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Erstaunliche Parallelen-aber wer lernt da von wem ?

Erstaunliche Parallelen-aber wer lernt da von wem ?

Peter Leopold
08.08.2016, 04:58 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Früher oder später outet sich Jeder einmal. Besonders dann, wenn er wie ein Fisch am Trockenen zappelt. So kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass sich Erdogan und sein Stall vorzugsweise das Benehmen in sozialen Netzwerken angeeignet hat. Oder sollte das alles kollektiv selbst gestrickt sein ? Für so einfallsreich halte ich ihn und seine Clique nicht. Eine dramatische Entwicklung ist es allemal, wenn nicht einmal die "Großen" sich an ihre Erziehung erinnern können. Man könnte jetzt auch noch ein paar Wochen zurück gehen. Aber nur um ein paar Stilblüten der letzten Tage aufzugreifen:


Ohne die Türkei ist die Nato EIN NICHTS
An die Adresse des österreichischen Kanzlers: "Verpiss Dich Ungläubiger"
Einladung Erdogans zur "Demokratie- und Märtyrer-Versammlung"
"Ich bin kein Despot oder Diktator"

Analog dazu Kommentare aus sozialen Netzwerken:

"Ohne mich wäre diese Plattform nichts."
"Mach Dich vom Acker....." Man könnte jedes beliebige Tier einsetzen.
Einladung Rechtsextremer zu "Hetzergruppen"
"Ich war´s nicht"

Offen gesagt: So viel Unterschied kann ich da nicht erkennen und so stellt sich die Frage, ob die Erdogan - Crew von sozialen Netzwerken gelernt hat, oder soziale Netzwerke von Erdogan. Die Parallelen sind allerdings unverkennbar. Das Verhalten näher zu analysieren wäre Sache von medizinischem Personal. Aber man kann durchaus einmal Vermutungen anstellen, ob nun die Henne oder das Ei zuerst da war.

Und wenn die Feinde plötzlich keine Feinde mehr sind, weil man gemeinsame Interessen entdeckt - um so besser. Bei dem Treffen nächste Woche zwischen Erdogan und Putin geht ja ja angeblich um "mehr als nur nationale Interessen" Immerhin...so ein Mittelmeer - Zugang wäre für Putin ja nicht schlecht und die Pipelines haben auch etwas für sich.Auf der anderen Seite wäre es ja gut, sich abzusichern, dass nicht der "große Bruder" beim Europa - Feldzug dazwischen funkt.

So ähnlich ist es wohl auch in sozialen Netzwerken. Man muss sich auch einmal mit Leuten verbünden, die man eigentlich gar nicht leiden kann, wenn es darum geht, so unbemerkt wie möglich ein "höheres Ziel" zu erreichen. Und plötzlich haben sich alle Gegner wieder lieb. Nicht, weil sie sich plötzlich geändert hätten, sondern, weil man eben auch in den sauren Apfel beißen muss, wenn man zu welchem Ziel auch immer gelangen will. Dazu werden Konflikte weiter auf kleiner Flamme gekocht, damit man sich nicht zu sehr an den Feind annähert. Man kann ja immer noch die Flammen größer stellen, wenn man seine temporären "Freunde" nicht mehr braucht.

Bei der groß - politischen Lage bin ich da nicht so sicher, aber was soziale Netzwerke betrifft, gehe ich davon aus, dass die Welt sich weiter drehen wird - wenn man standhaft und konsequent bleibt.

1 Kommentar

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Vielleicht schaut sich da gar nicht einer vom anderen was ab? Vielleicht ist es der Stil unserer Zeit?
Wir können ohne Probleme, die gleiche Überheblichkeit, die gleiche Ignoranz und die groteske Selbstgefälligkeit, bei alle Politikern in Europa und darüber hinaus finden. Muss man D. Trump als Beispiel extra anführen?
Vielleicht liegt es ja daran, das menschliche Werte, Humanismus, Toleranz, Ehrlichkeit, Fairness, etc. generell für die meisten keine Bedeutung mehr haben. Da sind die Parallelen gar nicht mehr so erstaunlich.
  • 08.08.2016, 21:47 Uhr
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