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Die Türken gehen in Deutschland auf die Strasse

Die Türken gehen in Deutschland auf die Strasse

29.05.2016, 17:21 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die geplante Armenien-Resolution im Deutschen Bundestag

In der kommenden Woche will der Deutsche Bundestag über einen gemeinsamen Text von CDU/CSU, SPD und Grünen abstimmen und eine Resolution verabschieden, die das Massaker an den Armeniern 1915 explizit als "Völkermord" bezeichnet – möglicherweise auch mit Zustimmung der Linken.

Es ist sicherlich die Frage erlaubt, wem die (auf einen Antrag hin) vom Bundestag erbetene Erklärung zu dem Armenienvorgang vor 100 Jahren nutzt und ob diese letztlich von besonderer Bedeutung ist.

Lt. Wikipedia:
Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verantwortung der jungtürkischen, vom Komitee für Einheit und Fortschritt gebildeten Regierung des Osmanischen Reichs. Bei Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, kamen je nach Schätzung zwischen 300.000 und mehr als 1,5 Millionen Menschen zu Tode. Die Schätzungen zur Zahl der Armenier, die während der Verfolgungen in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten getötet wurden, variieren zwischen 80.000 und 300.000.

Wenn aber in Deutschland die Türken gegen die geschichtliche Aufarbeitung und der Wahrheit geschuldeten Feststellung eines im Raum stehenden „Völkermordes“, bei dem auch die Deutschen wohl weggeschaut hatten, auf die Straße gehen, dann sollte Ihnen in aller Deutlichkeit der Weg zurück angeraten werden.

Je näher die Abstimmung rückt, desto stärker wird der Druck – nicht nur von der türkischen Regierung, sondern auch aus der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland auf die Abgeordneten – vor allem werden türkischstämmige Politiker bedroht und auch Straßen-Demonstrationen werden von „Ausländern“ organisiert.

Viele Bundestagsabgeordnete werden somit vor der geplanten Armenien-Resolution des Parlaments unter Druck gesetzt und türkische Gruppen rufen dazu auf, ein vorformuliertes Schreiben an die Fraktionen zu verschicken; darin wird vor Folgen "für das friedvolle Zusammenleben zwischen Deutschen und Türken hierzulande, aber auch in der Türkei" gewarnt, falls der Bundestag die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord einstuft.

Frage:

Ist es inzwischen schon soweit, dass man sich in Deutschland von „Ausländern“ vorschreiben lassen muss, was wir im Deutschen Bundestag machen dürfen?

Armes Deutschland!

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13 Kommentare

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Der Deutsche Bundestag hat nunmehr in einer abschließenden Resolution zu dem Völkermords an den Armeniern klar Stellung bezogen und prompt ist eine scharfe Gegenreaktion der türkischen Regierung zu entnehmen.

Nach wie vor gehört demnach der während des Ersten Weltkrieges von Türken verübte Genozid an den Armeniern zu den großen Tabuthemen der Regierung in Ankara und postwendend wurde nun auch der türkische Botschafter aus Berlin abgezogen.

Für die deutsch-türkischen Beziehungen bedeutet dieser Vorfall einen Durchbruch nach rückwärts und dieser sollte in aller Deutlichkeit thematisiert werden.

Bitte liebe Politiker, trotzdem nicht "den Schwanz einziehen" und deutlich zu der Feststellung stehen!
  • 05.06.2016, 10:30 Uhr
  • 0
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Ein grundsätzlicher Nachtrag noch:

Derzeit ist leider eine verworrene und inkonsequente Haltung gegenüber der Türkei und ihrer jetzigen Regierung eingetreten.

Es fehlt nämlich die klare Unterscheidung zwischen dem, was zwischen den beiden Staaten Deutschland bzw. EU und der Türkei an Differenzen und Gemeinsamkeiten besteht und wo die türkische Regierung nicht nachgeben will und wo wir nicht nachgeben können und werden.

Unsere Regierung muss trotzdem mehr als deutlich machen, dass wir uns auf keinem Gebiet, was unserer souveränen Staatangelegenheiten betrifft, erpressen lassen.

Ob es politisch klug war, die – berechtigte – Armenien-Resolution jetzt auf die Tagesordnung zu setzen, steht auf einem anderen Blatt - am Donnerstag werden wir möglicherweise mehr zu der Thematik wissen.
  • 30.05.2016, 21:12 Uhr
  • 1
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Langsam werden die Gutmenschen wach......welch ein Wunder........
  • 30.05.2016, 05:04 Uhr
  • 1
Was bitte hat der Genozid an den Armeniern mit dem dämlichen Begriff "Gutmenschen" zu tun?
  • 31.05.2016, 22:57 Uhr
  • 1
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Es war Völkermord.Punkt.Ich empfehle " Die vierzig Tage des Musa dagh" von Franz Werfel
  • 29.05.2016, 22:14 Uhr
  • 3
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Deutschland ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
  • 29.05.2016, 20:03 Uhr
  • 1
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Der Völkermord ist Fakt ! Unbegreiflich, warum man da jetzt auf die Straße gehen muss... Die Deutschen stehen doch auch dazu, was ihre Vorfahren angerichtet haben. Bei uns steht das Leugnen des Völkermords sogar unter Strafe.
  • 29.05.2016, 18:47 Uhr
  • 6
Ein treffender und guter Kommentar - und ich möchte noch ergänzen:

Nachdem auch Erdogan sich in „Deutsche Angelegenheiten“ einmischt und seine Landsleute in Deutschland anhält, die türkische Kultur, Religion und Identität zu bewahren und meint, dass die Assimilierung ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ sei, erlaube ich mir als „Deutscher Staatsbürger“ meine Meinung zu sagen, wohl wissend über die verbriefte Meinungsfreiheit unserer Grundgesetzes, die speziell für die gilt, die sich in Deutschland tatsächlich auf das Grundgesetz berufen können.

Eine Demokratie baut auf ein Volk und auf nur eine Wahrheit auf – und wer eine solche echt funktionierende Demokratie will, muss den Menschen immer die Wahrheit sagen.

Warum möchten einige Türken nicht, dass man der Wahrheit nicht auf den Grund geht – nachdem doch Deutschland in dieser alten Geschichte involviert war?

Haben die Türken etwas zu verbergen, das als Ergebnis nicht an die Öffentlichkeit kommen soll und sie in ein anderes Licht rückt?

Um diese Fragen wird sich der Deutsche Bundestag kümmern – und das ist gut so!
  • 29.05.2016, 19:31 Uhr
  • 5
Hallo Manfried,
werde mit einigen "Aktiven Freunden" den Vorgang besprechen und danach eine Antwort übermitteln.

Liebe Grüße
  • 31.05.2016, 17:36 Uhr
  • 1
Der 1. Kommentar lautet wie folgt:
.............................
spontan und ohne langes Nachdenken muss ich feststellen, dass die Beiträge zu einer breiter angelegten Diskussion führen sollen. Sie sind bewusst zugespitzt. Aber nur so entzündet sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema. In der Süddeutschen Zeitung, Ausgabe 122/72 vom 30. Mai 2016 steht ein gut recherchierter Aufsatz zu diesem Konflikt. Darin werden Zeugen zitiert, die in der Islamistenszene waren. Sie berichten glaubhaft, dass sie zum Töten ausgebildet wurden, um Angst und Schrecken in Europa und anderswo zu verbreiten.

Inzwischen scheinen wir in einer Stimmung zu sein, die durch Hysterie und gezielter Provokation aufgeheizt wird. Lass uns Ruhe bewahren.

Wenn Seniorbook grundsätzlich keine Plattform für Meinungsäußerungen bieten will, dann sollte sie ihre Legitimation infrage stellen.

gez. N. N.
  • 31.05.2016, 18:24 Uhr
  • 1
2. Kommentar:
....................................

nicht einfach zu beantworten.

Ich gehe "etwas" weiter zurück. Das Thema Islam wurde bereits um 1.500 von Martin Luther im Zusammenhang mit den Türkenkriegen, auch der Päpste, aufgegriffen.

Zu bedenken ist, dass der Prophet Mohamed erst um 1300 zu wirken begann. Die Kriege gegen die Osmanen unter den damaligen Päpsten belegen das.

Der Verfasser hat sich m. E. mit seinem verbalen Einlass verstiegen.

Sicher ist man in den Jahren um 1500 im verbalen Umgang nicht zimperlich gewesen!

Gegenwärtig sollte das Niveau etwas höher angesiedelt sein.

M.E. darf sich der Verfasser über die ausgesprochene Rüge nicht eschauffieren. Ein Blick in die Literatur: L. Schmidt " Worte sind Waffen", wäre hilfreich gewesen!

Soweit meine Einstellung zu dem Vorgang,

gez. N. N.
  • 31.05.2016, 18:38 Uhr
  • 0
3. Kommentar
............................
ich stelle mich ganz auf die Seite von Seniorbook, da hier die Grenzen der Realitäten überschritten sind. Abgesehen davon, ist es dem Betreiber (wie bei jedem anderen Medium auch) überlassen, ob er eine Meinung veröffentlicht oder nicht.

gez. N. N.
  • 31.05.2016, 19:24 Uhr
  • 0
Mein abschließender Kommentar:

Zu dem Thema „Islam“ habe ich eine "dezidiert" Meinung und diese in mehreren SB-Themenbeiträgen auch bekundet.

Zu dem Thema „Zensur“ durch SB verweise ich auf die von uns SB-Nutzern anerkannten und auch bestätigten „Nutzungsbedingungen“ einerseits – wozu auch noch die SB-Schriftsätze „Unsere Werte“ und „Umgangsformen“ gehören – aber auch auf die freie Meinungsäußerung gem. Art. 5 des Grundgesetzes andererseits.

Bisher hatte ich das Gefühl, dass SB sich an diese beiden Grundelemente grundsätzlich hält und das Netzwerk auch umsichtig verwaltet – auch im vorliegenden Fall.

Die übermittelten Passagen haben m. E. schon sehr „massive Feststellungen“ und werden z. B. nicht von den allgemein öffentlichen Darlegungen z. B. >Islam –Wikipedia< so dargestellt – die erwähnten Berichte kenne ich nicht.

Nach dem bekanntem Sprichwort („Wessen Brot ich esse – dessen Lied ich singe“) kann – ja muss man letztlich die Zensur sehen und eben auch akzeptieren.

Wenn ich von einem SB-Nutzer persönlich und beleidigend angegriffen werde, bin ich angetan, wenn die SB-Leitung meine Beschwerde aufnimmt und entsprechend auch gerecht eingreift.

Lieber Manfried, ich habe versucht, meine Stellungnahme „objektiv“ abzufassen.

Liebe Grüße
  • 31.05.2016, 20:11 Uhr
  • 1
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