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Gewerkschaft: Jeder achte Postbote ist zurzeit krank

Gewerkschaft: Jeder achte Postbote ist zurzeit krank

News Team
13.06.2016, 08:35 Uhr
Beitrag von News Team

Berlin. Das immer härtere Geschäft in der Paketzustellung macht den Mitarbeitern der Post offenbar zu schaffen. Mehr als zwölf Prozent der rund 80.000 Zusteller sind zurzeit krank gemeldet. Langzeitkranke sind darin noch nicht berücksichtigt. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Angaben der Gewerkschaften DPVKOM und Ver.di. Vor allem Rückenbeschwerden und Probleme etwa mit den Kniegelenken sollen den Mitarbeitern zu schaffen machen. Das wiederum soll mit höheren Gewichten der Sendungen und steigenden Mengen zusammenhängen. Die Post selbst hält diese Zahl „für zu hoch gegriffen“, nennt aber für die Postzustellung keinen anderen Wert.

„Bei der Post werden zu wenige neue Mitarbeiter eingestellt“, sagte Volker Geyer, der Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPVKOM, der „Welt“. Bei einem hohen Krankenstand fehle dann das Personal, um Ausfälle abzufedern. Auch die bei der Post noch stärker vertretene Gewerkschaft Ver.di berichtet von auffallend hohen Ausfallzahlen. In einzelnen Regionen wie etwa in Lübeck sind den Angaben zufolge derzeit sogar 16 Prozent der Zustellmitarbeiter krank geschrieben.

„Die notwendige Verjüngung des Personals findet bei der Post nicht statt“, sagte Geyer. Nach Meinung des Gewerkschafters besteht hier dringender Handlungsbedarf. „Nach unseren Schätzungen müsste die Post mindestens 5000 Zusteller einstellen, damit die Arbeit reibungslos zu schaffen ist“, sagte Geyer.

Wenig motivierend für die Postmitarbeiter dürfte eine aktuelle Aktion aus dem Management sein: Ende Mai ging die Anweisung des Geschäftsbereiches Brief der Post an die Niederlassungen, dass die sogenannte Springerzulage von 1,53 Euro am Tag zum 1. Juli gestrichen werden soll. Das Schreiben liegt der „Welt“ vor. Betroffen sind rund 6000 Brief- und Paketzusteller, die täglich in einem anderen Zustellbezirk eingesetzt werden und dort ihre Kollegen vertreten.

Eingeführt wurde diese Zulage im Jahr 1991, nach Berechnungen der Gewerkschaft macht sie derzeit zwischen zwei Millionen Euro und 2,5 Millionen Euro im Jahr aus. Doch kurz bevor die Nachricht an diesem Wochenanfang an die schwarzen Bretter gehängt werden sollte, hat Uwe Brinks, der Produktionschef der Post, das Vorhaben seiner Abteilungsleiter zurückgezogen.

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2 Kommentare

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Früher nannte man diesen Umgang mit Mitarbeitern "Ausbeutung".

In diesem Zusammenhang ist auch die Zeitarbeit zu sehen. Hierbei wird für die selbe Arbeit weniger bezahlt. Zusätzlich werden Festeinstellungen verhindert. Wenn man diese Situation jedoch auf dem Hintergrund kleiner Betriebe sieht, können die bei längeren Ausfallzeiten ihrer Mitarbeiter erheblichen finanziellen Schaden erleiden. Diese ganze Misere ist systemimmanent. Und dieses System ist unersättlich und produziert am liebsten Sklaven.
  • 14.06.2016, 14:58 Uhr
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Heutzutage möchte ich kein Angestellter bei der Post sein.Unsere Postbotinnen fahren einen Transporter hunderte Mal runter hüpfen ,wie hoch steigen.Kein Wunder das sie irgendwann Probleme mit den Gelenken bekommen und in einen Tempo,wie ein Mittelstreckenläufer
  • 13.06.2016, 09:10 Uhr
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