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Balkanroute dicht: EU fürchtet diese neue Flüchtlingsroute

Balkanroute dicht: EU fürchtet diese neue Flüchtlingsroute

News Team
26.05.2016, 10:43 Uhr
Beitrag von News Team

Die Balkanroute ist mit Stacheldraht verbarrikadiert, vor der Küste Libyens kreuzen Anti-Schlepper-Besatzungen. Doch Europa treibt eine neue Sorge um. Bei der EU ist die Angst groß, dass Flüchtlinge sich eine neue Route suchen.

Führende deutsche EU-Parlamentarier forden die Europäer zu einem schnellen Handeln auf. Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), sagte der „Welt“: „Es besteht die große Gefahr, dass nicht nur Libyen, sondern auch der Westen Ägyptens zu einer Durchgangsregion für Flüchtlinge wird.“ Darum sollte die EU ihren Militäreinsatz „möglichst bald“ in Richtung Ägypten ausweiten. Lambsdorff: „Es müssen alle an einem Strang ziehen. Die EU muss sofort handeln. Man kann nicht erst mit den Vorbereitungen beginnen, wenn die Flüchtlingsströme aus Ägypten schon eingesetzt haben“.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, Elmar Brok (CDU), sagte: „ Wir müssen in allen Staaten, wo Flüchtlingsrouten entstehen können, Vorkehrungen treffen. Ägypten ist ein interessantes Transitland für Flüchtlinge aus dem Sudan, Eritrea und Somalia.“ Es müsse verhindert werden, dass Menschenschmuggler dort in großem Umfang Fuß fassen. „Eine Ausweitung der EU-Mittelmeermission in Richtung Ägypten kann helfen, die Schleuser zu bekämpfen“.

Brok betonte, dass Menschenschmuggler bereits heute systematisch versuchten, sich in kleinen Häfen im Westen Ägypten zu etablieren. Er fordert daher, die Schleuser bereits in den Häfen zu bekämpfen. „Wenn Menschen erst einmal auf dem Meer sind, dann kann man sie nach meinem christlichen Verständnis nur noch retten“. Wichtig sei, den Dialog mit den afrikanischen Ländern zu suchen: „Viele Flüchtlinge stammen aus Ländern, die nicht den Prinzipien des Bundesverfassungsgerichts folgen. Wir müssen mit diesen Staaten reden und kooperieren, auch im Interesse der Flüchtlinge“.

Militäreinsatz im Mittelmeer

In der Europäischen Union gibt es Streit über eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen Schlepperkriminalität im Mittelmeer. Wie die „Welt“ unter Berufung auf hohe informierte EU-Diplomaten berichtet, haben mehrere Mitgliedsländer, darunter Italien und Frankreich, gefordert, die EU-Mittelmeermission „Sophia“ weiter in Richtung Ägypten und Kreta auszuweiten. „Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass die Migrationsströme aus Ägypten zunehmen“, sagte ein EU-Spitzendiplomat zur Begründung.

Bisher operiert die Mission „Sophia“ in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste. Die Pläne einer Ausweitung des Operationsgebietes wurden aber in der vergangenen Woche nach "Welt"-Informationen nach einem Treffen der zuständigen Botschafter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) der EU von Griechenland blockiert. Darum hätten die EU-Außenminister bei ihrem Treffen in Brüssel am Montag darüber auch nicht beraten.

Die Regierung in Athen fürchtet, dass nach Umsetzung der Pläne auf der Insel Kreta ein neues großes Flüchtlingslager entstehen könnte, das sich negativ auf die Stimmung in der Bevölkerung und auf den Tourismus auswirkt. In Diplomatenkreisen hieß es auch, dass noch unklar sei, ob die EU über genügend Schiffe verfügt, um den Kampf gegen kriminelle Schleusernetzwerke bis vor die Küsten Ägyptens und möglicherweise sogar in ägyptische Häfen auszuweiten.

Die Bundesregierung hat auch deswegen eine ausführliche Prüfung der Pläne gefordert, bevor eine Entscheidung fällt. Hohe EU-Diplomaten wiesen aber ausdrücklich darauf hin, dass „eine Ausweitung des Einsatzgebietes der EU-Mittelmeermission Sophia in Richtung Ägypten und Kreta noch nicht vom Tisch ist“.

Nina Zacher kämpfte bis zum letzten Atemzug - Das ist ihre Botschaft an uns

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11 Kommentare

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wieso fürchten ,sie sind doch alle willkommen -zuletzt kommen sie aus dem all --haupt sächlich sie kommen --0 wat is ,n dat schöön.
  • 26.05.2016, 16:34 Uhr
  • 1
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  • 26.05.2016, 16:28 Uhr
  • 3
So ist es! Genauso wird geheuchelt!
  • 26.05.2016, 16:38 Uhr
  • 0
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wer wundert sich noch auf diese Aussage Junkers:

Frei nach Junker:

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter. Schritt für Schritt, bis es kein zurück mehr gibt“ (Jean-Claude Juncker, zitiert aus einem Leserbrief von Prof. Dr. R. Kleining, FAZ vom 27.07.2012, Nr. 173, S. 9).
  • 26.05.2016, 16:25 Uhr
  • 0
Türkei - EU in Wirklichkeit Schmusekurs???

Der Druck würde voraussetzen dass die Türkei etwas tut was die EU nicht will, aber ist das so?

Wer oder was ist denn die EU/Deutschland, doch nichts anderes als eine Kolonie, (Deine Aussage weiter unten) und die Türkei? Die ist doch auch nur Erfüllungsgehilfe für den Koloniebesitzer, oder?
Wenn das so ist, haben beide ihren Auftrag und tun genau das was sie sollen: Syrien die Menschen entziehen die sie für die Weiterexistenz und den Wiederaufbau ihrer Landes dringend brauchten.

Gleichzeitig stört man so den sozialen Frieden in den Aufnahmeländern durch Ressourcenverknappung und senkt die Leistungsfähigkeit der konkurrierenden Volkswirtschaften durch Entzug der für die Weiterentwicklung benötigten Mittel.

Also für mich verläuft die Widerspruchslinie zwischen den Eliten und dem Volk. Die Eliten gehören längst nicht mehr zu uns, weder in der Türkei noch in Europa, Deutschland und den Angelsachen Oder?

Und die NSA hat doch schließlich die Information über Rauschgift, Pädophile, Entführung, Mord und Totschlag, kurz über die Leichen in den Kellern der Eliten.

Und noch ein Aspekt des neuen Pakts, wenn wir mal auf die andern Völker außer Syrer, in dem auf der Wanderschaft befindlichen Massen schauen, was ist denn mit denen?
Was kann man aus denen machen?
Soldaten, Krieger, Plünderer, Kopfabschneider?
Und wohin damit?
Na wahlweise nach Osten oder Norden, China und Russland oder nach Südwesten, Saudi-Arabien oder Iran! Pakistan, Marokko, Lykien und Tunesien alle im größten Ausbildungslager der Welt oder ….

Also der Pakt ist doch Spitze für die weit hinter dem Meer.
Ab und zu zur Unterstützung der Pläne ein paar Milliarden aus Deutschland dazu (natürlich in Form von Waffen aus dem freiesten Land der Welt) und ein paar Offiziere aus dem kleinsten Land in Arabien und Popcorn, Coca Kola, und zurücklehnen….

PS: die ISIS gehört nicht zu den Leichen, das ist nur ein Müllhaufen vor dem Nebeneingang, jeder riecht und sieht ihn, aber keiner spricht darüber.
Kommentar
  • 26.05.2016, 16:27 Uhr
  • 0
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Können wir keine Grenzen mehr sichern?
  • 26.05.2016, 16:07 Uhr
  • 1
Hast eigentlich recht, die Nordsee ist hervorragend gesichert.
  • 26.05.2016, 16:28 Uhr
  • 0
welche Grenzen???
  • 26.05.2016, 16:28 Uhr
  • 0
Die Grenzen
  • 26.05.2016, 16:30 Uhr
  • 0
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wird Zeit das wir die Grenzen wieder zu machen....aber total......das gibt noch böses Blut in der EU.......wenn die Flüchtlinge nicht nur zu uns wollen.....bin mal gespannt wie dieanderen Länder reagieren darauf.....die sind nicht so zimperlich wir unsere Frau Merkel und Co
  • 26.05.2016, 15:59 Uhr
  • 3
  • 26.05.2016, 16:18 Uhr
  • 0
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