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Mitschuld? Deshalb verklagt ein Opfer-Vater die Eltern von Todes-Pilot Andre ...

Mitschuld? Deshalb verklagt ein Opfer-Vater die Eltern von Todes-Pilot Andreas Lubitz

News Team
19.07.2016, 08:49 Uhr
Beitrag von News Team

Klaus Radner ist davon überzeugt, der Amok-Flug von Co-Pilot Andreas Lubitz, bei dem 149 unschuldige Menschen starben, hätte verhindert werden können.

Laut "Bild" verklagt der 61-Jährige, der bei der Tragödie Tochter Maria (33), deren Lebensgefährten Sascha (38) sowie seinen Enkel Felix (1) verloren hatte, die Eltern des Todes-Piloten. Nach Meinung des Unternehmers hätten sich die Eltern mitschuldig gemacht. Radner sagte:

Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Ermittler so vielen offenen Fragen nicht nachgegangen sind.

Bei der Durcharbeitung der Ermittlungsakten sei Radner mit seinem juristischen Beistand auf Widersprüche gestoßen. Zum Beispiel: Warum haben Eltern und die Freundin Lubitz nicht am Fliegen gehindert, obwohl sie ihn teilweise sogar zum Arzt begleitet hatten?

Mutter begleitete Lubitz zum Psychologen

Laut "Bild" ging die Mutter einen Monat vor der Tat mit ihrem Sohn zum dem Psychologen, der Lubitz bereits früher wegen Depressionen behandelt hatte. Das geht aus den Akten hervor.

Radner versteht zudem nicht, warum die Freundin am Tag des Absturzes eine Tasche mit Medikamenten und Arztunterlagen von Lubitz packte. Sollten Beweismittel beseitigt werden?

Die Familie wollte sich zu der Klage Radners nicht äußern. Ihr Rechtsanwalt erklärte gestern, dass er nicht beauftragt sei, Anfragen entgegenzunehmen oder zu beantworten.

Beihilfe zur fahrlässigen Tötung

Radners juristischer Beistand, Klaus Brodbeck, rechtfertigte in Bild das Vorgehen seines Mandanten:

Die Anzeige ist für uns die einzige Möglichkiet, dass in diese Richtung ermittelt wird.

Für ihn komm der Straftatbestand der Beihilfe zur fahrlässigen Tötung in 149 Fällen in Frage.
Radner hatte bereits Lubitz‘ Hausärztin angezeigt, weil sie seiner Meinung nach den Todes-Piloten in eine psychiatrische Klinik hätte einweisen müssen bzw das Luftfahrtbundesamt hätte informieren müssen.

Staatsanwalt Christoph Kumpa sagte gegenüber "Bild", dass die Vorwürfe im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens geprüft würden.

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24 Kommentare

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Ein Vater und Großvater kann mit seinem Verlust nicht fertig werden und sucht nach einer Möglichkeit.........
Wenn man sich die Geschichte vor Augen hält, kann man mehrere Stellen finden, den man eine Mitverantwortung zuschieben könnte.
Im Umfeld des Piloten all diejenigen, die nicht registriert haben, wie es wirklich um ihn stand....Es ist so mühsam und es dient nicht wirklich dazu, Frieden zu finden.
Die Eltern des Piloten, die übrigens auch ihr Kind verloren haben, sollen jetzt zur Verantwortung gezogen werden.
Im Umfeld des Klägers könnte man auch einigen Stellen finden, die in dieser Angelegenheit nicht hilfreich handeln.....z.B. der Anwalt, der Klage einreicht wohl wissend, dass es nichts bringen wird...außer, dass alle Parteien wieder nicht dazu kommen den Verlust zu verarbeiten.
  • 19.07.2016, 14:03 Uhr
  • 1
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Wer da an einen Selbstmord denkt, macht es sich sehr leicht.
  • 19.07.2016, 13:52 Uhr
  • 0
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Den Eltern geht es bestimmt nicht gut mit der Tat ihres Sohnes. Da müssen sie nicht noch verklagt werden und bedenkt sterben müssen wir alle.
  • 19.07.2016, 13:24 Uhr
  • 0
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Die Ärztin, der Psychologe haben 1. Schweigepflicht, solange sie nicht entbunden werden. Und Eltern haften ein Leben lang doch nicht für die Taten ihrer Kinder???? Ich warte lieber ab, wie dieses "Hornberger Schießen ausgeht!" Sollte beweisbar etwas rechtlich verschleiert werden, was hier Niemand beurteilen kann, verstehe ich den Kläger!
  • 19.07.2016, 13:00 Uhr
  • 1
jedoch sollte ein Kind, egal wie alt in eine Pflegeeinrichtung müssen, zahlen die Eltern mit
  • 19.07.2016, 13:06 Uhr
  • 0
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Es ist die Verzweiflung, die ihn treibt.
Schreckliche Tragödien sind leichter zu ertragen wenn man jemanden hat dem man die " Schuld " dafür geben kann.
Es wird viele Jahre brauchen bis seine Seele anfängt zu heilen.
Ich hoffe es gelingt ihm überhaupt.
  • 19.07.2016, 13:00 Uhr
  • 4
Ja, Trauer wird absolut persönlich gebunden durchlebt!
  • 19.07.2016, 13:01 Uhr
  • 2
Er muß etwas annehmen was er nicht annehmen möchte.
Das liebste was er hatte wurde ihm genommen, auf unvorstellbar grausame Weise.
Das zu verarbeiten braucht sehr, sehr viel Kraft und Zeit und viele verständnisvolle Menschen in seinem Umfeld.
Die wünsche ich ihm und all den andren Betroffenen von ganzem Herzen.
  • 19.07.2016, 13:08 Uhr
  • 4
.............
  • 19.07.2016, 13:20 Uhr
  • 1
...........A.W.
  • 19.07.2016, 13:29 Uhr
  • 1
A W
der eine kann es schnell, der andre braucht viel Zeit.
Ersterer tut sich leichter im Leben; dem Zweiten jedoch mangelnde Größe zu bescheinigen halte ich für vermessen.
  • 19.07.2016, 14:44 Uhr
  • 3
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In Deutschland gibt es keine Sippenhaft.Verständlich ist, wenn Menschen für den Tod von Angehörigen irgendjemanden zur Verantwortung ziehen wollen, der eben noch lebt und daher büßen wird. Aber der Verursacher ist tot. Ich hoffe, das zurückgebliebene Angehörige irgendwann ihren Frieden finden.
  • 19.07.2016, 12:49 Uhr
  • 3
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Angehörige, behandelnde Ärzte, Arbeitgeber, Kollegen ...! Da haben wohl einige die Lage unterschätzt und weggesehen! Ich verstehe auch, wie verzweifelt jemand sein kann, der einen Teil seiner Familie bei dieser "Irrentat" verloren hat. Der Täter kann ja nicht mehr bestraft werden.
  • 19.07.2016, 12:48 Uhr
  • 0
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Die einzigen, die von dieser Anzeige etwas haben, sind die Anwälte. Die verdienen auf jeden Fall daran - egal, ob was dabei rauskommt oder, wie zu erwarten, nicht.
  • 19.07.2016, 12:48 Uhr
  • 3
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Ich mag dazu speziell keine Stellung abgeben. Keiner kann in die Seele eines anderen Menschen blicken. Was würdest du als Vater, als Mutter tun? Wer denkt dabei, dass der eigene Sohn eine so unvorstellbare Tat begeht? Wer will - ohne das Wissen danach - seinem Kind die Zukunft verderben. Es ist leider im Leben so, dass man hinterher schlauer ist.

Die Eltern waren bestimmt nicht glücklich, ihr Kind seelisch krank zu sehen, und nun tragen sie eine noch schwerere Last, ihr Kind zu betrauern, dass zu einem Mörder vieler unschuldiger Menschen geworden ist, und ihr Umfeld sie für das unbewusst verantwortlich macht, was sie nicht getan haben.
  • 19.07.2016, 12:46 Uhr
  • 3
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Beihilfe zur fahrlässigen Tötung ?

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 27 Beihilfe


(1) Als Gehilfe wird bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat.

(2) Die Strafe für den Gehilfen richtet sich nach der Strafdrohung für den Täter. Sie ist nach § 49 Abs. 1 zu mildern.

Ist das jetzt ein Witz ? Wo sollen denn die Eltern vorsätzlich gehandelt haben ?
  • 19.07.2016, 12:22 Uhr
  • 2
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