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Ein heisser Sommer

Ein heisser Sommer

Peter Leopold
30.05.2016, 05:05 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Nach den vielen kalten, trüben Tagen freuen sich die Meisten schon auf den Sommer, der höhere Temperaturen, viele Sonnenstunden und Badespaß verspricht. Auch die Straßencafés werden wieder bis zum letzten Platz besetzt sein, auf den Spielplätzen wird auch wieder Kinderlachen erwartet und die Parks werden wieder mit Senioren gefüllt, die sich mit Asphaltschach und Enten füttern vergnügen. Welch eine Idylle. Aber diesen Sommer wird es etwas anders sein...

Wir werden wohl von mehr oder weniger gewaltsamen Demonstrationen hören, von innenpolitischen Katastrophen und aussenpolitischen Risiken für den globalen Frieden. Dazu kommen die Gefahren durch Terror und politischen Hetzkampagnen oder Sommerloch-Themen, die im Grunde genommen niemanden interessieren. Wir dürfen also auch in dieser Hinsicht einen heissen Sommer erwarten.

Und dann sind da noch Diejenigen, die einfach versuchen zu überleben - die keine großen Ansprüche haben und durchaus auch dankbar sind für das, was ihnen gegeben wird. Es sind die "echten" Flüchtlinge, deren Grundrechte von einigen Gruppierungen massiv eingeschränkt oder sogar komplett gestrichen werden wollen. Wenn man sieht, dass sich Promille geschwängerte "Wir sind das Volk" Schreier zusammen rotten, um das Sicherheitsgefühl des eigenen Volkes massiv angreifen und der "Normalbürger", der nichts mit Gewalt zu tun haben will, sich in seinen eigenen vier Wänden verkriecht um nicht zwischen die Fronten zu geraten, muss man sich die Frage stellen, welcher der "Wutgründe" nur vorgeschoben ist, denn diese Scheinargumente sind offenbar unbegrenzt vorhanden.

Es ist klar, dass auch von Denjenigen die ins Land kommen erwartet wird, dass sie sich anpassen und auch "echte Gründe" für deren Aufenthalt vorliegen, Allerdings sind Alle auf die ein oder andere Art von solchen innerstaatlichen Unruhen betroffen und so wird auch bei vordergründig völlig Unbeteiligten die Angst geschürt, Freiheiten und Wohlstand zu verlieren. Und die Argumentation der Unruhestifter ist nicht haltbar.

Niemand bekommt auch nur einen Cent mehr, wenn weniger Menschen ins Land kommen.
Es ist ein Aberglaube zu denken, dass für den Einzelnen mehr Geld vom Staat abfällt. Der Hartz IV Satz wird nicht verdoppelt und die Abgaben werden nicht weniger. Grundregel: Was der Staat einmal hat, gibt er so schnell nicht auf.
Die Renten werden mit weniger Zuwanderern nicht sicherer - ganz im Gegenteil.
Auch Zuwanderer die in den Arbeitsmarkt integriert werden, zahlen Rentenbeiträge und die einheimischen Bezieher von Renten werden in Zukunft noch weiter steigen.
Eine schleichende Islamisierung kann es mangels gesetzlicher Grundlagen nicht geben.
Natürlich gibt es in Deutschland Religionsfreiheit und sie ist ein hohes Gut. Aber die Angst, dass sich der Isalm auch als gesellschaftspolitische Kraft etabliert, ist unbegründet. Es gibt eine strikte Trennung von Staat und Kirche und man müsste schon das System komplett umdrehen, um das zu ändern.

Traurig ist allerdings, dass die Gesellschaft so schwach geworden ist, dass sie bis ins kleinste Detail so sehr manipulierbar ist. Es läuft längst nicht alles perfekt in Deutschland und das dürfte wirklich Niemandem entgangen sein. Aber einfach mal das genießen was man hat während man am Flussufer seinen Eiskaffee schlürft, ist eine Vorstellung von Sommer, die mir persönlich besser gefällt.

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