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Top-Ökonomen sehen Zeitenwende: Die Globalisierung endet

Top-Ökonomen sehen Zeitenwende: Die Globalisierung endet

News Team
03.09.2016, 16:33 Uhr
Beitrag von News Team

Top-Ökonomen sehen Ende der Globalisierung gekommen

Weltweit anerkannte Ökonomen sehen das Ende der Globalisierung gekommen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Das wahrscheinliche Scheitern des Freihandelsabkommens TTIP ist demnach nur eines der Symptome. „Die Globalisierung, die in den 2000ern blühte, wird seit einigen Jahren abgebremst“, sagte der britische Wirtschaftswissenschaftler Simon Evenett, Professor an der Universität St. Gallen.

Als Grund nannte er kompliziertere politische Verhältnisse in der Welt und einen neuen Protektionismus, mit dem Staaten die heimische Wirtschaft bevorteilen: Offene und verdeckte Subventionen, Exportzölle sowie Regeln, die hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland fernhalten. Seit der Finanzkrise, so Evenett, „ist kaum ein Tag vergangen, ohne dass ein Land eine Maßnahme erließ, um heimische Unternehmen zu schützen und ausländischen die Geschäfte zu erschweren.“

Evenett und andere Wirtschaftsexperten vergleichen die derzeitige Situation mit 1913. Kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs endete die erste Phase der Globalisierung. „Damals waren neuer Protektionismus und Nationalismus die Gründe für das Ende der Globalisierung des 20. Jahrhunderts. Und etwas Ähnliches erleben wir derzeit wieder, da gibt es eindeutig Parallelen“, sagt Gabriel Felbermayr, Leiter des Müncher Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft.

Ähnlich äußerte sich der renommierte US-Ökonom Jagdish Bhagwati, Wirtschaftsprofessor an der Elite-Universität Columbia. Seiner Ansicht nach zeigen die verfahrenen Verhandlungen um das Freihandelsabkommen TTIP die Gründe auf. „TTIP musste scheitern“, sagte Bhagwati. Zum einen seien die Verhandlungen im Geheimen geführt worden, zum anderen seien zu viele heikle Themen auf einmal verhandelt worden. „Es waren die ersten Verhandlungen dieser Art, bei denen nicht einmal ich wusste, um was es eigentlich geht.“ Zudem hätten „zweitklassige Unterhändler“ die Verhandlungen geführt, „die sich ihre Forderungen von Lobbyisten in den Block hatten diktieren lassen“. Das gelte vor allem für die amerikanische Seite. Die Probleme seien leider symptomatisch.

„Wir sehen“, sagte Evenett, „dass die Politiker und Wirtschaftsführer dieser Staaten zwar von einem offenen Handel sprechen, aber die Wirklichkeit ist längst eine andere.“ Viele Versuche, große internationale Abkommen zu schließen, sind gescheitert. Er sehe außer Schweden und ein paar anderen skandinavischen Ländern kaum noch Staaten, die so handeln, wie es in der Blütezeit der Globalisierung weltweit guter Brauch war.

6 Kommentare

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Die Globalisierung . . . überfordert alle Menschen . . . denke ich.
  • 03.09.2016, 19:34 Uhr
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unter dem Strich hat die Globalisierung nur den wirtschaftlich starken genützt und die sozialen Gegensätze verschärft
  • 03.09.2016, 18:05 Uhr
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Es gibt den Spruch: "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht".
  • 03.09.2016, 17:15 Uhr
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Sicher sollte jeder Mensch 'an sich denken' im Sinne von 'sich um sich kümmern'... Da kann nichts anderes Ersatz für sein...
Aber wenn ansonsten jede/r nur an sich denkt, wird die Schere zwischen Stark und Schwach immer mehr auseinandergehen, bis zu übelsten Folgen...
Sprüche wie "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst..." sind erheblich anders gedacht...
  • 03.09.2016, 17:59 Uhr
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Na, Öff Öff, das freut mich, dass es noch Menschen gibt, die die Grundlage für einen Zusammenhalt der menschlichen Gesellschaft über eine zentrale biblische Aussage definieren.
  • 04.09.2016, 22:02 Uhr
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Wir brauchen dringend statt der Verbreitung neo-liberaler Ego- und Konkurrenz-Gedanken die Verbreitung der Konzepte, die wirkliche Ausweg-Wege eröffnen können: Dass wir Menschen zu einer "harmonischen Menschheits-Familie werden in der großen Gemeinschaft des Lebens der Erde (Lebewesen-Familie)"...
Wie es aus Artikel 1 der Menschen-Rechts-Charta abgeleitet werden könnte ("Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren, sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt, und sollten einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.") und vor allem auch aus der als Ergänzung zu UN-Charta und Menschen-Rechts-Charta gedachten Erd-Charta...
Wir brauchen nicht unbedingt die biblische Tradition (obwohl sie auch an guten Stellen verwendet werden darf natürlich), allein schon sehr allgemein-menschlich bezogene humanistische und aufklärerische Konzepte können als wohl best-geeignete Basis verwendet werden...
Aber wir sollten dafür entschieden was tun, alle auch am gemeinsamen Strang anpacken!
Wir haben "Arbeits-Agenturen" und "Kriegs-Minister", aber keine "Nachhaltigkeits-, Wahrheits- oder Friedens-Agenturen"... Für die wichtigsten Aufgaben haben wir keine Organisations-Zentralen... Ich sehne mich dringlich danach, dass an solchen entscheidendsten Stellen meeeeehr Menschen mal richtig gemeinsam anpacken...
Namaste.
Öff Öff
global-love.eu
real-utopia.de
  • 05.09.2016, 15:58 Uhr
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