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Mit dem Terror leben

Mit dem Terror leben

Peter Leopold
22.07.2016, 06:07 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Politisch ist da nicht viel zu machen. Mit Terroristen kann man weder diskutieren noch über irgend welche Punkte verhandeln. Das sollte Jedem klar sein, der sich grundsätzlich für mehr Gesprächsbereitschaft einsetzt. trotzdem gibt es immer wieder Stimmen, die derartige Ideen propagieren und "endlich Verhandlungen" fordern. Ja, es gibt sie tatsächlich - die Stimmen, die fordern, man sollte Terroristen "vernünftige Lösungen" anbieten.

Aus meiner Sicht wäre es eine vernünftige Lösung, einen Terroristen so weit zu schwächen, dass er einen ausgespuckten Kaugummi für eine bedrohliche Waffe hält. Da dies aber niemals passieren wird, bleibt nur mit dem Terror irgendwie zu leben. Aber kann man damit leben, ohne langfristig gesehen durchzudrehen ? Immerhin - Israel macht es seit Jahrzehnten vor. Deutsche Eltern bringen ihren Kindern bei, nicht mit Fremden mit zugehen, Israelische Kinder lernen, dass von herrenlosem Gepäck Gefahr ausgeht.

73 Prozent der Bevölkerung fürchtet ein terroristisches Attentat. In Österreich sind es sogar 83 Prozent. Dabei ist gerade der Deutsche kaum bereit, ein Stück von seinen Persönlichkeitsrechten aufzugeben. Ob das nun der Zugang zu privaten Daten ist, oder vermehrte und intensivere Kontrollen in der Öffentlichkeit. Auf die Idee, in Einkaufszentren freiwillig die Taschen kontrollieren zu lassen, würde in Deutschland kaum Jemand kommen. Wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln nur noch vorne einsteigen dürfte, würde man sich ebenso aufregen.

Alte Gewohnheiten aufzugeben, ist für Deutsche besonders schwer, denn sie erinnern an eine Erfolgsgeschichte, die eng mit Stolz verknüpft ist. Aber man muss sich den Gegebenheiten anpassen. Es ist illusorisch zu glauben, dass man den Terror mit einem Schlag oder mit Abgrenzungsmaßnahmen verhindern könnte. Also muss man sich anpassen und die Gefahren minimieren. Verhindern wird man Anschläge damit nicht denn niemand kann verhindern, dass "Alltagsgegenstände" wie Lkws zweckentfremdet werden - wie man im Fall Würzburg gesehen hat. Aber die Gefahr lässt sich dennoch reduzieren. Der Fokus im Alltag muss auf Dinge gelenkt werden, die man vielleicht bisher kaum beachtet hat.

In unserem Dorf gab es vor ein paar Tagen eine Verdachtssprengung von zwei Rucksäcken. Wer die spanische Sprache beherrscht, kann das HIER nachlesen. Auch an solche Szenen wird man sich gewöhnen müssen. Man soll sich aber auch nicht verrückt machen lassen und mit Paranoia-Anfällen durch den Tag gehen.

Der Alltag wird sich verändern und es liegt an uns selbst, ob wir mit diesen Veränderungen vernünftig umgehen...

41 Kommentare

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Gute frage
  • 23.07.2016, 04:44 Uhr
  • 0
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Entweder mit Terror leben oder aufgeben.
Dieses sinnlose Gemezle weltweit führt nur dazu dass noch mehr "Terrorzellen" entstehen und sich die Spirale immer weiter dreht.
Für mich sind Politiker und Politikerinnen nur große Kinder die nicht einfach weinen und krakellen können wenn es nciht nach ihren Wünschen geht.
  • 22.07.2016, 18:27 Uhr
  • 0
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Alleine Deutschland und Frankreich führen zur Zeit Kriege in:

Libyen
Syrien
Irak
Afghanistan / Usbekistan
Mali /Senegal
Horn von Afrika
Elfenbeinküste
Golf von Guinea
Tschad
Zentralafrikanische Rep.
Sudan
Somalia

(wahrscheinlich habe ich noch ein paar Länder vergessen)
In all diesen Ländern herrscht der Terror des Krieges. Seit 1990 sind dort Millionen Menschen gemordet worden. Für "unserer" Öl, Uran und viele andere Bodenschätze.
Dass sich der Alltag in Krieg führenden Ländern verändert sollte nicht verwundern.
Was glauben wir eigentlich? Wir können morden und rauben wie wir wollen, aber bitte schön, uns soll man in Ruhe lassen?
Wie strunznaiv muss man doch sein, wenn man glaubt das würde funktionieren.

Solange dieses Morden anhält wird es auch für uns keine Ruhe geben.
Und das wundert uns jetzt alle ganz fürchterlich.
  • 22.07.2016, 17:57 Uhr
  • 3
Peter Leopold
Das ist leider nicht neu - wenn auch nicht soo bekannt
  • 22.07.2016, 18:03 Uhr
  • 0
Wir fürchten uns vor dem Terror. Und was verlangen wir von unseren Politikern? Frieden? Nein, noch mehr Krieg.
Am besten jetzt auch noch in die Türkei einmarschieren, um dort, so wie in Syrien, eine vom Volk gewählte Regierung zu bekriegen und dabei das ganze Land verwüsten.

Bei den Politikern kann ich ja noch verstehen warum sie das machen. Sie müssen für die Gewinne der Konzerne sorgen.
Aber bei uns Bürgern?
Wie kann man so grenzenlos blöd sein und zu glauben, noch mehr Krieg, noch mehr Morde, würden uns hier den Terror vom Hals halten.
Aber wer keinen Terror will, der ist ja nur ein "Gutmensch".
  • 22.07.2016, 18:17 Uhr
  • 2
Peter Leopold
".....so wie in Syrien, eine vom Volk gewählte Regierung zu bekriegen.." Ist aber ein bischen dünn. Zum Einen wurde Erdogan nicht mit überwältigender Mehrheit gewählt und dann ist er zweifellos ein Diktator mit Forderungen und zweifelhaftem Verhalten.
  • 22.07.2016, 18:21 Uhr
  • 0
Bisher wurde noch keine Regierungspartei in Deutschland mit so einem Ergebnis gewählt. Zum anderen ist die Türkei eine Demokratie. Auch wenn Erdogan ein großes Maul hat, gibt es dort ein funktionierendes Parlament.
Die Probleme der AKP, ihre Gesetzesänderungen dort durchzubringen, zeigen es sehr deutlich.
Aber was interessiert uns das denn in Deutschland. Wir wissen (aus Spiegel, Focus, Bild) doch ganz genau wie es in der Türkei ist.
  • 22.07.2016, 18:30 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Aber Erdogan interessiert es, jedes internationale Recht auszusetzen - siehe Menschenrechte. Nur für seine persönlichen Machtgelüste...
  • 22.07.2016, 18:33 Uhr
  • 0
Wenn ein Recht ausgesetzt wird in der Türkei, dann macht es das Parlament und nicht Erdogan alleine.
Ich verstehe ja wenn man gegen die türkische Politik ist (ich bin auch z.B. gegen die französische), aber was haben wir denn davon wenn wir einen einzelnen Hansel hier zum Gottseibeiuns hochstilisieren.
Brauchen wir dazu ein personifiziertes Feindbild?
Möglicherweise ist das wieder die alte Masche. Dann können wir wieder ein Volk "befreien".
  • 22.07.2016, 18:47 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Natürlich..wenn man dafür schon gesorgt hat, dass das Parlament entsprechend "gesäubert wurde. An einer solchen "Befreiung" kann niemand ernsthaftes Interesse haben
  • 22.07.2016, 18:51 Uhr
  • 0
Im Parlament sitzen vier Parteien. Woher hast Du die Information über die "Säuberungen"?
  • 22.07.2016, 19:29 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Nicht aus der Presse...wenn Du das meinst...
  • 22.07.2016, 19:29 Uhr
  • 0
...das nie wieder eine Mutter ihren Sohn beweint...
soviel zu Kriege
  • 22.07.2016, 21:50 Uhr
  • 0
aber der Strom der Tränen auf dieser Welt reißt nicht ab
  • 22.07.2016, 22:04 Uhr
  • 1
Michael, da muss ich dir leider zustimmen
  • 22.07.2016, 22:09 Uhr
  • 0
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Man könnte den Terror schon eingrenzen, wenn man nicht nur beobachten würde, sondern Islamisten, Salafisten, Hassprediger, usw,. ausweisen würde. Mit unserer Art dem Ganzen relativ hilflos zu begegnen kommen wir nicht weit. Ja, es ist an der Zeit Härte zu zeigen, nichts mehr hinzunehmen. Es wir für Muslime schwieriger werden, aber das muss hingenommen werden.
  • 22.07.2016, 13:11 Uhr
  • 6
So ist es, Jürgen.
  • 22.07.2016, 14:17 Uhr
  • 1
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Einerseits wollen wir die absolute Sicherheit, sind aber nicht bereit uns dafür zu öffnen. So wird das nix werden.
  • 22.07.2016, 12:24 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Absolute Sicherheit gibt es ohnehin nicht. Aber eine größtmögliche Sicherheit lässt sich vielleicht erreichen, wenn... das Wörtchen WENN nicht wäre...
  • 22.07.2016, 12:25 Uhr
  • 1
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Auf herrenlose Gepäckstücke achte ich schon seit langem. Auffällig ist, dass im Gegensatz zu Frankreich und UK bei uns so gut wie gar nicht im öffentlichen Raum kontrolliert wird – z.B. bei Veranstaltungen oder in Gepäckabgaben Taschen durchleuchtet. Aber das ist Personalintensiv und kostet. Vielleicht wird sich etwas ändern, wenn eines Tages wg. Terrors Deutschlands Rating heruntergesetzt wird
  • 22.07.2016, 10:54 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Deutschland kann man NUR mit der Wirtschaft treffen. Das muss Jedem klar sein. Und Personal intensiv oder nicht. Man muss verstärkt kontrollieren..
  • 22.07.2016, 10:57 Uhr
  • 4
So ist es
  • 22.07.2016, 10:58 Uhr
  • 1
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Ich lese immer man soll sich nicht verrückt machen und weiter leben wie bisher.
Das ist gut und schnell geschrieben, aber wenn es jemand von Euch wirklich treffen würde ( was ich niemand wünsche ) dann würde das nicht mehr geschrieben.
Ich meide große Veranstaltungen und versuche mich nicht unnötig in Gefahr zu begeben.. SICHER ist man nirgends mehr, es ist unser heutiger Krieg, darüber sollte sich jedes klar sein.....
  • 22.07.2016, 10:00 Uhr
  • 5
Christine.. so halte ich es auch.. allerdings wenn ich in die Stadt gehe, dann habe ich kein mulmiges Gefühl.. ich konzentriere mich aufs Wesentliche und nichts wie weg.

Ich benötige Gottseidank nicht die Stadt um glücklich zu sein.
  • 22.07.2016, 10:27 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Bei uns im Dorf hätte ich sowas auch nie vermutet. Und trotzdem enthielten die beiden Rucksäcke offenbar Sprengstoff...
  • 22.07.2016, 10:38 Uhr
  • 3
Unsere Regierungen ( Europa ) schaffen es nicht, da Einhalt zu gebieten.. in allem ist man weiter.. der Geheimdienst ist so gut informiert, ich verstehe nicht, daß man das nicht in den Griff bekommt ( beispiel Frankreich ) wenn alles nicht funktioniert sollte man alle Grenzen schließen und Grenzkontrollen einrichten ( nur für diesen Zweck ) es würde ganz Europa dienen.Das ist nicht gegen Europa gedacht sonder mit und für Europa.
Wo ein Wille ist, ist ein Weg, aber darüber wird man erst nachdenken, wenn es mal Staatsmänner/Frauen trifft.
  • 22.07.2016, 10:48 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Warum wird nur immer wieder geglaubt, dass Terroristen "einreisen" müssen ? Viele haben das Land nie verlassen - sind da geboren...
  • 22.07.2016, 11:24 Uhr
  • 4
Peter Leopold
Da bin ich lieber radikaler Steakesser
  • 22.07.2016, 11:37 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Warum HALB ?
  • 22.07.2016, 11:39 Uhr
  • 1
Christina... auch in New York schaffte man es, glaube mir, es gibt immer einen Weg für die Mistviehcher.... entschuldigung, aber Du weist bestimmt keinen besseren Namen....

Richtig Peter und gerade darum müßten sie eigentlich in den Griff zu kriegen sein... es wird doch soviel überwacht.....

Peter.. mei Fresserle .. ich gönne es Dir von Herzen....
  • 22.07.2016, 11:39 Uhr
  • 0
Peter Leopold
  • 22.07.2016, 11:40 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Dir auch einen schönen Tag!
  • 22.07.2016, 11:42 Uhr
  • 1
Christina.. unser Peter ist ein Naturbursche, alles an Fleisch vertilgt er... ein Schnitzelhengst,
Recht hat er, man kann nur essen so lange man lebt... es hält Leib und Seele zusammen, sagte meine Mutter einst.

Peter
  • 22.07.2016, 11:42 Uhr
  • 1
Danke Peter... auch Dir Christina schönen Tag
  • 22.07.2016, 11:43 Uhr
  • 0
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Ich habe meine Lebensumstände nicht geändert. Würde in einige Länder nicht reisen. Flugreisen mache ich sowieso nicht, wegen meinen Hund. Da ich nicht in einer Großstadt wohne, halte ich Terroranschläge hier für recht unwahrscheinlich. Allerdings kann einem das wie in Würzburg überall treffen.
  • 22.07.2016, 08:14 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Ich denke, es ist nur eine Zeitfrage, bis nicht nur Städte betroffen sind. Immerhin...doof sind Terroristen auch nicht und wenn die Sicherheitsmaßnahmen in den Städten jeden Anschlag unmöglich machen würden, käme der Terror schnell in andere Gebiete. Und der öffentliche Verkehr (Bahn z.B.) ist ein vorzügliches Ziel...
  • 22.07.2016, 08:18 Uhr
  • 0
Dann dürfte ich mich aber nirgends mehr hintrauen und müßte daheim bleiben und selbst da kann es mich treffen.
  • 22.07.2016, 08:22 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Richtig. Und genau darum muss sich die "Angst-Einstellung" ändern. Vernünftig handeln und nötige Maßnahmen ergreifen aber nicht "sich einschränken lassen"
  • 22.07.2016, 08:23 Uhr
  • 1
Aber das ist es doch, was die Terroristen wollen, das man Angst hat. Es kann jeden und überall treffen. Ich kann aber auch einen tödlichen Unfall haben oder schwer krank werden und daran sterben. Großveranstaltungen wie die EM oder Olympiade kommen für mich sowieso nicht in Frage. Ich lasse mir die Freude am Leben nicht nehmen. Es kann jeden Tag vorbei sein und deswegen sollte man es im Rahmen genießen.
  • 22.07.2016, 10:47 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Also auch nach der gezielten Sprengung hier bei uns bin ich nicht mehr "besorgt" als sonst auch. Dafür glaube ich viel zu sehr an das Schicksal...
  • 22.07.2016, 10:48 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Schnell beendet ? Eine "schöne Illusion" Viele Terrorverdächtige haben das Land nie verlassen und sind in DE geboren. Diese Rechnung geht also nicht auf.
  • 22.07.2016, 12:17 Uhr
  • 4
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