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Burka, Brille, Eisenbahn

Burka, Brille, Eisenbahn

20.08.2016, 10:02 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich steige in die 1. Klasse des IC in Stuttgart nach Salzburg und will zur 2. Klasse durchgehen.
Eine Gruppe von 5 Leuten kommt mir entgegen. Ihr Ziel ist offensichtlich die 1.Klasse. An der Koppelstelle der Wagen treffen wir aufeinander. Der erste ist ein junger, schlanker Mann orientalischer Erscheinung. Ihm folgen drei ganzkörperlich verschleierte Frauen. Dann schließt ein weiterer junger Mann die Gruppe ab.
Der erste Mann passiert die Koppelstellle. Ich gewähre dann den Damen den Vortritt. Die erste zuppelt ihren Schlitz zurecht. Die zweite trägt eine Ledermaske. Dann kommt die dritte. Sie ist Brillenträgerin. Just in dem Moment, in dem sie die Junktion betritt, fahren wir über eine Weiche. Vermutlich trägt sie unter dem Schleier Hackschuhe (Pumps). Jedenfalls gerät sie ins Straucheln und ihre Brille verrutscht auch noch hinter dem Sehschlitz. Reflexhaft halte ich meinen Arm in die Nähe ihrer Hand. Sie ergreift den Arm, stößt auf Französisch einen kurzen, vulgären Fluch aus, stabilisiert sich wieder und folgt der Gruppe.Der Schlussmann ist mit dieser Situation sichtlich überfordert. Ich denke: nur keine Diskussion, fasse meinen Rucksack fester und strebe einem freien Platz zu.
Auf dem Sitz und in Sicherheit erinnere ich mich einer Lektion, die mir meine Tochter K. vor 15 Jahren in Dubai auf dem Fischmarkt erteilt hat:" Schaue nie einer verschleierten Dame in die Augen, mögen sie auch noch so wundervoll sein; irgendwo steht ihr Beschützer, der dich stehenden Fußes hinter Gitter bringen kann".
Meine Tochter lebte einige Jahre in Dubai, Water tower, also unmittelbar am Rand zur Wüste, in einem kleinen Haus, das, wie wohl alle arabischen Häuser, mit einer drei Meter hohen Mauer umschossen war. Innerhalb dieses ummauerten Bereiches, so lernte ich, herrschen die Frauen. K., meine Tochter, die mit einigen einheimischen Familien verkehrte, berichtete mir, dass es im Haus durchaus aufgeklärt zugehen könne. So hätte sie im Bereich der Damen (früher nannte man es bei uns wohl Kemenate) einen "Andy Warhol" (angeblich original) aber auch - man staune - einen "Egon Schiele" (a.auch original) hängen sehen.

46 Kommentare

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Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
Was wäre passiert, wenn die Hand der Frau Deinen Arm berührt hätte? Oder besser, wenn dein Arm die Hand der Frau berührt hätte?
Ein deutscher Mann, der so etwas wagt - in Gegenwart zweier offenbar dazugehörigen BESITZER dieser Frauen. Selbst deren Brüder beschützen deren Ehre.

Gut, dass Du unversehrt davon gekommen bist

Im Grunde habe ich mich auch immer beschützt gefühlt, als ich noch verheiratet war. Diese Schutzfunktion verbinde ich auch noch heute mit Männern. Vielleicht ist das auch schon eine archaische Denkweise.

Denn bei uns in unseren westlichen Demokratien ist das Pendel ja zu weit in die andere Richtung gegangen.
Brauchen Frauen noch Schutz? Kaum.

Die Kulturen werden also lange Zeit brauchen, bis sie sich angenähert haben.
  • 20.08.2016, 16:49 Uhr
  • 2
Vielleicht braucht ihr einen Burkus.

Was Kleidung auch bei Männern bewirkt, habe ich einmal in Ähgypten festgestellt. Die Männer im Norden tragen Hosen, die im Süden lange Röcke. Die haben alle als sanftmütiger empfunden.
  • 20.08.2016, 17:15 Uhr
  • 2
  • 21.08.2016, 13:11 Uhr
  • 0
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Was will uns dieser Beitrag sagen? Ist es die Warnung vor dem möglicherweise gefährlichen Beschützer einer verschleierten Dame, der man versehentlich in die Augen geschaut hat? Oder erzählt der Autor von dem (zufälligen) Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen und den sich daraus ergebenden (irrationalen) Ängsten und (Vor-)Urteilen? Passiert ist doch eigentlich gar nichts, außer einer fast alltäglich vprkommenden Zufallsbegegnung. Das einzige, was diese überhaupt erwähnenswert macht, ist doch die gegenwärtig in unserer Gesellschaft weit verbreitete Unsicherheit allem Fremden gegenüber. Und diese Unsicherheit ist es, die von gewissen Seiten bewusst gefördert und gespeist wird, um daraus politisches Kapital zu schlagen.
Ein Gefühl von Unsicherheit kommt immer dann auf, wenn man sich seiner eigenen Position und Stärke nicht mehr bewusst ist. Es zeugt von eigener Schwäche, die meist unbegründet ist. Gegen irratrionale Ängste sollten wir uns wappnen, indem wir uns unserer eigenen Stärken bewusster werden. Wir sollten uns nicht einreden lassen, dass uns ein paar irregeleitete Verbrecher - woher sie auch immer kommen mögen - aus der Bahn werfen und uns in den unvermeidlichen Untergang führen können.
  • 20.08.2016, 11:30 Uhr
  • 3
Gut, Friedhelm, dass Du kommentiert hast!

Man kann natürlich diese Geschichte einem politischen Hintergrund zuführen, wie Du es tust.

Das war aber (damals, vor 3 Jahren) nicht meine Absicht gewesen.

Ich wollte, und deshalb habe ich den Beitrag nochmals eingestellt, das Dilemma aufzeigen, in das sich eine moderne , muslimische,selbstbewusste Frau begibt, wenn sie traditionell gekleidet, in der westlichen Öffentlichkeit auftritt.

Sie musste sich (bei diesem Zugereignis), gehandicapt, gestrauchelt, von den Armen eines fremden Mannes auffangen lassen.
Während ihr vermeintlicher Beschützer ratlos hinterher tappt.

Ob das "zut alors" mir oder ihm, oder ihrer Verkleidung gegolten hat, das bleibt ungeklärt.
  • 20.08.2016, 13:26 Uhr
  • 3
Ja, Manfred, und wie vielen zu uns gekommenen - wie und aus welchen Gründen auch immer - Muslims und Muslimas wird es heute ähnlich, genaus so, oder schlimmer gehen, wenn sie sich in völlig fremder Umgebung und meist misstrauisch beäugt unter uns bewegen. Wir müssen alle lernen, geduldig miteinander umzugehen, damit das Zusammenleben gelingt.
  • 20.08.2016, 13:35 Uhr
  • 1
Das "zut alors" muss übrigens niemandem gegolten haben. Es rutscht einem Franzosen unvermittelt heraus, wenn ihm ein Missgeschick passiert.
  • 20.08.2016, 13:39 Uhr
  • 0
Friedhelm, da bin ich und sicher viele, hier bei SB, mit Dir.
Wir müssen uns um vertrauensbildende Maßnahmen bemühen.
Eine ist der Verzicht auf Verschleierung.
  • 20.08.2016, 13:49 Uhr
  • 4
Wie sehen denn die vertrauensbildenden Maßnahmen konkret aus, wenn der Kontakt zu verschleierten Frauen lediglich aus EINEM kurzen Reflex vor 3 Jahren bestand? Noch nicht mal ein Gespräch war möglich. Glaubst du, sie legt ihren Schleier wegen einem Ungläubigen ab und riskiert dafür vor Allah in Ungnade zu fallen?

Übrigens, es ist überall auf der Welt nach meinen Erfahrungen möglich, mit Menschen zu reden, die nur in Frieden leben wollen und ihre Kinder großziehen wollen.

Friedliche unwissende Menschen sind irrelevant, überall. Den Tod so vieler Menschen hatten z.B. Mao und seine Anhänger zu verantworten, nicht die Millionen schweigender friedlicher Chinesen. Ebenso Stalins Schergen - nicht der kleine Russe. Die Nazi-Schergen mordeten und nicht jeder Deutsche für sich, der ums überleben kämpfte.

Das gleiche gilt für die Is - sie morden und nicht die vielen Moslems, die selbst Opfer sind und denen die Bildung versagt wurde um die Zusammenhänge zu sehen. GEGEN DIE SCHERGEN muss man vorgehen. Für das Leid, das sie in der Welt anrichten werden gibt es -zig Beispiele in der Geschichte.
  • 20.08.2016, 14:20 Uhr
  • 6
Ja, Bernhard, das ist für alle Beteiligten am Besten. Habe hier seit Jahrzehnten mit Muslimen beruflich und privat zu tun gehabt und kenne daher die Konflikte - die mit mir persönlich nichts zu tun hatten. Gerne besuche ich diese Länder und habe nicht nur meine Freude an der anderen Kultur und Natur, es haben sich auch dort Freundschaften ergeben. Für das Seelenheil aller ist aber eine Trennung, wo jeder sich zu Hause weiß, unverzichtbar!
  • 20.08.2016, 14:39 Uhr
  • 5
WIE sehen die vertrauensbildenden Maßnahmen denn nun aus, Herr Reul?
  • 20.08.2016, 16:03 Uhr
  • 0
Für mich spielen die Zahlen eine überaus große Rolle oder der Grad der 'Überfremdung'. Natürlich kann eine Gesellschaft mit einem gewissen Prozentsatz gebildeter Ausländer, auch Muslimen, zurechtkommen, wenn aber eine Massenzuwanderung erfolgt, wobei 80 % keinen Ausweis mitbringen !) (ihn vorher weggeworfen haben, um sich günstigere Zulassungsmerkmale zu verschaffen), dann sehe ich die enormen Probleme deutlich, die sich im Laufe der Zeit verschärfen können und auch zur Spaltung von Gesellschaften führen könmnen.
An diesem Punkt sind wir bereits angekommen. Der nächste Schritt sind Aufstände, die izu einem Bügerkrieg führen können.
Hinzu kommt, dass sich inzwischen eine Art Polizeistaat-Atmosphäre herausbildet, die eine Partei, nämlich die bösen Rechten, nur noch totschweigen möchte.
Dass die a n d e r e Seite gerade die Gefährdung der Gesellschaft herbeiführt, wird abgewiegelt und abgeleugnet.
  • 20.08.2016, 16:05 Uhr
  • 7
So ist es, Edith, so sehe ich es auch! Diejenigen, die die Gefährdung der Gesellschaft herbeiführen, abwiegeln und ableugnen, sei es aus Unwissenheit oder Unverständnis, sei es aus sich nicht kundig machen wollen oder nicht kundig machen können - machen sich schuldig an unseren Kindern und Enkeln.
Ich wollte nicht an deren Stelle stehen und mich eines Tages rechtfertigen müssen. "Ich habe es nicht gewusst" zieht dann nicht mehr. So wie es für die frühere Generation auch nicht als logisches Statement akzeptiert wird.
  • 20.08.2016, 16:23 Uhr
  • 4
Eine von vielen vertrauensbildenden Maßnahmen ist die, dass ich mich in Erscheinungsbild, Augenausdruck und Stimme klar zu erkennen gebe.
  • 20.08.2016, 16:32 Uhr
  • 2
Ja, Manfred - auf jeden Fall! Ich habe noch nie gehört, dass hier jemand an Saris Anstoß nimmt. Sie verhüllen auch den weiblichen Körper, aber auf eine ganz andere Weise.
Und die Gesichter sind offen.
  • 20.08.2016, 16:36 Uhr
  • 4
Das ist aber auch und gerade für SB von Bedeutung.

Man zeigt sein Foto und läßt sein Licht leuten, das anzeigt, ob man on oder off ist.
Man hinterläßt Spuren, wenn man ein Profil besucht hat. usw.
  • 20.08.2016, 16:42 Uhr
  • 1
Ja, ich habe das oben etwas einfacher zuammengefasst: Manfred Reul ist noch einmal gut davon gekommen - ohne blaues Auge!
  • 20.08.2016, 16:52 Uhr
  • 4
Das würde aber dem Auftrag Allahs zuwiderlaufen.
Die Menschen waren, lt. Koran, seit ihrer Erschaffung alle Muslime. Durch die Abwendung vom Islam sind sie verflucht. (Fatwa bei Apostasie, Salman Rushdie, Hamed Abdel-Samad,, u.a.)

Mohammed fordert alle Muslime auf, die Welt zu erobern und den Islam auf der ganzen Welt zu verbreitern und wenn es nicht anders geht, dann mit Krieg, Mord, List und Leid, das sie den Ungläubigen antun sollen, bis sie konvertieren. (Sure 2,191+193; 9,123; 33,60-61).

Nach dem Koran ist die Menschheit zweigeteilt zwischen den gottgewollten Muslimen als vollwertige Menschen und den Ungläubigen als verfluchte Menschen minderer Qualitäten und Rechte, deren Schicksal sowieso die Hölle ist. Für die zwei Klassen von Menschen gibt der Koran unterschiedliche Weisungen vor – exemplarisch ausgedrückt in der Sure 48,29: ‚Ihr Gläubigen, seid gegeneinander barmherzig, gegen die Ungläubigen aber hart und heftig."
  • 21.08.2016, 01:17 Uhr
  • 4
Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen, fürchte ich. Solange gebildete Muslime nicht in der Lage sind, solche Suren aus dem Koran offiziell zu entfernen, untergräbt doch ein solcher Inhalt jede Integrationsanstrengung.
Warum gibt es dann von staatlicher Seite keine Anweisung, dies zu tun. Aus Angst? Aus der nicht eingestandenen Ahnung, dass es sinnlos ist?

Natürlich ist eine solche Religion, die ihren Anhängern mitteilt, sie seien die einzigen, die Gott nahestünden, die auch noch Preise dafür erhalten, ein unwiderstehlicher Lockruf. Wer wollte nicht zu der einzigen und besten Religion gehören?
Wie im Sport wird der Ehrgeiz des Menschen ausgenutzt. Und auch da gibt es einen Bezug zu Kriminalität.

Jedes MIttel ist recht, um der Beste zu sein.

In einer Demokratie wird aber gerade diese Auserwähltheit in Frage gestellt. Hier soll eigentlich geteilt werden. Die ur-christliche Religion stimmt damit überein. Sie ist mit demokratischem Denken kompatibel.

Es gab ja schon ganz früh Warner. Als ich die beiden Bücher von Hamed Abdel-Samad las, fielen mir geradezu Schuppen von den Augen. Dabei war meine Toleranz immer riesengroß.
  • 21.08.2016, 09:17 Uhr
  • 4
Manfred, das hast Du sehr brillant und überzeugend zusammengefasst. DAS ist DIE Situation.

WIE aber könnte man da eine Schneise hineinhauen, auf der sicheres und autonomes Leben möglich wäre?
  • 21.08.2016, 10:07 Uhr
  • 3
Manfried, das hast Du sehr gut zusammengefasst.
  • 21.08.2016, 10:13 Uhr
  • 2
Könnte man z.B. Deinen Text, Manfried, zur Information allen Haushalten zustellen? Wäre so etwas erlaubt?

Dieser Text ist sachlich, vermittelt eine ganz klare Sicht und ist sprachlich auf einem hohen Niveau. Als grundlegende Information wäre das sehr geeignet.

Wenn das nur Parteien erlaubt ist, so Einfluss zu nehmen auf die potentiellen Wähler, solltest Du Deine kommunikative Begabung in den Dienst einer solchen Partei stellen.
  • 21.08.2016, 10:34 Uhr
  • 3
Manfred -
zu Deinem Text oben las ich heute morgen eine Bemerkung eines Juden:
"Wenn die offenen Haare einer Frau solche Begierden wecken, sollte man den Männern Handschellen anlegen."

EIn guter Perspektivwechsel, finde ich
  • 21.08.2016, 10:36 Uhr
  • 3
Die "Begierde der Männer" schwächt sich bei stetiger und intensiver Wahrnehmung des Lustobjekts ab.
  • 21.08.2016, 10:42 Uhr
  • 2
Diese Man-fr/i/e/de hier überbieten sich geradezu an tiefen Einsichten in diverse Gegenstände und Objekte.
  • 21.08.2016, 10:58 Uhr
  • 2
Manfried, das ist ein hervorragender Beitrag!

Habe ich nur noch einen Aspekt zu Ediths Kommentar um 9:17 Uhr hinzuzufügen:
Auch gebildete Muslime können keine Suren streichen. Der Koran beinhaltet das ausschließliche Wort Allahs, des Allmächtigen und Allwissenden. Jede Streichung würde Blasphemie bedeuten und schwere Strafe, das ewige Höllenfeuer, nach sich ziehen.

Zum Lohn: Um in islamischen Ländern heiraten zu können, muss die Morgengabe gezahlt werden. In diesen Ländern haben selbst akademisch ausgebildete junge Leute eine Aussicht auf Arbeit und so auch nicht die finanziellen Mittel. Das heißt, dass Sexualität nicht gelebt werden kann - auf unbestimmte Zeit. Nach der Ausübung eines Attentats gegen Ungläubige/nicht Recht-gläubige ist das Paradies mit 72 Jungfrauen gewiss.
Auch das Recht, sich Sex-Sklavinnen halten zu dürfen lässt junge Männer, die noch nicht einmal des Korans kundig sind, aber chancenlos in ihrer Gesellschaft sind aufbrechen, um z.B. als Kämpfer für den Daesh zu fungieren.
  • 21.08.2016, 11:44 Uhr
  • 2
Mechthild, ich weiß schon, dass man den Koran nicht reformieren DARF. Aber es gab immer Revolutionäre, die gegen den Strom geschwommen sind.
Luther hatte es auch nicht leicht, aber er hat diesen Bußhandel nicht mehr aushalten können.
Er ist dann ins andere Extrem gefallen, denn mit Glauben allein und einem sittenlosen Leben (darf man das heute noch so nennen?) kommt man auch nicht ins Paradies.

Es läuft also auf das hinaus, was Manfried geschrieben hat, eine neue Opposition zu schaffen und hartnäckig nicht nur geduldig auf eine Begrenzung des Schadens hinzuarbeiten.
Ich war aber noch nie in meinem Leben so unsicher, was den Ausgang eines Experiments angeht.
  • 21.08.2016, 12:53 Uhr
  • 2
Manfried, 10.45

Sehr interessant, einen solchen historischen Rückblick zu lesen. 'Kultureller Marxismus' - seine Entstehung war nicht zu vermeiden, finde ich, aber das Pendel ist zu weit ausgeschlagen, in allen Teilbereichen, Genderproblematik, Familie, Volk.

Extreme sind gefährlich, sie schlagen dann genau in ihr Gegenteil um. Sparsamkeit(+) wird zu Geiz(-); Patriotismus (+) wird zu Nationalismus (-), Sexualität (+) wird zu Vergewaltigung (-).

Sind in der MItte 'gemäßigte Konservative' , 'friedliche Muslime' und 'mittelmäßige Intellektuelle' ? ? ?

Extreme sind aber auch sehr notwendig, denn sie stoßen an die Grenzen, sie erobern neue Welten, es ist die Avantgarde der Menschen.

Wer ist schon imstande, einen Leit-faden für die Menschheit zu schreiben und ihn verbindlich zu machen.-
  • 21.08.2016, 13:10 Uhr
  • 2
Das ist vorbei. Inzwischen gab es die Reformation, die Aufklärung und Säkularisation von Kirche und Staat. Und - für den Austritt aus der Kirche drohte uns kein Todesurteil.
  • 21.08.2016, 14:17 Uhr
  • 1
Manfried, danke für die "Geschichte der Political Correctness"!
  • 21.08.2016, 14:20 Uhr
  • 1
Gerd, ich denke, die Bibel setzt sich aus Schriften verschiedener Schriftsteller zusammen - Autoren sind Menschen, die Gleichnisse, spirituelle Gedanken und Legenden aufschrieben!
Im Gegensatz dazu wurden sind die Verse des Koran die Worte von Allah, die er Mohammed durch den Engel Gabriel verkündete. Allah ist der Schöpfer der Welt, allmächtig und allwissend. Eine Kritik ist Kritik am Schöpfer und hat andere Konsequenzen, die Todesstrafe für Apostasie, das Paradies ist ihnen verwehrt, uvm.
Auch wenn man daran nicht glaubt, ist es gefährlich. Kenne hier privat auch Muslime, die sich selbst vor ihrer Familie nicht offen äußern können.
  • 21.08.2016, 14:31 Uhr
  • 2
Sie betonen auch immer, Mohamed sei der l e t z t e Prophet gewesen, es sei also die letzte Weisung Gottes an die Menschen gewesen.
Auch das trägt zu diesem krassen Festhalten bei.

Wenn nun, was zu erwarten ist, die Visumfreiheit für die Türkei beschlossen wird, gibt es noch einmal einen großen Zuzug von Muslimen in unser Land.
In ein paar Jahrzehnten bilden sie die Mehrheit. Werden sich die einheimischen Deutschen dann den Wünschen der Einwanderer beugen müssen?
  • 21.08.2016, 15:30 Uhr
  • 1
" Man unternimmt etwas, ohne sich in Zweifeln zu winden und zu verzehren. "

Sogar ein Fluss fließt manchmal bergauf, schwimmt sozusagen gegen den eigenen Strom. Er ist mir fast zum Symbol geworden in dieser letzten Zeit.
  • 21.08.2016, 15:38 Uhr
  • 1
Haha, dann ist das eine großartige Täuschung.
Das Meer hat hier am Neckar bei HD überhaupt keinen Einfluss, Herr Lehrer!
Gerade jetzt zeigt der Wellengang eine stetige Richtung bergauf an.
Seit Jahren beobachte ich das.
___

Zum Kollektiven Marxismus, den ich diagonal gelesen habe:

Solche Bewegungen ergeben sich eben als Ausdruck von Unzufriedenheit.
Der Feminismus MUSSTE kommen, weil Frauen - jahrhundertelang - unterdrückt und in Abhängigkeit gehalten worden sind.
Da war ein Umsturz NOTWENDIG.

Dass diese Bewegung - s.o. - zu weit gegangen ist, habe ich oft angesprochen. Sie hat zu Chaos geführt in der Familie, der Kindererziehung, dem Umgang der Geschlechter miteinander.

Um das wieder auszutarieren, werden Krankheiten auftreten - das zeigt sich ja auch schon längst, Aids, ADHS bei einer ungleich höheren Zahl von Kindern, weibliche Krebsarten ...

Warum betonen die Weisen immer die MITTE, das MASS, und unsere Gesellschaft die EXTREME - Steigerung des Konsums, GIER, Sexualisierung des Alltags.

____

Dass STREBEN nach GLEICHHEIT ist ein Missverständnis. Menschen sind niemals gleich, sie sollten aber 'gleich', d.h. gerecht behandelt werden.
Man sollte sie auch nicht verwöhnen, wie das bei Einzelkindern eben oft passiert, sondern sie von allem Anfang an anspornen, sich etwas zuzu-trauen, um ihr Selbst-v ertrauen aufzubauen.
  • 21.08.2016, 16:18 Uhr
  • 1
Auch wenn man nie einen Knochenbruch oder einen Hausbrand erlebte, man hat prophylaktisch neben der Krankenversicherung noch diverse andere Versicherungen. Nur die vorbeugenden Maßnahmen gegen die Zerstörung unserer Kultur unterbleiben. Erstaunlich!
Zur möglichen Mehrheit von Muslimen ist mir bekannt, dass sie, sind sie in der Diaspora und bilden nur 1% der Bevölkerung, sind sie gehalten sich anzupassen. Geht der Prozentsatz auf 10% zu, werden schon, wie zu beobachten ist, Parallelgesellschaften gebildet. Sie haben Schiedsgerichte im Sinne der Scharia und fällen Urteile, Zivil- und Eherecht betreffend. Halal-Kost in Schulen und Kindergärten werden gefordert. Muslimische Frauenkleidung im öffentlichen Dienst erstritten. Je höher der Prozentsatz in der Bevölkerung steigt, umso mehr Regeln des Koran werden gefordert. Siehe Türkei, Maghreb, Saudi-Arabien usw. und die Toleranz dort für Andersgläubige.
  • 21.08.2016, 16:33 Uhr
  • 1
Gerd, dein Beitrag über die Sufis gefällt mir!
Die Derwische des Sufi-Islams in Konya haben mich auch sehr beeindruckt - vor allem das so offene freundliche Gespräch mit dem Vorsteher des Mevlana-Ordens.
Ähnlich pluralistisch sind die Bahá'i in ihrem Denken - Tempel ist im Nachbarort). Allerdings leiden sie auch sehr unter Repressalien.
  • 21.08.2016, 16:53 Uhr
  • 1
DANKE,

Sufismus - der mystische Zweig des Islam.

Es sind meine geliebten Vorbilder, ich habe sie in Konya tanzen sehen und auch das Grabmal des Rumi gesehen, dessen Verse wunderbar sind.
Auch die Baha'i, Mechthild, habe ich in Israel kennengelernt. Sie haben einen Tempel in Haifa,
  • 21.08.2016, 17:56 Uhr
  • 1
Oh, super! Die Derwische haben mir geduldig alle Fragen beantwortet. Kann deren Weltbild sehr gut nachvollziehen. sehr angenehme Leute.
Von einem Bahá'i Tempel in Haifa wusste ich nichts bisher. Hier zu dem Bahá'i Tempel in Liederbach hatte mein Mann durch sein Theologie-Studium einen Grund, sich sehr ausführlich immer wieder miteinander zu sprechen. Das waren zum größten Teil sehr gebildete Iraner, die sich auch als es meinen Mann nicht mehr gab häufig bei mir meldeten. Einen zweiten Bahá'i Tempel lernte ich in Delhi kennen.
  • 21.08.2016, 18:07 Uhr
  • 2
Wenn eine Religion sich von Gewalt bewusst distanziert,
findet sie in einer christlich dominierten Gesellschaft immer Platz.
Ein Gott, der sich einen 'Spielfilm' erschaffen hat, wird seine Figuren nicht töten wollen.
Erleuchtete Menschen, die ihr individuelles Bewusstsein so erweitert haben, dass sie Teil des Ganzen werden, sprechen immer nur von LIEBE.
Die Mystiker aller Weltreligionen stimmen darin überein.

Warum tanzt eine Religion aus der Reihe, und warum muss sich Europa nun mit solchen Gewaltexzessen auseinandersetzen. Wir waren auf einem guten Weg.

Eben ruft De Maiziere auf, man solle sich Notrationen für 10 Tage kaufen!!! (rtl). Ist es bereits so weit?

Der viel geschmähte Kopp-Verlag bringt viele Bücher mit diesen Hinweisen heraus.
Viel geschmäht und nun angewandt ...
  • 21.08.2016, 18:39 Uhr
  • 2
Meine Güte! Muss schnell Nachrichten sehen! So ein Buch habe ich schon. ...meine armen Kinder.
  • 21.08.2016, 18:44 Uhr
  • 2
20 l Wasser für 10 Tage und Konserven, meinte der Chef der Polizeigewerkschaft, Herr Wendt.

Sehr merkwürdig - vor Kurzem habe ich mir die Voraussagen von sog. Hellsehern angeschaut. Da wird von einem Überfall Russlands auf Deutschland gesprochen. Voraus gehen soll ein Attentat in einem Land auf dem Balkan. (Berndt, Countdown)
  • 21.08.2016, 18:52 Uhr
  • 2
Attentat stimmt, in der Türkei auf einem Hochzeitsfest.
Was Russland so vor hat? Einen Überfall kann ich mir nicht so recht vorstellen, die haben andere Probleme.
Ein Freund in Sibirien packt gerade, um auf die Krim in Urlaub zu fahren. Versuchte, mich zum mitkommen zu bewegen.
Heute will er noch mal anrufen...mal sehen.

Also 20 l Wasser. Welche Konserven benötigt werden schau ich nach...oh, oh.
  • 21.08.2016, 19:18 Uhr
  • 2
Da werd ich DIch aber vermissen
  • 21.08.2016, 19:46 Uhr
  • 2
Das ist aber nett!
Das Auswärtige Amt rät ab, deshalb bleibe ich hier - obwohl ich sehr neugierig bin! Dieser Freund macht sich auch keine Vorstellungen, welche Bürokratie ein privater Flug, Visa und Zimmersuche erfordern bis man alles hat - mindestens ein halbes Jahr. Mal fehlen Formulare, mal dies, mal das....
ich bleibe hier und kaufe Wasser.
  • 21.08.2016, 20:43 Uhr
  • 2
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