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Im Darknet: So schnappte die Polizei den Mann, der dem Münchner Amokläufer d ...

Im Darknet: So schnappte die Polizei den Mann, der dem Münchner Amokläufer die Waffe verkaufte

News Team
17.08.2016, 10:58 Uhr
Beitrag von News Team

Die Polizei hat den Mann geschnappt, der dem Münchner Amokläufer Ali David Sonboly die Tatwaffe im Darknet verkauft hatte.

Am Dienstag nahmen Elite-Zollfahnder den 31-Jährigen bei einem Scheingeschäft fest. Ein Ermittler sagte der "Bild": "Wir sind mit dem Beschuldigten im Darknet in Kontakt getreten. Wir haben gerichtsverwertbare Fakten, dass er dem Amokläufer die Tatwaffe kurz vor der Tat verkauft hat."

Wie die Zeitung weiter berichtet, sollen die Fahnder den Waffenhändler aus Marburg, der eigentlich ein arbeitsloser Verkäufer ist, schon seit Wochen im Visier haben. Ein 62-jähriger Buchhalter aus Nordrhein-Westfalen und ein 17-jähriger Schüler, die ebenfalls Waffen bei ihm gekauft haben sollen, brachten die Ermittler auf die richtige Fährte.

Scheingeschäft im Darknet

Mit Hilfe des 62-Jährigen lockten die Fahnder den vermeintlichen Waffenhändler im Darknet in einen Chat, bestellten ebenfalls eine Maschinenpistole sowie eine Glock 17, wie sie der Amokläufer gekauft hatte. Bei der geplanten Übergabe erfolgte dann der Zugriff durch einer Spezialeinheit.

Der 31-Jährige erklärte schon während des Scheingeschäfts, dass er die Pistole samt Munition an Sonboly geliefert hatte, so die Staatsanwaltschaft.

Die Übergabe soll damals in zwei Schritten erfolgt sein. Bereits im Mai hatte der Mann dem 18-Jährigen die Waffe übergeben, am 18. Juli – vier Tage vor dem Amoklauf - schließlich die Munition. Beide Male war Sonboly mit einem Reisebus nach Marburg gefahren.

Waffenhändler: Verurteilung wegen Mordes?

Bei der Vernehmung gab der vermeintliche Händler zu, eine Kiste mit Waffen auf einer Verkehrsinsel bei einer Autobahn in der Nähe von Köln vergraben zu haben. Die Polizei hat die Kiste mittlerweile beschlagnahmt. Dem 31-Jährigen drohen wegen eins schweren Verstoßes gegen das Waffengesetz bis zu 10 Jahren Haft - vielleicht auch mehr.

Wenn wir ihm nachweisen können, dass er vom bevorstehenden Amoklauf wusste, droht ihm eine Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordes.

Der Deutsch-Iraner Ali David Sonboly hatte am 22. Juli am Olmypia-Einkaufszentrum in München neun Menschen getötet und sich anschließend selbst gerichtet.

Traurig, warum diese beiden Hunde nicht aufhören können sich zu umarmen

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11 Kommentare

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Ich möchte einmal wissen, woher der Amokläufer das Geld für diese Waffe hatte. Habe im TV gehört, dass sie 4000€ gekostet hat.
  • 17.08.2016, 19:04 Uhr
  • 0
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Peter Leopold
Soviel zum Thema "Anonym in Netz" Dass das TOR Netzwerk längst geknackt ist sollte eigentlich Jeder wissen...
  • 17.08.2016, 18:38 Uhr
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Zur Richtigstellung:
Anonym im Netz hat es noch NIE gegeben.
Das TorNet ist nicht das DarkNet.
Das TorNet muss nicht geknackt werden, es ist ein offenes Netz.
  • 17.08.2016, 18:55 Uhr
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Peter Leopold
Da ist gar nichts richtig gestellt. Das Darknet ist NUR über TOR erreichbar und TOR wurde längst geknackt.
  • 17.08.2016, 18:58 Uhr
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Bei TOR wird die Verbindung über mehrere Server oder Proxy geleitet, deren IP-Adressen offen sind. Der Aufwand besteht nur darin, die Vielzahl der Server oder Proxy zu verfolgen. (Übrigens: Die IP-Adressen der benutzten Server oder Proxy kann der Nutzer jederzeit auf seinem Browser sehen.)
Tor kann jeder nutzen.

Um das DarkNet zu erreichen, ist kein TOR zwingend notwendig. Das DarkNet unterliegt speziellen Nutzungsbedingungen und ist deshalb nicht von jedermann nutzbar.
  • 17.08.2016, 19:05 Uhr
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Peter Leopold
Na Du bist ja ein "ganz Schlauer" Natürlich kann der geübte Nutzer" die IPs nachvollziehen. Allerdings können das die Behörden auch - recht einfach sogar. das Surfen im Darknet ist zwar nicht illegal, aber jede geschäftliche Transaktion schon!
  • 17.08.2016, 19:10 Uhr
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Ich dachte, dass man bei SB sachlich diskutieren kann. Das scheint offenbar nicht so zu sein.
Nur zur Ergänzung: Im DarkNet haben die besuchten Seiten keine IP-Adressen, der Datenverkehr ist verschlüsselt. Und jeder DarkNet-Nutzer ist Teilnehmer des Relais-Verkehrs, Bestandteil der Schutzmeachnismen des DarkNet. Und so kann ein DarkNet-Teilnehmer selbst nicht mehr kontrollieren, welche anderen DarkNet-Nutzer seinen PC als Relais benutzen.
  • 17.08.2016, 19:21 Uhr
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Peter Leopold
"Im DarkNet haben die besuchten Seiten keine IP-Adressen, der Datenverkehr ist verschlüsselt." Nee ist klar...Wer denkst, dass er im Darknet 199% anonym ist, glaubt auch an Schneewittchen. Sorry..aber war ich zu lange "im Geschäft". Und ich habe auch nicht gesagt, dass der Teilnehmer selbst den Relais - Verkehr kontrolliert. Mit den entsprechenden Tools ist das aber eine Kleinigkeit für die Behörden.
  • 17.08.2016, 19:26 Uhr
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was bitte hat sich dieser Händler wohl dabei gedacht? Denke mal gar nichts, nur Kohle machen. Strafe muss sein!
  • 17.08.2016, 18:04 Uhr
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Wers glaubt wird selig
  • 17.08.2016, 17:16 Uhr
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man braucht dem Kind nur einen Namen geben und schon ist es gebongt
  • 17.08.2016, 17:20 Uhr
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