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Ein Versuch über die Nicht-Vernunft Teil 5

08.07.2017, 09:05 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Tabu und Kultur

Je weiter die Zeit fortschreitet, desto reichhaltiger wird das Fundmaterial. Der Überblick über die prähistorische Entwicklung zwingt zu der Feststellung, dass die Gattung Mensch, sobald es Zeugnisse gibt, sich niemals bloß mit zweckorientiertem Handeln, Fragen ses Überlebens oder der Erhaltung der Art zufrieden gab, als eine Art Überschuss Kultur produzierte. Die Anfänge von Religion muss man sich rudimatär und kaum von anderen Verhaltensweisen untrschieden vorstellen, etwa in dumpfen alles umfassenden Ängsten oder auch totalen Glücksempfindungen. Mit zunehmender Differenzierung verobjektierten sich wohl diese Erlebnisse und hoben sich von Alltagserlebnissen ab. Dies geschah konzentriet sicher anlässlich von Lebenszäsuren (Geburt, Pubertät, Tod) oder an besonderen Orten oder Zeiten, die dann „heilig“, also „herausgehoben“, wurden. Sie boten einerseits Orientierung im Leben, andererseits erzeugten sie Scheu und Angst, was rituelle Reaktionen hervorrief. Dabei mögen aus am Anfang gewisse Verbalisierungen eine Rolle gespielt haben. Sie begründeten außerdem wohl Tabus, die unbedingt einzuhalten waren.

Taburegeln sind menschengemacht und übersteigen die Vorgaben des Instinkts. Sofern sie nicht nur in rituellen und kultischen Zusammenhängen auftreten, sondern auch soziale Bezüge durchdringen (Geburt, Schwangerschaft, Tod, Jagd usw.), kann man hier die ersten Ansätze ethischer, also nicht nur von der Natur selbst vorgegebener Normen erkennen. Mit Piktogrammen, Bilderschriften und abstrakten Symbolen wird eine Wirklichkeit dokumentiert der Mensch bereits erfahrungen, die über das bloß Vorfindliche hinausgehen. Es handelt sich um ein erfahrenes Ordnungsgefüge, das um die numinosen Kräfte der fruchtbaren Erde kreiste. Nach der Einführung des Ackerbaus in der „Neolithischen Revolution“ kamen neue Aspekte hinzu, indem sich das kultische Handeln auf den für den Ackerbau zentralen Aspekt der Vegetation konzentrierte. Die kulturelle und religiöse Entwicklung vollzieht sich von nun an schneller und mit immer größer werdenden regionalen Unterschieden. Beim Überblick über diese Entwicklung wird sichtbar, dass sich in „Religion“ eine zunächst sicher „vorbewusste“, im Laufe der Zeit aber zunehmend bewusste und sich in rituellem „ethischen“ Handeln, in Worten usw. dokumentierende Erfahrung spiegelt. Der Mensch unterscheidet sich durch seine Fähigkeit zu lernen und das Erlernte anders, als Tiere nur durch Beispiel, weiterzugeben. Er ist durch Kultur und Geschichte von allen anderen Lebewesen zur Bewältigung seines Lebens auf mehr verwiesen, als die von ihm ebenso angezielte Triebbefriedigung und Arterhaltung. Dieses „Mehr“ wirkt auf die soziale Gegebenheit zurück, so dass biologische Gegebenheiten (Nahrungsbeschaffung, Sexualität) und Lebenszäsuren (Geburt, Pubertät, Tod) selbst schon wieder religiös-rituell verarbeitet werden. Man kann also sagen, dass „Religion“ eine Hervorbringung der Kultur, ja sogar deren wesentlicher Bestandteil ist. Gleichzeitig verstanden sich die prähistorischen Menschen auch grundlegend als Teil der Natur jedenfalls, soweit sie erfahrbar war: Erde, Himmel, Pflanzen Tiere Regen und Trockenheit, Sonne, Mond, Werden und Vergehen, besonders die Verwandtschaft mit dem Tier wurde sehr stark erlebt. Wenn auch die Kultur über die naturalen und evolutiven Zwecke hinausweist, so musste doch die Natur den Interpretationsrahmen für die Objektivierungen der Erfahrungen stellen. So zeigt zwar die rituelle Bestattung, dass der Tod nicht nur ein biologisches Datum ist, sondern Fragen nach dem Danach aufwirft. Diese Fragen wurden aber mit Mitteln beältigt, deren Modelle die natürliche Umwelt biettet: Hoffnung auf ein „Leben“, auf ein neues Werden nach dem Vergehen in Anlehnung an das Funktionieren der Natur und ein Verständnis der Erde, in die hinein bestattt wurde, als fruchtbaren Muttrschoß. Das führt auch dazu, dass das Numinose in menschlicher, anfänglich weiblicher Gestalt dargestellt wird. Es entsteht allmählich eine Antropomorphie neben dem vegetativen Fruchtbarkeitstopos. Die Anthropomorphie dokumentiert die wachsende Herrschaft des Menschen über die Natur oder die Emanzipation von ihr.

In gegenwärtigen Gesellschaften vergleichbarer Kulturstufe (Australien, Afrika – Buschmänner – Feuerland, Polynesien und Melanesien -kann man Formen religiöser Kultur erkennen, die einen vorsichtigen Schluss auf die neolithischen Kulturen zulassen. Dazu gehören vor allem die Mana- und Tabu-Vorstellungen. Das polynesisch-melanesische Wort „Mana“ bedeutet „wirksam, mächtig“ und bezeichnet eine numinose Macht. „Tabu“ bedeutet das besonders zu merkende, Hervorgehobene, Gezeichnete im Gegensatz zu „noa“, das Gewöhnliche, Normale. „Tabu“ ist der Sammelbegriff für die Verbote, die sich aus der Begegnung mit dem Heiligen ergeben im Hinblick auf Gebrauch, Berührung, Essen, Annäherung, Anblick, An- und Aussprechen.

Durch Speisetabus, besondere Sexualtabus sowie alle erdenklichen Formen von Verzicht und Enthaltsamkeit können danach besondere numinose Kräfte erworben beziehungsweise eine (oft kultische) Leistungssteigerung erreicht werden. So gründen die Ursprünge religiöser Askese in Mana-Tabu-Vorstellungen. Diese Wurzeln sind noch heute erkennbar, z.B. im Christentum: Priestrzölibat, eucharistische Nüchternheit, rituelles Fasten vor Feiertagen usw.

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80 Kommentare

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Christian,
"...als eine Art Überschuss Kultur produzierte."

Ich hab ja schon dargelegt, dass Kultur kein Überschuss, nichts Überflüssiges ist sondern einen Überlebensvorteil bringt indem sie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe verstärkt.


"Die Anfänge von Religion muss man sich rudimatär und kaum von anderen Verhaltensweisen unterschieden vorstellen, etwa in dumpfen alles umfassenden Ängsten oder auch totalen Glücksempfindungen"

Damit stellst du die Vermutung auf, Religion sei aus einer Geisteskrankheit hervorgegangen, die man "manisch-depressive Psychose" nennt. Es mag ja sein, das solchen Patienten religöse Vorstellungen eine Hife sind. Aber die Krankheit ist nicht ansteckend. Es ist nicht plausibel, dass andere Mitglieder einer prähistorischen Menschengruppe sich diese krankhaften Vorstellungen zu eigen gemacht hätten. Man könnte höchstens spekulieren, dass die manisch-depressive Psychose keine eigentliche Krankheit darstellt sondern eine älteres Entwicklungsstadium des menschlichen Gehirnes, dass also vor Jahrtausenden für praktisch alle Menschen diese starken und aus heutiger Sicht überschiessenden Stimmungsschwankungen die Regel waren.

(muss jetzt weg, später mehr)
  • 12.07.2017, 17:42 Uhr
  • 1
"Ich hab ja schon dargelegt, dass Kultur kein Überschuss, nichts Überflüssiges ist sondern einen Überlebensvorteil bringt indem sie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe verstärkt." Überschuss ist nicht überflüssig.

Überschuss bedeutet nur, dass es nicht aus der Evolution zu erklären ist. Irgendein schwammiges "Zusammengehörigkeitsgefühl" ist kein evolutionäres Element. Und der "Überlebensvorteil" eines Gefühls ist einfach eine unbewiesene Behauptung. Und wenn du es noch so oft behauptest, es stimmt nicht. Kultur hat mit Mutation und Selektion nichts zu tun.

"Damit stellst du die Vermutung auf, Religion sei aus einer Geisteskrankheit hervorgegangen, die man "manisch-depressive Psychose" nennt."

Das ist aber eine sehr seltsame Psychologie, die totales Glücksempfinden (die Mutter hält ihr Neugeborenes hoch, Der Anblick eines Sonnenaufgangs auf einem Berggipfel ist eine "manisch depressive Psychose"? Wer hat dir denn den Unsinn erzählt?
  • 12.07.2017, 18:57 Uhr
  • 0
Christian,
Ich weiss ja nicht, warum dir das nicht einleuchtet, dass der Zusammenhalt in einer Gruppe - etwa einer prähistorischen Menschensippe - für deren Überleben wichtig ist. Ich finde jedenfalls, dass das auf der Hand liegt und gar keines Beweises bedarf, so trivial ist es.

Wenn du mit "totales Glücksempfinden" etwa den Gefühlszustand einer jungen Mutter meinst, dann solltst du es auch schreiben. "Dumpfe umfassende Ängste" hören sich für mich eindeutig krankhaft an - depressiv nämlich. Und "totales Glücksempfinden" assoziiere ich mit Manie, dem Gegenteil von Depression.

Dann fehlt mir allerdings immer noch die Verbindung zu den Anfängen der Religion. Inwiefern sollen denn die Gefühle einer jungen Mutter für die Anfänge der Religion verantwortlich sein?
  • 12.07.2017, 22:20 Uhr
  • 1
"Sie boten einerseits Orientierung im Leben, andererseits erzeugten sie Scheu und Angst, "

Versteh ich weiter nicht. Die Gefühle einer jungen Mutter bieten Orientierung, erzeugen Scheu und Angst? Begründen Tabus?

Also der ganze Beitrag ist doch sehr abgehoben geschrieben. Könntest du diese deine Meinung nicht in Worte fassen, die so einfache hinterpfälzer Landärzte wie ich auch verstehen können?
Ich fürchte, ich werde ansonsten eine Menge missverstehen.

Vorerst begnüge ich mich mit der Frage oben, was die Gefühle einer jungen Mutter mit den Anfängen der Religion zu tun haben sollen. Ich bitte um nähere Erläuterung.
  • 12.07.2017, 22:35 Uhr
  • 1
"Ich finde jedenfalls, dass das auf der Hand liegt und gar keines Beweises bedarf, so trivial ist es."
Das haben auch die Anhänger des ptolemäischen Weltbildes und der Vier-Säftelehre des Galen gedacht. Für das Überleben einer Gruppe ist allenfalls die Horde wichtig. Dieses, ich schrieb es bereits, ist etwas anderes, als das Zusammengehörigkeitsgefühl bei einer Veranstaltung. Wenn du anderes meinst, musst du das beweisen.

"Versteh ich weiter nicht. Die Gefühle einer jungen Mutter bieten Orientierung, erzeugen Scheu und Angst? Begründen Tabus?"

Es handelt sich um Beispiele für bestimmte seelische Zustände. "Die Anfänge von Religion muss man sich rudimentär und kaum von anderen Verhaltensweisen unterschieden vorstellen, etwa in dumpfen alles umfassenden Ängsten oder auch totalen Glücksempfindungen. Mit zunehmender Differenzierung verobjektivierten sich wohl diese Erlebnisse und hoben sich von Alltagserlebnissen ab."

Das ist nun mal Stand der heutigen Wissenschaft.

"Also der ganze Beitrag ist doch sehr abgehoben geschrieben. Könntest du diese deine Meinung nicht in Worte fassen, die so einfache hinterpfälzer Landärzte wie ich auch verstehen können?"

Nein, ich erwarte von einem gebildeten Mitteleuropäer, der für sein Medizinstudium ein sehr gutes Abitur haben musste (es sei denn, er hat es in Bremen auf dem Bahnhof aus dem Automaten gezogen, wie Gerüchte über das Bildungsniveau dort behaupten), dass er einen grammatikalisch einwandfreien Text nicht nur lesen kann, sondern auch inhaltlich versteht.

"Vorerst begnüge ich mich mit der Frage oben, was die Gefühle einer jungen Mutter mit den Anfängen der Religion zu tun haben sollen. Ich bitte um nähere Erläuterung."

Willst du mich auf den Arm nehmen? Im Artikel steht von der jungen Mutter gar nichts, sondern nur von überwältigenden Glücksgefühlen. Als die Frage aufkam, was solche Glücksgefühle seien, kam als Beispiel die Mutter, kann auch ein überwältigender Sonnenaufgang sein. Alles weitere steht im Artikel.
  • 14.07.2017, 15:49 Uhr
  • 1
Aaaalso...

"Es handelt sich um Beispiele für bestimmte seelische Zustände. "Die Anfänge von Religion muss man sich rudimentär und kaum von anderen Verhaltensweisen unterschieden vorstellen, etwa in dumpfen alles umfassenden Ängsten oder auch totalen Glücksempfindungen."

Du führst also die Gefühle eine jungen Mutter als Beispiel für bestimmte seelische Zustände an, hier als Beispiel für Glücksempfindungen. Sicher bist du einverstanden, dass der Ursprung dieser Glücksempfindungen im Rahmen des Arterhaltungstriebes zwanglos erklärbar sind.

Aber:
"Mit zunehmender Differenzierung verobjektivierten sich wohl diese Erlebnisse und hoben sich von Alltagserlebnissen ab."

Den Satz versteh ich nicht. Ein Gefühl "verobjektiviert" sich? Was soll das heissen? Es bezieht sich auf ein Objekt? Ist damit etwa das Kind gemeint? Oder wird das Gefühl objektiv nachweisbar? Oder was meinst du damit?

Weiter ist mir noch immer unklar, was das mit den Anfängen der Religion zu tun haben soll. Haben Urmenschen irgendwelche Glücks- oder Angstgefühle damit erklärt, dass diese von "Göttern" hervorgerufen werden?
  • 15.07.2017, 08:53 Uhr
  • 1
"Sicher bist du einverstanden, dass der Ursprung dieser Glücksempfindungen im Rahmen des Arterhaltungstriebes zwanglos erklärbar sind." Habe ich nicht bestritten. Irgendwie wirst du sicher den überwältigenden Sonnenaufgang mit irgendeinem Trieb in Verbindung bringen.

"Mit zunehmender Differenzierung verobjektivierten sich wohl diese Erlebnisse und hoben sich von Alltagserlebnissen ab."

Den Satz versteh ich nicht. Ein Gefühl "verobjektiviert" sich?"

Aus einem privaten Gefühl im Inneren wird ein soziales Phänomen. Das bedeutet, es kommt zu einer kulturellen Formung. Es entwickelt sich ein Ritus, der dem Gefühl Ausdruck verleiht.

Bei der Trauer finden wir das stellenweise heute noch: Da werden besondere Klageweiber angeheuert, die der Trauer der Angehörigen den kulturellen Ausdruck und rituellen Rahmen abgeben.
  • 15.07.2017, 10:56 Uhr
  • 0
Christian,
"Aus einem privaten Gefühl im Inneren wird ein soziales Phänomen"
Ach so meinst du das.
Aus dem privaten Glücksgefühl der jungen Familie (das auf den Arterhaltungstrieb zurückgeht) wird also das Glücksgefühl der ganzen Gruppe.
Ja, es gibt nicht nur Mit-Leid, es gibt auch Mit-Freude. Diese Gefühle sind "ansteckend", die Neurowissenschaft erklärt das mit den Spiegelneuronen: wir versetzen uns in die Lage unseres Gegenübers und leiden bzw. freuen uns mit.
In diesem Falle werden sich die jungen Eltern wiederum freuen, wenn sie ihr Glück mit der Gruppe teilen können und daraus kann dann so ein Ritus entstehen, in dem das Kind feierlich in die Gruppe aufgenommen wird, es öffenltich einen Namen erhält. Daraus hat sich dann die Taufe entwickelt.

Dass sich so ein Ritus positiv auf den Zusammenhalt der Gruppe auswirkt kann man nicht ernsthaft leugnen. Es handelt sich ja sogar um die Aufnahme eines neuen Gruppenmitgliedes in die Gemeinschaft!

Warum uns ein Sonnenaufgang bzw. -untergang so beeindruckt, kann ich im Augenblick auch nicht erklären.

Was das alles mit den Anfängen der Religion zu tun hat, versteh ich noch immer nicht. Irgendwelche "überwältigenden" Gefühle scheinen deiner Meinung nach eine Rolle zu spielen. Wollten Menschen diese Gefühle mit der Einwirkung von übernatürlichen Wesen in Verbindung bringen??
  • 18.07.2017, 10:39 Uhr
  • 1
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Zugegeben ein wenig zu anspruchsvoll für die Leserschaft hier.
Ich frage mich, welche Fragen sich daraus ergeben.

Immerhin höre ich heraus, dass Religion sinn- und kulturstiftend gewesen ist, was sich natürlich sehr reichhaltig dokumentieren ließe.
  • 09.07.2017, 14:37 Uhr
  • 1
Es gibt hier ja Leute, die meinen, dass die Religion bewusst erfunden wurde, um die Menschen zu beherrschen. Dem wollte ich etwas fundiert entgegentreten.
  • 09.07.2017, 15:07 Uhr
  • 2
Aber ob dazu prähistorische Vorgänge bzw. Vorstellungen hilfreich sind.🤔🤔
  • 09.07.2017, 18:20 Uhr
  • 1
Die EInkleidung unserer Darstellung ist doch immer spezifisch gefärbt. Der eine hat das, der andere das gelernt oder erfahren.
Ist es denn nicht gut, wenn man viele verschiedene Wege zurückverfolgt und plötzlich auf ein einziges Motiv stößt?
  • 09.07.2017, 21:08 Uhr
  • 1
Werner: Ja, ganz sicher, denn sie widerlegen dieses Märchen.
  • 10.07.2017, 09:14 Uhr
  • 0
Das Märchen, dass es eine feinstoffliche Welt jenseits der Materie gibt?
Oder das Märchen, dass es außer Materie nichts gibt?

Da können sich aber alle die Hand reichen und die, die über Erfahrungen verfügen, die den Materialisten leider noch nicht gewährt werden, die gehen ihren Weg ganz unbeirrt.

Alles zu seiner Zeit - denn es gibt sie ja gar nicht.
  • 10.07.2017, 09:52 Uhr
  • 1
Nanu, was liest du denn* Kommen bei dir andere Texte auf den Bildschirm? Es geht um das Märchen, Religion sei ein menschliches Konstrukt, um andere Menschen zu beherrschen!
  • 10.07.2017, 10:23 Uhr
  • 0
Nun ja, ich habe etwas verwechselt.

Allerdings muss ich dir doch wenigstens etwas widersprechen, denn es gibt durchaus religiöse Praktiken, die Gläubige wenn nicht beherrschen, so doch abhängig machen wollen.
Ich denke da an den Ablasshandel, dem Luther nicht nur widersprochen, sondern den er auch abgeschafft hat.

Wenn ich einem Menschen sage, er sei ein Sünder und er müsse sich davon freikaufen, dann ist das nichts anderes als das Ausüben von MACHT.
  • 10.07.2017, 11:20 Uhr
  • 2
Ja, aber das ist hier nicht die Frage. Es ging um die Entstehung von Religion. Und die Behauptung war ja, dass die Religion zur Ausübung von Macht gezielt erfunden worden sei. Und das ist eindeutig falsch.
Dass sie zur Ausübung von Macht später benutzt wurde, ist ja nicht zu bestreiten. Dazu ist der Ablasshandel aber ein schlechtes Beispiel. Dann sind alle Schlankheitspillen, die vorgaukeln, man würde abnehmen, Ausübung von Macht. Colonia Dignidad in Chile und andere radikale Sekten, die ihre Mitglieder ausbeuten und nicht mehr entlassen, passen da besser.
  • 10.07.2017, 12:19 Uhr
  • 0
Natürlich kannst du das toppen, aber Schlankheitspillen mit Sünden zu vergleichen, ist das nicht ein bisschen absurd?
Ich habe diese anmaßende kirchliche MACHT sehr anschaulich erlebt in den Kirchen Polens während einer Reise in die alte Heimat. In jeder Kirche, die wir betraten, saß ein Sünder gut sichtbar auf dem Beichtstuhl, und ein Priester lieh ihm gnädig sein Ohr und e n t l as s t e t e ihn . Mehr Macht über einen Menschen, der Schuld auf sich geladen zu haben meint, hat niemand als der, der ihn frei spricht.
  • 10.07.2017, 12:59 Uhr
  • 1
Kann ich nicht nachvollziehen.

Zum ersten: hier wurden nicht Schlankheitspillen mit Sünden verglichen. Das wäre Unfug. Sünde wird mit Fettleibigkeit verglichen (Und die Selbstzerstörung durch Gefräßigkeit ist nicht besonders tugendhaft), und die Schlankheitspille, die das Fett beseitigen soll, mit dem Ablassbrief, der die Sündenlast beseitigen soll.

Und ich sehe nicht, wieso eine Verzeihung etwas mit Machtausübung zu tun hat. Wenn du mich verletzt und ich verzeihe dir - ist das Machtausübung? Wenn du Gott "verletzt" (durch Undank, wie die Propheten behaupten), und dieser verzeiht dir durch Vermittlung eines Priesters, wieso ist das dann plötzlich Machtausübung? (Wohlgemerkt: Es kommt in diesem Zusammenhang überhaupt nicht darauf an, ob die Verletzung Gottes und die Verzeihung real sind, sondern nur darauf, ob darin eine Machtausübung zu sehen ist).
  • 10.07.2017, 17:14 Uhr
  • 0
Ach, Christian, du hast die Schlankheitspillen erwähnt und die Firmen, die diese verkaufen, üben deiner Meinung nach Macht aus.
Ich habe dann die Firmen gleichgesetzt mit den Kirchen, die Sündenbefreiung verkaufen oder 'schenken' und natürlich ist es eine MÄCHTIGE Person, die so etwas tun kann.

Du verstehst mich nicht, und ich dich nicht.

Das macht aber gar nichts

Natürlich ist auch ein Gott, der meine Schuld wegnimmt, mächtig. (Ich rede nicht von mir, sondern generell.)
  • 10.07.2017, 21:10 Uhr
  • 1
Nein, auch hier Missverständnis: Das mit den Pillen war ein argumentum ad absurdum. Die Firmen üben gar keine Macht aus, obgleich sie dasselbe versprechen, wie der Beichtvater auf seinem Gebiet. Daraus schließe ich, dass auch die Beichtväter keine Macht ausüben. Das antiklerikales Wunschdenken.
  • 10.07.2017, 22:01 Uhr
  • 0
Wir denken total anders.
Was ist Macht für dich???
Jemand, der einen aus einem Kerker befreien kann, hat Macht.
Er schenkt einem Freiheit.

Das Gefühl der Sünde ist bei feinfühligen sensiblen Menschen sehr ausgeprägt. Ich habe es von den Gesichtern der Menschen/Männer in den Kirchen Polens richtig ablesen können.
Sie gingen nach einer Weile b e f r e i t.
Und natürlich hat jeder Priester a u c h Macht. Und natürlich hat der Papst Macht über die Seelen seiner Gläubigen.

Wieso kann man so blind sein?`

'Antiklerikal'??
Dann halte ich dich für jemand, der die Seele des Menschen nicht kennt.
  • 11.07.2017, 08:18 Uhr
  • 2
"Jemand, der einen aus einem Kerker befreien kann, hat Macht.
Er schenkt einem Freiheit." Mit dem Geschenk übt er keine Macht über den Befreiten aus, sondern über den, der ihn gefangen gehalten hat. Ihn hat er überwunden, der Wärter konnte ihn nicht halten.

Wenn das, was du beschreibst Macht sein soll, dann üben auch die Seenotrettungshelfer über die Geretteten Macht aus, ebenso die Ärzte über die Patienten, die Psychotherapeuten über die manisch Depressiven. Jeder Heilungsprozess befreit den Patienten von einem Übel, wie die priesterliche Lossprechung von der Sünde.

Man kann Macht durchaus so verwenden, wenn es auch ungewöhnlich ist. Macht im Sinne von "etwas können"

Aber auf diese Macht trifft deine Beschreibung nicht zu: "Allerdings muss ich dir doch wenigstens etwas widersprechen, denn es gibt durchaus religiöse Praktiken, die Gläubige wenn nicht beherrschen, so doch abhängig machen wollen." Denn weder der Seenotrettungshelfer noch der Arzt noch der Psychotherapeut wollen beherrschen noch abhängig machen.

"Dann halte ich dich für jemand, der die Seele des Menschen nicht kennt." Das ist bei mir umgekehrt genauso.
  • 11.07.2017, 09:32 Uhr
  • 0
Nein, du definierst Macht als etwas ausschließlich Negatives, ich sehe darin etwas, was sowohl negativ als auch positiv sein kann, je nach Motiv dessen, der diese Macht ausübt.
Du fürchtest dich vor negativen Urteilen über die katholische Kirche. Natürlich ist das ein Machtapparat- ich bin doch nicht die erste und einzige, die das feststellt.
Und natürlich haben Ärzte Macht über ihre Patienten, sogar Macht über Leben und Tod.

Und wer sich selbst er-mächtigt, kann sich auch selber heilen. Aber diese Macht' muss er sich erst in einem langen Prozess erwerben.

Nichts, Christian, ist n u r positiv. Im Positiven verbirgt sich Negatives, und im Negativen kann durchaus Positives stecken.

Ich sage z.B. auch über die Katholische Kirche, dass sie psychologisch sehr viel geschickter ist als die protestantische, denn sie hilft den armen Sündern, sich zu befreien.

Dass diese darunter leiden und befreit sein wollen, zeigt sich doch in der Tatsache, dass sie im Beichtstuhl - auch noch öffentlich - sitzen.
  • 11.07.2017, 11:00 Uhr
  • 1
Christian,
Ich wollte noch bemerken, dass ich jedenfalls nicht der Meinung bin, die Religion sei als Machtinstrument erfunden worden. Dafür erfunden - nein!
So etwas wie Religion kann man nicht einfach erfinden. Eine Neigung zu religiösen Vorstellungen ist im Menschen vorhanden.
Aber: vorhandene religiöse Vorstellungen wurden und werden eindeutig benutzt um Macht über Menschen auszuüben.

Dies kann man nicht damit entkräften, dass man aufzeigt, wie religiöse Gefühle im Laufe der Jahrtausende entstanden sein könnten. Sicher ist, dass sie, als sie nun einmal da waren, zur Unterdrückung von Menschen benutzt wurden und werden.
  • 12.07.2017, 22:43 Uhr
  • 2
Deinem letzten Satz stimme ich absolut zu.
Aber ist es nicht normal, dass es nicht nur Alpha-Tiere gibt, sondern jede Gruppe von Menschen einen Vorsitzenden
wählt?

So sind eben aus religiösen Gruppen kirchliche Institutionen entstanden, die den Mitgliedern Weisungen erteilen konnten.

Solange diese ihre Macht nicht missbrauchten, durch Stolz und Überheblichkeit oder sexuellen Missbrauch, solange sie nur Strukturen befestigten, kann man sie durchaus als positiv ansehen.

Wenn man allerdings von spiritueller Entwicklung spricht, so sind solche Gruppen eher als Anfangsstufen anzusehen.
Sie bilden für den Sucher eine Art schützenden Kokon. Er erfährt Mitgefühl und Hilfe und vielleicht auch geistige Führung.

Später fallen diese Stützen weg, sie erübrigen sich, da der Sucher seinen Weg kennt und sich 'seinem Gott' als Individuum nähert, ohne einen Fürsprecher oder Vermittler zu brauchen. (Anthroposophen, Theosophen, Mystiker)
  • 13.07.2017, 21:52 Uhr
  • 1
Edith,
Ja, Menschengruppen haben eine Hierarchie, es gibt Chefs und Untergebene. Die Frage ist, wie die Chefs ausgewählt werden.
Ein Chef, der seine Legitimation, seine Autorität auf religiöse Gefühlen aufbaut, ist möglicherweise ja ein guter Chef und seine Chefrolle ist durch die Religion, auf die er sich beruft, gut gefestigt. Es kann positiv sein, wenn es nicht zuviele Machtkämpfe um den Chefposten gibt.

Andererseits gründet er seine Macht auf etwas Irrationalem. Neuen Erkenntnissen wird er nicht besonders zugeneigt sein.

Ich stelle mir vor, dass sich ein Weideplatz für ein Nomadenvolk mit der Zeit als ungeeignet erweist und ein weitgereister Wanderer von besseren Weidegründen in größerer Entfernung berichtet. Der religiös legitimierte Chef wird vielleicht darauf bestehen, dass die Gruppe bleibt, wo sie ist, weil hier ein "heiliger Berg" oder ein "heiliger Fluss" oder sonstwas ist.

Insofern missbraucht er seine Macht, weil er sich auf eine Schein-Legitimation beruft.
  • 14.07.2017, 14:24 Uhr
  • 1
Dein Beispiel hat einen Realitätsbezug, und sicher kann sich eine Situation einstellen, wie du sie beschreibst.

Fehler können tödlich sein, aber oft sind sie nötig, um eine Kurskorrektur vornehmen zu können.
Im Laufe meines Lebens habe ich Fehler schätzen gelernt, sie haben manchmal die Funktion eines Kompasses.

Da ich davon ausgehe, dass Leben unendlich ist, wobei Formen durchaus wechseln können, akzeptiere ich jetzt alles mit Gelassenheit.

Im Grunde ent-faltet sich das Geheimnis des Lebens bei jedem Menschen, indem es einem inneren Plan folgt.
Da gibt es dann turbulente Zeiten, in denen man offenbar das Ziel aus den Augen verliert, aber auch ruhige, in denen sich alles sozusagen selber erklärt.

Du wirst mit dem Verstand die Mysterien des Lebens nicht erschließen können; aber vielleicht wirst du eines Tages von einer Erfahrung überrumpelt - vielleicht passieren total andere DInge.
Ich weiß es nicht.
Jeder hat seinen 'Fahrplan' in der Seele; manche können ihn lesen. Ich werde vielleicht im OKtober Martin Zoller im Lanser Hof treffen. Er ist in diesem Bereich brillant und zuverlässig.
  • 14.07.2017, 15:27 Uhr
  • 1
"Ich wollte noch bemerken, dass ich jedenfalls nicht der Meinung bin, die Religion sei als Machtinstrument erfunden worden."

Es gibt hier noch andere Leser, die noch schlichter im Geiste sind und das auch geäußert haben.

"Dies kann man nicht damit entkräften, dass man aufzeigt, wie religiöse Gefühle im Laufe der Jahrtausende entstanden sein könnten. Sicher ist, dass sie, als sie nun einmal da waren, zur Unterdrückung von Menschen benutzt wurden und werden."

Unbestritten. Dazu wurde die Herleitung auch nicht geschrieben.

Gleichzeitig ist Religion als wesentlicher Bestandteil der Kultur unverzichtbar - nicht für jeden Menschen, aber als gesellschaftliches Element.
  • 14.07.2017, 16:14 Uhr
  • 0
Ja, die Rituale der Taufe, Hochzeit und Beerdigung helfen das Leben zu strukturieren und zu dynamisieren.
In den Gemeinden finden Begegnungen statt, man singt und tanzt gemeinsam, man feiert Feste.
Auf den Dörfern ist das oft das einzige kulturelle Zentrum.

Die Deutschen in Polen - und natürlich auch in anderen Ländern - empfanden die konfessionelle Bindung als Halt und Stütze und emotionale Heimat.

Vielleicht ist überhaupt aus der Ein-samkeit des Menschen die Suche nach einem menschlichen (und göttlichen) Gegenüber entstanden.
  • 14.07.2017, 19:31 Uhr
  • 1
Nichts gegen Rituale, wer sie braucht, braucht sie eben.
In gewisser Hinsicht werden sie wohl sinnvoll sein, sonst gäbe es sie nicht. Wir hatten ja anderenorts schon darüber geschrieben, dass Rituale das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gemeinschaft stärken und so der Gruppe nützen.

Aber muss man Rituale unbedingt mit "Göttern" und einem Jenseitsbezug verzieren?
Reicht es nicht, im Rahmen der Familie die Geburt eines Kindes zu feiern, den jungen Eltern alles Gute zu wünschen, bei dieser Gelegenheit das neue Familienmitglied in Augenschein zu nehmen und - falls erforderlich - die Hife der Familie bei der Pflege, Beaufsichtigung etc des Kleinen anzubieten?
Wieso muss es vom Pfarrer mit Wasser übergossen und "in die Gemeinschaft der Gläubigen" aufgenommen werden? Wobei noch ein Aufpasser (Pate genannt) bestimmt wird, der im Namen des Kindes "dem Satan widersagt", "mit all seinen Werken" etc.

Das Ritual, die Geburt eines Kindes zu feiern ist eigentlich unvernünftig (wenn man von der Wirkung auf den Zusammenhalt der Gruppe absieht) aber trotzdem (oder deswegen) zutiefst menschlich. Dagegen spricht absolut nichts. Gegen den religösen Bezug spricht dagegen vieles.
  • 15.07.2017, 09:54 Uhr
  • 1
Edith,
"Vielleicht ist überhaupt aus der Ein-samkeit des Menschen die Suche nach einem menschlichen (und göttlichen) Gegenüber entstanden. "

Der Mensch ist ein Herdentier... Er braucht eine Gruppe von Argenossen, das ist ein tief verwurzelter Instinkt. Unvernünftig vielleicht, aber auch nur schwer auszuschalten. Gemeinschaft macht glücklich.
Wenn man sooo einsam ist, dass man sich einen Gott als Gesellschafter herbeiphantasieren muss, dann ist man schon zu bedauern. Gibt es für einsame Alte wirklich keine andere Alternative als den sonntäglichen Kirchgang?
  • 15.07.2017, 09:59 Uhr
  • 1
Natürlich ist es Dein Recht als Atheist, alles auf die materielle Ebene einzuschränken. Ich frage auch niemanden, ob er mit Wasser getauft worden ist , bevor ich mit ihm rede.

Aber ich kann es nachvollziehen, wenn z.B. in einer Monarchie die Hochzeit des zukünftigen Königs mit viel Pomp in der Kirche gefeiert wird. Da wird ein an und für sich sehr intimes Geschehen - die Zuneigung von zwei Menschen zueinander - auf eine politische und eine religiöse Ebene gehoben und damit wird es- für viele andere - ein Identifikationsmodell.
Es dient dem Zusammenhalt.

Als ich in einem Anfangssemester ein halbes Jahr in London war, staunte ich über die vielen Bilder von der Queen, die im Hostel hingen und von den englischen Studentinnen mit Blumen versehen wurden.
Dieses Ritual vereinte sie zu einer Gruppe.

Dieser Gruppeninstinkt ist eine archaische Komponente.

Warum gehen Männer ins Lokal, um zu trinken? Nein, um sich als Gruppe zu erleben.

Die Entdeckung des Individuums liegt ja auch noch nicht lange zurück. In der Renaissance verschwanden plötzlich die vielen religiösen Motive und Gestalten in der Kunst, und es gab Portraits. Der Einzelne trat in den Vordergrund.

Wer das im spirituellen Bereich schafft, auszuscheren (aus den vorhandenen Gruppen) hat es schwer, denn er wird von den Gruppen misstrauisch beäugt, und alle Sektenbeauftragten stürzen sich auf ihn.

Aber wenn er ein, zwei Gleichgesinnte findet, wird er bei seinem Weg bleiben.
  • 15.07.2017, 10:11 Uhr
  • 1
Ich glaube, ich habe dir eine Antwort gegeben.

Die Angst vor Ein-samkeit scheint sehr groß zu sein, man kann das auf vielerlei Weise beenden, jeder wählt das, was zu ihm passt.
Ich lache auch nicht über die meist alten Frauen, die in einer kirchlichen Gruppe oder am Sonntag sich als Teil einer Gemeinschaft empfinden.

Ich selber lebe zwar allein, habe mich aber noch nie einsam gefühlt. Dafür habe ich zu viele Menschen in meinem Leben, mit denen ich Interessen teile oder die ich liebe.
  • 15.07.2017, 10:22 Uhr
  • 2
Edith,
Ich lache auch nicht über die Witwen, die sich in einer kirchlichen Gruppe wohlfühlen. Das ist doch alles ok.
Die meisten dieser Frauen sind auch gar nicht wirklich religiös. Sie geniessen die vom Pfarrer organisierte Gemeinschaft und machen dem Pfarrer zuliebe das religiöse Brimorium mit, bzw. sie haben sich dran gewöhnt.
Trotzdem finde ich es schade, dass sich keine andere Institution als die Kirchen sich um diese Menschen kümmert.

Um auch mal was Persönliches zu sagen: ich selber könnte nicht alleine leben. Möglicherweise hab ich deswegen meinen Beruf gewählt und denke auch nicht daran aufzuhören, obwohl ich inzwischen Rente bekomme. Es ist einfach schön, wenn laufend Menschen zu mir kommen..
  • 15.07.2017, 14:49 Uhr
  • 1
Das ist sicher eine gute Entscheidung.
Du hast als Aszendent das Waagezeichen. Im Alter lebt man den AC mehr als das Sonnenzeichen.
Waage ist außerordentlich kommunikativ.. Du kannst also dieses Bedürfnis besser ausleben, wenn du weiterhin beruflich aktiv bist.

Ich kenne hier in HD einen Arzt schon seit 40 Jahren, der ist mittlerweile 71 Jahre alt, hat eine Riesenpraxis als Naturheilarzt und Internist, aber arbeitet nicht mehr an allen Tagen.
Mit ihm habe ich diese paranormalen Fotos gemacht

Aivanhof, ein frz. Meister, hat aus ganz anderen Gründen alleinstehenden Frauen empfohlen, in einem Chor zu singen.
Die Gruppenenergie würde sie stabilisieren.

Das Sicherheitsbedürfnis von Menschen wird in der Gruppe befriedigt.
Da Leben und Tod durchaus unsicher machen können, bieten sich solche religiösen Gruppierungen als Hilfe an.
Mir genügt es, wenn ich ein paar Freunde habe, die meine Sicht teilen - und die gibt es glücklicherweise.
  • 15.07.2017, 21:03 Uhr
  • 1
Edith,
"Das Sicherheitsbedürfnis von Menschen wird in der Gruppe befriedigt.
Da Leben und Tod durchaus unsicher machen können, bieten sich solche religiösen Gruppierungen als Hilfe an. "

Fast voll einverstanden. Bloss das Wörtchen "religiös" stört mich. Warum keine anderen Gruppen? Gibt es keine anderen gemeinsamen Interessen als die, die Angst vor der Zukunft mit religiösen Phantasien zu vertreiben?
  • 18.07.2017, 13:21 Uhr
  • 1
Natürlich lässt sich das verallgemeinern. Angst ist eine archaische Emotion. Zu zweit ist sie halbiert, in einer Gruppe wird sie meist reduziert.

Ich habe 'religiös' als Adjektiv gewählt, weil du ja ursprünglich danach gefragt hattest, warum Menschen sich solchen religiösen Gruppierungen anschließen.

Eine Frau, falls sie einer religiösen Lehre folgt, fühlt sich stärker in der Gruppe , weil sie bei Angriffen von außen von anderen Mitgliedern verteidigt werden würde.

Es gibt ja auch durchaus eine gewisse intellektuelle Vereinsamung, wenn jemand etwas zu wissen glaubt, aber von niemandem Unterstützung erfährt.
Erscheint dann aber jemand, der ihn verteidigt, fühlt er sich stärker.
So ist ja sicher der Beruf des Anwalts entstanden.
  • 18.07.2017, 15:03 Uhr
  • 1
"Bloß das Wörtchen "religiös" stört mich. Warum keine anderen Gruppen? Gibt es keine anderen gemeinsamen Interessen als die, die Angst vor der Zukunft mit religiösen Phantasien zu vertreiben?"

Klar: Skat spielen, bis der Arzt kommt!
  • 18.07.2017, 15:53 Uhr
  • 0
Vielleicht verliert ein Arzt im Laufe seines Lebens die Fähigkeit, sich irgendwo einzuordnen, zumal er ja lebenslang der 'Retter in Not' gewesen ist, also eine herausgehobene Stellung hatte.

Überhaupt zuzulassen, dass man in einer Gruppe mehr oder weniger untergeht, erfordert ein Anpassungsvermögen, das vielleicht nicht mehr vorhanden ist.

Die Startbedingungen sind eben immer höchst individuell.

Christian, kennst du das österreichische Ehepaar Ruis?
Nach der Entdeckung von Erla Stefansdottir las ich das Buch "Naturwesen" von diesem ganz erstaunlichen Ehepaar, beide hellsichtig,.
Wenn dies alles erfunden sein sollte, wäre das schon eine Meisterleistung!

Für mich allerdings wieder ein Mosaikstein mehr
  • 18.07.2017, 18:30 Uhr
  • 1
Christian,
Man muss ja nicht zusammen in die Kirche gehen und auch nicht zusammen Skat spielen. Es gibt doch noch mehr Hobbies. Kochen, Basteln, Singen, Musizieren, Wandern, Garten pflegen, Sport, Reisen, politische Parteien,... Warum ausgerechnet Geselligkeit pflegen im Rahmen einer religiösen Gemeinschaft? Nur weil man dort "ewiges Leben" verspricht?
  • 18.07.2017, 21:43 Uhr
  • 1
Was hast du gegen Skat?

Und du meinst wirklich, die Angst vor der Zukunft könnte man damit vertreiben?
  • 18.07.2017, 23:34 Uhr
  • 0
Ein berechtigter Einwand, Christian.

Aber nur, wenn man voraussetzt, dass Menschen Angst vor der Zukunft haben und diese Angst nur durch religiöse Illusionen in den Griff zu kriegen ist.

Nichts gegen Skat, genausowenig wie gegen die von mir oben angeführten Hobbies die die so wichtige Gemeinschaft stiften. Und Gemeinschaft wirkt eindeutig angstlösend. Eigentlich müsste man es umgekehrt formulieren: Einsamkeit macht Angst. Und im Skatclub, Gesangverein, Turnverein usw. ist man nicht mehr einsam.

Natürlich gilt dies auch für religiöse Gemeinschaften. Ich meine mit "religiösen Gemeinschaften" solche, die sich wirklich mit Religion beschäftigen. Die Altennachmittage und Ausflüge, die der Dorfpfarrer mit organisiert, gehören eigentlich nicht dazu. Sie befriedigen das Bedürfnis nach Geselligkeit genauso wie die Mitgliedschaft im Gesangverein.

Religiöse Gemeinschaften wie z.B. Bibelkreise oder Gottesdienste sind da etwas anderes. Wer eine Hoffnung auf ein "ewiges Leben" braucht um seine Ängste vor der Zukunft loszuwerden, ist zu bedauern. Er lebt nicht nur in Bezug auf seinen Tod in einer Welt der Illusionen, er nimmt ja auch andere "Weisheiten" aus der Bibel für bare Münze. Ihm wird eingeredet, wer an einen "Gott" glaubt, sei ein "guter Mensch". Und wer sich an die (überholten und vieldeutig-verschwommenen) Aussagen der Bibel halte, werde dereinst mit der ewigen Seligkeit reich belohnt. Dabei wird er nur von den Kirchenbediensteten an der Nase herumgeführt. Wichtiger noch: es wird ihm das eigene Denken abgenommen, kritisches Nachfragen abgewöhnt, er wird von seiner Religion abhängig und von den Kirchenoberern steuer- und manipulierbar.

Ich hätte ja garnichts gegen diese kirchlichen Altennachmittage mit Kaffeetrinken und Gemeinschaft geniessen, wenn sie nicht so bedenklich nahe an Gottesdiensten und Bibelkreisen wären.
  • 19.07.2017, 08:46 Uhr
  • 1
Ich glaube, in diesem Thread ist niemand, der an solchen Kreisen teilnimmt. Ich habe das mit 21 aufgegeben. Vorher war es ein wichtiger Baustein in meinem Leben. Wir waren gerade aus Norddeutschland nach HD umgesiedelt worden, und es sollte eine neue Heimat werden.
Damals empfand ich die Kirche und alles drum herum als eine Art Brücke in die neue Heimat.

Genau dasselbe berichteten uns die Verwandten, die in die USA ausgewandert waren. Auch ihnen kamen diese christlichen Gemeinschaften sehr hilfsbereit entgegen.

Deshalb habe ich auch gar nichts gegen eine christliche Erziehung. Das ist eine gute Grundlage, sofern man auf jeglichen Zwang verzichtet.

Was wir heute in unserer Gesellschaft erleben, die ja weitgehend auf die christlichen Werte verzichtet, erschreckt mich.
  • 19.07.2017, 09:27 Uhr
  • 1
"Wichtiger noch: es wird ihm das eigene Denken abgenommen, kritisches Nachfragen abgewöhnt, er wird von seiner Religion abhängig und von den Kirchenoberern steuer- und manipulierbar.".

Aufklärung, wie Kant sie versteht, ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit entsteht, wenn man den Verstand abschaltet und auf die Leitung anderer angewiesen ist. Aufklärung bedeutet aber nicht, die Religion zu entsorgen. Die jüdische Emanzipation begann mit der Initiative eines gläubigen Philosophen namens Moses Mendelsohn, der Bildung großschrieb. Auch in Skandinavien richtete sich die Aufklärung nicht wie in Frankreich gegen die Kirche, sondern wurde von einem Pfarrer namens Nikolai Frederik Severin Grundtvig eingeleitet, der in Dänemark die erste Volkshochschule der Welt gründete. Der Ausgang von Grundtvigs Aufklärung war die Frage, was es bedeute, Mensch zu sein und welche Rolle dieser Mensch in seiner Gesellschaft und in seiner Welt spielen solle. "Zuerst Mensch und dann Christ" war Grundtvigs Motto für die Aufklärung. Bildung für alle, die Organisation der Bauern in Verbänden und sein Engagement, das später in die Gründung politischer Parteien für die Arbeiter mündete. Dies waren die Meilensteine, die Grundtvig für die dänische Modernisierung und die Sozialdemokratie legte, worauf der Wohlfahrtsstaat in allen skandinavischen Ländern heute basiert. Die Bedeutung Bischof Kettelers in Mainz für die deutsche Arbeiterbewegung und Sozialgesetzgebung will ich hier gar nicht näher schildern.

Aber deine undifferenzierten Feindseligkeiten zeigen, dass auch Atheisten nicht kritisch nachfragen und von ihren eigenen Vorurteilen manipuliert und gesteuert werden.
  • 19.07.2017, 10:02 Uhr
  • 0
Welch großartige Rolle Religionen in kultureller Hinsicht gerade auch in den westlichen Ländern gespielt haben, darauf habe ich immer hingewiesen.
Die Klöster waren die ersten Bildungseinrichtungen, die Frauen erlaubten, sich weiter zu bilden.
Dort lernte man lesen und schreiben und die alten Sprachen.
Ob es die Bildende Kunst war oder die Architektur oder die Musik, spirituelle Themen waren der Gegenstand - weit bis in die Renaissance hinein.

Die Literatur in den östlichen Ländern,
die Tempelkultur, vor allem in Indien und Ägypten, ist in Stein gehauener Beweis für die Bedeutung der Religion.

Die Aufklärung, die Anerkennung des menschlichen Intellekts, der großartige technische Fortschritt - sind weitere Schritte menschlicher Entwicklung, aber der Humanismus, eine Art Ersatzreligion, hat es nicht geschafft, den Menschen zu einem h u m a n e n Wesen zu machen.

Korruption, Sexueller Missbrauch, infantile Egozentrizität, Haben statt Sein, Verrohung von Sprache und Verhalten im Alltag, Auflösung von Famlie ... verlangen eigentlich eine Änderung.

Sie muss sicher vom Einzelnen erbracht werden.
  • 19.07.2017, 11:25 Uhr
  • 2
Christian,
"Wichtiger noch: es wird ihm das eigene Denken abgenommen, kritisches Nachfragen abgewöhnt, er wird von seiner Religion abhängig und von den Kirchenoberern steuer- und manipulierbar.".

Es ist einfach nicht vernünftig zu bestreiten: wer religiöse Vorstellungen für konkrete Wahrheit hält, hat verlernt, seinen Verstand zu gebrauchen.

Mag ja sein, dass auch Kirchenleute vereinzelt sich um weltliche Dinge kümmerten die die Menschheit vorangebracht haben. Aber den Grundsatz der Religion, "glauben" zu müssen, konnten sie als Kirchenleute gar nicht fallenlassen.

Wenn da ein Kirchenmann für die Gründung von Volksschulen war, darf man wohl davon ausgehen, dass dort Religion an vorderster Stelle gelehrt wurde. Der gute Mann hatte eine Festigung der krichlichen Institutionen im Sinn - Bildung war Nebeneffekt.

Und wenn ein Kirchenmann politische Parteien für Arbeiter gründen half, darf man ebenso davon ausgehen, dass GLÄUBIGE Arbeiter sich darin organisieren sollten. Man hatte wohl erkannt, dass sich die Arbeiterschaft über kurz oder lang sowieso organisieren wird und wollte diese Bewegung kirchlich organisieren und kontrollieren.

Dasselbe geschieht ja auch heute noch, wo die Kirchen sich "sozial" engagieren bei Krankenhäusern, bei Schulen, bei "wohltätigen" Organisationen etc. Überall steht die kirchliche Einflussnahme im Hintergrund. In einer kirchlichen Schule wird immer Religionslehre von entsprechend eingestellten Lehrkräften vermittelt werden. Kirchliche Entwicklungshilfe wird immer auch mit ein bisschen (?) Missionierung in den Entwicklungsländern verbunden werden.

Der Grund für die Kirchen, solche eigentlich fortschrittlichen Dinge zu unterstützen, ist immer der Erhalt und Ausbau der kirchlichen Macht und des kirchlichen EInflusses.

Die schändliche Forderung, religiöse Vorstellungen "glauben" zu müssen - unter Androhung ewiger Höllenqualen - wird die Kirche niemals fallen lassen. Das würde sie in ihren Grundfesten erschüttern.
  • 20.07.2017, 09:26 Uhr
  • 0
Edith,

"Welch großartige Rolle Religionen in kultureller Hinsicht gerade auch in den westlichen Ländern gespielt haben, darauf habe ich immer hingewiesen. "

Ja, schon. Ich hab ja auch nie behauptet, dass die Kirchen NUR Schlechtes produziert hätten.

Aufgrund ihrer Machtstellung hat die Kirche - ähnlich wie die Höfe der weltlichen Herren - auch Musik und Malerei gefördert. Selbstverständlich nur soweit, wie auch die religiöse Lehre nicht beeinträchtigt wurde. Großartige Messen, geniale Malerei in den Kirchenräumen waren Mittel, die kirchliche Macht zu stärken und nicht etwa Folge einer zweckfreien Kulturförderung.

Dein Vorwurf, der Humanismus habe es nicht geschafft, den Menschen zu einem "humanen" Wesen zu machen, greift zu kurz.
Zum Ersten hat das auch die Religion nicht geschafft - und die hätte ja nunn schon seit Jahrunderten Gelegenheit dazu gehabt.
Zum Zweiten ist der Humanismus ja noch nicht sehr verbreitet - noch immer sind die Kirchen im Rennen und kämpfen gegen die humanistischen Prinzipien.
Zum Dritten ist es ja gar nicht genau definiert, was man unter einem "humanen" Wesen verstehen soll und ob dieses Ziel überhaupt erreichbar ist.

Ich bin sicher, dass die Welt eine bessere wäre, wenn man den Einfluss der Religion schon früher zurückgedrängt hätte. Genauer gesagt: wenn man der kritischen Vernunft schon früher den Vorzug gegeben hätte vor religiösen Ideologien, aber auch vor nationalistischen und kommunistischen Wahnvorstellungen. Uns wäre viel erspart geblieben.
Der Weg zu einem "humanen" Menschen führt vom tumben Urmenschen über den von religiösen Ideen geplagten hin zum vernünftig denkenden Menschen.
  • 20.07.2017, 10:29 Uhr
  • 0
"Es ist einfach nicht vernünftig zu bestreiten: wer religiöse Vorstellungen für konkrete Wahrheit hält, hat verlernt, seinen Verstand zu gebrauchen."
Im Gegenteil, es ist einfach nicht vernünftig, zu meinen, weil man einen Glauben hat, verlernt hat seinen Verstand zu gebrauchen. Die gesamte westliche Zivilisation wurde von Menschen entwickelt, die ihren Verstand gebraucht und auch geglaubt haben.

" Aber den Grundsatz der Religion, "glauben" zu müssen, konnten sie als Kirchenleute gar nicht fallenlassen."

Und warum hätten sie das tun sollen? Etwa um auf das Niveau zu der hier diskutierenden Atheisten zu kommen, die nicht mal deutsch können und Glauben mit Wahrnehmung geichsetzen?

"Wenn da ein Kirchenmann für die Gründung von Volksschulen war, darf man wohl davon ausgehen, dass dort Religion an vorderster Stelle gelehrt wurde. Der gute Mann hatte eine Festigung der krichlichen Institutionen im Sinn - Bildung war Nebeneffekt."

Woher weißt du das? Hast du einen auch nur allerkleinsten Beleg für diese Unterstellung? Der skandinavische Sozialstaat aus dem Bibelstudium? Und selbst wenn es so wäre: Die Atheisten haben, soweit ich sehe, nichts dergleichen auf die Beine gestellt, nicht mal eine Kranken- oder Sozialversicherung!

"Und wenn ein Kirchenmann politische Parteien für Arbeiter gründen half, darf man ebenso davon ausgehen, dass GLÄUBIGE Arbeiter sich darin organisieren sollten. Man hatte wohl erkannt, dass sich die Arbeiterschaft über kurz oder lang sowieso organisieren wird und wollte diese Bewegung kirchlich organisieren und kontrollieren."

Und man darf weiterhin davon ausgehen, dass hier die von mir diagnostizierte atheistische Paranoia in Reinkultur zum Ausdruck kommt. Auf jeden Fall ist der gesellschaftliche Fortschritt nicht bei den Atheisten zu suchen, geschweige denn zu finden.

"Der Weg zu einem "humanen" Menschen führt vom tumben Urmenschen über den von religiösen Ideen geplagten hin zum vernünftig denkenden Menschen."

Was ich hier als behaupteten Endpunkt vorgeführt bekomme, ist rückschrittlichster kultureller Analphabetismus, an primitiven Schlagworten und völlig unkritisch vorgebeteten Behauptungen nicht mehr zu unterbieten. Nichts, aber auch gar nichts aus dieser Ecke hat bislang einer kritischen Nachprüfung standgehalten. Und das soll die Zukunft sein?

Gott bewahre.
  • 20.07.2017, 11:57 Uhr
  • 0
Gott bewahre.

Die Theosophen gehen davon aus, dass der Mensch gerade in der vierten Erdenrunde angekommen ist und noch sehr weit vom Ziel entfernt ist.
Danach soll sich der fortgeschrittenen Mensch nicht nur mit seinem Sinnesapparat zufrieden geben, der es ihm gerade erlaubt, die Welt der Materie zu erfassen, sondern er soll imstande sein, die angrenzende Dimension, (ätherische, Welt der Naturwesen, s. Ruis, Stefansdottir) zu erfassen.
Die nächsten Entwicklungsschritte seien dann: Hellsehen und Hellhören (Telepathie).

Was heute noch als 'merkwürdig' oder in Deiner Formulierung, Volker, als 'verrückt' angesehen wird, gehört also zu den fortgeschritteneren Stufen der Menschheit.
Soweit die Theosophie.

Ich lese gerade Deepak Chopra, einen indischen Arzt, der aber in den USA lebt und natürlich östliche und westlic he Erkenntnisse verbindet. Klug UND spirituell.
Warum sollte das eine das andere ausschließen?
  • 20.07.2017, 12:53 Uhr
  • 0
Oh weh. Volker will uns doch zum Affen zurückentwickeln, der einen Computer bauen und bedienen kann.

"Genauer gesagt: wenn man der kritischen Vernunft schon früher den Vorzug gegeben hätte vor religiösen Ideologien, aber auch vor nationalistischen und kommunistischen Wahnvorstellungen".

Volker, du weißt doch überhaupt nicht, was kritische Vernunft ist. Wo du postest, ist davon doch weit und breit nichts zu sehen.
  • 20.07.2017, 14:16 Uhr
  • 0
Christian,
" Aber den Grundsatz der Religion, "glauben" zu müssen, konnten sie als Kirchenleute gar nicht fallenlassen."

Und warum hätten sie das tun sollen?"

Aber Christian, das ist doch soo klar: damit sie wieder glaubwürdig werden. Ich kann doch niemandem vertrauen, der mich in einem fort anlügt und mir Märchen erzählt.

"Was ich hier als behaupteten Endpunkt vorgeführt bekomme, ist rückschrittlichster kultureller Analphabetismus,.."

Ich habe keine "Endpunkt" definiert. Ich vermute, dass sich die Menschheit in Richtung "vernünftig denkender Mensch" entwickelt. Emotionen und Triebe werden sicher auch in der Zukunft ihre Rolle spielen. Es sollte aber so weit kommen, dass der Durchschnittbürger nicht mehr auf plumpe Lügen hereinfällt sondern diese rational als solche erkennt. Einen "rückschrittlichen kulturellen Analphabetismus" vemag ich darin nicht zu erkennen. Ausser, man will einen religiös geführten Staat für wünschenswert halten. Glücklicherweise sind das nur ein paar Fanatiker.
  • 20.07.2017, 18:20 Uhr
  • 0
Wie definierst du denn Lüge, Volker?
Für dich ist es z.B., eine Lüge, dass Mars-Transite sich im Leben von Menschen entsprechend auswirken.
Für mich ist es eine Wahrnehmung, die sich hundertrmal bewahrheitet hat.

Ich denke, wir müssen jedem Menschen zugestehen, sich sein Weltbild auf der Grundlage seiner spezifischen Lebenserfahrungen zu bilden.

Wir können nur erzählen, mehr nicht. Urteile sind meist Vor-urteile, denn wir kennen den anderen meist nicht gut genug.

Ich finde es wunderbar, v e r s t a n d e n zu werden, dazu bedarf es aber einer großen intellektuellen und emotionalen Nähe. Und die hat man eben meist nur im realen Leben.

Hier bei wize.life lernt man die Klingen zu kreuzen und seine Verletzungen zu heilen.
  • 20.07.2017, 18:43 Uhr
  • 0
"Aber Christian, das ist doch soo klar: damit sie wieder glaubwürdig werden. Ich kann doch niemandem vertrauen, der mich in einem fort anlügt und mir Märchen erzählt."

Nun, du kannst deinen Grundsatz, auf keinen Fall etwas anzuerkennen, was nicht Materie im klassischen Sinne ist, fallen lassen, obgleich es widerlegt ist.

Und das mit dem Anlügen ist schlichtweg polemischer Unsinn.

Nicht alles, was du nicht verstehst, ist deshalb schon ein Märchen. Gottseidank richtet sich die Wirklichkeit nicht nach deinem Horizont.

Du hast da ein klares Defizit, das sich bemerkbar macht, wenn du Kunst beschreibst.

Hat eine gewisse Ähnlichkeit mit pathologischem Narzismus: Diese Menschen sind unfähig zur Empathie. Es gibt Neurologen, die behaupten, dass eine bestimmte Partie im Schläfenlappen verkümmert sei. Ich habe die schon an anderer Stelle gezeigt, dass das, was nicht Vernunft ist, bei dir offenbar im Gehirn kein Areal hat, weshalb ein Gemälde eben eine Ansammlung von Pigmenten ist, die von einem evolutionär entwickelten Instinkt in eine bestimmte Form gebracht wurde, die beim Betrachter bestimmte neuronale Reaktionen, den "Kunstgenuss" auslöst.

Mit dieser Behinderung musst du dich eben abfinden.
  • 20.07.2017, 20:18 Uhr
  • 0
Christian, muss ich jetzt Volker in Schutz nehmen?

Ich sehe die Situation als Endergebnis eines langen Lebens, in dem es immer um Kranke ging, die etwas h a b e n wollten.
Wenn man da nicht sein Mitgefühl r a t i o n i e r t , könnte man vielleicht selber krank werden.
Vielleicht hat Volker nur sein dickes Fell noch nicht abgestreift.

Ich erinnere mich an meine 2 Sprechstunden in der Woche, danach war ich immer total erschöpft.
EInen Vortrag zu halten, ist viel kurzweiliger und lange nicht so anstrengend.
  • 20.07.2017, 21:27 Uhr
  • 0
Ach was. Ich habe jede Menge Ärzte in der Familie, einer sogar in einer Psychiatrie. Denen geht es bestens. Mein früherer Hausarzt hatte Villa und Segelboot an der Côte d'Azur. Mein jetziger hat ein Sammlung Oldtimer. Keiner hat solche geistigen Aussetzer, wie sie bei Volker an der Tagesordnung sind. Er selbst macht mit Zufriedenheit über sein Rentenalter hinaus weiter (merkwürdig, weil die Kassen nur ein Höchstalter finanzieren. Aber vielleicht hat er Privatpatienten. Aber so genau kenne ich mich nicht aus.)
  • 20.07.2017, 23:45 Uhr
  • 0
Ich habe auch 8 Ärzte in der Familie.
Natürlich geht es ihnen finanziell gut. Aber das ist doch nicht alles!!!
Einer von meinen Cousins war nicht glücklich in diesem Beruf., der war aber eher ein Geisteswissenschaftler., und setzte dieses Studium nur noch obendrauf, wg. seiner Brüder.

Eine gewisse Dickfelligkeit muss man allerdings haben.
  • 21.07.2017, 09:16 Uhr
  • 0
Edith,
Vielen Dank für die Verteidigung.
Bevor ich zur Sache komme, wollte ich noch schnell ein paar Irrtümer bei Christian aufklären:

"merkwürdig, weil die Kassen nur ein Höchstalter finanzieren. "
Es wäre wirklich merkwürdig, wenn die Kassen ein Höchstalter finanzierten. Ich weiss, er meint, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen eine Altersgrenze für die kassenärztliche Tätigkeit festgesetzt hätten. Aber das ist lange vorbei. Im Rahmen des 30-jährigen "Schweinezyklus" sind wir grade wieder beim Ärztemangel angekommen, wie vor 37 Jahren, als ich hier anfing. Man ist froh um jeden, der bereit ist, diesen doch angeblich so lukrativen Beruf auszuüben. Aber vielleicht haben Christians Verwandte ja ein besseres Händchen, was das Ausschlachten der finanziellen Möglichkeiten betrifft. Ich jedenfalls bin nicht geldgierig und brauche weder ein Segelboot noch eine Oldtimersammlung.

Ich beschäftige mich lieber mit den Dingen im Leben, die ICH für wichtig halte.
  • 21.07.2017, 10:39 Uhr
  • 0
Sehr gut. Aber das sind sicher nicht Dinge, die krank machen.
  • 21.07.2017, 10:47 Uhr
  • 0
So, jetzt zum eigentlichen Thema:

"Nun, du kannst deinen Grundsatz, auf keinen Fall etwas anzuerkennen, was nicht Materie im klassischen Sinne ist, fallen lassen, obgleich es widerlegt ist."

Ich erkenne durchaus etwas an, auch wenn es nicht Materie im klassischen Sinne ist. Als vordiplomierter Mathematiker hab ich mich sehr viel mit Dingen beschäftigt, die nicht Materie im klassischen Sinne sind...

Allerdings behauptet die Kirche ja, dass die Auferstehung Jesu und die zukünftige Auferstehung der Toten durchaus zu den materiellen Dingen gehört: es soll sich ja angeblich um eine leibliche, also materielle Auferstehung handeln. Dasselbe gilt für die geheimnisvolle Verwandlung von Oblaten in Menschenfleisch, auch das wird als Vorgang dargestellt, der im Rahmen der Materie im klassischen Sinne ablaufen soll.

Pardon, Christian, das sind hanebüchene Lügen.

Jeder, auch der Priester weiss ganz genau, dass weder eine leibliche Auferstehung stattgefunden hat oder stattfinden wird und dass die Oblate eine Oblate bleibt.

Warum lügt die Kirche ihre Anhänger an? Warum lassen sich die "Gläubigen" das gefallen?

Gut, ich weiss, du regst dich auf, wenn ich jetzt schreibe, dass sich das immer weniger Menschen gefallen lassen. Trotzdem muss es gesagt werden.
  • 21.07.2017, 11:52 Uhr
  • 0
"Jeder, auch der Priester weiß ganz genau, dass weder eine leibliche Auferstehung stattgefunden hat oder stattfinden wird und dass die Oblate eine Oblate bleibt."

Woher weißt du, was der Priester weiß?

Ist ja gut.
<tätschel, tätschel>
  • 21.07.2017, 15:00 Uhr
  • 0
Also ich finde diese Priesterverehrung in der katholischen Kirche auch total unverständlich.
Mir hat ja hier jemand vorgeworfen, ich hätte es immer mit 'Meistern' zu tun, und in der Tat, ich habe das im Osten gelernt, dass jemand als Meister verehrt wird, wenn er die Erfahrung der Erleuchtung gehabt hat.
Und das IST tatsächlich eine solche überwältigende Erfahrung, dass der Erfahrene alle anderen weit an Wissen überragt.
Aber Priester haben davon leider gar keine Ahnung. Es sind Menschen wie du und ich.

Allerdings: Und nun widerspreche ich mir selber :

Mich haben die Wasser-Experimente von Masuru Emoto, ein em japanischen Wissenschaftler, SEHR überrascht. Die Ergebnisse - optisch erfassbar, hat er in zwei Büchern zusammengefasst, die jeden Skeptiker überzeugen müssten.

Er fand heraus, dass Gedanken, ein Vers aus der Bhagavadgita, das Gefühl 'Dankbarkeit' etcetc Wasser v e r ä n d e r t. Er kühlte das Wasser herab, bis es Eis war und entdeckte, dass jeder Gedanke, jedes Gefühl eine entsprechende Struktur im Eis hervorrief, manche von zauberhafter Schönheit.

Ich habe ihn einmal auf der Basler PSI Messe erlebt, Er zeigte da einen FIlm über seine Forschung. Es zeigte die Überlegenheit des Geistes über die Materie an.
Das WUNDER der Transformation.

Wenn also der Priseter ein paar heilige Worte spricht oder betet, verändert sich die Oblate tatsächlich!

Das ist auch der tiefe Sinn hinter einem Tischgebet.

Das war einer meiner ersten Beiträge hier: "Das Supremat des Geistes".
  • 21.07.2017, 16:25 Uhr
  • 0
Volker, lies das bitte oder beschäftige dich mal mit Emoto.
  • 21.07.2017, 16:28 Uhr
  • 0
Edith,
Ich wills mal googeln
  • 21.07.2017, 17:36 Uhr
  • 0
Googlen in allen Ehren - der breite schnelle Pfad zu oberflächlichem und zeitgeistbestimmtem Wissen.

Damit ist man als Geisteswissenschaftler nicht zufrieden. Man betreibt Quellenstudium.

Dein Artikel über die Stefansdottir, Chritian, ist eine löbliche Ausnahme. Er ver-urteilt nicht, er ist neutral.
  • 21.07.2017, 18:37 Uhr
  • 0
Ich komme dir gern zuvor. Ich habe das englische wikipedia gelesen. Natürlich wird alles in Frage gestellt. Ich weiß nur nicht, wie dann solche wunderbaren Fotos entstehen können. DAS sollten doch die Skeptiker als Gegenbeweis vorbringen.
Und jeder Wissenschaftler würde sich mit diesem komischen Kauz Randi nicht auf ein Experiment einlassen. Das verbietet die Selbstachtung.

Ich w e i ß aus eigener Erfahrung, dass Emoto recht hat. Da der menschliche Körper aus 70 % Wasser besteht und auch dieses Wasser natürlich auf Suggestionen reagiert, kann man sehr leicht die eigene Gesundheit steuern.

Ich bin dafür ein sehr gutes Beispiel. Ich lasse zweimal im Jahr eine Blutanalyse machen, und alle sind über die Werte verblüfft.
Aber für Dich als Arzt ist das natürlich alles Humbug. Das stört mich nicht weiter.
Jeder ist für die Qualität seines Lebens zuständig
  • 21.07.2017, 19:00 Uhr
  • 0
"Dein Artikel über die Stefansdottir, Chritian, ist eine löbliche Ausnahme. Er ver-urteilt nicht, er ist neutral."

Danke, ich glaube, das gilt für alle meine Artikel, sonst würden sie bald gelöscht.
  • 21.07.2017, 19:09 Uhr
  • 1
Edith,
Man muss ja mit irgendwas anfangen, am Besten immer mit googeln.
Emoto war also ein japanischer Parawissenschaftler, der vor ein paar Jahren verstorben ist.
Im Google-Video erzählt er davon, dass er Wasser einfriert und die Eiskristalle unter dem Mikroskop betrachtet. Dabei macht er offensichtlich Reklame für eine Mineralwasserfirma.

Edith, ich wollte mir das ganze Video nicht reinziehen, es langweilt mich.
Was soll schon Besonderes daran sein, dass Wasser aus verschiedenen Quellen (mit verschiedenen Verunreinigungen) auch verschiedene Eiskristalle ergibt.

Wenn du mir einen Tipp gibst, wo das Ganze interessant wird, werde ich da gerne nachschauen.
Aber schon die Bezeichnung "Parawissenschaftler" lässt nichts Gutes vermuten.
  • gerade eben
  • 0
Wiki sagt:
Der Ausdruck Parawissenschaften (griechisch para- „neben, darüber hinaus“) bezieht sich auf Erkenntnisansprüche, die sich am Rande oder außerhalb der akademischen Wissenschaften befinden.[1]

Parawissenschaft bezeichnet meist einen Oberbegriff für einerseits Pseudowissenschaften und andererseits Ansprüche auf alternative Erkenntnisse, die selbst gerade keinen Anspruch erheben, überhaupt wissenschaftlich zu sein. Auch für Letztere wird in dieser wertenden Verwendung ausgesagt, dass die dabei beanspruchten alternativen Erkenntnisse irrig seien.[2] Wird ein Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben, dann wird eine Parawissenschaft direkt als Pseudowissenschaft bezeichnet.[3]
  • gerade eben
  • 0
Ja, ja, Personen, die sich rein oberflächlich mit DIngen beschäftigen, die ihnen suspekt sind, sollte man nicht veranlassen, einmal ein Buch in die Hand zu nehmen.
Bevor Erkenntnisse als 'wissenschaftlich' bezeichnet werden können, durchlaufen sie meist eine Phase als Hypothese.
Wer vor Hypothesen zurückscheut, ist eben nicht informiert.

Das Buch mit den Fotos der Kristalle ist absolut überzeugend. In Basel waren es 3000 Besucher, darunter Hunderte von Wissenschaftlern, die außerordentlich beeindruckt waren und dies anschließend auch öffentlich kund taten.

"Reklame für eine Mineralwasserfrima ..." - so ein blöder Quatsch!
Da drückt sich eine Art zu denken aus, die mich geradezu abstößt.
  • gerade eben
  • 0
Aber Edith,
In dem Video bezeichnet Emoto den Chef der Mineralwasserfirma als seinen Freund. Und er zeigt Fotos von ebendiesem Mineralwasser als Eiskristalle. Natürlich sind diese Kristalle besonders schön...
So ein Parawissenschaftler muss ja auch von was leben und Geld kann man ja immer gebrauchen. Ich würde mein letztes Hemd verwetten, dass Emoto für diesen Vortrag von ebendieser Firma gut bezahlt wurde.
Aber egal, ich wollte dich ja nur bitten mir zu sagen, was die eigentlich interessante Erkenntnis des Herrn Emoto ist. Das Wasser beim Gefrieren verschiedene Kristalle bilden kann, das ist trivial.
Und ich mag mir nicht stundenlang solche Bücher und Videos reinziehen. Ich möchte zum Punkt kommen.
  • gerade eben
  • 0
In der Tat, Emoto kann durch sein Verfahren
1. die Q u a l i t ä t des Wassers nachweisen, indem er Flüsse in Japan, Leitungswasser und Quellwasser derselben Prozedur unterzieht, es eben herabkühlt, bis sich dann unterschiedliche Kristalle bilden.
Verschmutzte Gewässer zeigen hässliche ungeordnete Kristalle, Quellwasser außerordentlich schöne.

2. Emoto zeigt, dass eine GEISTIGE BEEINFLUSSUNG die Qualität von Wasser verändern kann und zwar zu schönen und chaotisch hässlichen Kristallen.

Diese Ergebnisse hat er in seinem wunderschönen Buch zusammengestellt, und jedem halbwegs intelligenten Menschen leuchtet dies als einwandfreies wissenschaftliches Experiment ein.

Aber da Du total im pseudointellektuellen Kerker lebst, findest du immer eine Made im Apfel, und wenn es geht, steckst du die Made in den gesunden Apfel _ denn es geht nicht um Wahrheitsfindung, sondern um Bestätigung von verfestigten Vorurteilen.

Ich staune über meine Geduld ! ! !
Aber die ist jetzt endlich aufgebraucht.
  • gerade eben
  • 0
Edith,
Aha.
Also, dass Wasser beim Gefrieren unterschiedliche Kristalle bildet und dass diese davon abhängen, wie sauber das Wasser ist, das ist trivial, ich sagte das schon.

Bleibt die Sache mit der "geistigen Beeinflussung".
mit welchen geistigen Mitteln beeinflusst den der Herr Emoto das Wasser bzw. die Kristalle? Durch seinen Willen oder durch irgendwelche Zeremonien?
Ist das Ergebnis signifikant?
Kann er beeinflusstes und nicht beeinflusstes Wasser anhand der Kristalle unterscheiden OHNE vorher zu wissen, ob es beeinflusst wurde? Immer, manchmal, gelegentlich?

Warum sind seine Ergebnisse "parawissenschaftlich"? Warum nicht einfach wissenschaftlich? Hat man sich egen ihn verschworen?
  • gerade eben
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Muss drüber nachdenken...
  • 09.07.2017, 08:12 Uhr
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Jetzt müsste ich auf Deinem Schreibtisch auftauchen.
  • 09.07.2017, 09:46 Uhr
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nach dem 2. satz musste ich leider schnellstens aufhören weiterzulesen.
  • 09.07.2017, 00:19 Uhr
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War das Bier alle?
  • 09.07.2017, 18:22 Uhr
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ich trinke eher wein. manchmal single malt.

aber was hat das mit dem text des ambitionierten erklärbär´s zu tun? das ist orthographisch, syntaktisch und semantisch ein desaster. und was soll da philosophie sein? ein brei von irgendwelcher, woher auch immer, übernommener soziologie, gemixt mit darwinistischen brocken, angeblich wahrheitstriefenden geschichtsfetzen und was weiss ich.

na was soll´s.
  • 10.07.2017, 03:07 Uhr
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Ziemlich weithergeholt, dieser Kommentar...
  • 16.07.2017, 13:20 Uhr
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