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Kleingärtner mit Bluttest

Kleingärtner mit Bluttest

Peter Leopold
09.07.2016, 07:07 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Will man sich so etwas wirklich vorstellen ? Da bewirbt man sich. um in einen Kleingartenverein aufgenommen zu werden und dann bekommt man eine deutliche Absage, die man seit Jahrzehnten eigentlich nicht mehr hören sollte. Eine türkische Familie hatte sich an Bezirksverband der Kleingärtner Tempelhof“ gewandt, weil sie von der Kleingartenkolonie keine Begründung für eine Ablehnung erhalten hatte. Dort wurde ihr mitgeteilt, dass der Verein eine „Quote“ eingeführt habe.

In Erwartung einer entsprechenden Antwort fragte sie, ob es denn etwas ändern würde, wenn sie einen deutschen Pass vorlegen würde. Doch der Verbandsvorstand hatte nur erklärt, dass nicht der deutsche Pass, sondern "die deutsche Herkunft“ das Aufnahmekriterium wäre. Das bringt mich zu der Frage, wie ein Kleingartenverein das prüfen will. Vielleicht läuft es ja künftig so, dass sich Bewerber für Kleingarten, Wohnungen oder Arbeitsstellen erst einmal einem Bluttest unterziehen müssen, bevor sie in die engere Auswahl kommen.

Im konkreten Fall ging es darum, dass ja Migranten mit Holz statt mit Kohle grillen und ihr Auto an der Parzelle parken, was einfach nicht geduldet werden kann. Ob Jemand aufgenommen wird, der Menschenfleisch grillt und mit dem Benz direkt neben dem Grill parkt? Wer weiß das schon bei derartigen vorgeschobenen Gründen?

Nun könnte man natürlich sagen, dass man ja nicht unbedingt einen Kleingarten braucht und dass solche Vorfälle im Grunde genommen niemanden interessieren. Aber so einfach ist das nicht. Es geht um die Grundhaltung, die sich immer weiter verbreitet und eine gewünschte Integration von Migranten verhindert. Es hätte im vorliegenden Fall nur noch die Aussage gefehlt, dass die Bewerber aufgefordert würden, sich selbst in den Ofen zu packen. Ich mutmaße einmal, dass dieser "Vorsitzende" zumindest daran gedacht hat, denn auch derartige Äußerungen gab es schon in Deutschland von einschlägigen Gruppierungen - und zwar in der jüngeren Vergangenheit.

Man darf gespannt sein, wie charakterschwach die zahlreichen Mitläufer sind, die behaupten, nichts mit nationalsozialistischer Einstellung zu tun zu haben, indem sie den Anheizern an den Sohlen kleben wie ein Kaugummi oder andererseits - wie viele Erznazis mit entsprechendem Gedankengut auf ihren Sofas hocken und sich die "gute alte Zeit" zurück wünschen, weil sie heute nichts mehr zu sagen haben. Mit offenen Augen sollte man auf jeden Fall durch die Welt gehen.

33 Kommentare

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Bei den Kleingärten stelle ich mir das so vor wie in den Wohngebieten, da es keine Quoten für Migranten gibt sind manche Stadtteile fast rein muslimisch.
"Besagter Kleingartenverein hat bereits mehrere islamische Mitglieder. Besagter Kleingartenverein hat auch sehr viele russisch- und polnischstämmige Mitglieder. Und besagter Kleingartenverein hat auch noch Griechen, Rumänen, Japaner und Chinesen in seinen Reihen drin! Und nun soll er rassistisch sein, weil er eine muslimische Familie abgelehnt hat? Hat man da vielleicht von Seitens der Hilfeorganisation etwas nicht mitbekommen?! "
  • 13.07.2016, 09:37 Uhr
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hab ich gerade zum Thema am Schwarzen Brett gefunden
https://trottelbot.net/?p=4395
  • 09.07.2016, 21:55 Uhr
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An "Hirn einschalten" - Quelle: taz.net . ' Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein ' . (Karl Marx) . Wenn ich mal ganz viel Zeit haben werde, so werde ich all diese S-Autoren wegen ihrer eingeschränkten Pressefreiheit bedauern .
  • 09.07.2016, 13:18 Uhr
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möglich wäre auch, daß Franz Grillparzer eine Hilfe sein kann......."von der Humanität durch die Nationalität zur Bestilalität..."
  • 09.07.2016, 13:42 Uhr
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Peter Leopold
Und was hat das Bild damit zu tun ? NIX !
  • 09.07.2016, 14:21 Uhr
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Verstehe diese Frage nicht . Den Wortbeitrag und das Bild hab ich nicht veröffentlicht, wer das weltweit ins Netz gestellt hat ist mir nicht bekannt . Frag bitte die Verantwortlichen . .
  • 09.07.2016, 14:26 Uhr
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Peter Leopold
Was hat das mit "eingeschränkter Pressefreiheit" zu tun ?
  • 09.07.2016, 14:43 Uhr
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In Sachen politischer Bildung kannst du gerne den ICAN (Nationalistische Kanarische Initiative) befragen, die haben mehr Ahnung als ich .
  • 09.07.2016, 15:39 Uhr
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Peter Leopold
Oooch..nachdem ich selbst in der Lokalpolitik bin, brauche ich diese Info nicht unbedingt. Jedenfalls sehe ich mich absolut nicht eingeschränkt und wenn Dir ein Beitrag nicht passt, musst Du ihn ja nicht lesen.
  • 09.07.2016, 15:45 Uhr
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danke für das Gespräch
  • 09.07.2016, 17:32 Uhr
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Wahrlich kleinlich - diese Kleingärtner
  • 09.07.2016, 12:12 Uhr
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Zwei urdeutsche Institiutionen: Schützenvereine und Kleingartenvereine - beide mit ähnlichen Mentalitäten, wie mir scheint. Nicht umsonst sind sie oft Thema von Satire und Klamauk.
Dass sie noch dazu das Teutonentum praktizieren, wundert mich nicht. Ich frage mich allerdings, was die türkisch-stämmige Familie geritten hat, sich denen anschließen zu wollen - man kann es auch mit der Integration zu weit treiben wollen.
Von der Sache her ist hier alles gesagt - diese Kleingärtner haben offensichtlich die Welt falsch verstanden.
  • 09.07.2016, 08:55 Uhr
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Peter Leopold
Oder GAR NICHT verstanden
  • 09.07.2016, 08:59 Uhr
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Unverständlich u. traurig!
  • 09.07.2016, 08:37 Uhr
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Ein Verein, der mit seiner Satzung oder seinem Handeln gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstößt, würde mit Sicherheit gesetzlich verboten und aus dem Vereinsregister gelöscht werden.

Dieses Gesetz gibt es seit 2005 und das ist gut so...
  • 09.07.2016, 08:04 Uhr
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Peter Leopold
Dann wird DIESER wohl nicht mehr lange existieren... Und auch DAS ist gut so!
  • 09.07.2016, 08:05 Uhr
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Richtig - wenn man dagegen angeht ist es Schluss mit lustig. Das sagen nicht nur die Gesetze sondern auch der klare Menschenverstand...

Ist der Verein eingetragen, haftet der Vorstand. Ist er nicht eingetragen, haften alle Vereinsmitglieder...
  • 09.07.2016, 08:07 Uhr
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Peter Leopold
Na dann kriegen sie noch viel Spaß. Jedenfalls wird in diesem Fall bereits dagegen vorgegangen!
  • 09.07.2016, 08:08 Uhr
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Habe einen Kleingartenverein in meiner Nähe und ein Vorstandsmitglied ist ein Mieter von mir.

Sie belieben immer, sich mit Hecken und ähnlichem Sichtschutz gegen Fremdeinsicht zu schützen und untereinander zu bleiben. Dabei gebietet ein Bundesgesetz das Gegenteil. Sie müssen für alle sichtbar und zugänglich sein, Nunmehr haben sie alles runtergeschnitten und lassen die Tore zur Begehung offen. So ist es gesetzestreu - was sie aber nicht lieben.

Und mich gucken sie jetzt immer schräg an - aber alle Fremden können nunmehr den schönen Anblick genießen und begutachten - als willkommene Zaungäste .
  • 09.07.2016, 08:13 Uhr
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Peter Leopold
Die werden schon einen Grund haben Jedenfalls ist ein "Sichtschutz" in einer Kleingartenanlage nicht nötig...
  • 09.07.2016, 08:14 Uhr
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Machen sie aber gerne - aber diese Anlagen werden nur genehmigt, wenn sie insoweit gemeinnützig für alle sind.

Er hatte mir mal den Torschlüssel im Urlaub gegeben, um abzuschließen...Da kam der Stein ins Rollen. Und als Vorstand hat er alles gesetzmäßig durchgezogen - aber nicht zur Freude aller.

Aber wo kein Kläger ist - machen sie gern was sie wollen...

Im Übrigen haben sie große Schwierigkeiten, Folgemitglieder zu gewinnen. Während in den 70-ger Jahren große Wartelisten bestanden, ist heute tote Hose angesagt. Jüngere Generationen denken oftmals anders über diese Kleingärten...

Ich persönlich finde es eine schöne Freizeitgestaltung mit Kind, Kegel und Nachbarschaft. Aber untereinander sind die manchmal so zerstritten, das man sich am Gericht wiedersieht.

Da darfste mal nicht einen Rasenmäher anmachen, wann Du willst - auch wenn der leise ist. Da kommen gleich die Hyänen auf Dich zu und können angeblich nicht schlafen...
  • 09.07.2016, 08:22 Uhr
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Peter Leopold
Das ist in Deutschland meistens so. Aber WENN man sich beschwert, sollte es auch IMMER Konsequenzen haben.
  • 09.07.2016, 08:19 Uhr
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Mein Mieter spricht oft über Ärger untereinander. Er sagt, dass die frühere Idylle und das Gemeinschaftsdenken mit Feiern nicht mehr in dem Ausmaße vorhanden ist. Aber er hat nun seine Wohnung von mir in der Nähe, sein Wireless Lan von Zuhause reicht bis in den Garten und alle beneiden ich darum...

Mit dem Laptop und Smart TV kann er alles im Garten sehen wie zuhause. Hat dadurch naturgemäß weitere sogenannte "Freunde", die ihm auf den Keks gehen...
  • 09.07.2016, 08:25 Uhr
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Peter Leopold
  • 09.07.2016, 08:30 Uhr
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  • 09.07.2016, 08:46 Uhr
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Hi hi...
  • 09.07.2016, 08:51 Uhr
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Peter Leopold
Du hast offenbar nicht viel verstanden. Mit "Hetze gegen das deutsche Wesen" hat das rein gar nichts zu tun, sondern mit Fakten, die auch in verschiedenen seriösen Medien publiziert wurden. es geht dabei um einen bestimmten Verein - nicht um ALLE. Tatsache ist allerdings auch, dass es rassistische Diskriminierung in ALLEN Bereichen gibt und warum Du Dich dabei angesprochen fühlst, ist mir ein Rätsel...
  • 09.07.2016, 17:30 Uhr
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Peter, ich gebe Dir mit Deinem Artikel Recht. Mißbrauch muß beschrieben und bekämpft werden.

Nicht umsonst gibt es ja die bestehenden Gesetze.

Der Europäische Kleingartenverbund schreibt ja nicht umsonst zusätzlich:

"Immigranten bieten die Kleingärten eine Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und sich besser im Aufnahmeland zu integrieren (siehe auch „Interkulturelle Gärten“). In Deutschland haben 7,5 Prozent der Kleingärtner, das sind 75.000 Kleingärtnerfamilien, einen Migrationshintergrund"

Und das ist eine Verpflichtung neben weiteren anderen Verpflichtungen..

Jedwede Form einer Ausgrenzung ist nicht statthaft - Ausgrenzung ist diskriminierende Hetze - die Benennung verpflichtet die Behörden, einzuschreiten...

Vielen Dank
  • 09.07.2016, 17:57 Uhr
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Auch Kleingärtner haben ihre Türsteher und machen "Gesichtskontrolle"....ich weiß schon, warum ich sowas nicht
will.
Ich würde zu selten Unkraut zupfen und zu oft meine ausländischen Freunde einladen.
  • 09.07.2016, 07:43 Uhr
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Peter Leopold
Gesichtskontrolle ? DAS erklärt natürlich plausibel, warum die dagegen sind. Immerhin verdeckt ein Kopftuch 2,5% des Gesichts
  • 09.07.2016, 07:44 Uhr
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zum Bleistift
  • 09.07.2016, 07:45 Uhr
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Peter Leopold
Im Klartext...die Türsteher haben nur Angst um ihren Job
  • 09.07.2016, 07:46 Uhr
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  • 09.07.2016, 08:47 Uhr
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