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"Kinder haben immer das Recht, den Namen des Vater zu erfahren - auch bei Sa ...

"Kinder haben immer das Recht, den Namen des Vater zu erfahren - auch bei Samenspenden"

News Team
03.09.2016, 15:37 Uhr
Beitrag von News Team

Die Rechtspolitiker der Union haben sich auf einer zweitägigen Klausurtagung geeinigt: Kinder sollen künftig erfahren können, wer ihr leiblicher Vater ist – auch wenn es sich um einen Samenspender handelt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FOCUS. „Die Frage ,Von wem stamme ich ab‘ kann Menschen ihr ganzes Leben lang beschäftigen. Wir wollen, dass Kinder künftig auch bei Samenspenden ein Auskunftsrecht bekommen“, begründet die rechtspolitische Sprecherin der Union, Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU), die Entscheidung.

Die Gesundheitspolitiker sollten nun den Aufbau eines Registers für Samenspenden vorbereiten.

Samenspender sollen aber keinesfalls zum Unterhalt ihrer biologischen Kinder verpflichtet werden. Ebenso wenig sollen Nachkommen finanziell für ihre Väter einstehen, meint die Union. „Wir müssen es rechtlich so regeln, dass keinerlei Unterhaltsansprüche geltend gemacht werden können“, sagte die Rechtspolitikerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) dem Magazin.

Die Politiker diskutierten auch, die Zahl der möglichen Spenden pro Person zu begrenzen, damit nicht mehr eine unüberschaubare Zahl von Halbgeschwistern denselben Vater hat. Ob sie dies tatsächlich fordern, haben die Experten von CDU und CSU noch nicht entschieden.
Die Rechtspolitiker der Union drängen, dass das Recht der Kinder auf Kenntnis ihrer Herkunft bei Samenspenden noch in dieser Wahlperiode gesetzlich geregelt wird. So war es auch im Koalitionsvertrag mit der SPD vereinbart.

19 Kommentare

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ohje da könnte ja vielleicht einiges auf mich zu kommen...
  • 03.09.2016, 19:45 Uhr
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Vielleicht sollten die Politiker zur Abwechslung mal regieren und nicht therapieren. Die Anzahl von Samenspenden festzulegen, das wird hier ja langsam schlimmer als in der DDR mit der Bevormundung.
In der Regel erfährt ein Kind gar nicht, dass es durch Samenspende entstanden ist. Die wenigsten Männer legen Wert darauf ihre Zeugungsunfähigkeit zur Schau zu tragen. Die Männer sind mit der Befruchtung einverstanden; der Spender erhält Geld für seine Arbeit und sein Material. Er wird nicht Vater und Punkt.
Es gibt auch keine "Scheinväter" sondern nur juristische Väter. Das ist legal, das nirgendwo geschrieben steht, dass man sein Kind selbst gezeugt haben müsse. Unterschrift genügt, und man(n) ist Vater mit allen Rechten und Pflichten.
  • 03.09.2016, 19:38 Uhr
  • 1
Es ist eine Forderung des Bundesverfassungsgerichts, die Gesetze zu ändern. Da gibt's es kein aber - es ist für alle bindende Verpflichtung.
  • 03.09.2016, 19:50 Uhr
  • 0
Deswegen muss es noch lange nicht richtig sein bzw. von gesundem Menschenversand zeugen.
  • 03.09.2016, 19:56 Uhr
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Es ist geltendes Recht - und das ist immer richtig - wie der Name schon sagt.
  • 03.09.2016, 19:57 Uhr
  • 0
Ergo: keine Samenspende mehr!
Meine Meinung deckt sich mit der von Andrea M.
  • 03.09.2016, 20:00 Uhr
  • 0
Mag sein - man wird sehen.....
  • 03.09.2016, 20:01 Uhr
  • 1
Vielleicht wollen Kinder das später gar nicht wissen oder der gesetzliche Vater auch nicht. Dann bleibt alles beim Alten...
  • 03.09.2016, 20:06 Uhr
  • 1
Mir wäre eine intakte Familie wichtiger als den Namen eines unbekannten Spenders zu erfahren mit dem mich nichts verbindet.
  • 03.09.2016, 20:11 Uhr
  • 1
Und ich wäre meinen Eltern ewig dankbar, die m ir auf diese Weise mein Leben verschafft haben...
  • 03.09.2016, 20:13 Uhr
  • 1
Elmar, danke für Deine Ausführungen zu diesem Thema. So kommen wir uns doch auf der gleichen Ebene nah.
  • 03.09.2016, 20:13 Uhr
  • 0
Wird doch in den seltensten Fällen geklagt werden...Nur wenn ein Kind will - ok...Dann soll es dies halt erfahren.

Offene Worte zur rechten Zeit werden immer Vernunft walten lassen...Hätten meine Eltern sich nicht so entschieden, würd es mich ja gar nicht geben...
  • 03.09.2016, 20:15 Uhr
  • 1
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Das könnte das Aus bei er Samenspende bedeuten. Wer schützt den Spender vor "emotionalen" Nachstellungen?
  • 03.09.2016, 19:10 Uhr
  • 2
Nee, da muss er nicht durch! Er wir es dann sein lassen, das mit der Spende! Und das meinte ich mit den Aus!
  • 03.09.2016, 19:25 Uhr
  • 3
Eben...in diese Kombi gehören drei Menschen und alle haben ihre Bedürfnisse und die gilt es zu beachten. Hier einseitig im Nachhinein von einem Teil etwas zu fordern, was er nicht will ist unredlich. Umgekehrt müsste auch der Spendervater dann das Recht erhalten, das Kind emotional erfahren zu können...
  • 03.09.2016, 19:38 Uhr
  • 1
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das Natürlichste von der Welt... Klasse!
  • 03.09.2016, 19:05 Uhr
  • 2
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Wunderbar. Das Gesetz zur Namensnennung der Mutter, wer der Vater ist, ist bereits auf dem Weg. Dann gibt es auch Klarheit, wer zahlen muß, wenn der biologische Vater nicht identisch ist mit dem leiblichen Vater...
  • 03.09.2016, 16:06 Uhr
  • 2
Biologischer und leiblicher Vater sind eine Person - Du
meintest sicher - rechtlicher Vater ...
  • 03.09.2016, 19:06 Uhr
  • 1
oh ja Entschuldigung - Schreibfehler

Der Auskunftsanspruch des Scheinvaters gegen die Mutter wird klar gesetzlich festgeschrieben. Das beruht auch auf einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Soweit dies zur Durchsetzung des Regressanspruchs des Scheinvaters gegen den Vater des Kindes erforderlich ist – und nur dann - soll künftig eine gesetzliche Verpflichtung zur Auskunfterteilung bestehen.
  • 03.09.2016, 19:07 Uhr
  • 1
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