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Diversity muss zur Unternehmensstrategie werden – auch in Deutschland!

Diversity muss zur Unternehmensstrategie werden – auch in Deutschland!

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
19.05.2016, 11:33 Uhr

Der Bayerische Landesfrauenrat ist unzufrieden mit der Entwicklung in Deutschland bei Führungspositionen für Frauen. Er fordert Diversity als Unternehmensstrategie, damit sich hier endlich etwas bewegt.

Deutschland von bescheidenem Ziel noch weit entfernt

Zwar ist das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen“ bereits seit einem Jahr in Kraft, dennoch gelingt es Frauen in Deutschland immer noch viel zu selten, in die Chefetagen der Unternehmen aufzusteigen. Mit diesem Gesetz sollte ein Anteil von 30 Prozent Frauen in Führungspositionen erreicht werden – von diesem bescheidenen Ziel ist Deutschland aber immer noch weit entfernt.

Deutschland nur unterdurchschnittlich

Nach einer Studie der Initiative European Women on Boards (EWoB), in der die Entwicklung des Anteils weiblicher Führungskräfte in den Verwaltungsräten der 600 größten europäischen Unternehmen untersucht wurde, sind in Europa durchschnittlich 25 Prozent der Posten in Verwaltungsräten weiblich besetzt – 2011 lag der Anteil noch bei 13,9 Prozent. Deutschland liegt mit einem Wert von 22,6 Prozent Frauen (2011: 13,2 Prozent) in den Aufsichtsräten unter dem europäischen Durchschnitt. Schweden liegt vorne, gefolgt von Norwegen, Belgien, Finnland und Frankreich mit mehr als 30 Prozent Frauen in den Verwaltungsräten. Die Studie, die am 7. Juli 2016 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, untersuchte nicht nur Daten zur Präsenz von Frauen in Führungspositionen, sondern auch Informationen zur Vergütung von Frauen im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegen. Sie enthält aber auch einen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie Quotenregelungen oder Zielvorgaben.

Frauen in Führungspositionen von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der europäischen Wirtschaft

Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass Frauen in Führungspositionen von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der europäischen Wirtschaft sind. Ausgeglichen mit Frauen und Männern besetzte Verwaltungsräte führen zu mehr Innovationskraft, höherer Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltigem Wachstum und mehr Wohlstand.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Diversity muss zur Unternehmensstrategie werden – auch in Deutschland!
Nur so werden wir endlich zu mehr Gleichberechtigung am Arbeitsplatz kommen.


Q.: Vorstand und Präsidium des Bayerischen Landesfrauenrates im Vorwort zum neuesten Newsletter des LFR, Mai 2016

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