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Was war in Köln eigentlich los?

01.08.2016, 17:56 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Große Ängste gab es im Vorfeld. Die Polizisten schon mal prophylaktisch bedauert. 30.000 Menschen wurden erwartet, zu einer antideutschen, antidemokratischen Demonstration. Jeder Demonstrationsteilnehmer sollte am besten gleich in die Türkei abreisen. Aber was ist dort wirklich geschehen? All zuviel Aufklärung darüber haben wir aus den Medien ja nicht bekommen.

Mindestens 40.000 sind gekommen. Erster Höhepunkt war das Abspielen der türkischen und der deutschen Nationalhymne. Dann eine Gedenkminute für „all diejenigen die bei dem Putschversuch ihr Leben verloren und die Opfer der Terroranschläge in Europa, in Nizza, in Paris, und Istanbul“.
Es wird eine Deklaration der türkischen Nationalversammlung (dem türkischen Parlament) verlesen, in dem der Militärputsch als ein, gegen den Volkswillen gerichteten Angriff, bezeichnet wird.
Reden werden gehalten von Vertretern der Regierungspartei, ebenso von Vertretern der Opposition.

Das ist das, was sich im Wesentlichen in Köln abgespielt hat.
Nichts von dem, was unsere Medien und viele hasserfüllte User hier, im Vorfeld in diese Demonstration hineininterpretiert haben. Das ist denen natürlich auch egal und ändern wird es an den Meinungen natürlich nichts.
Nur eine wenig Ärger ist zu spüren, dass die Vorurteile nicht bestätigt wurden.

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43 Kommentare

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Was in Koeln los war?

Am Beispiel Koeln hat sich sehr deutlich gezeigt, dass Deutschland eine Regierung hat, die scheinbar nicht auf der Seite der Buerger steht.

Wenn so wie jetzt immer mehr bekannt wird, die Polizei von ganz oben unter Druck gesetzt wurde, dass Woerter wie Vergewaltiung und aenliches, nicht in Berichten auftauchen darf, dann ist das ein ungeheuerlicher Skandal.

Das muss unbedingt bis ins Detail aufgeklaert werden.
Aber nun verschwinden auf einmal aufgezeichnete Telefonate und andere Beweisse, die den Hergang in dieser Nacht verdeutlichen koennten.

Alle die Seitens der Politik in diese Vertuschungskomplott verstrickt sind, samt den Parteien, denen sie angehoeren, sind fuer mich unwaehlbar.

Und falls die kuerzliche Demo gemeint ist, auch das ist das Resultat einer schwachen, ferngesteuerten Regierung un Deutschland.
  • 03.08.2016, 02:02 Uhr
  • 1
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Es geht nicht um die Türkei und nicht um Demonstrationsfreiheit oder Meinungsfreiheit. Es geht darum, dass ein Verrückter sich zum Diktator aufschwingen will und dies so offensichtlich ist, dass es außerhalb der Türkei fast jeder erkennt, während sich im Land selbst keiner mehr traut, etwas dagegen zu sagen! Warum für diesen Despoten jetzt bei uns Werbung erlaubt werden sollte, ist unverständlich. Gut, dass er Redeverbot erhielt, ob das jetzt rechtlich ganz eindeutig war oder nicht, ist dabei in dem Fall völlig egal!

Wenn die Kurden hier bei uns für ihre Freiheit demonstrieren, gibt es auch keinen öffentlichen Aufschrei!
  • 02.08.2016, 13:44 Uhr
  • 0
Jetzt muss ich Dich überraschen: Die Türken haben in Köln für die Freiheit der Türkei demonstriert.
Im Gegensatz zu den hier vertretenen Überzeugungen, bedeutet eine Militärdiktatur keine Freiheit. Die Türken haben mit solchen Diktaturen keine so guten Erfahrungen gemacht, wie wir in Deutschland und sind deshalb nicht so schnell davon zu überzeugen, dass andere besser wissen als sie, was sie Wählen sollen.
  • 02.08.2016, 13:54 Uhr
  • 0
Die Demonstration war in Deutschland. Wieso müssen die Türken UNS zeigen, dass sie gegen eine Miltärdiktatur sind, haben wir die dort etwa unterstützt?

Es sollte eine Demo für den verrückten Präsidenten werden, offensichtlich von dessen Apparat gelenkt und gefördert. Das muss hier natürlich Widerstand und Ablehnung hervorrufen. Wäre Erdogan ein lieber Kerl, würde kein Mensch so eine Demo kritisieren und wahrscheinlich würden sogar viele Deutsche mitlaufen!
  • 02.08.2016, 14:10 Uhr
  • 0
Da hast Du etwas grundlegend falsch verstanden. Diese Demonstration sollte UNS überhaupt nichts zeigen. Sie war nicht für UNS gedacht.
Es war eine Solidaritätsbekundung mit ihrem Volk, das einer großen Gefahr entronnen ist und mit den Opfern, die es gekostet hat.
  • 02.08.2016, 14:13 Uhr
  • 0
Das ist Deine Meinung, die ich nicht teilen kann! Das war eine von der Türkei aus, mit Hilfe der von Erdogan finanzierten Moscheen, organisierte Demonstration, die nur ein einziges Ziel hatte, den Einfluss vom Diktator zu präsentieren und zu festigen!
  • 02.08.2016, 17:23 Uhr
  • 0
ja Meinung ist halt Meinung. Ich orientiere mich daran, wie dazu eingeladen wurde und was dort veranstaltet und geredet wurde. Sonst könnte ich natürlich auch sagen, dass es von der Agrarchemie inszeniert war, die dort die Trittfestigkeit ihres Rasens testen wollte. Aber das wäre halt auch nur eine Meinung.
  • 02.08.2016, 17:35 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer
Bevor sie Politiker anderer Laender, als Diktator und Despoten bezeichnen, sollten sie sich mal genau ueberlegen was sie selbst fuer eine Regierung haben.
  • 03.08.2016, 02:06 Uhr
  • 1
Manchmal denke ich, oder eigentlich weiß ich es, Ihr lest keine Zeitung, ihr schaut keine Nachrichten! Und wenn, dann nur eine ( private Sender ) und nur eure Meinung ist richtig!
Was hätte ein PUTSCH ?? denn bewirkt? Herr Gülen, ein ebenfalls islam - konservatives Männlein hätte u.U. die Macht übernommen. Was hätten wir gewonnen , nichts.
Ein weiterer Verklärter, der glaubt, seine vernebelte Einstellung hier einbringen zu können.
  • 05.08.2016, 22:35 Uhr
  • 0
@ Alfred Richards, du solltest dich mal mit dem Demonstrationsrecht auseinander setzen. Nicht alles gefällt. Und - so muss das auch sein.
  • 05.08.2016, 22:40 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer
Ach zu gewinnen gab es da eine Menge. Warum, denkst Du ist in Europa der Zorn so groß darüber, dass der Putsch missglückt ist?
Angefangen bei den Ölvorkommen in der Ägäis, die auf 300 Milliarden Dollar geschätzt werden und die der Erdogan nicht den Konzernen schenken will.
Bis hin zum Kleinkriegen einer Wirtschaft, die uns in allen Bereichen zeigt, dass es besser laufen kann als in Europa.
  • 05.08.2016, 22:42 Uhr
  • 1
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Hier zeigte sich die mißlungene Integration der Vergangenheit
  • 02.08.2016, 11:47 Uhr
  • 0
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Was wäre wenn? Die Deutschen in dem bislang beliebten Urlaubsland Türkei gegen Erdogan demonstrieren würden? Die Demonstranten würden wie z.Z. ihre Landsleut nieder geknüppelt werden, das versteht man in der Türkei dann unter Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz. Ich sehe hier klare Parallelen zu 1933 -1939 in Deutschland. Auch in Deutschland wurden die Menschen die vor Hitler warnten nieder geschrien oder verkloppt, so wurden die Menschen Mundtot gemacht. Dasselbe wird heute in der Türkei praktiziert und da gehen ca. 40.000 Türken auf die Strasse und finden das gut. Das ist ein bemerkenswertes Demokratieverständnis. Meine lieben Türken, wie wäre es wenn Ihr bevor ihr für einen Despoten wir Erdogan demonstriert, das Gehirn einschalten würdet und Euch vorstellt Deutschland würde die Bayern mit Bomben zu pflastern, wie es Erdogan mit den Kurden macht weil sie gegen seine Politik sind. Da würde ein Aufschrei in der ganzen Welt kommen und mit Recht. Nur an die Machenschaften des Herrn Erdogan hat man sich gewöhnt. Derzeit leben 12.000 arbeitlose Türken, sie leben anscheinend sehr gut von Arbeitslosengeld und den Deutschen Sozialleistungen. Ob die vielen arbeitslosen Journalisten auch so gut in der Türkei leben?
  • 02.08.2016, 09:48 Uhr
  • 4
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Hier wird einem diktatorischen Regime eine Plattform geboten. Wer das nicht merkt, scheint von Politik nicht allzuviel zu verstehen.
  • 02.08.2016, 08:29 Uhr
  • 1
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Ich hätte diese Türkedemo komplett verboten .Wenn die für ihrenDikator demonsrieren wollen und müssen,dann sollen die in die Türkei fahren und da demonstrieren und am besten gleich da bleiben.Die grösste Frechheit ist das der Diktator auch noch seine verachtente Propganda hier per Videokomferenz verbreiten wollte.Ich hoffe das die Merkeln und Dumpfbacke Gabriel endlich mal sich richtig durchsetzen.
  • 01.08.2016, 23:59 Uhr
  • 2
Nun, was verachtente Propganda ist, das weißt Du.
  • 02.08.2016, 00:15 Uhr
  • 0
@ Hartmut , Menschen wie du machen mich rasend. Denn, du hast null Ahnung von unserem Rechtsstaat. Und du willst ihn dir immer nur so biegen, wie er dir gerade passt. So geht das aber nicht. Das ist manchmal schwer zu ertragen, so wie am letzten Sonntag - aber das muss man hinnehmen.
Viel wichtiger ist es die Einstellung zu ändern, denn wir waren jahrzehntelang viel zu nachlässig und entgegenkommend. Das muss ein Ende haben. Also wieder Schweinefleisch auf dem gleichen Grill, wie Huhn und Rind bei Schulfesten , Weihnachts - und Adventsfeiern in Schulen und Kindergärten, St. Martin bleibt St. Martin usw. - Fertig! Ich muss mich in meinem Land nicht integrieren. Die Versuche es vielen türkischstämmigen Menschen leicht zu machen sind fehlgeschlagen. Also - back to the roots.
  • 02.08.2016, 22:56 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer
Oben habe ich die Ereignisse vom letzten Sonntag beschrieben, was ist daran unerträglich?
Hätten sie die deutsche Nationalhymne nicht spielen dürfen?
  • 02.08.2016, 23:01 Uhr
  • 0
@ angeblich M. Hoffmann Ob man die deutsche Hymne spielt oder nicht, geht mir mal völlig am A. vorbei. Ich bin kein Nationalist - ich brauche das nicht - die Erdogan Anhänger offensichtlich schon. Bei uns nennt man das - wir machen mal - " Schön Wetter ".
Meine Deutschlandfahne hängt bei EM und WM draussen ansonsten kann ich mit solchen Symbolen nichts anfangen. Ich bin nicht fanatisch. Das ist der Unterschied. Ich rufe auch nicht auch irgendeiner Veranstaltung " Gott ist am größten - Alluh akbar- Wozu auch? Was soll das? Ich habe keine Ahnung! ?????????????????????????????????
  • 02.08.2016, 23:37 Uhr
  • 0
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Du machst hier auf Friede, Freude, Eierkuchen.
Aber so ist die Situation keinesfalls.
Türkische Imame von der Ditib geschickt und bezahlt, machen massive Stimmung gegen D und unsere Freiheitliche demokratische Grundordnung, es werden Forderungen gestellt, die absolut von GG nicht gedeckt sind (s.u., Kommentar von EK) usw. usw..
Wir leben hier in D und noch ist es keine Kolonie der Erdogan-Türkei.
Den hier lebenden Türken sind sämtliche Grundrechte zu gewähren wie Deutschen, aber auch die gleichen Pflichten, wie jedem Staatsbürger auch.
Wer sich als Türke fühlt und sich für die türkische Innenpolitik engagiert, soll das mit meinem großen Wohlwollen auch tun - am effektivsten in der Türkei, für ein One-Wax-Ticket stehe ich gern mit meinem Steuereinkommen ein.
Alle anderen sollten sich entscheiden müssen, ob sie Deutsche Bürger (mit welchen kulturellen Wurzeln auch immer) oder Türken etc. sein wollen.
Die 2. Staatsbürgerschaft gehört sofort abgeschafft, weil sie diesen freiheitlichen demokratischen Staat zerstört.
  • 01.08.2016, 22:57 Uhr
  • 5
Wir engagieren uns doch auch alle um die türkische Innenpolitik. Warum sollten das die Türken im Ausland nicht auch dürfen?
Die Türken sollen ihren Mund halten zu dem was in der Türkei geschieht, aber wir dürfen alle dazu unsere Meinungen hinauspusten?
Soll am deutschen Wesen, mal wieder die Welt genesen?
  • 01.08.2016, 23:01 Uhr
  • 1
Gebt Euch mehr Mühe beim kommentieren, bitte.
  • 02.08.2016, 00:52 Uhr
  • 1
AE: Quatsch
  • 02.08.2016, 01:21 Uhr
  • 0
sehr originell
  • 03.08.2016, 00:32 Uhr
  • 0
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Hat die Menge nicht nach der Todesstrafe verlangt?
  • 01.08.2016, 21:55 Uhr
  • 4
Erika. Es gab auch eine Menge solcher Stimmen. Allerdings haben diese Leute die Bilder von dem Putsch gesehen, die hier nie im Fernsehen gezeigt wurden, und bei vielen ist die Wut da riesig.
Die Politiker werden sich da jetzt nicht gegen diese Stimmen stellen. Aber Erdogan und sein Kabinett haben die Todesstrafe ja selbst abgeschafft, also werden sie sie jetzt kaum wieder einführen. Da wird abgewartet bis sich die Leute wieder beruhigt haben.
Nur am Rand: Wie viele Deutsche würden nach einem größeren Attentat, auch nach der Todesstrafe schreien, bzw. machen es schon heute?
  • 01.08.2016, 22:06 Uhr
  • 1
Danke wize.life-Nutzer mir tut es gut mal jemand zu lesen der nicht in der ganzen Hetze hier drinsteckt.

Ich habe auch die ganze Putschnacht vor dem türkischen Fernsehen gesessen und kann gut mitfühlen wie es Dir gegangen ist.
Mein bester Freund ist zur Zeit in der Türkei und auch er schreibt mir, wie er jede Nacht auf der Straße verbringt, zusammen mit Kurden, Aleviten, Christen und wie alle zusammenfinden in der Solidarität für ihr Land.

Hier hat die Presse nach dem misslungenen Putsch ein beispielloses Hetzgewitter über die Türkei losgelassen. Man bekommt wirklich den Eindruck einer tiefen Enttäuschung darüber, das die Türkei jetzt keine Militärdiktatur ist. Und das führt natürlich auch zu Gedanken darüber, wer wohl alles hinter dem Putschversuch gesteckt hat.

Diese Hetze schlägt sich natürlich auch hier im SB nieder, denn keiner hat irgendeine Ahnung, aber alle eine Meinung. Und die ist natürlich das, was die Presse vorbetet.

Ich mache mir Sorgen, ich habe sogar Angst.
Solche Verteufelungen eines anderen Landes hat es in der Geschichte immer nur vor Kriegen gegeben. Selbst hier im SB werden schon Stimmen Laut die nach der "Endgültigen Lösung" rufen.
Wie sehr wünsche ich mir, das sich der Irrsinn wieder beruhigt und Vernunft und Menschlichkeit wieder Platz finden.
Die besten Wünsche zu Dir in die Türkei.
  • 02.08.2016, 00:10 Uhr
  • 0
Ist es denn dann nicht wahr, dass Erdogan grade die Presse gleichschaltet? Dass er Journalisten verhaften lässt? Die Obergewalt über das Militär anstrebt? Ist es nicht wahr, dass nach dem Putsch Geschäfte geplündert und verwüstet worden sind? Dass blutjunge Soldaten, die für den Putsch missbraucht wurden und nicht wussten, was sie taten, grausam misshandelt und gefoltert worden sind? Dass Menschen bedroht werden, wenn sie sagen, dass sie nicht für Erdogan sind? Dass hier in Deutschland Türken von Landsleuten bedroht werden, wenn sie sich als Erdogangegner outen? Dass Gülenanhänger hier in Deutschland Angst um ihre Sicherheit haben müssen?
Macht es euch keine Sorgen, wenn die Menschen massenhaft nach der Todesstrafe schreien? Ist das alles wirklich gelogen?
  • 02.08.2016, 00:29 Uhr
  • 3
Ich antworte Dir darauf gerne und bitte Car An in der Türkei mich zu berichtigen wenn etwas falsch ist.
Es wurden Journalisten, Generäle, Beamte, Staatsanwälte und viele mehr verhaftet. Jeder, der irgendwie mit dem Putsch in Zusammenhang gebracht wurde, wurde verhaftet.
Die Türkei hat aber eine Justiz, eine Justiz die nicht weniger unabhängig (und wohl nicht mehr) von der Regierung ist als in Deutschland.
Das Militär und der Geheimdienst waren immer ein Staat im Staat in der Türkei. Wie Du weißt, sollten diese Institutionen in einer Demokratie dem Parlament unterstehen. Das war dort leider nicht so. Jetzt versucht man diese Institutionen zu entmachten und (so wie in Deutschland) der Regierung zu unterstellen.
Dass nach dem Putsch Geschäfte geplündert und verwüstet worden sind, höre ich jetzt zum ersten mal. Da kann uns Car An sicher besser Auskunft geben. Im Türkischen fernsehen war davon nichts zu sehen.
Blutjunge Soldaten (wo sind die nicht blutjung) wurden verprügelt und, wenn das was man hier hört stimmt, auch welche ermordet.
Natürlich waren diese Soldaten (wie alle Soldaten auf der Welt) nur Befehlsempfänger die sich selbst wohl oft nicht im Klaren waren, was sie da sollen. manchen hatte man erzählt, es wäre nur eine Übung.
Menschen wurden aber auch von panzern überrollt und es gab eine Situation, in der die Menschen geschlossen auf die Soldaten zugingen und trotz der Schüsse, verletzt, die Toten zurücklassend weiter gingen. Sie riefen: "So viele Kugeln wie wir sind, habt ihr gar nicht". Die jungen Soldaten waren Entsetzt.
Man sollte nicht ganz vergessen, dass die Türken eine Militärdiktatur erlebt haben (die vom Westen gepudert wurde) und wussten, was auf sie zukommt, wenn das Militär wieder an die Macht kommt. Die Angst davor, hat die Menschen nicht nur Mutig gemacht, sondern auch wütend.
der Türke, der heute sagt, er sei gegen Erdogan, wird wahrscheinlich wie jemand wahrgenommen, der für das Militär und gegen die Demokratie ist. Damit kann man sich nach dem Schrecken des Putsches nicht beliebt machen.
Jetzt zu Gülen:
Bis vor dem Putsch war auch in der deutschen Presse bekannt, das er ein militanter Islamist ist:
http://www.spiegel.de/kultur/tv/wdr-...894466.html
Die erwähnte Doku des WDR dazu solltest Du Dir ansehen.
In der Türkei weiß man zwangsläufig über die Aktivitäten dieser Sekte mehr als bei uns.
Wenn Rufe nach der Todesstrafe erschallen, sollte man immer Angst haben. Wir kennen diese Rufe auch aus Deutschland. Es brauchte dazu nicht erst einen Terrorüberfall mit 300 Toten, wie in der Türkei. Auch sind die Türken nicht die besseren Menschen. Sondern eben auch Menschen.
  • 02.08.2016, 00:50 Uhr
  • 0
Das war jetzt sehr gerafft. Jedes Detail könnte man besser erklären. aber hier einmal die WDR-Doku über Gülen:


Auch wurde hier in der Presse verbreitet das x-hundert Schulen in der Türkei geschlossen wurden und Lehrer entlassen.
Was man aber "vergessen" hatte zu erwähnen war, dass es sich hier um Privatschulen handelte, wie die sog. "Lichthäuser" des Herrn Gülen.

Ist es nicht seltsam, das dieser Islamist Gülen in der deutschen Presse plötzlich zum "lupenreinen demokraten" mutierte, und das Vorgehen gegen Islamisten in der Türkei plötzlich "undemokratisch" ist ?
  • 02.08.2016, 01:14 Uhr
  • 0
Ich halte von Gülen genauso wenig wie von Erdogan.
Noch ist ja aber nicht bewiesen, dass er überhaupt hinter diesem Putsch steckt, oder?

Macht dich das wirklich nicht misstrauisch, dass Erdogan den Putsch noch am selben Tag als "Geschenk" bezeichnet hat? Dass er eine fertige Liste mit ein paar Tausend Richtern in der Schublade hatte, die noch am Tag nach dem Putsch verhaftet wurden?

Ich lese den Bericht von AI und der ist einfach erschreckend:
https://www.amnesty.de/2016/7/24/tue...Id=26902713

Wo ist da verdammt noch mal Demokratie? Wo sind da Menschenrechte?

Es ist gut, dass der Militärputsch gescheitert ist. Aber das, was jetzt Erdogan und seine Anhänger da treiben, ist einfach nur gruselig.
  • 02.08.2016, 02:43 Uhr
  • 4
Ich halte von keinem Politiker etwas. Das Erdogan und die AKP die Situation jetzt ausnützen, zu ihrem Vorteil, ist auch logisch.
Wenn Gülen auch hinter diesem Putsch steckt, dann war er dabei eher ein Handlanger als der Initiator. In der Türkei kursiert die Meldung, dass sowohl der russische als auch der US-Geheimdienst Informationen über den bevorstehenden Putsch hatten. Für beides gibt es angeblich Beweise. Die Wahrheit werden wir (wie stets) wohl kaum erfahren.

Von Algerien über Libyen bis Syrien haben alle Länder in diesem Gürtel durch westliche Waffengewalt ihre Souveränität verloren. In Syrien hält der Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem Westen noch an. Die Türkei ist in einer vergleichbaren geopolitischen Situation.

Seit dem zweiten Weltkrieg hat der Westen einen starken Einfluss auf das (sich vom Volk unabhängig fühlende ) türkische Militär. Es machte was der Westen wollte.
Hast Du mitbekommen, dass der Oberst, der den Befehl zum Abschuss des russischen Flugzeuges gegeben hat, ebenso wie der Pilot, jetzt als Putschisten verhaftet wurden? Das sagt viel über das Verhältnis Militär-Parlament in der Türkei. Dieser Oberst war vorher von keinem türkischen Gericht erreichbar, weil das Militär die Justiz einfach nicht anerkannt hat.

Wenn Politiker selten ehrlich sind, so war es Erdogan als er sagte, dass der Putsch ein Geschenk sei. Es war seine Change die Macht des Militärs zu brechen.
Die Debatte um die ganzen "Herren im türkischen Haus", also das Militär, den Geheimdienst und die Gülen-Organisation, war in der Türkei schon seit ewigen Jahren auf der Tagesordnung. Zahllose Versuche des Parlaments dagegen anzugehen, scheiterten (davon haben wir hier nichts mitbekommen). So ist es kein Wunder dass es diese Listen gab.

In dem Krieg um Macht, Bodenschätze, Strategie, zwischen Ost, West und den Staaten im nahen Osten, haben Begriffe wie Demokratie und Menschenrechte nie eine Rolle gespielt. Sie tun es auch heute nicht, auch nicht bei uns.
Warum wohl erfolgte dier Putschversuch, nachdem, nach dem Abschuss des Russischen Flugzeugs, sich die Türkei und Russland wieder annäherten. Nachdem Erdogen sine Haltung zu dem Syrien-Krieg geändert hatte?
Und auch hinter Erdogan stehen Interessengruppen.

Nein, mich interessiert nicht diese Politik. Ich sehe die Menschen in der Türkei. Ich habe beobachtet, wie sich dieses Land in den letzten 15 Jahren verändert hat. Wie es demokratischer wurde, wie sein Sozialsystem immer besser wurde, wie die Wirtschaft erstarkte und nicht wie bei uns nur die Konzerne, sondern dort vor allem der Mittelstand. Wie die Gesetze der alten Militärdiktatur langsam durch menschenfreundlichere Gesetze ersetzt wurden und wie sich Staat und Religion immer mehr trennten. All das ist in diesen 15 Jahren geschehen und da kannst du jeden Menschen dort fragen.

Wir haben in Deutschland für Systemkritiker Berufsverbote. Wir haben eine verbotene kommunistische Partei. Die EU lässt sich ihre Gesetze von den Konzernen schreiben und bei AI stehen wir durchaus nicht auf dem ersten Platz.
Ich werde den Teufel tun und irgend eine Regime auf dieser Welt reinwaschen oder als "demokratisch" hinstellen. Überall wirken die Interessen derer, die Geld verdienen wollen.

Aber jetzt wird ein Volk verteufelt, es wird wieder einmal ein "Schurkenstaat" aufgebaut. Und wir haben ein paar mal zu oft gesehen was dann mit diesem Volk geschieht.
Wann werden die ersten Nachrichten kommen, das in der Türkei Giftgas produziert wird und Säuglinge aus den Brutkästen gerissen werden?
Wer erinnert sich noch an die ganzen Lügen, mit denen der Irak-Krieg legitimiert wurde, der einer Million Menschen das Leben gekostet hat?
  • 02.08.2016, 03:25 Uhr
  • 0
Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
Mir war nicht bewusst dass der Vertrag von Lausanne ein Ablaufdatum hat. Irgendwie würde das für mich auch keinen Sinn haben. Die Vertragsbedingungen wurden damals erfüllt und wären ja auch gar nicht rückgängig zu machen, höchstens in Bezug auf die Entmilitarisierung von ein paar kleinen Inseln.
Was den Bosporus angeht, wurden die Regelungen ja durch den Vertrag von Montreux abgelöst, der meines Wissen auch kein Ablaufdatum hat.
Was erwartet man in der Türkei in dieser Hinsicht von 2023?
  • 02.08.2016, 13:47 Uhr
  • 0
Ja, da drohen Konflikte. Seit 1923 wurden so viele internationale und bilaterale Verträge über die Ägäis geschlossen, dass man als Laie da nicht mehr durchblicken kann.

Aber da Griechenland inzwischen praktisch vollständig in Privatbesitz ist und die großen Konzerne ans Öl wollen, gibt es Druck auf die Türkei.
So wollen die Konzerne eine Wirtschaftszone von bis zu 200 Seemeilen vor der Küste Griechenlands. Das ist natürlich absurd, denn dann befänden sie sich zum Teil schon auf türkischem Festland und die Ägäis wäre praktisch griechisch.

Die Konzerne könnten natürlich auch Förderkonzessionen von der Türkei kaufen. Aber warum kaufen, was einem Griechenland umsonst geben muss.

Dramatisch ist, dass es heute praktisch keinem Land mehr gelingt, sich gegen die Interessen der Öl-Konzere durchzusetzen. Selbst der Iran ist eingeknickt und muss sein Öl verschleudern. Auch wenn die türkische Regierung jetzt den Rücken im eigenen Land frei bekommt, wird es schwer werden, hier einen vertretbaren Weg zu gehen.
  • 02.08.2016, 18:09 Uhr
  • 0
Lieber Bernd. Er gibt hier so viele Beiträge und Notizen, in denen man, ohne sich an der Diskussion zu beteiligen und ohne jedes eigene Wissen, seine Auswürfe platzieren kann. Und wo Du ganz viel Zuspruch bekommen wirst. Lass es hier bitte, wenn Du überhaupt nichts beizutragen hast.
  • 02.08.2016, 19:11 Uhr
  • 1
@ Michael Herr Erdogan hat in der Nacht des Putsches " sein Volk" aufgerufen auf die Strasse zu gehen. Es gab Menschen, die haben sich Panzern versucht in den Weg zu stellen - das zeugt schon von besonderer Intelligenz. Zeigt vielmehr, wie verblendet die Leute sind. Einen vom Panzer
überfahrenen Menschen hat es im deutschen Fernsehen nicht gegeben. Hört einfach auf Herrn Erdogan schön zu reden. Dieser angebliche " Putschversuch" war ein geplantes Unterfangen um ihn in einem tollen Bild darstehen zu lassen. So dilitantisch hätte das Militär niemals gehandelt.
Und anschließend kassieren wir mal eben all die Menschen ein, die daran angeblich schuld sind - von denen wir gar nicht wissen, ob unbd wie sie gefoltert werden. ? Ja, redet mir nur weiter ein, die Türkei sei ein demokratisches Land. Ich denke, Herr Erdogan weiß nicht einmal wie man Demokratie buchstabiert.
  • 02.08.2016, 23:18 Uhr
  • 0
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Es ist gut, dass die Vorurteile nicht bestätigt wurden.
Aber es war das Verhalten von Edogangetreuen in unserem Land, die bereits vorher andere Türken hier bedroht haben, die gegen Erdogan sind.
  • 01.08.2016, 18:52 Uhr
  • 7
Da redest Du alle die Notizen und Kommentare die es hier vorher gab, nicht wenig gut.
Aber das ist schon OK. Wir sind in der üblichen Vor-Kriegs-Hetze, bei der an einem "Schurkenstaat" kein gutes Haar bleiben darf.
Wobei ich mir klar darüber bin, dass das die wenigsten merken. Wenn der Westen dann die Türkei "befreien" muss, sind sie auf jeden Fall alle schon mal in der richtigen Stimmung.
  • 01.08.2016, 20:24 Uhr
  • 0
@ angeblich Michael Hoffmann- es ist so leicht als Fake aufzutreten - Zu schissig unter wahrer Identität zu posten?
  • 02.08.2016, 23:22 Uhr
  • 0
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