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Besonnenheit und Differenzierung

01.08.2016, 11:26 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Diesen wundervollen Text hatte ich auf Facebook gefunden und mit Genehmigung des Verfassers(den ich hier auf Wunsch jetzt nicht benenne) möchte ich euch ihn nicht vorenthalten.
Er spricht mir aus dem Herzen. Er fordert zu Besonnenheit und Differenzierung auf. Er öffnet den Blick, er weitet ihn.


"Und an der Stelle noch kurz ein Wort zu den aktuellen Geschehnissen in der Draußenwelt - es ist traurig wie sehr Menschen aus Hass anderen schaden. Die einen weil sie sich von der islamistischen Hetze des IS haben anstecken lassen (in Ansbach), andere weil sie aufgrund von Hetze und Vorurteilen in Deutschland meinen Ausländer hassen zu müssen (in München) oder weil sie durchdrehen weil eine Frau nichts von ihnen wissen will (in Reutlingen ein Syrer, und in Einbeck ein Deutscher). Und gleichzeitig haben wir weiterhin jede Woche unter anderem 2 getötete Kinder und noch viel mehr Menschen in unseren Nachbarschaften die ebenfalls aus Hass abgrundtief schlecht behandelt werden. Bitte lasst euch von diesem Hass nicht anstecken, egal ob gegen andere Religionen, andere Nationalitäten, gegen Frauen, Anders-Sexuelle oder wen auch immer. Das einzige was die allermeisten Gewaltverbrechen gemein haben ist die Tatsache, dass die Täter Männer sind die im Ergebnis vieler Faktoren aus Hass handeln. Auch die jüngsten Opfer sind genau wie die Täter total gemischt, in dem Zug wurde hauptsächlich eine chinesische Familie attackiert, in München starben, entsprechend des Plans des Täters, fast nur Jugendliche mit Migrationshintergrund. Die Frau die in Reutlingen starb war Polin, der Täter Syrer, der Mann der ihn dann heldenhaft stoppte ein junger Türke.
Viele Menschen haben neuerdings Angst, Angst vor Fremden, Angst vor Nachbarn, Angst vor Polizeisirenen. Wenn es irgendwo wegen einer Hochzeit oder einem Feuerwerk knallt verkriechen sich immer mehr in ihren Wohnungen und posten verschreckt bei Facebook was los ist, wenn Rettungskräfte unterwegs sind wird zuerst an eine Terrorattacke und nicht an die üblichsten Gründe (Unfall, Fehlalarm, Schlägerei, häusliche Gewalt) gedacht. Und Angst schlägt leider schnell in Hass um - lasst das bei euch und euren Freunden nicht geschehen. Wie weiß ich auch nicht, ich könnte da nur für mich reden und bin beileibe keine Referenz für sowas. Aber ich weiß, dass Angst zu nichts Positivem führt, auch und erst recht nicht für die - die diese Ängste in sich tragen."

Dazu passt auch noch dieses wunderbar dazu:
https://www.facebook.com/WeisseRoseG...e=3&theater

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37 Kommentare

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Wahre Worte und auch mein Empfinden! Danke fürs Einstellen, Ju
  • 02.08.2016, 09:30 Uhr
  • 1
Sehr gerne und immer wieder gern
  • 02.08.2016, 12:33 Uhr
  • 1
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Sehr schön
Sehr gut
Das ist ganz in meinen Sinne
  • 01.08.2016, 19:46 Uhr
  • 3
ganz genau. Angst ist ein schlechter Ratgeber und macht leider oft aggresiv.
  • 01.08.2016, 19:50 Uhr
  • 3
Danke das es euch auch so gut gefällt wie mir....ich teile sehr gerne mit euch
  • 01.08.2016, 20:32 Uhr
  • 2
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tut das gut, nach der ganzen Hetze. Es ist schön das es noch Menschen gibt die differenzieren und dies auch mitteilen
  • 01.08.2016, 18:28 Uhr
  • 3
Ja, das finde ich auch....ein wundervoller Text
  • 01.08.2016, 20:32 Uhr
  • 1
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Schön, dass du es hier einstellen durftest
  • 01.08.2016, 13:16 Uhr
  • 4
Ja, das fand ich total nett von dem Verfasser und habe mich echt gefreut über das Vertrauen.
  • 01.08.2016, 14:36 Uhr
  • 1
Ich denke mal, sie hat es ja auch nicht zum Selbstzweck geschrieben, sondern damit viele darüber nachdenken !
  • 01.08.2016, 15:11 Uhr
  • 3
Natürlich, doch da es in einer geschlossenen Gruppe ist, ist es auch nicht für Jedermann zugänglich und ich bedurfte dadurch die Genehmigung von der Person.
  • 01.08.2016, 15:48 Uhr
  • 2
Absolut richtig, Jule ... Ich hab mir auch die Erlaubnis der Besitzerin meiner Bildchen eingeholt, weil man sie nicht direkt von FB auf SB teilen kann.
  • 01.08.2016, 16:02 Uhr
  • 2
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Manchmal denke ich, dass manche Leute (für mich sind das keine Menschen) darum betteln, dass etwas passiert. So dass sie wieder jammern und lamentieren können. Es ist wirklich zum Haare raufen. Uns geht es immer noch zu gut. Damit meine ich nicht die Finanzen, sondern das Leben an und für sich. Hass und Angst sind sehr schlechte Lebensbegleiter.
  • 01.08.2016, 12:39 Uhr
  • 6
Stimmt, angst und Hass vergiften das eigene Leben. Andere Gefühle werden nicht oder recht wenig dann empfunden. Gepaart mit der eigenen nicht klar diffinierten Unzufriedenheit, ist es ein sehr gefährliches "Spiel"
  • 01.08.2016, 12:46 Uhr
  • 2
Das sehe ich genauso. Denn bei diesem "Spiel", wie Du es nennst, gibt es wirklich nur und ausschließlich nur Verlierer.
  • 01.08.2016, 13:30 Uhr
  • 2
  • 01.08.2016, 14:35 Uhr
  • 2
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Wir haben das sehr seltene Glück auf dieser Erde, eine Generation ohne persönliche Kriegserlebnisse zu sein. Militärputsch und grobe Willkür sind uns 70 Jahre lang erspart geblieben. Dazu kam ein Leben in einem der sichersten Länder der Welt, mit einem fast einmaligen Wohlstand.

Das ging auch dadurch, dass wir unsere Kriege um diesen Wohlstand immer ganz weit weg von uns verlagern konnten. Die Realitäten in dieser Welt sind in den letzten Jahren ein winzig kleines Stückchen auf uns zu gerückt. Wahrlich nur winzigst, aber doch genug, dass es viele Menschen hier in die Panik, die Angst treibt.

Wie im Beitrag geschrieben, erzeugt Angst Hass. Hass darauf, das unser Vorrecht auf Sicherheit und Wohlstand (woher diese Menschen auch immer glauben, wir hätten so ein Vorrecht), in Frage gestellt werden könnte.
Es sind genau diejenigen, die am meisten die Augen zugepetzt haben, wenn der Westen in der ganzen Welt Not und Tod verbreitet hat, für dieses "Vorrecht", die jetzt die Welt nicht mehr verstehen. Die jetzt nur mit Hass reagieren können, weil die Augen immer noch zu sind.
  • 01.08.2016, 12:21 Uhr
  • 4
Michael, ein sehr schöner Kommentar von dir.
Ja viele sind Blind, aber nur weil sie ihre Augen verschließen, wie kleine Kinder es machen....wenn ich nichts sehe, dann ist es auch nicht da...und dann kommt der Egoismus noch dazu....kleine Kinder im Alter von 1 - 4 Jahren können nicht teilen bzw nehmen anderen Kindern alles weg.
Dieses kindliche Verhalten haben manche auch nicht im Erwachsenalter abgelegt.
  • 01.08.2016, 12:27 Uhr
  • 2
Kleine Kinder können teilen. Das ist ein natürlicher Instinkt bei Herdentieren (wie dem Mensch). Man trainiert ihnen diesen Instinkt nur ab. Zum einen durch das Vorbild, zum anderen weil man ja nicht möchte, dass das eigene Kind später mal "zu kurz kommt".
Auf allen meinen Reisen durch "einfache Kulturen" habe ich nie gesehen, dass sich zwei Kinder um ein Spielzeug prügeln.
  • 01.08.2016, 12:36 Uhr
  • 2
Diese Phase des nicht Teilens gibt es wirklich, sie gehört zur Entwicklung dazu Mein und Dein zu unterscheiden zu lernen. Die eigene Persönlichkeit zu entwickeln, das ist auch die sogenannte Nein-Phase.
  • 01.08.2016, 12:40 Uhr
  • 2
Warum nur laufen alle die Phasen (die sog. Trotz-Phasen) in den verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich ab, bzw. fallen sie in manchen Kulturen aus?
Die Entwicklungspsychologie hat dazu unter anderem die Erklärung, das Kinder sehr unterschiedlich gesehen werden, ganz unterschiedliche Rollen und Positionen in den Familien haben.
  • 01.08.2016, 12:46 Uhr
  • 2
Da mag was dran sein....doch was ist damit, wenn die Eltern es von anfang an vorleben, das Teilen Spaß macht und das Kind sich trotzdem sich so verhält?
Ich müsste mich da noch mal genauer Informieren.
Ich denke, das auch da verschiedene Lösungsansätze gibt.
  • 01.08.2016, 12:49 Uhr
  • 1
Je kleiner ein Kind, um so mehr "spürt" es seine Umwelt. Es zieht keine logischen Schlüsse.
In unseren Familien gibt es einfach die Vorstellung von Mein und Dein. Die Dinge die der Mamma gehören und die Dinge die dem Papa gehören. Die Stereoanlage z.B. gehört dem Papa, da darf das Kind nicht dran.
So wird es für das Kind selbstverständlich, was "haben" bedeutet.
Ich will mit all dem nicht sagen: Unsere Kultur ist schlecht und andere sind gut (oder besser). Das kann ich nicht beurteilen (und wohl niemand kann das).

Ich konnte nur in solchen "einfachen Kulturen" den Umgang mit den Kindern beobachten und die Auswirkung die das offensichtlich hatte. Sehr auffällig war z.B., wie früh die Kinder dort Selbstverantwortung und Verantwortungsübernahme lernen. Ohne Stress, ohne "erzieherische Maßnahmen", sondern in verblüffender Selbstverständlichkeit.
  • 01.08.2016, 13:01 Uhr
  • 1
Da habe ich evtl. etwas für Dich. Auch wenn es nicht genau das Thema ist, ist es doch interessant.
http://www.fr-online.de/wissenschaft...804470.html
  • 01.08.2016, 13:12 Uhr
  • 1
Danke dir Michael für den Link. Den werde ich mir heute Abend zu Gemüte ziehen.

Und du hast recht, das wir es automatisch es Vorleben mit Mein und Dein. Auf diese Verbindung bin ich nicht gekommen.

Doch es ändert sich normalerweise bei guter Anleitung und Kinder respektieren später vieles. Doch manche verharren in dieser Phase, weil sie keine Vorbilder in dieser Richtung hatten, bzw die verkehrten Vorbilder und dann haben wir später die egoistischen, neidvollen Erwachsenen.
  • 01.08.2016, 14:41 Uhr
  • 1
So und nun kümmer ich mich um mein Enkel, damit aus ihm ein sozial handelnder Erwachsener wird

Danke für diese tolle Unterhaltung
  • 01.08.2016, 14:42 Uhr
  • 2
Wenn Du dann noch Zeit (und Geduld) hast.
Hier wird alles wesentliche zu unserem Thema gesagt:



Vor allem die Sequenz mit den blauen und grünen Männchen !
  • 01.08.2016, 16:37 Uhr
  • 2
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  • 01.08.2016, 12:18 Uhr
  • 1
Danke
  • 01.08.2016, 12:21 Uhr
  • 0
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  • 01.08.2016, 11:41 Uhr
  • 2
Danke
  • 01.08.2016, 11:42 Uhr
  • 1
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  • 01.08.2016, 11:40 Uhr
  • 3
Danke Frank
  • 01.08.2016, 11:42 Uhr
  • 0
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Großartig wize.life-Nutzer, hoffentlich lesen das ganz viele Leute.
Ich muss jetzt los, schreibe da später noch was zu. Liebe Grüße !!
  • 01.08.2016, 11:33 Uhr
  • 6
Danke, das hoffe ich auch, vorallem das er auch richtig verstanden wird
  • 01.08.2016, 11:36 Uhr
  • 2
hab ich sogar verstanden ..
  • 01.08.2016, 19:53 Uhr
  • 1
Das ist hervorragend, Oddo
  • 01.08.2016, 20:31 Uhr
  • 0
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