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Das dürfte Erdogan sauer aufstoßen: CDU, SPD und Grüne sprechen von "Völkerm ...

Das dürfte Erdogan sauer aufstoßen: CDU, SPD und Grüne sprechen von "Völkermord" an Armeniern

News Team
26.05.2016, 14:47 Uhr
Beitrag von News Team

Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD sprechen in einem gemeinsamen Antrag mit den Grünen zu den Massakern an den Armeniern im Osmanischen Reich vor rund 100 Jahren insgesamt vier Mal von "Völkermord". Der Textentwurf, der der "Welt" vorliegt, trägt den Titel: "Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916".

Danach heißt es in dem Papier, das am Dienstag von den Fraktionen endgültig abgesegnet und am kommenden Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung gestellt werden soll, das Schicksal der mehr als einer Million ethnischen Armenier stehe "beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen, ja der Völkermorde, von denen das 20. Jahrhundert auf so schreckliche Weise gezeichnet ist". Später wird im Text darauf verwiesen, dass "Rednerinnen und Redner aller Fraktionen am einhundertsten Gedenktag, dem 24. April 2015, bei der Debatte im Deutschen Bundestag und insbesondere der Bundespräsident am Vorabend der Debatte den Völkermord an den Armeniern verurteilt, der Opfer gedacht sowie zur Versöhnung aufgerufen" hätten. "Das Deutsche Reich trägt eine Mitschuld an den Ereignissen."

In der Begründung des Antrags schließlich heißt es: "Zahlreiche unabhängige Historiker, Parlamente und internationale Organisationen bezeichnen die Vertreibung und Vernichtung der Armenier als Völkermord.“ Die Fraktion der Linkspartei hat einen eigenen Entwurf erarbeitet.

Schätzungen zufolge kamen bei den Massakern an den Armeniern vor 100 Jahren zwischen 800.000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben. Die Türkei als Rechtsnachfolger des Osmanischen Reichs hat das bedauert, bestreitet aber vehement, dass es sich um einen Genozid gehandelt habe. Auch die Bundesregierung vermied bisher eine solche Festlegung weitgehend.

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3 Kommentare

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Peter Leopold
Das Einzige, was ihm sauer aufstößt, sind die Unmengen von Baklava, die er sich rein zieht. Ansonsten ist der schmerzfrei
  • 26.05.2016, 17:55 Uhr
  • 1
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Wir haben auch lange gebraucht um unsere Geschichte aufzuarbeiten, sowas steht dem türkischen Präsidenten nicht ... er zeigt lieber mit den Fingern auf ANDERE.
Man muss ihm aber zugute halten, daß er doppelt so viel syrische Flüchtlinge aufgenommen hat, als die gesamte EU gemeinsam.
  • 26.05.2016, 14:54 Uhr
  • 2
"Man muss ihm aber zugute halten, daß er doppelt so viel syrische Flüchtlinge aufgenommen hat, als die gesamte EU gemeinsam."
stimmt, man sollte auch nicht vergessen, dass die türkische Grenze einige tausend Kilometer näher als die deutsche ist ...
"Millionen für Griechenland und Türkei"
" Die Türkei bekommt zudem 110 Millionen im Rahmen des EU-Pakts."
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/eu...nd-101.html
und so gesehen lässt sich die Türkei ihre humanitäre Hilfe von der EU auch fürstlich bezahlen ....
und damit meine ich nicht die 6 Milliarden €, die gemäß des Türkei-Deals an die Türkei bezahlt werden sollen ...
  • 27.05.2016, 06:08 Uhr
  • 1
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