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Wehe, wenn die heile Rentenwelt zerbricht

Wehe, wenn die heile Rentenwelt zerbricht

Helmut Achatz
19.08.2016, 09:55 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Die gesetzliche Rentenversicherung steht auf tönernen Füßen und wird ohne Reformen nicht überleben. Eigentlich müsste das jeder begreifen. Politiker wie Andrea Nahles und Sigmar Gabriel gaukeln uns vor, dass das „bekloppt“ ist. Sind nicht eher sie bekloppt, weil sie die Wahrheit verschleiern? Wenn wir länger leben, weniger Kinder in die Welt setzen, werden wir auch mit weniger Rente auskommen und länger arbeiten müssen. An dieser Logik kommt keiner vorbei.

Rente ist eine Umlagesystem

Eins und eins ist zwei oder drei minus eins oder vier geteilt durch zwei – das gilt auch für die gesetzliche Rente, die als Umlagesystem von den Beiträgen der aktiven Erwerbsbevölkerung gespeist wird. Die Verhältnisse zwischen Beitragszahlern und -empfänger ändert sich und damit muss sich auch die gesetzliche Rente anpassen. Einige Politiker, allen voran Bundessozialministerin Andrea Nahles gaukelt uns vor, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. „Nur einmal hatte Berlin den Mut und die Kraft aufgebracht, den Menschen die Wahrheit über den Zustand der Alterssicherungssysteme zu offenbaren und Anpassungen am Umlagesystem vorzunehmen: Die Beiträge wurden gedeckelt, das Rentenniveau nach unten geschleust und das Renteneintrittsalter auf bis zu 67 Jahre erhöht“, erinnert Stephan Lorz von der „Börsenzeitung“. Und, was waren die Folgen? Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde abgestraft. Die Wähler wollten die Wahrheit nicht hören. Zugegeben, was Schröder einführte, war nicht alles toll, aber der Ansatz stimmte. Nahles dreht die Reformen wieder zurück, ohne Rücksicht auf die nachkommenden Generationen.

Anhebung des Renteneintrittsalters

Und noch immer ist es so, dass angeklagt wird, wer die Wahrheit sagt. So geht es zurzeit der Deutschen Bundesbank, die in ihrem Monatsbericht hochrechnete, dass „eine schrittweise Anhebung (des Renteneintrittsalters) auf etwa 69 Jahre bis zum Jahr 2060“ notwendig wäre. Und trotz dieses Schritts „stiege der Beitragssatz aber wohl auf eine Größenordnung von 24 Prozent, und das Versorgungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung ginge auf eine Größenordnung von rund 44 Prozent zurück“. Das heißt, selbst das wird langfristig nicht reichen, um die Rente zu stabilisieren. Die Dänen haben das schon längst begriffen und lassen das Renteneintrittsalter bis 2022 auf 67 Jahre steigen, ab 2030 dann auf 68 Jahre, ab 2035 auf 69 Jahre – und dann ab 2060 alle fünf Jahre um ein weiteres Jahr, sodass unsere nördlichen Nachbarn dann ab 2100 erst mit 77 Jahren in Rente gehen.

Bei der Rente alles in Butter?

Aber das alles liegt ja weit in der Zukunft, deswegen ist es populär und wählerwirksam, den Leuten vorzugaukeln, alles wäre bei der Rente in Butter. „Schließlich könne es doch nicht sein, dass die Menschen immer länger leben, damit auch immer länger Rente beziehen, die Zeit ihres Erwerbslebens aber zementiert und jede Debatte darüber tabuisiert wird“, kritisiert Lorz.

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

277 Kommentare

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Warum müssen die Politiker und Beamte nicht in dieses System einzahlen wie in Österreich?
  • 16.09.2016, 23:04 Uhr
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Ich hatte vor Jahren eine Begegnung mit S. Gabriel beim "Bautzener Komitee", da war es noch normal, aber was ist jetzt los. Ach ja, die Wahlen stehen an und jeder will etwas aus dem Hut zaubern, was folgt . . . !!!
  • 23.08.2016, 19:21 Uhr
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Beifall für den Beitrag. Sind ja wieder genug User drauf angesprungen.
  • 23.08.2016, 17:55 Uhr
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die Lebensarbeitszeit reicht nicht aus, weil die meisten jungen Berufstätigen zu spät ins Berufsleben eintreten. Zu viele fangen ein Studium an, die dafür völlig ungeeignet sind und brechen es folgerichtig dann schon nach der ersten Zwischenprüfung ab und beginnen eine Ausbildung. Dann haben sie aber im Schnitt 6 Jahre verloren.
Würden sie gleich einen ordentlichen Handwerksberuf erlernen, hätten wir diese Diskussion nicht .
  • 23.08.2016, 17:12 Uhr
  • 1
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ich wiederhole mich lasst euch nicht verrückt machen von diesen Dreck das sind alles nur Sprücheklopfer von der Rentenwirtschaft wie den Herrn Riester und Konsorten und Maschmeyer die einige 10.000 wenn nicht 100.000 Menschen ihrer letzten paar Kröten abgegaunert haben. Wenn man die Karten auf den Tisch legt und sich das genauer ansieht hat sowieso keiner irgendetwas. Was heißt Rente. Die meisten sind mit den Knochen kaputt nach 45 Jahren arbeiten ist man fertig. Und wenn man sagen wir mal in Rente gegangen ist, mit 67 hat man vielleicht noch ein oder zwei Jahre vielleicht auch fünf Jahre die Rente zu genießen. Abgesehen vom Schmerzmittel operationen usw. usw. das bedeutet für so gut wie jeden der gearbeitet hat kommt irgendwann der Tag wo man eine Pflege braucht. Und sofort sind die 700 800 e die man erworben hat in diesen 45 Jahren, nur nach 80 e ca. ein Monat wert. Alles andere kassiert der Staat ein. Oder weiß ich das? Weil ich mich mit Leuten unterhalte! Die genau das erleben.
  • 23.08.2016, 17:10 Uhr
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es geht wie immer ausschließlich darum die Möglichkeiten des einfachen Bürgers einzuschränken. Wie zum Beispiel diese Verschärfung von Hartz IV. Nämlich das es immer weniger Möglichkeiten gibt das Rentengeld was man sich zu Seite gelegt hat für die alten Tage tatsächlich auch dafür zu nutzen. Oma und Opa und ihr sprichwörtliches kleines Haus muss jetzt dran glauben. So ungefähr muss man sich das vorstellen. Das bedeutet nichts anderes als das der Kapitalismus sich als das darstellen was er ist ein grausames und brutales System. Es ist um das eben auch vom wirtschaftlichen trachten Morten Freemans Idee in Reinkultur! Und darum müssen wir ältere uns dagegen zur Wehr setzen.
  • 23.08.2016, 16:54 Uhr
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Sorry Leuten das ich schon wieder etwas dazu geben muss. dass die Rente nicht reicht ist Quatsch das Blödsinn das haben sich diese Gangster so ausgedacht. Diese Geschichte kenne ich bzw. haben wir ja sattsam bei Hartz IV kennen gelernt. zuerst wird das Terrain sondiert, dann werden ein paar Nebelkerzen losgelassen um zu schauen wie die Leute drauf reagieren, und wenn keiner reagiert dann lässt man die Bombe platzen. Und da wir in Deutschland zu dämlich sind frühzeitig zu sagen stop werden wir auch Jahr für Jahr mit irgendwelchen Horrorgeschichten gfüttert und wir schlagen dankbar zu. Und werden natürlich auch in privater Rentenwirtschaft gehen um dort unser Geld abgeben damit die Reichen noch etwas reicher werden. Aber ich will mal die Sache von außen betrachten. Zum einen wir haben eine unglaubliche Produktivität. die Computertechnik und die Robotertechnik nimmt praktisch jährlich zu. Viele Arbeiten werden nicht mehr von Hand gemacht werden müssen sondern Roboter. Das bedeutet, dass eine Maschine keine Krankenkasse und auch keine Rente einzahlt zudem auch noch 24 h rund um die Uhr läuft, ist natürlich dieses altertümliche System am Ende. Der einzige Ausweg ist eine Maschine kauft keine Maschine sondern nur ein Mensch kauft eine Maschine die Unternehmer zahlen auf jede Maschine eine Rentensteuer. Und sattsam bekannt, Alkohol ist zu billig, und es gibt ganz viele Möglichkeiten betrug in der Wirtschaft und der Politik abzuschöpfen. So weit ich mal gelesen habe die jedes Jahr 100 Milliarden e an Korruption und Verschwendung über die Bühne. Wenn wir dem Verbrechen eindeutig und klardie Kante zeigen sind wir 100 Milliarden e reicher
  • 23.08.2016, 16:46 Uhr
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Es nichts anderes als Augenwischerei, wenn man meint, das Rentenalter auf 77 hochschrauben zu können. Wo bleibt hier die Ehrlichkeit im Umgang mit den Betroffenen ? Die Wenigsten werden mit 77 in der Lage sein, verantwortungsvoll ihren Beruf auszuüben. Das vorzeitige Aussteigen ist vorprogrammiert, Rentenzahlungen bleiben aus. So kann man sichs natürlich schön rechnen, das Renteneinsparprogramm.
Hofft da einer auf eine natürliche Lösung des Problems? Makaber. Ich weiß.
  • 23.08.2016, 16:16 Uhr
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Es ist ja auch so, dass die Politiker, ohne selbst in eine Rente einzuzahlen, den Rententopf der Steuerzahler stark belasten aber damit nicht genug, sie haben fast alle Nebeneinkünfte in enormer Höhe. Welcher normale Arbeitnehmer könnte diese Zeit während der Arbeitszeit sich freischaufeln um solche Summen zu verdienen ? Bei 450,00 € hörts da schon mtl. auf. Würden alle Berufsgruppen auch Beamte und Selbständige in die Rentenkasse einzahlen hätten wir keine Altersarmut, die voraussichtlich noch enorm steigen wird !.
Politiker : Wasser predigen und selbst Champagner trinken.
  • 23.08.2016, 17:11 Uhr
  • 2
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Warum klappt das in anderen Ländern? Deutschland EU-weit Schlusslicht bei Niedrigverdienern, aber sonst nur eine große Schnauze.
  • 23.08.2016, 16:10 Uhr
  • 7
Die deutsche Regierung gibt vielleicht lieber ihr Geld auf anderen Schauplätzen aus.
  • 23.08.2016, 16:39 Uhr
  • 1
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Wenn alle Politiker in die Rentenkasse einzahlen würden dann könnten wir sagen ,wir Schaffen das.
  • 21.08.2016, 20:26 Uhr
  • 7
Dann wäre die Rente auch sicher, weil sie sich darum kümmern würden.
  • 22.08.2016, 10:26 Uhr
  • 5
Helmut Achatz
ja, aber so bekommen sie ja ihre Pension.
  • 22.08.2016, 10:33 Uhr
  • 1
Da unsere Politiker ja Beamte sind werde sie den Teufel tun an dem System was zu ändern denn ihr Motto Hauptsache mir geht es gut darum werden die Renten in Zukunft eher weiter gekürzt was eine Schande für den ist der heute schon viel in die Rentenversicherung einbezahlt und das kann einen nur wütend machen.
  • 23.08.2016, 16:14 Uhr
  • 2
Das Thema Pension sollte hier nicht mit Unwissen gepflegt werden. Macht Euch schlau. Dann wisst Ihr, dass vom Dienstherrn eine Pensionskasse eingerichtet ist und keiner der Beamten nichts einbringt oder irgendjemanden etwas wegnimmt.
  • 23.08.2016, 16:18 Uhr
  • 2
Bravo Connie
  • 23.08.2016, 16:26 Uhr
  • 0
Bei dem Angestellten bezahlt der Arbeitgeber die Hälfte und der Angestellte ebenso. Der Beamte selbst zahlt nichts. Und der Arbeitgeberanteil, z.B. bei einer Behörde wird vom Steuerzahler bezahlt.
  • 23.08.2016, 16:44 Uhr
  • 0
Falsch Lucia. Bei dem Beamten wird gleich ein Teil seiner Bezüge für die Pensionskasse einbehalten.
  • 23.08.2016, 16:46 Uhr
  • 2
Warum verdient denn im öffentlichen Dienst der Angestellte weniger, als der Beamte? Dies kann man gerade der Besoldung von Lehrern gut sehen.
  • 23.08.2016, 16:52 Uhr
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weil es verschiedene Besoldungs- bzw. Vergütungsgruppen und Lebensalter/dienststufen und Grundgehälter gibt...
  • 23.08.2016, 16:56 Uhr
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Das ist mir bekannt. Es ist ja einfach, Entsprechendes zu vergleichen. Für mich ist es in Ordnung.
  • 23.08.2016, 16:58 Uhr
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Das fände ich nun allerdings nicht i.O. , wenn gleiche Arbeit unterschiedlich entlohnt wird.
  • 23.08.2016, 17:01 Uhr
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Ich auch nicht. Das in Ordnung bezog sich auf unser Gespräch, da ich jetzt keinen Beweis in Form von Besoldungs- gruppen antreten kann.
  • 23.08.2016, 17:14 Uhr
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@ Klaus M ... wieviel Politiker haben wir Deiner Meinung nach und wieviel sollte dann jeder von denen einzahlen ..das Ergebnis würde ich dann gerne wissen wollen ...
@Lucia ...man kann bei Angestellten und Beamten nicht direkt vergleichen ...Beamte erhalten einen erhöhten Ortszuschlag z.B. verheiratet, pro Kind ...diese Erhöhungen fallen wierder weg wenn z.B. geschieden, Kinder volljährig, Ehepartner stirbt .... dann geht das Gehalt(die Besoldung) um einige € nach unten ... mehr als die meisten wahr haben wollen ...
Connie B. hat ganz recht ...erst genauer informieren, bevor man irgendwelche Parolen in den Raum wirft.
  • 23.08.2016, 17:32 Uhr
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Es bringt gar nichts, wenn jeder die Meinung des anderen widerlegt. Wir sollten alle dafür plädieren, dass das Renstensystem geändert werden muss, damit die kleinen Renten angehoben werden, um leben zu können.
  • 23.08.2016, 19:26 Uhr
  • 2
Es gibt ganz sicher Ursache für kleine Renten.... Nach meinem Wissen errechnet sich die Rente aus den Arbeitsjahren. Wer es vorgezogen hat, weniger oder gar nicht zu arbeiten, weil er/sie andere Prioritäten gesetzt hat, hat eine andere Rente als andere:
Bei einer zu kleinen Rente kann staatliche Hilfe in Anspruch genommen werden, die alle anderen durch Abgaben/Steuern ermöglichen. In Deutschland kann jeder leben. Wie, hat jeder auch selbst mit zu verantworten.
  • 24.08.2016, 08:28 Uhr
  • 2
@ Connie .... genau so ist es ..es sollte jeder erst mal selbst überprüfen wie er in seine Lage gekommen ist ...und es gibt viele, die sich einfach in eine schlechte Positionhaben treiben lassen ..aus ganz privaten Gründen ...aber auch nicht alle ... ich habe mich schon seit vielen Jahren informiert was auf mich zu kommt und es ist so auch eingetroffen ..klar hab ich als Rentner weniger als vorher ..das ist doch logisch ... das wollen aber viele nicht sehen ..die wollen im Ruhestand genauso viel wie vorher ...und das geht einfach nicht ... und wer Geringverdiener war oder sich nur auf die Versorgung durch seinen Lebenspartner verlassen hat ...der hat nun manchmal schlechte Karten ... ansonsten kann wirklich jeder in Deutschland leben .... ohne zu jammern
  • 24.08.2016, 10:21 Uhr
  • 1
Aus meinem Bekantenkreis hat ein Ehepaar 4 Kinder großgezogen. Danach wollte die Frau in ihrem ehemaligen Beruf arbeien und keine Stelle gefunden. Die Ehe wurde geschieden ,darauf folgte Krankheit und Therapien. Jetzt bekommt sie H4 und erwartet eine kleine Rente.
Was sollte man daraus leren, schafft euch keine Kinder an, sonst habt ihr die A-Karte.
Solchen Frauen soll man nicht helfen oder sind sie selbst schuld an ihrer Mini-Rente ?
  • 24.08.2016, 15:19 Uhr
  • 1
Soll die Solidargemeinschaft dafür verantwortlich sein, dass dieses Leben nicht so verlief wie sie es geplant hatte ?
Sie wird kein Leben in Luxus führen können, aber sie muß nicht in Not oder unversorgt leben ... das was bei der Minirente fehlt und was sie wirklich braucht bekommt sie aus den Sozialkassen ... was ist mit den Kindern ..auch die haben zumindest eine moralische Verpflichtung .
Es ist kein Grund sich keine Kinder anzuschaffen ...aber wer sich vier Kinder "anschafft" , der tut das bewußt und gezielt .. und muß sich der Verantwortung dafür und um das Ganze drumherum bewußt sein ...er/sie muß in die Zukunft denken.
Die Sozialgemeinschaft kann nicht dafür verantwortlich sein, das bewußte Entscheidungen dann von der Gemeinschaft getragen werden, wenn sie daneben gehen ...
  • 24.08.2016, 15:47 Uhr
  • 1
Dann ist nach deiner Meinung Atersarmut ein ganz normaler Zustand, den wir mit Selbstverständlichkeit akzeptieren.
  • 24.08.2016, 18:11 Uhr
  • 1
Nein, meiner Meinung nach lässt sich weder das Rentensystem noch die Altersarmut oder sonstwas pauschalisieren ... jeder Fall ist ein Schicksal für sich ... ich kann und werde nicht beurteilen wer seine Not selbst oder fremdverschuldet erleidet ... es gibt eben solche Fälle und solche Fälle ...
  • 24.08.2016, 20:16 Uhr
  • 3
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Jetzt wollen sich die Gewerkschaften nach der Sommerpause einmischen. Die haben ja den Niedriglohn bei Gerhard unterstützt und Lohnzurückhaltung gefordert.
  • 24.08.2016, 21:47 Uhr
  • 1
Das ist wieder ein Sache für sich ..mit niedrigem Lohn lässt sich keine wirklich zufriedenstellende Altersversorgung aufbauen ...nicht gesetzliche RV und zum privaten Aufbau reicht es natürlich auch nicht.
Nun müßte man wieder ergründen warum jemand mit einem niedrigen Lohn zufrieden ist oder zufrieden sein muß. Warum hat der eine eine höheren Bildungsstand und damit mehr Chancen auf höher entlohnte Tätigkeiten?
Hatte der mit dem niedrigen Bildungsstand keine Chance auf Bildung oder fehlte ihm die Motivation .. alles sehr vielfältig.
Welchen Mindest-Lebensstandard sollte einem Menschen auf jeden Fall zustehen?
Das kann man so in einer Diskussion nicht einfach klären .. dazu braucht man Hintergrundwissen über den Lebensverlauf eines Menschen ...
und trotzdem glaube ich, dass oft das alte Sprichwort noch irgendwie seine Gültigkeit hat :
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
  • 24.08.2016, 22:08 Uhr
  • 1
Alle Achtung, Wolfgang, Du "rackerst" Dich hier redlich ab ....
  • 25.08.2016, 08:20 Uhr
  • 1
Unabhängig von allen oben aufgeführten Argumenten und dem Bildungsstand der Rentner, sollten Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, nicht am Ende ihres Arbeitslebens auf staatliche Unterstützung angewiesen sein.

Es gibt genügend junge Menschen, bei denen die Familien seit Generationen nicht arbeiten, und die Kinder "wollen" auch nicht. Sie sind einfach nicht zu motivieren.

Andere, die arbeiten wollen, einen Hochschulabschluss haben und einschlägige Berufserfahrung, sind, wenn sie arbeitslos geworden sind, zu alt oder überqualifiziert. Zu alt sind diese Arbeitssuchenden schon oft mit 50 Jahren. Ihre Renten werden sehr klein ausfallen, da sie durch Studium u.s.w. später ins Erwerbsleben eingetreten sind und oft gezwungener Maßen früher aufhören.

Das ganze Rentensystem sollte einmal überdacht werden wobei die installierte längere Arbeitszeit, demnächst bis 70, so auch nichts bringt.
  • 25.08.2016, 11:30 Uhr
  • 0
@ Lucia ... das mit der Überqualifizierung ist für mich keine gutes Argument ... ich war selbst schon in der Lage, eigentlich zu qualifiziert für den Job, aber bevor ich gar keine Arbeit annehme ging ich ein paar Stufen tiefer für eine Zeit und konnte dann zeigen, dass mehr in mir steckt und dann ging es wieder aufwärts ... ich habe bis zu meiner Rente nie ALG beantragt oder beantragen müssen ... bin auch "nur" Facharbeiter gewesen ... wer Arbeit will, der bekommt ..nicht immer das was man kann und wünscht, aber es geht ... und ein Studierter erzielt normalerweise im Beruf von Anfang an ein höheres Einkommen und früher aufhören "muß" er nicht ...er kann, wenn er das möchte ... jeder kann länger arbeiten, wenn er das möchte ...
  • 25.08.2016, 11:56 Uhr
  • 1
Lieber Wolfgang Ra - Es ist schön, dass Sie es so haben schaffen können. Ich selbst konnte die von mir geschilderten Umstände oft erleben, nachdem ich beruflich solche Menschen lange begleitet habe. Sonst würde ich nicht so argumentieren.
  • 25.08.2016, 12:03 Uhr
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Liebe Lucia .. ich zweifle nicht an Ihrer Aussage weiß aber auch von anderen die meinen Lebensweg gekreuzt oder auch über längere Zeit begleitet haben, dass schon jeder auch mal die Zähne zusammenbeißen muß ... als qualifizierter Facharbeit im Bereich Elektro ..über 2 Jahre als Lieferwagenfahrer für Tageszeitungen mit 6-Tage-Woche und einem geringen Lohn, der nur durch reine Nachtarbeit auf ein erträgliches Mass zu bringen war ... da muß man den Hintern zusammenkneifen, damit die Familie gut leben kann und man nicht aufs Arbeitsamt angewiesen ist ..... aber es ging dann auch wieder aufwärts ... ich bleibe da schon irgenwie der Meinung ...man muß wollen und nicht aufgeben ... auch mal 2-3 Schritte zurück und dann mit Schwung nach vorne ..ich bin überzeugt (abgesehen von schweren Krankheiten) ... es geht.
  • 25.08.2016, 12:13 Uhr
  • 1
Es gab schon immer und wird es auch weiter geben, die von Stütze und ein wenig Schwarzarbeit sich durchgeschlagen haben. Das ist aber nicht das Problem der Altersarmut und wird immer gern als Agument gegen Rentenerhöhung der niedrigen Renten benutzt. Qualifizierung hilft auch nicht immer. Ich habe alle Qualifizierungen genutzt, die für mich wichtig waren und bekam trotzdem Ablehnungen bei der Bewerbung. Qualifizierte Leute verlangen etwas mehr Lohn , als andere und sind deshalb zu teuer.
  • 25.08.2016, 14:18 Uhr
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eben drum Bernd .. in meiner damaligen Situation habe ich eben auch mal zwei Jahre für einen Lohn gearbeitet, der gute 40% unter dem lag, was ich nach meiner Qulifikation hätte bekommen "müssen" ... aber ich arbeitete ..halt mehr an stunden ..zu Lasten meiner Knochen ...aber ich tat es und bin dann eben Stück für Stück wieder nach oben gekrabbelt ... Qualiofikation in Form von Dokumenten ist eben nicht alles ... tun muß man und dann kommt man auch wieder dahin wo man hin möchte ...
  • 25.08.2016, 14:30 Uhr
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Wenn du aber nicht mal die Chance bekommst es zu beweisen, dass du was kannst, hast du leider Pech. Ein Vorteil hat es doch, man hat was dazu gelernt.
  • 28.08.2016, 13:21 Uhr
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Kommt darauf an, ob man nur in seinem Fachbereich sucht .. oder wie ich damals auch einen Job für "Bleede" annimmt .. Kraftfahrer im Kleintransporterwesen hat mit Qualifikation überhaupt nichts zu tun ... einfach eine Arbeit haben ..einfach ein paar Mark verdienen und weitersuchen .... wie sonst soll man sonst weiterkommen ...warten bis einem der Staat alles fertig vorgekaut vor die Füße stellt? Das wird nichts ... so einfach ist es halt nicht
  • 28.08.2016, 15:53 Uhr
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