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Alternativen der Alternative ? Manchmal muss man einfach nur Geduld haben

Alternativen der Alternative ? Manchmal muss man einfach nur Geduld haben

Peter Leopold
04.09.2016, 04:59 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Martin Schulz bereitet wohl seinen Kurs von Brüssel Richtung Berlin vor. Man muss kein Anhänger seiner Partei sein um zu erkennen, dass er einer der letzten Politiker mit Standfestigkeit und Format ist. Aber was hat seine Meinung geändert. Es war wohl nicht meine Nachricht an ihn vor bereits 6 Monaten, dass er in Berlin besser aufgehoben wäre als in Brüssel. Vielmehr haben EVP und Sozialdemokraten haben einen Vertrag geschlossen, wonach Schulz die EU-Präsidentschaft zum Jahresende abgeben muss. Und auch wenn sich nicht mehr Alle daran erinnern wollen: Dieser Vertrag existiert.

Es ist niemand, der sich mit der zweiten Reihe zufrieden gibt und das bedeutet, dass er als Kanzlerkandidat nach Berlin gehen würde. Schulz gehört zu den Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und so kann man ihn durchaus in eine Reihe mit Schmidt oder Brandt stellen. Die Wahl der Regierung wurde in den letzten Jahren immer weiter zur Persönlichkeitswahl und da wäre ein Kanzler mit Format durchaus einmal angebracht.

Das würde gleichzeitig bedeuten, dass es tatsächlich Alternativen jenseits des Radikalismus gibt, den Viele - zurecht - fürchten. Jedenfalls wären die Karten völlig neu gemischt und etwas sehr Spannendes wäre wohl gesichert: Klare Ansagen und klare Linien. Und bevor das wieder einmal völlig falsch interpretiert wird: Das ist kein "Werbefeldzug" für Martin Schulz, aber ein Hinweis darauf, dass es durchaus noch andere Möglichkeiten gibt, die man sich jenseits von Hetze und Scheinpatriotismus überlegen kann wenn man die bisherige Bundespolitik ablehnt.

Ich weiß nicht, ob es grundsätzlich eine andere Politik wäre. Die Dinge sind inzwischen sehr verfahren und es würde mehr als eine Legislaturperiode brauchen, um die Dinge wieder gerade zu rücken. Aber wer Schulz kennt weiß, dass es kein "Aussitzen" mehr geben würde und einen "Rottweiler" im Bundestag könnte Deutschland durchaus einmal wieder gebrauchen.

So bewahrheitet sich wieder einmal, dass man manchmal eben nur ein bischen Geduld braucht und nicht um sich beissen muss, damit sich etwas ändert. Der erste Schritt scheint gemacht und auch wenn man - wie ich - nicht viel von der Parteienlandschaft in Deutschland hält: Die Kanzlerwahl bleibt für Viele eine Persönlichkeitswahl und angesichts der Unzufriedenheit im Land sieht es für die "eiserne Kanzlerin" nicht gut aus.

6 Kommentare

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Als Spitzenpolitiker in Berlin wäre Martin Schulz sicherlich eine willkommene und auch bitter notwendige Bereicherung

Die Frage ist halt:

WAS IST MIT DIESER (von mehreren!) ABGEWIRTSCHAFTETEN
(ich verwende gnädigerweise keinen noch deutlicheren Begriff!)
PARTEI ÜBERHAUPT NOCH MÖGLICH
  • 04.09.2016, 13:22 Uhr
  • 1
Peter Leopold
DAS ist eine andere Frage
  • 04.09.2016, 13:23 Uhr
  • 1
JA SCHON ...

aber was nützt ein guter Spitzenkandidat ...

wenn die Partei noch (FAST) JEDEN EIGENEN KANZLER GESCHAFFT hat

Und ich bin überzeugt:
Man hat in der Partei NICHTS DAZUGELERNT ...
UND MAN WÜRDE ES WIEDER GENAUSO TUN!
  • 04.09.2016, 14:13 Uhr
  • 1
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Ehrlichkeit und klare Kante,so habe ich Martin Schulz im Fernsehen erlebt.Er wäre gewiß kein schlechter Kanzlerkandidat
  • 04.09.2016, 08:50 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Man wird sehen, was da noch kommt. Er hatte zwar erst abgelehnt weil sein Platz "in Brüssel wäre" aber die Dinge ändern sich nun einmal...
  • 04.09.2016, 08:58 Uhr
  • 2
Abwarten,hoffe nur derRICHTIGE stürzt die Jetzige
  • 07.09.2016, 10:22 Uhr
  • 2
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