität erforderlich gewesen wäre.
Das gilt eigentlich auch für das Skelett, das für den aufrechten Gang nicht optimal konstruiert ist.
Die Staatenbildung brachte völlig neue Probleme mit sich, für die das aus der Vergagenheit mitgebrachte psychische Arsenal nicht angepasst war.
  • 12.05.2017, 11:57 Uhr
  • 0
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Auch das würde ich nicht behaupten, ohne mal mit einem gesprochen zu haben.
  • 10.05.2017, 16:05 Uhr
  • 0
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http://zitatezumnachdenken.com/jiddu...namurti/312
Anscheinend meinte Krishnamurti den Jetset. Diese wenigen Menschen führen tatsächlich ein sinnloses Leben abseits der meisten Menschen dieser Erde.
  • 10.05.2017, 15:36 Uhr
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Das ist halt so ein wohlfeiler Spruch.
Ich wette, Krishnamurti rechnet sich nicht dazu.
In meiner Nachbarschaft pflegt eine Frau ihren schwerbehinderten Mann.
Meine Kusine ist blind und wird von ihrem Sohn versorgt. Ehe ist bei ihm nicht drin.
Da wird regelmäßig von den Weisen über die "schnellebigeZeit" gejammert. Natürlich gibt's das auch. Aber von den fast 8 Milliarden Menschen ist das eine verschwindende Minderhweit, die aber den größten Aufmerksamkeitswert hat.

Man halte doch mal einem Syrienflüchtling, den man gerade aus dem Mittelmeer gefischt hat, vor: Pausenlos erleben, erfahren, erfinden, bauen, produzieren, verbrauchen, immer mehr … usw.
Das wirkliche Leben ist unspetakulär und spielt sich ganz woanders ab.
  • 10.05.2017, 15:09 Uhr
  • 1
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