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Der Natoverbund

Der Natoverbund

12.07.2016, 09:30 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Nato - Russland - und Deutschland

In einem Themenbericht vom 21.03.14 hatte ich auf div. „Krimspiele“ des „russischen Bären“ hingewiesen, der Gefallen an der Ostukraine, am Baltikum, Georgien und an der Republik Moldau hätte.

Ich ergänzte, dass der "russische Bär" sehr gefräßig wäre und man könne wohl voraussagen, dass er sich noch die Ostukraine einverleiben wird und in den nächsten Jahren könnten zumindest das Baltikum, Georgien und die Republik Moldau folgen.

Wladimir Putin ist seit über einem Jahrzehnt der wichtigste Akteur der russischen Politik. Seine Kritiker bezweifeln die demokratische Grundhaltung des Ex-Geheimdienstlers. Seine Unterstützer lieben ihn dafür, dass er nach den chaotischen Jelzin-Jahren seinem Land wieder zu Wohlstand und außenpolitischer Stärke verholfen hat.

Meine Vorschläge lauteten vor 2 Jahren:

• Waffenlieferungen an die Ukraine
• sofortige Aufnahme des Landes in die NATO
• umgehende Stationierung von NATO-Truppen in großer Stärke
• ständige Truppenpräsenz in den baltischen Ländern und Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Polen.
• hinter den Kulissen diplomatische Verhandlungen weiter führen

Nunmehr lese ich in einem Bericht aus „Die Zeit Nr.29/2016 vom 07.07.16“ folgenden Hinweis:

Nato: Legt euch nicht mit uns an

So wird die Botschaft des Warschauer Nato-Gipfels lauten. Das Bündnis kehrt zurück zur atomaren Abschreckung. Die Allianz will im Baltikum einen nuklearen Stolperdraht gegen Russland ziehen. Von Matthias Naß

Wenn es um Krieg und Frieden geht, dann muss auch das freie Wochenende mal dran glauben. Und so saßen denn am vergangenen Samstag und Sonntag in Brüssel Dutzende von Spitzendiplomaten zusammen, um letzte Hand an das Abschlusskommuniqué zu legen, das der Warschauer Nato-Gipfel Ende dieser Woche beschließen soll.

Zwei herausgegriffene aktuelle Reaktionen darauf lauten wie folgt:

1. Leserbrief

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
die Bundeswehr wurde unter dem Schlachtruf 'Nie wieder Krieg' aufgebaut. Heute werden deutsche Soldaten, vereinnahmt von einer NATO, auf alle Kriegsschauplätze dieser Welt abkommandiert. Das wird von einer Kanzlerin unterstützt, der die Jugend ihres Volkes gerade als Kanonenfutter gut genug ist.

Deutsche Truppen gegen die russische Föderation?? Das ist die reinste Perversion! Die Russen sind eine europäische Nation und gehören zu uns - sie dürfen niemals als unsere Feinde betrachtet werden. Das ist gegen die europäischen Interessen gerichtet. Dafür brennt die Flamme in der Rotunde von Stalingrad.

MfG Herbert Gassen Alternative für Deutschland"

2. Leserbrief zu „Legt euch nicht mit uns an“ in DIE ZEIT vom 7.7.2016:

"Sehr geehrte Damen und Herren!

Gegen die ansonsten sachliche Darstellung im Text habe ich nichts einzuwenden. Aber es zieht sich ein fragwürdiges Grundmuster durch den Artikel, nämlich die Annexion der Krim und die angebliche russische Bedrohung als Auslöser der neuen Abschreckung der NATO.

Es sei daran erinnert, dass US Außenminister Baker Gorbatschow am 8.2.1990 versprochen hat, dass die NATO sich nicht nach Osten ausdehnt, was NATO Generalsekretär Wörner in einer Rede am 17.5.1990 bestätigt und US Präsident Clinton im Frühjahr 1993 als seine eigene Auffassung bezeichnet hat.

Wer ist den Russen trotzdem mit der NATO-Osterweiterung auf den Leib gerückt? Wer stationiert gegen russischen Widerspruch US Raketen in Polen und Rumänien? Wer hat zuerst am Rad der Eskalation gedreht? Jetzt sollte man nicht mit dem Finger auf die russische Annexion der mehrheitlich russisch bewohnten Krim zeigen. Als 2013 die Ukraine mit US- und EU- Unterstützung aus der russischen "Wirtschaftszone" herausgebrochen wurde, wusste man in Moskau, dass dem langfristig eine US-Stationierung in der Ukraine folgen würde. Da haben die Russen die Reißleine gezogen, ehe die US Navy eines Tages in ihren Marinehafen auf der Krim einziehen würde.

Kein NATO- Ost-Mitglied hat für Russland die Bedeutung wie die Krim. So ist die neue Drohung mit Vergeltung so überflüssig wie ein Kropf. Und mit je 1 Bataillon in je 4 Ost-Staaten und ein paar Manövern zeigt man weder Stärke noch schreckt man damit ab. Man liefert mit alle dem nur in höchst riskanter Weise einen Anschub für die weitere Eskalation. Der schwedische Armeechef und ein früherer Generalinspekteur der Bundeswehr haben nicht umsonst soeben erst vor einem neuen Krieg gewarnt.

Man sollte jetzt mehr auf Außenminister Steinmeier mit seiner Warnung vor dem Säbelrasseln als auf NATO Generalsekretär Stoltenberg und seine Warnungen und Androhungen hören.

Gerd Schultze-Rhonhof Generalmajor a. D."

Die eines ehem. Bundeswehrangehörigen und meine ergänzende Meinung wären:

Da man sich in einem Bündnis nicht einfach wegducken kann, muss man die Meinung zwangsläufig teilen, dass es fast schon blamabel ist, nur 4.000 Soldaten ins Baltikum zu senden – und wenn man die heutige „Schrumpfbundeswehr“ ansieht stellt sich unweigerlich die Frage, wo sollen sie denn herkommen?

Putin und Russland könnte man nur mit geballter Kraft begegnen, d. h. mindestens 100.000 Soldaten nach Polen und in die baltischen Länder schicken, Aufbau eines Raketenschildes und eine starke Luftwaffe und Seeverteidigung – aber Deutschland hat nahezu keine relevante Marine.

Nicht nachvollziehen kann man die Meinung, wonach Atomwaffen bei den Taliban auch nicht geholfen haben.

Welche Atomwaffen denn?

Taliban, IS, Al Kaida etc. kann man nur mit Bodentruppen bekämpfen und da ist es schwer, da es letztendlich ein Partisanenkampf ist.

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4 Kommentare

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Wenn man sich mal durchliest was Du so schreibst, dann habe ich den Eindruck dass Du auf deine letzten Tage nochmal so einen richtig schönen Krieg erleben willst.
Nicht so einen normalen, nein eher einen mit richtig Kawummm, mit Atompilzen und allem Pi Pa Po was so dazu gehört.
  • 12.07.2016, 10:59 Uhr
  • 1
Mein Themenbericht ist im Konjunktiv abgefasst - und bitte lies dazu ergänzend meinen Bericht vom 08.08.14 "Mit Waffen den Frieden schützen".
  • 12.07.2016, 11:15 Uhr
  • 0
Du forderst eine Aufrüstung der Nato.
Wenn Du dir alle Zahlen ansiehst, seien es die Rüstungsausgaben oder die Truppen um Russland herum, Natostützpunkte, Kriege im Nahen und Mittleren Osten usw., dann kann man nur zu einem Urteil kommen.
Die Nato ist der Agressor.
  • 12.07.2016, 11:27 Uhr
  • 2
Ich fordere „auf meine letzten Tage“ in diesem Fall nichts, sondern antworte als einfacher Staatsbürger mit einem logischen Empfinden auf die sich darstellende temporäre Situation lt. Zeitungsberichten und möchte es bei dieser Stellungnahme abschließend belassen.
  • 12.07.2016, 11:45 Uhr
  • 0
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