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Gespielte Empörung? Hinz' Lebenslauf-Lüge war in der SPD scheinbar ein offen ...

Gespielte Empörung? Hinz' Lebenslauf-Lüge war in der SPD scheinbar ein offenes Geheimnis

News Team
06.08.2016, 16:53 Uhr
Beitrag von News Team

Die Essener SPD war völlig überrascht, als Petra Hinz‘ Lebenslauflüge publik wurde. Empört forderte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty die Schummel-Politikerin auf, ihr Bundestagsmandat niederzulegen. Sie habe "sich selbst aber auch der SPD großen Schaden zugefügt", hieß es.

Doch wie ehrlich war diese Empörung? Möglicherweise genauso wenig wie die ausgedachte Vita der 54-Jährigen.

Willi Nowack saß von 1975 bis 2003 für die SPD im Essener Stadtrat, war über Jahrzehnte hinweg eines der wichtigsten Gesichter in Essen. Der 65-Jährige sagte jetzt gegenüber "Focus Online", dass seine Partei ganz und gar nicht ahnungslos gewesen sei.

Dass Hinz keinen Studienabschluss hat, war in der Essener SPD ein offenes Geheimnis. Erste Gerüchte um einen gefälschten Lebenslauf gab es schon 1989.

Diese Gerüchte bestätigte auch der damalige SPD-Chef Dieter ten Eikelder in der "WAZ". Hinz habe diese Behauptungen damals vehement dementiert.

Es hieß, das ist eine bösartige Intrige, eine der üblichen Diffamierungen der anderen Seite.

Mit dieser Erklärung habe sich ten Eikleder zufrieden gegeben.

SPD hielt Hinz für "ewige Studentin"

Nowack, der selbst sein Jurastudium nicht abgeschlossen hatte, war es damals egal, ob Hinz nun studiert habe oder nicht.

Wir dachten alle, sie sei eine ewige Studentin.

Er selbst wurde erst dann stutzig, als sie plötzlich angeblich beide Staatsexamina in der Tasche hatte. "Das muss wohl gewesen sein, als sie damals bei der Bundestagswahl 2005 kandidierte", so der Ex-Politiker.

Dass der SPD-Spitze die Lüge aber über zehn Jahre nicht aufgefallen sei, kann Nowack nicht glauben. "Da fragt man doch nach, man unterhält sich."

"Es war klar, dass das was faul ist"

Der 65-Jährige habe sich angeblich selbst in Hinz‘ Umgebung umgehört.

Da habe ich immer gemerkt, dass man in eine Wunde sticht, dass es den Leuten unangenehm wird. Eine wirkliche Antwort habe ich nie bekommen. Es war klar, dass da was faul ist.

Nowacks Politiker-Laufbahn wurde 2005 jäh beendet. Wegen Insolvenzverschleppung wurde schon Anfang der 2000er Jahre gegen ihn ermittelt. Später verbüßte er deshalb sogar eine achtmonatige Haftstrafe.

Weil er Tiere über alles liebt, wächst dieser kleine Junge (10) über sich hinaus – und wird zum Helden

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19 Kommentare

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Wer weiß, was die noch alles für ihr Image zusammengelogen hat?
Wer einmal lügt, den glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht !
  • 08.08.2016, 09:19 Uhr
  • 2
die muss weg
  • 08.08.2016, 15:04 Uhr
  • 1
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Was hat Frau Hinz dem Volk durch ihre Lüge für einen schaden zugefügt ??? Frau Hinz hat in ihrem Amt gute Arbeit geleistet sonnst wäre sie nicht zwei mal ins amt gewählt worden

Selbstverständlich ist ihr verhalten nach dem ihre Lüge augeflogen ist nicht richtig und Ein gehalt von knapp 14000 € monatlich bezieht das ihr nicht mehr zusteht weil ihr nahegelegt wurde ihre Ämter niederzulegen
  • 07.08.2016, 15:37 Uhr
  • 0
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Lässt den Rückschluss zu......solange das blöde Volk es nicht merkt, kochen wir unser Süppchen weiter .
  • 07.08.2016, 13:29 Uhr
  • 1
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Petra Hinz :" In der SPD nichts Neues man braucht in dieser Partei nur eine große Fresse ?
  • 07.08.2016, 00:53 Uhr
  • 3
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Was für ein Lumpenpack.
  • 07.08.2016, 00:45 Uhr
  • 4
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Find ich toll, diese Graberei..... diese Lügen bei Abgeordneten.., das gibt es auch im Kleinen..., enldich wird da mal "nachgeschaut"......
  • 06.08.2016, 22:23 Uhr
  • 3
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Wen wundert das noch, sind wirklich alle Politiker so???
  • 06.08.2016, 21:30 Uhr
  • 1
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Zumindest hat Frau Hinz selbst ein Teilgeständnis geleistet. Aber was sollen wir uns damit befassen, im nächsten Halbjahr gesteht einer von der CSU oder CDU oder FDP oder AfD ....... alle Jahre wieder .....
  • 06.08.2016, 21:11 Uhr
  • 4
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Da mussten echte Jurastudium-Absolventen gehen wegen Plagiatsvorwürfen, und diese Frau Hinze wurde Jahrzehnte von ihrer Partei bei diesen Betrügereien gedeckt und das bei Sozialdemokraten. Diese Frau gehört in kein Parlament, egal ob Bund oder Land.
  • 06.08.2016, 20:50 Uhr
  • 5
Das Schlimme dabei ist doch,dass sie ihre Versorgungsansprüche nicht verliert. Nach vier Jahren bekommt sie schon über 2000.- Euro!!!
  • 07.08.2016, 00:58 Uhr
  • 6
Heureke ! das shangri la ist ,dank frau hinz,im bundestag gefunden ! 14000 € im monat, immunität gegen alle widrigkeiten des lebens, mord ausgenommen. sie wäre blöde, wenn sie die sache aufgibt. sie hat ja gesehen, selbst das naschen an ein wenig rauschgift wird großzügig als kavaliersdelikt geahndet. wahrscheinlich verlöschen punkte in flensburg von allein. was will man mehr ?der bundestag hat sich durch seine regeln selbst in die zwickmühle manövriert. nun wird ihr Rauswurf unmöglich. ein kleiner rat an frau hinz, machen sie sich in der südsee ein paar nette jahre
! wie sagte busch doch ? ist der ruf auch ruiniert, so lebt es sich doch ungeniert.
  • 07.08.2016, 09:33 Uhr
  • 2
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's doppelt ungeniert! Vielleicht hat Frau Hinz ja selbst für die Aufdeckung ihres Betrugs gesorgt? Honi soit, qui mal y pense.
  • 07.08.2016, 10:39 Uhr
  • 1
Bei derartigen Betrügereien müssten die zu unrecht erworbenen Versorgungsansprüche gestrichen werden. Hier sieht man mal wieder, wie bei so manchen Vorkommnissen, in der SPD hackt eine Krähe der anderen nicht die Augen aus.
  • 07.08.2016, 13:03 Uhr
  • 1
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Ich wüsste zu gern, was dazu die alten stolzen Sozialdemokraten vom Schlage Helmut Schmidts, Willy Brandts und Herbert Wehners sagen würden ...
Besonders von Onkel Herbert ...
  • 06.08.2016, 20:38 Uhr
  • 2
Vielleicht, "es gibt Schlimmeres, was zählt ist der Einsatz für eine Sache".
  • 06.08.2016, 21:55 Uhr
  • 1
  • 06.08.2016, 22:12 Uhr
  • 1
Es gibt immer Schlimmeres, z.B. Pest und Cholera.
  • 06.08.2016, 22:13 Uhr
  • 0
Welcher Einsatz.....für welche Sache !??
  • 07.08.2016, 13:31 Uhr
  • 2
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