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Rentner haben es gut oder doch nicht?

Rentner haben es gut oder doch nicht?

Peter Leopold
12.07.2016, 05:57 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Es ist doch immer wieder schön, wenn man hört, wie gut es doch einem Rentner geht. Der klassische Rentner darf aufstehen wann er will, wenn er Lust hat, füttert er zuerst sich und dann die Katze, die respektvoll neben dem Bett gewartet hat, bis das nächtliche Schnarchen beendet ist. Am Ende des morgendlichen Rituals kommt kommt die Thai-Sklavin, die extra aus Bangkok eingeflogen wurde, um beim Anziehen zu helfen und dass andere Dienstleistungen natürlich gratis zur Verfügung gestellt werden, ist ohnehin selbstverständlich. Immerhin ist man ja Rentner und hat sich ein bischen Luxus durchaus verdient.

Plötzlich hämmert der elektronische Wecker schrille Geräusche in den Kopf und erinnert daran, dass es wohl zwei Realitäten geben muss. Das Ding, das sich im Kopf abspielt und die andere Realität, die den Alltag beherrscht. Und genau so, wie der gestrige Tag endete, so beginnt der Heutige. Mit Rückenschmerzen dreht man sich noch einmal, um schnell mit Bandscheiben-Schäden ins Bad zu schleichen, damit weder Frau noch Haustiere wach werden und ihre Mitleids Bekundungen vom Stapel lassen, die den Arbeitstag auch nicht einfacher erscheinen lassen, wenn man sich durch den Tag quält, damit man sich wenigstens ein bischen Luxus, wie ein Wochenende an der Nordsee, gönnen kann.

Die längst fällige Reha nach dem Infarkt wäre ja auch noch fällig und einen Termin gäbe es bestimmt noch in diesem Leben, aber wer bringt dann den kläglichen Verdienst nach Hause von dem Alle etwas abhaben wollen? Die Enkel haben ja auch ihre Ansprüche und wie stehen sie denn da, wenn Alle das neueste Smartphone haben und der eigene Enkel mit einem Uralt-Gerät hantieren muss, das noch zum Telefonieren verwendet wurde? Welch ein Schande wäre das, wenn doch alle Schulkameraden Söhne und Töchter von Politikern und Großindustriellen sind, die keinerlei finanzielle Probleme haben. Oder gehören diese Luxusgegenstände am Ende der Bank, die großzügig Kredite vergeben hat? Man weiß es nicht, aber der Nachbar hat auch erst eine neue Einbauküche bekommen und wenn der nicht im Lotto gewonnen hat, werden seine Enkel auch noch abzahlen.

Die Zeiten sind vorbei, in denen man noch jeden Monat etwas zurück legen und sich kleine Wünsche erfüllen konnte. Heute darf der Rentner die Wünsche von Vorständen der Energiekonzerne und Vermietern erfüllen und wenn er das nicht tut, findet er sich ganz schnell auf der Straße wieder. Aber zum Glück gibt es ja die "Generationskredite", die der Rentner aufnimmt und an dem die Enkel noch abzahlen. Die Tilgung ist ja sicher, wenn man nur rechtzeitig genug ins Gras beißt und nachfolgende Generationen so schnell wie möglich die monatlichen Kosten übernehmen.

Und man muss auch verstehen, dass neue Flughäfen, Stromtrassen, Konzerthäuser in der Planung für die Zukunft geplant sind - auch wenn sie nie fertig werden. Man muss sich nur einmal daran erinnern, wie man sein Rentenleben geplant hat und was daraus geworden ist...

15 Kommentare

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Was die Eingangsfrage betrifft....ja...ich habe es nach 48 Jahren Berufstätigkeit recht gut. Bin aber auch nicht sehr anspruchsvoll, was materielle Dinge betrifft.....für echten "Luxus" hab' ich meinen "Sponsor"♥
Du kennst ihn ja..
  • 12.07.2016, 11:47 Uhr
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Peter Leopold
Hahaha da kenne ich noch jemanden
  • 12.07.2016, 11:48 Uhr
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  • 12.07.2016, 11:49 Uhr
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Doch - und künftige Pensionäre noch besser, insbesondere dann, wenn sie in der höchsten A-Besoldungsstufe sind....

Danke lieber Staat...
  • 12.07.2016, 10:38 Uhr
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Peter Leopold
Das nenne ich doch mal fieees
  • 12.07.2016, 11:05 Uhr
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Ich werde drunter leiden - versprochen...
  • 12.07.2016, 11:25 Uhr
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Peter Leopold
Ja, davon bin ich überzeugt. Ich geb´Dir mal meine Kontonummer, damit ich mitleiden kann
  • 12.07.2016, 11:26 Uhr
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Wird für uns beide reichen - aber dicke....
  • 12.07.2016, 11:27 Uhr
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Peter Leopold
  • 12.07.2016, 11:27 Uhr
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  • 12.07.2016, 11:28 Uhr
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Peter Leopold
Na dann denk mal an die aaarmen Rentner hier auf der einsamen Insel
  • 12.07.2016, 11:30 Uhr
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Und ich armer muß ja noch eine jüngere Frau finden, die im Falle meines Todes als Witwe 55 - 60 % von der Pension zusätzlich zur eigenen Rente bekommt...

wir beiden haben es halt sehr schwer.

Aber das Wichtigste ist die Gesundheit. Habe gelesen, dass 10 km keine Probleme mehr sind. Und das sind erfreuliche Nachrichten.

Gestern habe ich noch gesehen, wie man einen Mann asu dem Rollstuhl ins Meer geleitete. Er konnte sich im tragenden Meer freier bewegen - ein Genuss für ihn.

Nach einer Unterhaltung mit ihm kehrte bei mir Zufriedenheit, Dankbarkeit und vieles mehr ein.

Gesunde haben sehr viele Wünsche - er hatte wohl nur einen Wunsch....
  • 12.07.2016, 11:35 Uhr
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Peter Leopold
Es war eine absolute Notwendigkeit. Anders hätte es kein Überleben gegeben
  • 12.07.2016, 11:43 Uhr
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Wunderbar - hat mich sehr gefreut - das Wichtigste im Leben....
  • 12.07.2016, 11:44 Uhr
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Peter Leopold
Für mich ist das Wichtigste seit damals der eigene Wille und die eigenen möglichen Kräfte...
  • 12.07.2016, 11:48 Uhr
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