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Italienisches Gericht erlaubt Obdachlosen, Lebensmittel zu stehlen

Italienisches Gericht erlaubt Obdachlosen, Lebensmittel zu stehlen

News Team
05.05.2016, 17:23 Uhr
Beitrag von News Team

Hungernde Menschen dürfen in Italien ab sofort Lebensmittel in kleinen Mengen stehlen. Das entschied laut "Focus Online" jetzt der Oberste Gerichtshof.

Ein 36-jähriger Ukrainer hatte 2011 in einem Supermarkt in Genau zwei Stückchen Käse sowie eine Würstchen-Packung mitgehen lassen wollen. Nachdem der Ladendetektiv den Obdachlosen erwischt hatte, wurde der Mann zu einer Haftstrafe von sechs Monaten und 100 Euro Geldstrafe verurteilt. Dabei lag der Wert der Lebensmittel gerade einmal bei vier Euro.

"Existenzielles Bedürfnis nach Nahrung"

Der oberste Gerichtshof hob das Urteil nun komplett auf. Der Mann habe "aus einem unmittelbaren und existenziellen Bedürfnis nach Nahrung" heraus gehandelt. In diesem Fall sei das Recht auf Überleben stärker als das Eigentumsrecht des Supermarkts. Der körperliche Zustand des Obdachlosen bei seiner Festnahme habe gezeigt, dass dieser Notfall gegeben war.

Der Täter selbst war vom Urteil überrascht. Er war eigentlich nur in Berufung gegangen, um der Haftstrafe zu entgehen und die Geldstrafe zu drücken, da er 100 Euro niemals hätte aufbringen können.

In den italienischen Medien fand das Urteil breite Zustimmung. So schrieb beispielsweise "La Stampa":

Es solle jeden daran erinnerin, dass in einem zivilisierten Land auch die ärmsten Menschen nicht verhungern sollten.

Diese lustige Aktion der neuseeländischen Polizei hat im Internet einen neuen Boom ausgelöst


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3 Kommentare

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Dieses Urteil sollte in Deutschland Nachahmer finden. So viele Lebensmittel werden von Supermärkten weggeworfen, da sollte über einen Diebstahl in wirklich kleinen Mengen hinweg gesehen werden. Übrigens, was für Migranten gilt sollte auch für deutsche (und andere) Obdachlose gelten.
  • 05.05.2016, 19:39 Uhr
  • 0
Vllt. habe ich das mit den Migranten etwas irrtümlich ausgedrückt. Dies war ironisch gemeint, weil Ladendiebstahl von Migranten nicht mal zur Anzeige kommt. Ich gebe immer etwas wenn jemand bettelt, bringe regelmäßig Kleidung zur Heilsarmee. Schlimm ist es, dass so etwas in einem wohlhabenden wie Deutschland überhaupt möglich ist und dass diesen Menschen nicht sinnvoll geholfen wird.
  • 06.05.2016, 13:49 Uhr
  • 1
Schlimm finde ich die Selbstbedienung unseres Staates an unserem Einkommen. Durch ständig neue Erlasse und Verordnungen wird uns immer mehr Geld aus der Tasche gezogen und keiner merkt es. z.B. Rentenerhöhung. Prima, jetzt müssen viele Rentner mit kleiner Rente auf einmal Steuern zahlen. Früher brauchten Renter keine Krankenkassebeiträge zahlen usw. usf. Diese Auszählung ließe sich endlos fortsetzen.
  • 06.05.2016, 13:51 Uhr
  • 0
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