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Völlig abgespalten ist typisch Deutsch ?

Völlig abgespalten ist typisch Deutsch ?

Peter Leopold
11.05.2016, 05:04 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Ist der Mensch dafür gemacht, isoliert zu leben, obwohl diese Isolation weder selbst verursacht, noch erwünscht ist ? Kann man auf Dauer abgegrenzt in gesellschaftlicher Verbannung leben ohne irgendwann durchzudrehen und Verhaltensweisen zu zeigen, die uns fernab jeder Norm erscheinen ? Und kann man sich überhaupt gegen Vorurteile wehren, wenn sie nur lange genug in den Köpfen waren?

Eine begrenzte Zeit mag das möglich sein wenn man Licht am Ende des Tunnels sieht. Aber dauerhafte Perspektivlosigkeit führt zu Wesensänderungen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Querulantentum abgetan wird. Und dann ist das bewusste Abkapseln von gültigen Normen nur ein Symbol für ein größeres gesellschaftliches Problem, denn es ist einfacher, sich seine eigene Welt zu bauen, als sich selbst "normberecht" anzupassen damit man Anderen genau so passt, wie es gewünscht wird.

Der böse Gartenzwerg-mordende Nachbar gehört wohl zur selben Kategorie, wie der frustrierte Beamte, der zwischen Dienstanweisungen im Berufsleben und Wochenendbefehlen der zänkischen Schwiegermutter pendelt. Sie werden sich irgendwann von den gesellschaftlichen Klammern befreien - der Eine früher, der Andere später. Und dann gibt es eine Gruppe, die gesellschaftlich eine überaus negative Beachtung findet: Die Parallelgesellschaften. Ein direkter Vergleich zu den anderen Beispielen wäre aber zu kurzsichtig.

Das Problem liegt tiefer und irgendwann interessieren die Ursachen dafür niemanden mehr. Doch die Ablehnung wird größer und aus der Ablehnung wird Hass, der nicht mehr kontrollierbar ist. Gleichberechtigung wird besonders im deutschsprachigem Raum mit Gleichmacherei verwechselt. Solange Jeder in´s Bild passt, das die Gesellschaft gezeichnet hat, erntet man zumindest Gleichgültigkeit. Aber das ist zuviel der Erwartung, denn damit wird auch gefordert, die eigene Persönlichkeit aufzugeben und sich völlig zu unterwerfen. Das Wort "Versklavung" trifft es wohl ganz gut, doch es wird in bezug auf das eigene Verhalten weitgehend vermieden. Der Modebegriff "Integration" wird in den meisten Fällen falsch verstanden und es wird mehr erwartet, als sich "nur" an bestehende Gesetze zu halten. Ob es nun Flüchtlinge sind, deren Aufenthalt ohnehin beschränkt wäre, oder Zuwanderer mit einer langfristigen Planung... Alle haben am besten deutscher als Deutsch zu sein.

Es bleibt demnach nur die Frage, was passieren würde, wenn sich Andere tatsächlich zu 100% anpassen würden mit denselben "Werten" wie Neid, Missgunst, Fremdenhass und Gier. Immerhin - auch diese Dinge gehören zum Bild des Deutschen und man kann froh sein, dass auch nicht jeder Deutsche "typisch Deutsch" ist.

11 Kommentare

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Werter Peter ich gehe mit Deinem Bild von unserer Mitbürger nicht konform. Es gibt Mitmenschen die gehören zur Willkommensgruppe, dann gibt es Menschen die sind zurückhaltend und warten und die dritte Gruppe ist von vorn herein skeptisch, weil sie sehr oft negative Erlebnisse mit Moslime hatten. Alle die aus der dritten Gruppe sehen sich derzeit in vielem bestätigt. Halten Sie es für gut, wenn moslemische Männer nicht nur vor Frauen keinen Respekt haben oder männlich Katholiken nachts prügel androhen, wenn sie nicht mit Ihnen beten gehen? Das sind alles Auswüchse von Flüchtlingen die bei uns Schutz suchen. Ca. 500 m von meinem Haus in D findet pro Woche eine Schlägerei oder eine Messerstecherei statt. Ja alles zur allgemeinen Belustigung der umliegenden Wohnungen und die Polizei läßt sich mit ihrem kommen genügend Zeit, damit sich die Herrschaften austoben können. Da kann ich nur sagen: Danke Frau AM. Von den Willkommensklatscher hört man nichts mehr.
  • 11.05.2016, 16:27 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Zum Einen ist das NICHT die Kultur dieser Leute, sonder vermutlich Frust. Und dann sieht die Kriminalstatistik der deutschen Bevölkerung in Bezug auf häusliche Gewalt auch nicht besser aus. Es fällt nur mehr unter den Tisch, weil da gerne weg gesehen wird...
  • 11.05.2016, 16:35 Uhr
  • 2
Vielleicht in einer Stadt aber nicht auf dem Land. Peter
  • 11.05.2016, 16:38 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Auch, wenn es auf dem Land im Allgemeinen besser aussieht, besteht der Unterschied in erster Linie darin, dass man am Land noch mehr versucht, "Skandale" zu vermeiden...
  • 11.05.2016, 16:45 Uhr
  • 2
Das denke ich auch....auf dem Land ist die "Angst" vor Blamage und der "Bewertung" durch Nachbarn viel größer, als in der Stadt.
@PH...Das Verhalten der "modernen Deutschen" ist auch nicht auf das Verhalten für oder gegen muslimische Mitbürger ( auch Flüchtlinge sind für mich Mitbürger, so lange sie hier im Land leben ) reduzierbar.
Neid und Mißgunst haben bei den Deutschen mehr "Tradition" und sind zumindest ausgeprägter, als oft in anderen Kulturen/Ländern. Seit dem Bestehen einer globalen Wirtschaftswelt werden solche "Eigenschaften" immer deutlicher...grad' im eigenen Land.
Das letzte Drittel deines Kommentares empfinde ich...so, wie du es schilderst...als perfide. Sind das Spekulationen von dir, dass die Polizei bewußt spät kommt oder ruft sie niemand? Auch dich scheinen Schlägereien ja sehr zu belustigen...weil es Ausländer sind??
Da fängt beim eigenen Verhalten doch schon die gleichgültige und von Ablehnung geprägte "Haltung" an.
In deinem Kommentar kommt aus meiner Sicht mal wieder der Satz zum Tragen:" Übertreibung macht anschaulich" !!
  • 12.05.2016, 06:36 Uhr
  • 3
Ich habe es schon immer geschrieben, daß ich gegen die Vielzahl von Zuwanderern bin. Einzelne und ältere Muslime haben bislang selten einen Kummer bereitet. Das Problem sind die jungen Mosleme, die glauben ihnen gehört die ganze Welt. Geht doch einmal in Schulen. Viele Lehrkräfte haben z.T. Angst vor diesen Schülern. Siehe Dokumentarfilme.
  • 12.05.2016, 09:51 Uhr
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Ich schreibe hier nicht explizit über das Verhalten von Muslimen.
Ich bin es auch leid, von ausschließlich Negativbeispielen....besonders in dieser übertriebenen Form, wie du es machst....zu lesen.
Mach' einen konkreten Vorschlag, wohin Menschen aus Krieg, Bomben und Folter fliehen sollen...wenn sie vielerorts keine Aufnahme finden.
Stellst du dir überhaupt ansatzweise mal vor, wie das ist, wenn es um's nackte Überleben geht....wenn die Entscheidung, übers Meer zu fliehen, die einzig mögliche
erscheint.??
Meinst du denn, dass Frau Merkel nicht auch mit den anderen EU Staaten gerechnet hat, dass diese sich der Flüchtlinge genauso annehmen werden? Klar hat sie das.....aber da sieht man mal, wie weit das mit der Solidarität her ist.
Ich bin jemand, der "was macht"....im Rahmen der eigenen Möglichkeiten mit anpackt. Ich bin niemand, der auf dem Balkon in der Sonne sitzt und unsere Politiker beschimpft.
Geh' doch zu Diskussionen und bring' dich politisch ein, anstatt alles nur zu bemängeln und mies zu schreiben. Du tust das nämlich auf einem hohen Niveau...dir geht es gut. Du lebst seit 70 Jahren im Frieden.
  • 12.05.2016, 11:10 Uhr
  • 1
Das sind erlebte Beispiele und nicht von hören und sagen! Ach deshalb soll man den Mund halten, weil 70 Jahre ruhig verliefen - was ganz sicher nicht der jetzigen Rergierung zu verdanken ist. Es ist leicht die Augen vor der Realität zu verschließen. Selbst diejenigen die auf Bahnhöfen jubelten sind stiller geworden, nach dem sie gesehen haben wie sich die Sache entwickelt hat. Das war erst der Anfang und kein Ende in Sicht. Der Zustrom ist noch nicht zu Ende.
  • 12.05.2016, 18:25 Uhr
  • 0
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Jede Nation hat gute und schlechte Menschen hervorgebracht, das steht fest. Selbst wenn man als Ehrenamtliche in die Flüchtlingsheime geht, stellt man gute und schlechte Einstellungen an Menschen fest. Meine eigenen Erfahrungen gehen langsam dahin, dass ich mehr gute an unseren ausländischen Mitbürgern feststelle, als an unseren Deutschen, die auf wirklich hohem Niveau klagen, jammern und nicht erkennen, wie gut es ihnen wirklich geht und auch nicht bereit sind, anderen helfen zu wollen und dabei am Ende sich sogar selbst nur bereichern würden, wenn sie es zuließen. Mit meinen Einblicken sehe ich heute vieles mit völlig anderen Augen und übersehe auch nicht unser Wutbürgertum, was die Politik uns Bürgern im eigenen Lande in den letzten 12-15 Jahren existentiell angetan hat !!!
  • 11.05.2016, 08:06 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Gejammert wird in erster Linie dann, wenn es darum geht, für etwas Kosten für etwas zu tragen von dem man nicht direkt etwas hat. Ich nenne das Gier! Alleine der Irrglaube, dass der einzelne Deutsche mehr hätte, wenn Andere weniger haben, ist schon ein deutliches Signal...
  • 11.05.2016, 08:11 Uhr
  • 5
  • 11.05.2016, 08:13 Uhr
  • 1
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