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Göttinnendämmerung

04.09.2016, 20:55 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Göttinnendämmerung
Bei der Finanzkrise mit Griechenland ging es noch gut. Es war schwer zu vermitteln, dass die Griechen aus ökonomischer Sicht den Euro aufgeben müssen – zu viel Wirtschaft, zu viel Begriffe wie zu hohe Lohnstückkosten, fehlender Wechselkursmechanismus, zu geringe Produktivität. Also bürgen wir lieber mit 390 Milliarden Euro für die Griechen.
Bei der Energiewende ging es auch noch mal gut. Wir haben zwar die sichersten Atomkraftwerke und die beste Sicherheitstechnik und die geografischen Verhältnisse sind mit denen in Japan nicht zu vergleichen, aber Sicherheit geht vor.
Bei der Flüchtlingspolitik geht es aber nicht mehr gut. Jetzt sagen die Bürger, da machen wir nicht mehr mit. Diese dritte ihrer emotionalen Entscheidung tragen wir nicht mit. Die Göttin wird entzaubert: Göttinnendämmerung

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11 Kommentare

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Weder ist es richtig, Frau Merkel in den Rang einer 'Göttin' zu erheben, noch ist das Schicksal unseres Landes oder der Welt mit dem ihrigen verknüpft. Die Zeiten, in denen sich die Mächtigen auf die 'Herrschaft von Gottes Gnaden' berufen konnten, sind längst vorbei.
  • 05.09.2016, 09:43 Uhr
  • 1
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Zuerst einmal werden jetzt die entzaubert werden, die sich so sicher wähnen, die Zauberformel gefunden zu haben, mit der sich alle anstehenden Probleme lösen lassen. Warten wir's ab !
  • 04.09.2016, 22:04 Uhr
  • 1
Die anstehenden Probleme sind sehr vielschichtig. Darum bedürfen sie Weitsicht und differenzierten Lösungen. Sie sind sicher nicht mit dem Konzept einer einzelnen Partei und Parolen zu lösen.
  • 05.09.2016, 11:06 Uhr
  • 0
Das verstehe ich jetzt wirklich nicht. Natürlich sollten die, die die Suppe eingebrockt haben, sie sauber auslöffeln. Das heißt, alle außer AfD haben die unkontrollierte Einwanderung gut geheißen.
Diese müssen auch die 'Zauberformel' finden, und De Maiziere ist ja schon einige Zeit dabei, nur der Zauber wirkt nicht.

Ich gebe nur ein Beispiel, um die gegenwärtige kostspielige Unsinnigkeit bürokratischer Maßnahmen zu illustrieren.

Eine MIllion Flüchtlinge beantragen Asyl. Das BAMF kommt mit der Bearbeitung nicht nach. Oft warten die Bewerber ein Jahr und länger.
Wenn sie einen ablehnenden Bescheid bekommen, gehen sie vor Gericht. Das erlaubt ihnen, länger im Land zu bleiben.
Wenn das Urteil die BAMF Entscheidung bestätigt, müssen sie abgeschoben werden.
Dies scheitert an den Herkunftsländern oder dem Nicht-Erscheinen der Abgeschobenen am Abflugtag.
Sie tauchen unter oder erhalten den Status: Duldung.

Viel Lärm für Nichts!

Ich hätte gern gewusst, wie viele 'geduldete' Flüchtlinge sich mittlerweile im Land befinden.
9000 minderjährige unbegleitete Jugendliche sind untergetaucht!

Von Integration oder überhaupt einem erkennbaren Willen, sich zu integrieren - meist fehlen auch die entsprechenden Integartionsangebote (Sprachkurse!) - kann doch überhaupt keine Rede sein.

Nicht die AfD ist schuld an diesem Desaster. Aber natürlich wird sie ausgegrenzt - von den 'anständigen Demokraten'!

Nur weil der SPD Ministerpräsident von Mecklenburg eine Woche vor der Wahl plötzlich die Flüchtlingspolitik von Frau M. angriff, erzielte er 30%.
Auch Gabriel wandte sich PLÖTZLICH von M. ab - alles im Namen der Wahlen!
Alles von der AfD abgeguckt, dies zu leugnen und sich zum Gewinner zu erklären -

So viel Heuchelei und mangelnden Anstand lassen sich schwer ertragen.
  • 05.09.2016, 11:06 Uhr
  • 3
Natürlich steht es jedem frei, die Entwicklung so zu beurteilen wie im vorausgehenden Kommentar. Aber auch andere Interpretationen sind möglich und ebenso berechtigt, denn die Lage ist für einfache Erklärungsmuster viel zu kompliziert.
In der Bewältigung der Flüchtlingskrise liegt zweifellos noch vieles im Argen, daher ist Kritik auch berechtigt und sollte nicht überhört werden. Doch machen es sich diejenigen zu einfach, die die Schuld an dem Dilemma einseitig der Frau Merkel oder der gegenwärtigen Regierung zuschustern. Und besonders leicht ist es, auf den Zug derjenigen aufzuspringen, nämlich den der Rechtspopulisten,, die - außer harscher und pauschaler Verurteilung der Verantwortlichen - noch nichts zur Bewältigung der Krise beigetragen haben. Letztere haben das Problem eher verschärft, indem sie durch demagogische Parolen zur Verunsicherung von weiten Teilen der Bevölkerung beigetragen haben.
Nun haben sie durch Wahlerfolge einen Zipfel demokratischer Verantwortung erfasst und werden zeigen müssen, ob die von ihren Wählern in sie gesetzten Hoffnungen berechtigt sind. Ihre Mitwirkung an demokratischen Prozessen wird zeigen, was sie wirklich können.
  • 05.09.2016, 11:30 Uhr
  • 2
Die Parolen sind nun wirklich genauso bei den Altparteien zu finden. Ihre Beschimpfungen sind beschämend und moralisierend.
  • 05.09.2016, 11:37 Uhr
  • 0
Was mir gestern allerdings auffiel, war die Arroganz der Altparteien, die alle ca. 5% verloren haben, sich dermaßen über die AfD zu erheben. Was versteht man da unter 'Demokratie'?
Und natürlich verdankt der SPD Ministerpräsident nur deshalb die 30% lediglich der Tatsache, dasss er sich, Gabriel folgend, von der Flüchtlingspolitik der Frau Merkel distanziert hat.

Als die Grünen tolpatschig in den Bundestag einzogen, mit Sandalen und Stricknadeln, hat man sie ausgelacht.
Als die Linke einzog, wurde sie regelmäßig bei Koalitionen ausgegrenzt.
Jetzt nun das alte arrogante Muster: Die AfD ist verabscheuungswürdig, weil es tatsächlich ein paar ganz böse Elemente darin gibt.

Dass es unter den Flüchtlingen tatsächlich auch ein paar "ganz böse Elemente" gibt, ist natürlich eine böse Erfindung der AfD.

Ich finde es ausgezeichnet, dass jetzt statt 50 60% zur Wahlurne gegangen sind. Die Wahlbeteiligung ist gestiegen, d.h. die Müdigkeit in der Gesellschaft lässt nach. Allein das ist ein positives Signal.
Und die Wanderbewegungen zeigen, dass a l l e Parteien gleichmäßig große Verluste haben.
Da sollte man das Phänomen AfD schon einmal differenzierter ansehen.
  • 05.09.2016, 12:56 Uhr
  • 2
Korrektur: tollpatschig
  • 05.09.2016, 12:58 Uhr
  • 0
Hallo Edith, bezieht sich Ihr Kommentar "... Das verstehe ich nun wirklich nicht..." auf meinen vorherigen K.?
  • 05.09.2016, 13:02 Uhr
  • 0
Aber nein, Lucia, ich bezog mich auf die 'Zaubertricks', die Friedhelm Kampsmann erwähnt.
Ich verstand ihn so, dass NICHT die Regierungsparteien diesen Schlamassel im Land aufzuräumen hätten, sondern eben die Gegner von Merkels Flüchtlingspolitik.

DAS fand ich erstaunlich!
  • 05.09.2016, 13:07 Uhr
  • 1
Allerdings. - Bei dem Bosbachkommentar zeigt sich inzwischen leider eine pöbelnde ... Schade.
  • 05.09.2016, 13:25 Uhr
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