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Zwang zur Altersvorsorge für Selbstständige

Zwang zur Altersvorsorge für Selbstständige

Helmut Achatz
15.07.2016, 13:58 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Die Unionsparteien wollen die drei Millionen Selbstständige in Deutschland zur Rente zwingen. Bislang ist es ihnen selbst überlassen, fürs Alter vorzusorgen. Viele legen ja auch Geld zu Seite, eine Minderheit aber eben nicht – damit steht sie im Alter vor dme Nichts und sind auf die Fürsorge des Staats angewiesen. Das soll sich ändern.

Immer mehr Selbstständige brauchen den Staat und seine Grundsicherung, um über die Runden zu kommen. Ok, was heißt schon „immer mehr“. Die Zahl der Betroffenen, die hierzulande auf Hartz IV angewiesen sind, ist von 2007 mit 66 910 bis 2014 auf 117 904 gestiegen, so die „Ruhr Nachrichten“ im vergangenen Jahr. Mittlerweile dürfte die Zahl weit über 150 000 liegen – und sie wird weiter steigen, weil es immer mehr Solo-Beschäftigten oder Ich-AGs gibt.

Zwang auf Selbstständige

Momentan zwingt sie keiner, in eine Rentenversicherung einzuzahlen. Das soll sich ändern: Die Unionsparteien wollen die Selbstständigen zwingen, fürs Alter vorzusorgen. Übrigens, hatte das schon 2012 die damalige Bundesarbeitsministerien Ursula von der Leyen, die ebenfalls der CDU angehört, versucht – und ist daran gescheitert. Heute ist sie Bundesministerin der Verteidigung und hat das Thema natürlich ad acta gelegt. Seit dem sind vier Jahre vergangen.

Jeder soll Vorsorge betreiben

Heute wie damals sollen die Selbstständigen die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten haben: Sie können, so das Gesetz denn kommt, entweder Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder sie entscheiden sich für eine Altersvorsorge. Ein Staat, der bedürftigen Rentnern eine Grundsicherung gewähre, so das Argument der Unionspolitiker, müsse von jedem Mitbürger verlangen, dass er entsprechende Vorsorge betreibe.

Ob es dem jetzigen Vorstoß genau so geht wie damals der Initiative der Ex-Sozialministerin von der Leyen? Es könnte sein, dass dieses Mal mehr Druck dahinter ist, denn auch die jetzige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist dafür, die gesetzliche Rentenversicherung für Kleinselbstständige zu öffnen.

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

40 Kommentare

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Zwang = Ex DDR
  • 24.08.2016, 15:39 Uhr
  • 1
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Nicht nur Selbstständige , sondern alle müssen in die Rentenkasse einzahlen.Dann wid es möglich sein eine auskömmliche Rente zu zahlen. Die kleinen Rente können dann auch soweit aufgestockt werden, das es menschenwürdig ist. Viele müssen ein Leben lang , nur weil sie Pech hatten als Bittsteller vom Amt sich Geld holen und im Alter gehts weiter. Ist das ein glückliches Leben in einer Wohlstandsgesellschaft wie es Deutschland ist.
Warum rechnet das keiner mal durch oder soll das Ergebnis nicht veröffentlicht werden, weil so viel sozialer Spregstoff ist.
  • 23.08.2016, 23:36 Uhr
  • 0
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Habe den Eintrag und Eure Kommentare gelesen. Wer beide Seiten kennt, die der Arbeitnehmer genau so der >Selbstständigen hätte ganz anderes Kommentiert. Würden die keinen und Mittelständigen in Rentenversicherung ein-bezahlen, würde auch nicht mehr Geld in der Staatskasse ankommen, dadurch dass sie weniger bis gar keine Steuern mehr bezahlen würden. Wem es bekannt ist soll doch mal überlegen, Private Versicherungen wurden vom versteuerten Geld ein bezahlt, die Versicherungen konnten so leben, bei Auszahlung gab es Zinsen,
wer jetzt eine Versicherung abschließt, zahlt auch vom versteuerten Geld ein, bekommt keinen Gewinnbeteiligung mehr > 0,00 % Zinsen < bei Auszahlung noch mal Steuern zu bezahlen. Überlegt mal ...............
Da kam der Staat mit Vorsorge fürs Alter " Riester-rente " genannt,
wird vom Staat gefördert, ---- wer sich Informationen nimmt weis bescheid wie die Riester-rente bezahlt sein wird.
Wer sich einbilden der kleine Handwerker lebt in saus und braus,
soll sich wirklich mal die Mühe machen und dies nachprüfen.
Bin keine Studierte, dafür aber Lebenserfahrung gesammelt, wenn es um andere geht, da weis jeder bescheid, nur wirklich die Wahrheit wollen die wenigsten wissen. Vergleich wird mit den Großkonzernen gemacht,
und den Politikern die sich ihr Geld nehmen wie sie es wollen, wird nie bekannt gegeben wie Handwerker-Betriebe ums überleben kämpfen müssen. Ausschreibungen gehen EU weit, kommen Firmen von der EU die viel günstiger sind, bezahlen 0,00 Cent in unser Sozialsystem ein, somit viel günstiger als unsere Handwerker, klar bekommen diese die Auftrage. Könnt ihr fordern mindesten 25,-€ Stundenlohn, wenn dann noch viel mehr Arbeitsplätze vernichtet werden, braucht niemand zu fragen - Warum ? denn ihr würdet bestimmt keinen Handwerker mehr einen Auftrag erteilen, da dies niemand bezahlen könnte.
  • 16.07.2016, 08:29 Uhr
  • 0
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Ich hörte mal, das z.B. in der Schweiz jeder, von der Putzfrau bis zum Manager in eine Rentenkasse einzahlt...
  • 16.07.2016, 01:14 Uhr
  • 1
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Wennn ich mich recht erinnere werden die Renten in Holland aus der höheren Mehrwert-Steuer finanziert. Somit zahlen - ALLE - VERBRAUC'HER - gleichzeitig in die Rentenkasse, auch die Beamten und die Selbständigen. Warum geht das nicht bei uns was sich bewährt hat ? ? ? Jeder Holländer bekommt aus dieser Kasse Rente, wenn er lange genug dort lebte und ein Mindestalter aufweist.
  • 16.07.2016, 01:12 Uhr
  • 3
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Ich bin seit fast 40 Jahren selbständig und habe seit fast so viel Jahren nicht in die Solidargemeinschaft eingezahlt. Denn es geht nicht nur um das, was man sich im Alter rausholen kann - es geht um die Solidargemeinschaft - auch übrigens bei der Krankenversicherung.
Wir Kaufleute sind - im Gegensatz zu den Handwerkern - nicht gezwungen, in die gesetzlichen Versicherungen einzuzahlen. Und wer nicht muss, der macht nicht.
Ich bin privat versichert - und werde vermutlich wegen der Krankenversicherung in der Altersarmut landen, aber hier geht es um die Rente.
Es ist ein Unding, dass wir nicht in diese Solidargemeinschaft gezwungen sind, einzuzahlen. Mindestens ein Grundbeitrag für alle müsste gesetzlich geregelt sein - Zusatzversicherungen sind dann immer noch möglich. Oder auch nicht.
Allerdings gibt es ein Problem: Diese Beiträge werden zu hoch angesetzt. Wenn man jetzt als Selbständiger freiwillig in die gesetzlichen Versicherungen einzahlt, kann sich das ein kleiner Kaufmann oder sonst ein Dienstleister nicht leisten. Der Gesetzgeber geht von einem Grundeinkommen von 3000 Euro monatlich aus - glaube ich, oder es war mal so - und das zu verdienen ist den wenigsten Selbständigen gegeben.
Dennoch - es ist wichtig, dass hier endlich alle gezwungen werden, einzuzahlen.
Ich bin zwar froh, dass es mich nicht (mehr) trifft - aber richtig war es nicht, dass ich nicht dazu gezwungen war.
  • 15.07.2016, 22:58 Uhr
  • 8
Ich zahle auch in die Private, nicht in die Gesetzliche.
Grund sind die unverschämt hohen Beiträge der Gesetzlichen.
Erstens wird ein extrem hohes Einkommen als Mindestbetrag für die Berechnung angesetzt, wovon viele gerade in der Gründungsphase weit entfernt sind,
zweitens müsste ich davon Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil bezahlen, also erheblich mehr, als Angestellte bei vergleichbarem Einkommen auf ihrem Lohnzettel sehen.
Diese Summen können viele Kleine gar nicht stemmen.
Arbeitnehmer zahlen bei wenig Einkommen auch wenig RV.
Selbständigen unterstellt man unendlich sprudelnde Geldquellen.
Fazit: Die Gesetzlich jagt die Selbständigen zu den Privaten, mit ihren unrealistisch hohen Verdienstunterstellungen.
  • 16.07.2016, 03:19 Uhr
  • 1
Jörg,
und du glaubst, dass du durch deine private Vorsorge auch gut fürs Alter abgesichert bist?
Ich hoffe dann aber sehr, dass du deine private Vorsorge nicht in Aktien, Lebens- oder Rentenversicherungen gesteckt hast ...
seit dem 15.09. 2007 wissen wir, welch hohes Risiko eine private Altersversorgung haben KANN ...
und wenn du dir die aktuellen Zinssätze für Tagesgeld ansiehst, dann muss dir doch bei maximal 1% Verzinsung angst und bange werden ...
das ist keine Verzinsung, sondern Kapitalvernichtung!
Quelle: https://finanzen.check24.de/konto-kr...vergleiche/
  • 16.07.2016, 04:12 Uhr
  • 0
Das ist ein anderes Thema, womit ist man heute noch gut abgesichert? Mit der Gesetzlichen auch nicht.
Aus damaliger Sicht war es richtig.
Inzwischen ruhen meine beiden privaten RV auch, werden nicht weiter eingezahlt.
Das Geld stecke ich jetzt in andere Versicherungen, mit deutlich besserer Verzinsung.
Ohne Risiko ist heute nichts mehr.
  • 16.07.2016, 08:01 Uhr
  • 0
Genau - der Punkt mit den unrealistisch hohen Verdienstunterstellungen für die Festlegung der Beiträge - auch der Krankenkassen wie geschrieben - ist es, was es so unrealistisch macht. Und so wichtig ich es finde, dass alle in die Solidargemeinschaft, also die gesetzlichen Versicherungen einzahlen, so sehr weiß ich auch, dass hier wieder der Knackpunkt liegt.
Der Gesetzgeber geht davon aus: Wer sich selbständig macht, baut auf Gewinn - und der liegt so und so hoch, sonst ist es nicht machbar. Was sie wirklich nicht sehen sind die, die von der Hand in den Mund leben. Das ist eine unendlich lange Geschichte, man sollte mal ein Buch darüber schreiben.
Was die Auszahlungen der Lebensversicherungen angeht: Meine sind seit einigen Jahren ausgezahlt, die meisten jedenfalls. Sprich, meine monatlichen Belastungen haben sich gewaltig verringert. Noch ruhen sie - und sind angelegt.
Aber hier hat Tommy den Knackpunkt angesprochen: Bei mir hat sich zwar die Ansparung nicht verringert, aber jetzt verringert sich das Kapital - und zwar gewaltig. Sprich, ich habe viele Jahre viel Geld dafür bezahlt, dass es nun weniger wird. Und das nicht, weil ich davon leben muss.
  • 16.07.2016, 09:48 Uhr
  • 3
@Sara, wenn Du privat krankenversichert bis kannst Du dort auch umstellen auf einen sogenannten Basistarif. Der deckt im Grunde alle Leistungen der gesetzlichen KV ab und ist entsprechend günstiger.
Zum allgemeinen Thema kann ich beitragen, dass hier in Österreich diese Regelung besteht. Selbständige und Angestellte und Arbeiter zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Bei Selbständigen richtet sich der Beitrag nach der jährlichen Steuererklärung (Basisbeitrag für Neugründer liegt bei etwa 500 Euro im Quartal, allerdings ohne Krankentagegeldversicherung, die muß zusätzlich oder privat abgeschlossen werden). Nach der ersten Steuererklärung wird dann rückwirkend ggfs. der Beitrag angepaßt.
Gilt auch bei der Krankenversicherung. Hier liegt der Unterschied in dem Selbstbehalt. Selbständige haben 20 %, Agestellte und Arbeiter meines Wissens 10 %. Die Ärzte rechnen mit den Kassen ab und über die quartalsmäßige "Vorschreibung" bekommt man dann den Eigenanteil belastet.
Funktioniert eigentlich ganz gut hier in Austria.
Einzige Ausnahme sind die Beamten.
Was in Austria nicht so verbreitet ist sind kapitalgedeckte Lebensversicherungen, da hier auch auf LV'en Versicherungssteuer erhoben wird (in Deutschland nicht).
Und, was mir persönlich auffällt: viele Selbständige gehen wirklich mit Schlag 60 (also in meinen Jahrgängen) oder sobald es geht in Rente. Es wird häufig kein Nachfolger gefunden und so sterben viele kleine Betriebe aus.
Gerade in touristischen Unternehmen auf dem Lande oder beim Bäcker, Metzger, Friseure, usw. ist das zu beobachten.
Das ist halt dann eine andere Auswirkung nach meiner Meinung.
  • 16.07.2016, 20:23 Uhr
  • 1
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Es ist noch gar nicht so lange her, da hat die BA mit IchAG u.ä. dafür geworben, dass eine Gewerbeanmeldung besser sei als Hartz IV. Ca. 90% derer, die darauf herein gefallen sind, waren bald wieder Kunde bei der BA.
Vorsorge muss man sich leisten können, d.h. wenn man genug verdient. Das ist beim Selbständigen nicht anders, als beim Arbeitnehmer.
  • 15.07.2016, 19:59 Uhr
  • 4
so einfach ist das Peter... und viele Menschen sind deshalb "selbständig tätig", weil es immer weniger angestellte Positionen gibt...

und wer nicht unbedingt vom Sozialstaat leben will, versucht es mit eigenen Ideen...

und mir scheint, auch das wird von Jahr zu Jahr schwieriger, in der Selbständigkeit so Fuß zu fassen, das dies zum Leben reicht geschweige denn für Rücklagen für´s Alter
  • 15.07.2016, 22:54 Uhr
  • 3
Wenn unsere Arbeitsministerin den Tatsachen folgend - viele Selbständige sind auf Hartz IV angewiesen -, statt nur den Zwang zur Vorsorge im Auge hätte und nicht die Verbesserung der Einkommen, wäre mehr gehollfen.
Sie braucht doch nur die Anrechnung des Hinzuverienstes neu zu regeln. Allen könnte geholfen sein, wenn die Leistungskürzung nicht schon ab 100 € sondern erst ab z.B. 1000 € oder ab dem Mindestlohn. Das würde Anreize schaffen und auch eine kleine Vorsorge ermöglichen.
  • 16.07.2016, 09:52 Uhr
  • 2
mein Eindruck ist seit Langem: die Menschen mit den richtig coolen Ideen und dem nötigen Biss zur Umsetzung, sind nicht in der Politik

Die Frage ist jedoch: welche Chance hätten Ideen, die dem Volke nützen
  • 16.07.2016, 18:59 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer Ich glaube, wer in seinem Beruf erfolgreich sein will, hat keine Zeit, in die Landes- oder Bundespoliitik zu gehen. Das kann man nicht mehr nebenbei machen.
Wenn Politiker neu ins Parlament kommen, ist das nur von Dauer, wenn sie sich fraktionsdiehnlich verhalten. Da sind eigene Ideen sicherlich nicht gefragt. Partei- oder fraktionsdiehnlich bedeutet aber auch, die Spender nicht zu verärgern. Unternehmen spenden regelmäßig mehr oder weniger viel Geld (sehr wenige Stimmen) und das Volk spendet nur zur Wahl die Stimmen (sehr wenig Geld).
  • 18.07.2016, 17:30 Uhr
  • 1
liebere Peter Schmidt,

wenn ich als Wähler also glaube, das meine Stimme was bewegen könnte, wie nah bin ich dann an den Jacken mit den langen Ärmeln?
  • 19.08.2016, 20:52 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer Es ist doch nicht der einzelne Wähler, der etwas bewegen kann. Wenn aber nur jeder zweite Wähler seine Stimme ebgibt, dann entsteht ein verzerrtes Bild vom Wählerwillen.
Angenommen es geht nur Einer zur Wahl, dann gibt es im Parlament einen Direktkandidaten und eine Partei mit allen Sitzen.
Die Demokratie lebt davon, dass alle etwas dazu beitragen.
  • 20.08.2016, 10:14 Uhr
  • 1
das ist natürlich auch ein wahrer Aspekt Peter, ich dachte auch eher an die radikalen Wähler, die lieber das Gegenteil von Demokratie hätten, oder an die, die noch wenig Ahnung haben, und auf falsche Versprechungen reinfallen und und und...

Ich gehöre jedoch auch zu denen, die noch null Ahnung haben, wie man intelligent im Sinne des Volkes wählen sollte...

Vielleicht wäre das mal ein sinnvolles Diskussionsthema, in dem es dann um begründete konstruktive Empfehlungen gehen sollte... Was meinst Du Peter?
  • 20.08.2016, 13:10 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer Es ist recht mühsam, wenn man sich erst durch alle Parteiprogramme durchwuselt, um sich eine Meinung zu bilden. Ich orientiere mich schon sein Jahren über den WahlOMat und habe so nach 20 Minuten zumindest eine Orientierung. Das wäre auch sinnvoll für diejenigen, die sich sonst nicht um Politik kümmern, statt mit dem Bauch zu wählen.
  • 20.08.2016, 16:20 Uhr
  • 0
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Jedes Einkommen muss der ges. Sozialversicherungspflicht (z.Zt.: 6.200,00 € West) unterliegen.
Nicht jeder Imbissbudenbesitzer und Dachdecker sorgt fürs Alter vor.
  • 15.07.2016, 18:09 Uhr
  • 1
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Warum sollten Selbständige dazu gezwungen werden.

Die mir bekannten Selbständigen (z.B. Ärzte , Rechtsanwälte) beziehen einerseits von ihren Versorgungseinrichtungen im Alter Aufwendungen von ca. 2400 Euro.

Das ist natürlich viel zu wenig - gemessen an den bisherigen Lebensstandards. Aber sie hören auch nicht mit 65 Jahren auf zu arbeiten, wonach sich diese Auszahlung jährlich weiter erhöht.

Zusätzlich haben sie allerdings vorgesorgt. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Wohnraum, Kapitallebensverischerungen , die wahlweise als Auszahlung oder Zusatzrente genutzt wird.

Zusätzlich haben sie ein stattliches Vermögen aufgebaut, dass sie in Form von Renten, Dividenden oder auch Auszahlungspläne nutzen.

Alles in allem erzielen sie immerhin ein gutes Durchschnittseinkommen von 5 - 7000,-- Euro bei Kapitalerhalt - bei Kapitalverzehr wesentlich mehr - im Monat, womit sich auskömmlich leben lässt.

Sie werden sich nie zu der stattgefundenen Planung hinreißen lassen - Kritik wurde sofort nach der Planung bekannt und die Regierung hat alles wieder verworfen.

Und das ist gut so...
  • 15.07.2016, 17:20 Uhr
  • 1
Und die durch dein Raster der supergeschäftstüchtigen Selbständigen fallen werden von Fussvolk durchgefüttert.
Aber scheinbar sind dir Pleiten, Pech und Pannen unbekannt.
  • 15.07.2016, 18:13 Uhr
  • 1
Unsinn....

Jeder hat einen Anspruch auf Grundicherung in Deutschland - Dein so von Dir benanntes Fußvolk als Auch Rechtsanwälte und Ärzte....
  • 15.07.2016, 18:15 Uhr
  • 0
Die bis dahin verdiente Kohle wurde verprasst und dann nach der Allgemeinheit rufen.
Unglaublich wie arrogant Menschen...... wenn sie ein paar Euronen mehr haben, sein können.
  • 15.07.2016, 18:18 Uhr
  • 3
Wie bei jedem normalen Schuldner auch, der Überschuldet und Zahlungsunfähig ist....und davon gibt es viele, für die das Insolvenzrecht ja gerade geschaffen wurde...
  • 15.07.2016, 18:20 Uhr
  • 0
Warum soll der Selbständige mit einen Bruttoeinkommen
von 5000 € ohne Sozialvers. bleiben.?
Und ein Fabrikarbeiter bekommt sie abgezogen.
  • 15.07.2016, 18:25 Uhr
  • 1
Die Messe ist gelesen - es bleibt so wie es ist. Nach dem warum zu fragen ist unnütz wie warum sind wir nicht EM-Meister geworden...
  • 15.07.2016, 18:27 Uhr
  • 0
Elmar Elmar - nun bist du aber entgegen deiner sonstigen Art sehr an der Realität vorbeigeschrammt.
Hier geht es nicht um gutverdienende Freiberufler, sondern um kleine Gewerbetreibende - Selbständige - die oft mit Ach und Krach über die Runden kommen.
Ich weiß, wovon ich schreibe - denn ich arbeite mit ihnen - die gerade am Existenzminimum herumkriechen, keine Unterstützung fordern - und nicht mal eine Krankenversicherung haben, weil sie es sich nicht leisten können.
  • 15.07.2016, 22:50 Uhr
  • 5
Nein liebe Sarah - es geht um die Selbständigen.

Da gibt es die einen und die anderen.

Die anderen, die als Selbständige wenig verdienen, werden auch nichts einzahlen oder einzahlen können.

Sie bekommen aus diesem Grunde auch keine Alterssicherung sondern werden im Alter von der gesetzlich garantierten Sozialhilfe leben müssen... Diese sichert das Existenzminimum eines jeden von uns - ob in einer Aufstockung oder nicht...

Wir sind ein sozialer Rechtsstaat und die Sozialstaatsklausel hat einen Ewigkeitswert in unserem Rechtsystem des Grundgesetzes...
  • 15.07.2016, 23:17 Uhr
  • 0
Also da kann ich Sara jetzt nur beipflichten. Elmar, Du lebst offensichtlich in Sphären, die nicht realistisch sind für die Masse der "kleinen" Selbständigen
  • 15.07.2016, 23:18 Uhr
  • 4
Ich habe es Dir beschrieben...
  • 15.07.2016, 23:19 Uhr
  • 0
Alle, die ein Einkommen BIS ZUR Sozialversicherungsgrenze haben, müssen einzahlen.
Was soll das Gerede........
als ob es keine Selbständigen in diesem Einkommensbereich gibt.
Warum kann ein Friseurmeister mit einem Monatseinkommen von 5000€ nicht wie jeder andere auch Sozialversicherung für sich bezahlen?
Bei Elmar gibts nur Pleite oder über 6200€
  • 16.07.2016, 00:06 Uhr
  • 2
Ähm....,die Ärzte und Anwälte beziehen aber auch nur dann Rente, wenn sie entsprechend eingezahlt haben. Ohne - und davon gibt es auch einige, gibt es auch von den Versorungseinrichtungen nichts. Vor vielleicht 15 Jahren wurde es mal zumindest für die Anwälte zum Zwang in die Versorgungseinrichtung zu zahlen oder alternativ eine Lebensversicherung/private Rentenversicherung vorzuweisen. Das haben alle zwar getan, nur ist auch in diesem Berufszweig ein Rückgang der Auftragslage zu verzeichnen, dass viele ihre Lebensversicherung beliehen oder stillgelegt haben. Das wird sich zur gegenen Zeit auch bemerkbar machen. Von einer Versorgungskasse kommt dann jedenfalls nichts.
  • 16.07.2016, 02:38 Uhr
  • 1
Es gibt mehrere berufsbezogene Versorgungswerke Andrea, z.B. auch für Journalisten. Und, ja, wenn man da nichts einzahlt bekommt man auch nichts "raus".
Vor ganz vielen Jahren konnte man sich auch als Angestellter (wenn man über der Bemessungsgrenze lag) befreien lassen und hat meist eine sogenannte begreiende Lebensversicherung statt dessen abgeschlossen. Allerdings geht das nicht mehr.
Ist aber jetzt nur Zusatzinformation.
  • 16.07.2016, 20:07 Uhr
  • 0
ups, befreiende LV muß es heißen
  • 16.07.2016, 20:26 Uhr
  • 0
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Da ist doch alles nur Flickschusterei !
Und mehr nicht
Es sollte generell ein ganz anderes System geschaffen werden
ähnlich wie in Skandinavien --- oder Niederlande oder der Schweiz
wo JEDER ... der ein Erwerbseinkommen hat ... in das System einzahlt
die Betonung liegt auf JEDER .....
Nur sowas wird es sicher hier in 100 Jahren nicht geben
  • 15.07.2016, 17:20 Uhr
  • 3
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