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Im stillen Kämmerchen

Im stillen Kämmerchen

Peter Leopold
19.07.2016, 05:19 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Beinahe unbemerkt vom medialen Tagesgeschehen meldet er sich zurück. Und genutzt hat ihm definitiv Erdogan und seine kranken Machtphantasien. So schaffen es Despoten immer wieder Angst und Schrecken zu verbreitet und wenn man böse wäre, könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, dass es sich um eine Art politische Symbiose handelt. Die Rede ist von Lutz Bachmann, der die Gründung einer eigenen Partei öffentlich bekannt gegeben hat. Die "Freiheitlich Direktdemokratische Volkspartei"

Der Zusatz "fremdenfeindlich" oder "Islam-hetzerisch" wurde wohl im Eifer des Gefechts vergessen, obwohl der Gründungsvertrag bereits am 13.Juni unterzeichnet wurde. Aber man muss ja auch taktisch vorgehen und wenn man schon durch den Irren vom Bosporus profitieren kann, dann tut man das auch. Und damit das arme Volk ihm nicht völlig verwirrt wie eine Hammelherde nachläuft, hat er schon betont, dass er nicht mit der AfD in Konkurrenz treten will. Eine Krähe hackt der Anderen schließlich kein Auge aus.

Immerhin wird dem Wähler die Wahl gelassen, ob er Pest oder Cholera haben will. Und das ist für den charakterlichen Erdogan - Doppelgänger schon ein großes Zugeständnis. Dass er behauptet, keinerlei Funktion in der Partei übernehmen zu wollen, ist genauso glaubhaft, wie die gestrige geschmacklose Fakemeldung hier am schwarzen Brett, dass Mesut Özil verstorben sein soll. Die Aussage "Ich bleibe der Lutz von Pegida auf der Straße" könnte man durchaus mit den Worten Erdogans messen "Alles was jetzt passiert, ist eine Reaktion auf den Putschversuch" Und die Pläne liegen trotzdem schon lange im diktatorischen Nachtkästchen.

Während Bernd Lucke seine Partei vielleicht tatsächlich einmal als Alternative gesehen hat, bahnt sich inzwischen eine Brand-gefährliche Situation an. Zwei Gruppierungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, rüsten sich in Deutschland einen ultimativen Machtkampf.Auf der einen Seite die durchwegs rechts-gerichteten neuen Parteien mit alter Gesinnung und auf der anderen Seite, die nicht zu unterschätzenden Erdogan - Hörigen, die sich im Wahn ihres Vorbilds auch recht wohl fühlen. Und das Gesetz der Straße könnte durchaus eine "Option" werden, die sich durchsetzt, wenn man nicht sehr genau hin sieht.

Es wäre zu einfach zu sagen, dass die Probleme gelöst wären, wenn es entweder die Eine oder die Andere Gruppierung nicht mehr gäbe, denn Beide Seiten kommen aus dem Untergrund und Eine ist fanatischer als die Andere. Deutschland darf sich ebenso wie ganz Europa auf schwere Zeiten einstellen und vereinzelte Bluts-tropfen können ganz schnell zu einem Flächenbrand führen, der in einem kontinentalen Krieg endet. Die Saat ist da und es liegt an jedem Einzelnen, ob sie aufgeht oder nicht. Unsere Kinder werden urteilen, ob wir alles richtig gemacht haben, oder ob wir sie ins Inferno führen.

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